Tremmel | Normative Politische Theorie | E-Book | www2.sack.de
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E-Book, Deutsch, 329 Seiten

Tremmel Normative Politische Theorie

Wissenschaftstheoretische Grundlagen und Anwendungen am Beispiel des politischen Mordverbots
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-658-02730-8
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Wissenschaftstheoretische Grundlagen und Anwendungen am Beispiel des politischen Mordverbots

E-Book, Deutsch, 329 Seiten

ISBN: 978-3-658-02730-8
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



'Politiker und Politikerinnen sollten bei ihrem Wettstreit um politische Ämter keine Gewalt anwenden.' Das ist eines von vielen Beispielen für normativ-evaluative Hypothesen. Während innerhalb der zuständigen politikwissenschaftlichen Teildisziplin 'Politische Theorie' der Methodologie der Ideengeschichte ausreichend Aufmerksamkeit gewidmet wird, lernen Studierende bisher sehr wenig darüber, wie methodologisch mit normativen Hypothesen aus der Welt der Politik verfahren werden kann.
Dieses Buch ist in zwei Teilen aufgebaut. Im Grundlagenteil werden die Beweisbarkeit bzw. Falsifizierbarkeit von normativen Hypothesen, der Status von empirischen Daten für normative Hypothesen und die Sein/Sollens-Dichotomie in den Blick genommen. Im Anwendungsteil wird dann anhand eines Beispiels performativ die Praxis des normativen Forschungsansatzes demonstriert. Als Prüfkriterien für normative Hypothesen kommen dabei der Schleier der Unwissenheit, das diskursethische Verfahren, das Verfahren des Unabhängigen Beobachters und der Kategorische Imperativ zum Einsatz.




Dr. Dr. Jörg Tremmel ist  apl. Professor am Institut für Politikwissenschaft  der Eberhard Karls Universität Tübingen.

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Weitere Infos & Material


1;Formalia;6
2;Inhalt;8
3;Verzeichnis der Abbildungen, Tabellen und Mindmaps;12
4;1Verortung normativer Forschung innerhalb der Politikwissenschaft;14
4.1;1.1 Anekdotische Einführung: Ein Demokratie-Verächter in einem Seminar;14
4.2;1.2 Politische Theorie? Politische Philosophie? Politische Ethik?;16
4.3;1.3 Die Bestandteile des Fachs Politische Theorie;24
4.3.1;1.3.1 Ideengeschichte / Geschichte des Politischen Denkens;24
4.3.1.1;1.3.1.1 Eine Auswertung ideengeschichtlicher Lehrbücher;24
4.3.1.2;1.3.1.2 Wer gehört in den Kanon und wer nicht?;27
4.3.1.3;1.3.1.3 Wozu Ideengeschichte?;29
4.3.1.4;1.3.1.4 Warum neue Abhandlungen über die Klassiker? Das Innovationsproblem;30
4.3.1.5;1.3.1.5 Wie Ideengeschichte betreiben?;32
4.3.2;1.3.2 Begriffsklärungen / Bedeutungsanalysen;34
4.3.2.1;1.3.2.1 Die notwendige Unterscheidung zwischen Begriffen und -ismen;34
4.3.2.2;1.3.2.2 Wie sollten Begriffsklärungen erfolgen?;39
4.3.2.3;1.3.2.3 Kombinationen;44
4.3.3;1.3.3 Normative Politische Theorie;45
4.3.3.1;1.3.3.1 Normative Hypothesen über Polity, Policy und Politics;45
4.3.3.2;1.3.3.2 Normative Hypothesen auf der Polity-Ebene;46
4.3.3.3;1.3.3.3 Normative Hypothesen auf der Policy-Ebene;47
4.3.3.4;1.3.3.4 Normative Hypothesen auf der Politics-Ebene;47
4.3.3.5;1.3.3.5 Eine Umfrage in der Zeitschrift für Politische Theorie;49
4.3.3.6;1.3.3.6 Fallen ideengeschichtliche und normative Forschung zusammen?;49
4.3.3.7;1.3.3.7 Das Auswahlproblem als normatives Problem?;51
4.3.3.8;1.3.3.8 Ist die ergebnisoffene Überprüfung normativer Hypothesen per se unmöglich?;52
4.3.3.9;1.3.3.9 Zwei vitale Äste der Politikwissenschaft?;55
4.3.3.10;1.3.3.10 Die marginalisierte Forschung über normative Hypothesen;58
4.3.4;1.3.4 Wissenschaftstheorie der Politikwissenschaft;60
5;2Charakter und Struktur von normativen Hypothesen;67
5.1;2.1 Moralnormen versus Rechtsnormen versus Konventionen;67
5.2;2.2 Zur Unterscheidung zwischen Moral und Moralität(en);70
5.3;2.3 Verallgemeinerbarkeit als Prüfkriterium für die Richtigkeit normativer Hypothesen;71
5.4;2.4 Struktur prüfungsfähiger normativer Hypothesen;75
5.4.1;2.4.1 Komplexe normative Hypothesen;75
5.4.2;2.4.2 Maximen für eingeschränkte Adressatenkreise;77
5.4.3;2.4.3 Maximen für spezifische Situationen;79
5.4.4;2.4.4 Selbstzerstörerische und selbstwidersprüchliche Maximen;80
5.5;2.5 Formulierungen des Universalisierbarkeits-Prinzips;80
5.6;2.6 Verfahren für die Universalisierbarkeits-Prüfung;82
6;3Die Überprüfung normativer Hypothesen mit Hilfe des Schleiers der Unwissenheit;86
6.1;3.1 Die Merkmale des Schleiers der Unwissenheit;86
6.2;3.2 Das Verfahren, das Verfahrensergebnis und der Autor von beidem;92
6.3;3.3 Mögliche Ausgestaltungen des Gedankenexperiments ‚Schleier der Unwissenheit‘;99
7;4Die Überprüfung normativer Hypothesen mit Hilfe des Kategorischen Imperativs;107
7.1;4.1 Die Gesetzesformel des Kategorischen Imperativs;107
7.2;4.2 Handeln ‚aus Pflicht‘ und ‚pflichtgemäße Handlungen‘;110
7.3;4.3 Die Allgemeinheit des Prüfverfahrens ‚Kategorischer Imperativ‘;112
7.4;4.4 Der fehlende Empiriebezug des Kategorischen Imperativs;112
7.5;4.5 Eine ‚empiristische‘ Erweiterung des Kategorischen Imperativs?;119
7.6;4.6 Das Prinzip der Folgenorientierung;120
7.7;4.7 Unüberprüfbarkeit normativer Hypothesen mit Hilfe des Kategorischen Imperativs?;125
8;5 Die Überprüfung normativer Hypothesen mit Hilfe des Modells des Idealen Beobachters;132
8.1;5.1 Einleitung;132
8.2;5.2 Der IO als Gott oder als Mensch?;134
8.3;5.3 Das IO-Modell von Firth;135
8.4;5.4 Die Vermenschlichung des IO-Modells;140
8.5;5.5 Goldene Regel, imaginäre Identifikation und Rollentausch;141
8.6;5.6 Von der Goldenen Regel zur Kompetenten Rollentauscherin;142
8.7;5.7 Charakteristika des kompetenten Rollentauschers;144
8.8;5.8 Zum Modus des Rollentausches;147
8.9;5.9 Fazit;150
9;6 Diskurs- bzw. Deliberationsethik und Deliberative Demokratietheorie;153
9.1;6.1 Einleitung;153
9.2;6.2 Die Diskursregeln;157
9.3;6.3 Das ‚Monologisierungs-Verbot‘;161
9.4;6.4 Performative Widersprüche;170
9.5;6.5 Von der D-Ethik zur Deliberativen Demokratietheorie;174
9.5.1;6.5.1 Zwei getrennte Bibliotheken;174
9.5.2;6.5.2 Naturwissenschaftliche Streitfragen und politische Interessenskonflikte;176
9.5.3;6.5.3 Deliberative und Partizipative Demokratietheorie;178
9.5.4;6.5.4 Input- versus Outputorientierung, oder beides?;181
9.5.5;6.5.5 Die Brücke zur Praxis und zurück zur Theorie;183
9.5.6;6.5.6 Kategorisierungen vom empirischen Studien;187
9.5.7;6.5.7 Parlamentsdiskurse;192
9.5.7.1;6.5.7.1 Die Pionierstudien zum Diskursqualitätsindex;192
9.5.7.2;6.5.7.2 Die Stellungnahme von Habermas;200
9.5.7.3;6.5.7.3 Kritik des Verfassers an der Methodik der DQI-Studien;202
9.5.8;6.5.8 Bürger-Deliberationen;209
9.6;6.6 Die ideale Sprechsituation als Rollentausch?;211
9.7;6.7 Die Diskursethik im Vergleich mit dem Schleier der Unwissenheit und dem Unabhängigen Beobachter;214
9.8;6.8 Fazit;216
10;7 Ein Mordverbot für den politischen Bereich?;220
10.1;7.1 Sein/Sollen-Dichotomie;220
10.2;7.2 Empirisches zu politischen Morden;222
10.3;7.3 Die zu prüfende normative Hypothese H1;227
10.4;7.4 Die Prüfung gemäß des Schleiers der Unwissenheit;232
10.5;7.5 Die Prüfung durch eine Kompetente Rollentauscherin;235
10.6;7.6 Eigene Präferenzen im Hinblick auf H1;240
11;8 Folgenorientierung und Axiologie;242
11.1;8.1 Ein bisher nicht thematisiertes Element in H1;242
11.2;8.2 Positiver versus negativer Konsequenzialismus;244
11.3;8.3 Subjektive vs. objektive werttheoretische Ansätze;245
11.4;8.4 Vor- und Nachteile beider Ansätze;246
11.5;8.5 Grundbedürfnisse;247
11.6;8.6 Fazit;250
12;9Ideale und nichtideale Theorie;252
12.1;9.1 Wer mit Schrot schießt, trifft vielerlei …;252
12.2;9.2 Kritik an der Formulierung eines moralischen Endzustandes ohne Zwischenziele;253
12.3;9.3 Kritik an der Aufstellung von Normen, die nicht von allen befolgt werden;255
12.4;9.4 Kritik an realitätsfernen Gedankenexperimenten;258
12.5;9.5 First order claims: Politik als Feld von Kampf, Konflikt, Täuschung und Opportunismus;261
12.6;9.6 Einwände gegen die Denkrichtung des ‚politischen Realismus‘;265
12.7;9.7 Fazit;271
13;10Zum Abschluss ein bisschen Metaethik;275
13.1;10.1 Was können normativ arbeitende Politologen wissen?;275
13.2;10.2 Alltagswissen vs. wissenschaftliches Wissen;278
13.3;10.3 Objektivismus und Relativismus getrennt nach Domänen;280
13.4;10.4 Wissenschaftlicher Fortschritt;282
13.5;10.5 Unterschiede zwischen empirischen und normativen Hypothesen;284
13.6;10.6 Die Unterscheidung zwischen Richtigkeit und Wahrheit;285
13.7;10.7 Partieller Kognitivismus;287
13.8;10.8 Die Bürden des Urteilens und die Forderung nach Toleranz;290
13.8.1;10.8.1 Die Bürden des Urteilens;290
13.8.2;10.8.2 Die Forderung nach Toleranz;293
13.9;10.9 Ein Schlusswort;294
14;Literaturverzeichnis;298
15;Register;327



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