Thyndal | Resistance (Die Legende der Assassinen 2) | E-Book | www2.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 2, 310 Seiten

Reihe: Die Legende der Assassinen

Thyndal Resistance (Die Legende der Assassinen 2)

Eine actionreiche Fantasy-Liebesgeschichte in zwei Bänden
19001. Auflage 2019
ISBN: 978-3-646-30187-8
Verlag: Carlsen
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Eine actionreiche Fantasy-Liebesgeschichte in zwei Bänden

E-Book, Deutsch, Band 2, 310 Seiten

Reihe: Die Legende der Assassinen

ISBN: 978-3-646-30187-8
Verlag: Carlsen
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



**Wenn sich dein Herz nach dem Feind sehnt...** Die Welt, wie Esme sie einst kannte, gibt es nicht mehr: Die Straßen ihres geliebten New York sind wie leergefegt und die Bedrohungen des Krieges scheinen hinter jeder Ecke zu lauern. Die ehemaligen Beschützer der Menschheit sind wild entschlossen sich ihre Freiheit mit allen Mitteln zu erkämpfen. Doch inmitten der tobenden Rebellion wird es für Esme immer schwieriger zu entscheiden, auf welcher Seite sie steht. Denn ihr verräterisches Herz sehnt sich nach Atair, dem anziehenden Soldaten mit den silbernen Augen. Und das, obwohl er sie schon einmal gefangen genommen hat und damit ihr größter Feind sein sollte... Rasant und fesselnd ab der ersten Seite - erlebe den Aufstieg der Assassinen und entdecke die mächtigste Waffe eines jeden Kriegers: das Herz einer Frau! Amy Erin Thyndals neue Reihe »Die Legende der Assassinen« entführt die Leserinnen in eine aufregende Welt mit atemberaubenden Charakteren und einem eindrucksvollen Setting. //Dies ist ein Roman aus dem Carlsen-Imprint Dark Diamonds. Jeder Roman ein Juwel.//   //Alle Bände der rasant-romantischen Reihe:  -- Uprising (Die Legende der Assassinen 1)  -- Resistance (Die Legende der Assassinen 2) -- Sammelband der Fantasy-Serie »Die Legende der Assassinen« Band 1-2// Diese Reihe ist abgeschlossen.

Amy Erin Thyndal lässt sich von ihren Freunden gern damit aufziehen, dass sie Bücher doch toller fände als Menschen. Nichtsdestotrotz sind es die Menschen um sie herum, die sie zum Schreiben inspirieren und ihrem Leben das gewisse Etwas verleihen. Und zwischen wissenschaftlichem Labor, Hobbys, Freunden und natürlich der obligatorischen Lesesucht widmet sie sich der großen Liebe - ob in ihren Büchern oder in der echten Welt.
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1. Kapitel


Esme – 310 Jahre zuvor

Es ist das erste Mal, dass ich den UN-Headquarters so nahe komme, aber nicht zum ersten Mal wundere ich mich über den fehlenden Sinn für Ästhetik der Menschen vor hundert Jahren. Die UN-Headquarters sind ein Betonkomplex, zwar voller Fenster, aber rechteckig und mehr klobig als elegant. Die hohen Zäune und Mauern um mich herum demonstrieren, dass es sich um einen Hochsicherheitstrakt handelt. Einen, der uns hoffentlich helfen wird zu überleben.

Der Soldat, der mich an der vordersten Mauer begrüßt hat, führt mich an ihr entlang zum Eingang des schwer bewachten Komplexes. Dort nimmt mich eine junge Frau namens River in Empfang, die sich scheinbar freiwillig gemeldet hat Neuankömmlinge zu begrüßen.

»Aber es wird immer seltener, dass Menschen vor unseren Toren auftauchen«, meint sie traurig, nachdem sie sich vorgestellt hat, »meistens sind es nur die Assets, oder Assassinen, wie sie sich jetzt nennen. Ich freue mich, dass du hier bist.«

»Ich mich auch«, erwidere ich ehrlich.

Mit einem Lächeln legt sie mir mitfühlend eine Hand auf den Arm. Sie wird sich denken, dass ich in den letzten Tagen Schreckliches durchgemacht habe – so war es ja auch, aber anders, als sie und die anderen Menschen vermuten.

»Gut, zuerst werde ich dich zu einem Arzt bringen, Esme«, erklärt River, »dann zeige ich dir die Speisesäle, die Quartiere und auch die hygienischen Anlagen. Vor der Führung müssen wir dich aber noch einem Mitglied des Rats vorstellen, der überprüft, dass du keine Spionin oder so bist. Nicht dass irgendjemand das denken würde, aber sie sind hier sehr vorsichtig.«

»Der Rat?«, frage ich nach.

»Wir haben hier eine Art Übergangsregierung gebildet«, erklärt sie, »nichts Demokratisches bisher, aber es funktioniert gut. Die Ersten, die hier waren – also nicht die Abgeordneten der UN, sondern die Generalin des Militärs hier und einige weitere, die Gruppen hierherführten –, haben sich selbst dazu berufen.«

Heißt das, jeder kann sich spontan zum Anführer machen? Das klingt nicht wirklich nach dem demokratischen Geist Amerikas, aber momentan ist es vermutlich besser als nichts. Die Zuflucht scheint sehr gut organisiert und es gibt wichtigere Sorgen als Neuwahlen. Wie um diese Erkenntnis zu unterstützen, ertönt in der Ferne das Rattern eines Maschinengewehrs.

Als ich River erschrocken anblicke, legt sie mir beruhigend eine Hand auf den Arm.

»Keine Sorge, wir sind hier sicher«, meint sie, »zumindest vorerst. Die Männer an der Mauer sind gut ausgebildet und bisher haben die Assassinen noch keine Offensive gestartet, sondern testen unsere Kraft nur mit gelegentlichen Scharmützeln.«

Die unausgesprochene Aussage entgeht mir nicht: Sobald die Assassinen ihre Kräfte bündeln und uns gezielt angreifen, ist es mit der Sicherheit vorbei.

River lächelt schwach und ich frage mich, was sie in diesem Krieg bisher erlitten hat. Äußerlich scheint sie noch voller Leben und ungebrochen, doch in ihren Augen sehe ich Schrecken und Grauen. Ich bin beeindruckt, dass sie noch so selbstsicher wirkt, während sie mich in das Hauptgebäude führt.

Obwohl durch die großen Fenster die Sonne hereinscheint, brennt Licht im Foyer, dessen Rezeption unbesetzt ist.

Bevor ich nachfragen kann, erklärt meine Begleiterin: »Wir besitzen hier einen eigenen Generator, dadurch können wir die Annehmlichkeiten der Elektrizität genießen. Dennoch wird dazu geraten, möglichst wenig zu benutzen, zum einen um die Assassinen nicht noch mehr auf uns aufmerksam zu machen als ohnehin schon, zum anderen weil unsere Benzinvorräte nicht endlos sind.«

Gerade als sie das sagt, erlischt das Licht und ein junger Mann erhebt sich hinter der Rezeption. Als er River entdeckt, fängt er sofort an zu grinsen.

»Guten Tag, meine Schöne«, begrüßt er sie. River verdreht nur die Augen.

»Verschwendest du mal wieder Strom, Lee?«, fragt sie pikiert, während der Mann auf uns zukommt, die Augen nicht von River nehmend. Wow. Selbst während der Apokalypse sind Flirterei und Gefühle nicht weit.

Mir fällt auf, dass ich dies am eigenen Leib erfahren habe, und mich durchzuckt ein Gefühl des Verlusts, als ich an Atair denke.

»Ich habe etwas für Dr. Clarke gesucht«, erklärt Lee und kommt vor uns zum Stehen. Fragend mustert er mich.

»Das ist Esme, sie ist soeben zu uns gestoßen«, stellt River mich vor und lächelt heimlich, während Lees Blick auf mir ruht. Aha, seine Avancen scheinen sie also gar nicht so sehr zu stören, wie sie vorgibt.

»Hallo. Ich bin Lee«, stellt er sich noch einmal formell vor und streckt mir die Hand hin, die ich schüttle.

»Wir wollten zu einem Arzt?«, meine ich fragend mit einem Blick auf River.

Scheint, als wäre mein Anteil an Lees Aufmerksamkeit vorbei, denn er sieht ebenfalls wieder zu meiner Begleiterin und lächelt, als wäre ihr Anblick die Sonne, die hinter den Wolken hervorbricht.

River gibt sich allerdings ungerührt. Sie wirft ihr blondes Haar nach hinten, bevor sie sich nach rechts dreht.

»Hier entlang, bitte«, verkündet sie und marschiert los, ohne Lee weiter zu beachten. Der Mann seufzt enttäuscht auf, folgt uns aber wortlos, als River mich durch eine Tür auf der rechten Seite führt, über der behelfsmäßig »Krankenstation« geschrieben steht.

Hinter der Tür erwartet uns ein nichtssagender Politikergang mit graublauem Teppich auf dem Boden und weiß gestrichenen Wänden, an denen in regelmäßigen Abständen ein möglichst wenig aufdringliches Kunstwerk hängt. Doch die Umstände haben diesen Ort offensichtlich verändert – alle Türen, die abgehen, sind geöffnet und ich höre das Piepen von EKGs und die Geräusche von Menschen. Auf dem Gang stehen einige leere Betten an der Seite und ein Mann sitzt direkt neben dem Eingang, ein Maschinengewehr über die Schulter gelehnt.

»Solltest du nicht draußen Wache halten, Bob?«, fragt River den Mann neckend, der aus der Betrachtung des Gemäldes ihm gegenüber schreckt.

»Als ob jemand an unseren Eingangsposten vorbeikäme, wenn nicht schon alles verloren wäre«, grummelt dieser, erhebt sich aber, um hinter uns hinauszugehen.

Zwei in Weiß gekleidete Männer, offensichtlich Pfleger, treten aus einem der Krankenzimmer und werfen dem Wachmann einen amüsierten Blick hinterher, bevor sie im nächsten Raum verschwinden.

»Komm«, sagt River und zupft an meinem Oberteil, damit ich ihr folge, »das Wartezimmer ist dort hinten.«

Gemeinsam gehen wir den Flur entlang und durch die letzte offene Tür, die davon abgeht. Daneben folgt noch eine weitere geschlossene Tür, über der »Behandlungsraum – Bitte nicht stören« geschrieben steht. Was diejenigen, die diese Konferenzsäle häufiger nutzten, wohl zu dieser kreativen Umgestaltung sagen?

Das Zimmer, das River, Lee und ich nun betreten, hat große Ähnlichkeit mit dem echten Wartesaal eines Hausarztes. An allen vier Wänden sind Stühle aufgestellt, nur unterbrochen von zwei Lücken für die Türen. Durch die Fenster hat man Blick auf einen schlichten Garten und auch hier hängen einige Bilder an den Wänden. Dennoch erkennt man, dass dies ursprünglich kein Wartezimmer war – der graublaue Teppich auf dem Boden und auch die Schreibtischstühle verraten, dass hier umfunktioniert wurde, ebenso wie die Wartezeitschriften, die ungewöhnlicherweise Titel wie Politics today und Economy tragen.

Auch hier ist die Tür zum angrenzenden Raum geöffnet, vermutlich weil sich kein einziger Patient im Wartezimmer befindet. Zielstrebig geht River darauf zu.

»Hallo, Dr. Clarke«, begrüßt sie die Frau, die darin an einem Schreibtisch mitten im Raum sitzt und konzentriert in ein Notizbuch schreibt. Wie jemand analog schreibt, habe ich bereits seit Jahren nicht gesehen. Ihre grauen Haare fallen ihr aus dem Gesicht, als sie aufblickt und lächelt.

»Hallo, River«, grüßt sie. »Lee, hast du meine Stifte gefunden?«

Lee schiebt sich an meiner Begleiterin vorbei und winkt mit drei Kugelschreibern, die er Dr. Clarke in die Hand drückt.

»Danke«, meint sie und bedeutet uns mit einer Handbewegung uns auf die drei Stühle zu setzen, die vor ihrem Schreibtisch stehen. Nachdem ich mich gesetzt habe, streckt sie mir die Hand hin.

»Hallo, ich bin Lucinda, obwohl mich hier alle nur Dr. Clarke nennen«, stellt sie sich vor.

»Esme, ich bin gerade angekommen«, erwidere ich und schüttele ihre Hand.

»Wie ungewöhnlich«, bemerkt sie und mustert mich. »Ich nehme an, ihr seid für die Eingangsuntersuchung hier?«

Ich nicke bestätigend und die Frau erhebt sich, nachdem sie ihr Notizbuch zugeklappt hat.

»Dann will ich dich mal nicht warten lassen.«

Lee und River bleiben sitzen, während Dr. Clarke eine Tür hinter sich öffnet und dann abwartend zu mir sieht. Scheinbar wird das ein privates Gespräch. Ich folge ihr in den vorhin bereits ausgewiesenen Behandlungsraum, in dem nicht nur ein Feldbett wie beim Hausarzt, sondern auch ein gynäkologischer und sogar ein zahnärztlicher Untersuchungsstuhl sowie einige Geräte zur Diagnose bereitstehen. Zu meiner Erleichterung zeigt Dr. Clarke jedoch nur auf das Feldbett, auf das ich mich setze, und zieht für sich selbst einen Stuhl heran.

»Eigentlich bin ich Chirurgin, aber ich und die acht anderen hier anwesenden Ärzte wechseln uns mit dem Dienst ab, deshalb werde ich heute für dich Allgemeinmedizinerin spielen«, erklärt sie, während sie ein weiteres Notizbuch von einem Beistelltisch nimmt, das bereits ziemlich voll zu sein scheint.

Als sie meinen Blick auf das Buch bemerkt, meint sie: »Das Risiko, dass uns der Strom...


Amy Erin Thyndal lässt sich von ihren Freunden gern damit aufziehen, dass sie Bücher doch toller fände als Menschen. Nichtsdestotrotz sind es die Menschen um sie herum, die sie zum Schreiben inspirieren und ihrem Leben das gewisse Etwas verleihen. Und zwischen Studium, Sport, Hobbys, Freunden und natürlich der obligatorischen Lesesucht widmet sie sich der großen Liebe – ob in ihren Büchern oder in der echten Welt.



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