Schneider | Wissende des Unbewussten | E-Book | sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 199, 440 Seiten

Reihe: Studien zur deutschen Literatur

Schneider Wissende des Unbewussten

Romantische Anthropologie und Ästhetik im Werk Richard Wagners

E-Book, Deutsch, Band 199, 440 Seiten

Reihe: Studien zur deutschen Literatur

ISBN: 978-3-11-029287-9
Verlag: De Gruyter
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)



Richard Wagners Reform des Musiktheaters beruht auf der neuen Auffassung von menschlicher Subjektivität, die in der Anthropologie, Philosophie und Literatur der deutschen Romantik entwickelt wird – so die These dieser interdisziplinär angelegten Studie, die nicht nur die Libretti Wagners in den Blick nimmt, sondern auch seine ästhetischen Schriften und Partituren. Sie zeigt, wie Wagner die in der Romantik entwickelte Dichotomie von Unbewusstem und Bewusstsein verarbeitete und zu einem neuen Musiktheater gelangte, das auf folgende Generationen großen Einfluss ausübte. Der Studie lässt Wagners Mythos-Begriff ebenso in einem neuen Licht erscheinen wie das intermediale Wechselspiel von Blick und Erzählung in den Musikdramen. Erstmals wird Wagners Konzeption zentraler anthropologischer Begriffe wie Identität, Erinnerung und Gedächtnis eingehend analysiert. Da die Untersuchung die romantischen Quellen auf breiter Basis einbezieht, kann sie bisher unbekannte Verbindungen zwischen der romantischen Literatur (Hoffmann, Kleist), Philosophie (Schelling) und Anthropologie (Schubert) und dem Werk Richard Wagners sichtbar machen.
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Zielgruppe


Literaturwissenschaftler, Musikwissenschaftler


Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1;Einführung;11
1.1;Der Fall Wagner – neu aufgerollt;11
1.2;Forschungsstand und Methode;13
1.3;Zur Terminologie;23
1.3.1;Das Unbewusste / Subjektivität;23
1.3.2;Anthropologie;24
1.3.3;Die Romantik / die Romantiker;25
1.3.4;Oper / Musikdrama / Musiktheater;25
1.4;Aufbau der Studie;26
2;1 Das Unbewusste als Grund und Abgrund: Was bedeutet ›romantische Subjektivität‹?;28
2.1;1.1. Das Sein vor dem Bewusstsein: Zur Konzeption des Unbewussten in der frühromantischen Philosophie;31
2.2;1.2. Die Theorie der Bewusstwerdung in Schellings Naturphilosophie;37
2.3;1.3. Das Unbewusste in der romantischen Anthropologie (Kluge, Schubert);45
2.4;1.4. Das Unbewusste im romantischen Kunstwerk;55
3;2 »Erwacht, sich selber erkennet kaum«: Die prekäre Entstehung des Bewusstseins;59
3.1;2.1. Das Erwachen ins Bewusstsein und seine naturphilosophischen Grundlagen;60
3.1.1;2.1.1. Das Rheingold-Vorspiel oder: Das Unbewusste erwacht;60
3.1.2;2.1.2. »Ein Wort! Ein einzig Wort!« – Die Entstehung der Sprache;70
3.2;2.2. Die Verwirrung des erwachten Subjekts;74
3.2.1;2.2.1. Wotans und Elsas Erwachen;75
3.2.2;2.2.2. Erwachensszenen bei Kleist und Hoffmann;79
3.3;2.3. Die Erweckung des Unbewussten;87
4;3 Die Verheißung der Vergangenheit: Wagners mythisches Zeitbewusstsein;95
4.1;3.1. Das triadische Modell des Mythos;98
4.1.1;3.1.1. Wagners dramaturgischer Dreischritt;98
4.1.2;3.1.2. Die Idee des Goldenen Zeitalters in der Romantik;106
4.2;3.2. Die Zürcher Kunstschriften und die Dialektik der ›Neuen Mythologie‹;113
4.2.1;3.2.1. Elemente romantischer Mythologie in den Kunstschriften;113
4.2.2;3.2.2. Phantasie als Synthese;118
4.2.3;3.2.3. Zur Bewusstwerdung des Unbewussten in den Kunstschriften;134
4.3;3.3. Mythos und romantisches Zeitempfinden;139
4.3.1;3.3.1. Die Ahnung der Erinnerung: Romantische Mythomotorik;139
4.3.2;3.3.2. Die Psychologie des ›Einst‹ in Wagners Musikdramen;147
4.4;3.4. Muttersegens letzter Gruß: Kindheit, Trauma, Sexualität;152
4.4.1;3.4.1. Das Goldene Zeitalter der Kindheit und seine Schattenseiten;152
4.4.2;3.4.2. Sehrende Sehnsucht: Traumatische Urszenen von Lohengrin bis Parsifal;160
5;4 »Laß mich ihn sehn wie ich ihn sah«: Asthetik und Anthropologie des Blicks;166
5.1;4.1. »Ein neues höheres Auge«: Zum Motiv der Hellsichtigkeit;168
5.1.1;4.1.1. Hellsichtigkeit und ihre Folgen für die Sinneshierarchie in der Musikästhetik Wagners, Schopenhauers und der Romantik;168
5.1.2;4.1.2. Zur Potenzierung des Blicks in der romantischen Anthropologie;182
5.1.3;4.1.3. Das höhere Sehen in Wagners Musikdramen;189
5.2;4.2. Die Sprache(n) des stummen Blicks;200
5.2.1;4.2.1. Das Wechselspiel von Blick, Gestik und Musik;200
5.2.2;4.2.2. Zur Konkurrenz von Intuition und Diskursivität in der Romantik;206
5.3;4.3. Bilder und ihre Geschichten;211
5.3.1;4.3.1. Flucht vor dem Wort ins Bild: Der fliegende Hollander;211
5.3.2;4.3.2. Die Versprachlichung des Blicks bei Schelling, Carus und Hoffmann;215
5.3.3;4.3.3. Die Deutung der Bilder: Vom Lohengrin zur Traumnovelle;224
5.4;4.4. Geheimnisse des Wieder-Sehens: Zum Motiv des Déjà-vu;236
5.4.1;4.4.1. Urbild und Abbild: Die romantische Konzeption der Anamnesis;236
5.4.2;4.4.2. Traumbild und Trauma: Das Déjà-vu bei Richard Wagner;244
6;5 Geschichte des Ich: Zum Zusammenhang von Identität und Erzählung;265
6.1;5.1. Der fliegende Holländer: Musikdrama als Identitätsdrama;270
6.2;5.2. Dynamische Subjektivität: Schelling, Schubert, Carus;279
6.3;5.3. Fallgeschichte und Anamnese: Lektüren des Ich in der romantischen Literatur;292
6.4;5.4. »Siegmund heiß’ ich«: Namensgebung und Anamnese bei Wagner;307
6.4.1;5.4.1. Selbstvergewisserung: Warum bei Wagner so viel erzählt wird;307
6.4.2;5.4.2. Die Entstehung männlicher Identität durch Narration in den Musikdramen Die Walküre, Parsifal und Tristan und Isolde;312
6.5;5.5. Individualität und Dynamik in Oper und Drama;325
6.6;5.6. Der Ring des Nibelungen als Familienroman;334
6.6.1;5.6.1. Zum Gegensatz von Glauben und Wissen im Lohengrin;334
6.6.2;5.6.2. Vom Unbewussten zum Unterbewussten: Zur Topologie des Rings;336
6.6.3;5.6.3. Die Rekonstruktion der Geschichte: Siegfried und Brünnhilde;339
6.6.4;5.6.4. Das Subjekt und seine Familie: Wagners Ring und die erzählende Prosa der Moderne;348
7;6 Die Ekstase der Erinnerung: Plötzlichkeit, Wahnsinn, Gedächtnis;352
7.1;6.1. Tristans Taumel: Wahnsinn als Gedächtnisstörung;354
7.2;6.2. Wahnsinn und Gedächtnis in der Romantik;366
7.2.1;6.2.1. Die Darstellung des Wahnsinns in Platons Phaidros und Cervantes’ Don Quixote;366
7.2.2;6.2.2. Das Gedächtnisproblem im Magnetismus;370
7.2.3;6.2.3. Plötzlichkeit und Wahnsinn bei Kleist und Hoffmann;374
7.3;6.3. Plötzlichkeit vs. Erzählung;382
7.4;6.4. Die Heilung des Wahnsinns in Die Meistersinger von Nürnberg;395
7.4.1;6.4.1. »All mein Erinnern ist mir schnell geschwunden«: Tannhäuser;395
7.4.2;6.4.2. Deuten und Merken: Die Meistersinger;400
8;Ausblick und Schluss;417
9;Literaturverzeichnis;419
10;Siglen;419
10.1;Weitere Quellen;420
10.2;Forschungsliteratur;422
11;Abbildungsnachweise;436
12;Danksagung;437
13;Personenregister;439


Martin Schneider, Berlin.

Martin Schneider, Berlin, Germany.


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