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E-Book

E-Book, Deutsch, Band Band 005, 463 Seiten

Reihe: Schriften der Wiener Germanistik

Rohrbacher Poetik der Zeit

Zum historischen Präsens in Goethes Die Wahlverwandtschaften
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-8470-0604-6
Verlag: V&R unipress
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection

Zum historischen Präsens in Goethes Die Wahlverwandtschaften

E-Book, Deutsch, Band Band 005, 463 Seiten

Reihe: Schriften der Wiener Germanistik

ISBN: 978-3-8470-0604-6
Verlag: V&R unipress
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection



Wie Goethe in seinem Roman »Die Wahlverwandtschaften« das historische Präsens verwendet, ist in seinem Schaffen stilistisch spezifisch. Die Forschung hat diese Dimension seiner Schreibweise bisher wenig beachtet.Vor dem Hintergrund der sprachwissenschaftlichen, vor allem textlinguistischen Untersuchungen zum Tempusgebrauch beleuchtet die Autorin Goethes Verwendung des historischen Präsens und macht sie für eine Neuinterpretation des Romans fruchtbar. Dabei deckt sie die verunsichernden Strategien der Tempusverwendung auf und interpretiert den Gebrauch des Präsens als erzähltechnische Neuerung, die auf die Moderne verweist. Es zeigt sich, dass der Text des Romans über ein komplexes Geflecht temporaler Relationen organisiert ist, das die Konstellationen der Figuren, Motive, Ereignisse und emotionalen Konflikte überraschend präzise bestimmt.Konflikte überraschend präzise bestimmt.

Dr. Imelda Rohrbacher ist Referentin für Forschungsangelegenheiten an der Katholischen Privatuniversität Linz. Sie ist Lehrbeauftragte der Abteilung für Neuere deutsche Literatur der Universität Stuttgart und Mitglied der Forschungsgruppe »Textologie der Literatur und Wissenschaften« am Stuttgart Research Center for Text Studies (SRCTS).
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1;Title Page;4
2;Copyright;5
3;Table of Contents;6
4;Body;10
5;I. Einleitung – Literarische Tempusproblematik;10
6;II. Tempus und Tradition;32
6.1;II. 1. Tempus als informationstheoretisches „Register”: Harald Weinrich;33
6.2;II. 2. Besprechen versus Erzählen;40
6.3;II. 3. Tempus und „Spannung”;50
6.4;II. 4. Kritik an Weinrich – Carl Baches Lösung;61
6.5;II. 5. Ausblick;69
7;III. Zu Forschung und Rezeptionsgeschichte der Wahlverwandtschaften;84
7.1;III. 0. Vorüberlegung;84
7.2;III. 1. Positionen der Sekundärliteratur: Das historische Präsens im Dienst der Wiederholbarkeit der Ereignisse und als Zeichen der Wirkung des Dämonischen;88
7.2.1;III. 1.1. Stillstand und Bewegung: Judith Reusch;88
7.2.2;III. 1.2. Personhaftes Sein und und dämonischer Antrieb: Henning Brinkmann;96
7.3;III. 2. Der Titel als Programm;110
7.3.1;III. 2.1. „Wahlverwandtschaft” im wissenschaftlichen und privaten Diskurs;110
7.3.2;III. 2.2. Natur, Ironie und Wissenschaft: Exposition einer Idylle – Charakter und Anlage;115
7.3.2.1;III. 2.2.1. Die Sprache der Natur – Zum Symbol;115
7.3.2.2;III. 2.2.2. Die Sprache der Gesellschaft: Experimentanordnung der Darstellung, Rollenverhalten und Charakter;119
7.3.3;III. 2.3. Szenen einer Ehe: Dräuende Bilder und böse Häuser;124
7.4;III. 3. Für die jungen Mädchen geschrieben – Reaktionen der Zeitgenossen und Dämonie und Sachlichkeit;125
7.4.1;III. 3.1. Prämissen eines Romans: Nur eine Natur – Zum Dämonischen;125
7.4.1.1;III. 3.1.1. Zur Brüchigkeit der Vernunft: die Realität der „höheren Hand”;125
7.4.1.2;III. 3.1.2. Vor diesem furchtbaren Wesen – Das Dämonische in Dichtung und Wahrheit;132
7.4.1.3;III. 3.1.3. Nach Darstellung einer durchgreifenden Idee – Faßlichkeit und Irritation;140
7.4.2;III. 3.2. Moralvorstellungen und „Sachgehalt”: Reaktionen der Zeitgenossen;145
7.4.2.1;III. 3.2.1. „Himmelfahrt” und „böse Lust”;145
7.4.2.2;III. 3.2.2. Romandefinition deutsch und französisch: Realität als Hindernis;149
7.4.2.3;III. 3.2.3. Wahrheit, Wahrhaftigkeit;152
7.4.2.4;III. 3.2.4. Der Reichtum der Bilder: Emotion und Wahrheit;156
7.5;III. 4. Diesen wahrhaften Dichter des Zeitalters – zeitgenössische Rezension, neuere Forschung;158
7.5.1;III. 4.1. E i n e, nur gesteigerte, Kraft: Rudolf Abeken;158
7.5.2;III. 4.2. Realität der Liebe um 1800: Natur, Wissenschaft, Fügung;161
7.5.2.1;III. 4.2.1. Natur-Grund und semantische Doppelbödigkeit: Peter von Matt;161
7.5.2.2;III. 4.2.2. Naturmystik und -wissenschaft: Eduard Spranger;167
7.5.2.3;III. 4.2.3. Literarische Umsetzung: Figuren der Anziehung und Abstoßung;169
7.5.2.4;III. 4.2.4. Liebe als elektromagnetische Schließung;179
7.5.2.5;III. 4.2.5. Zwischen Realität und Metapher: Ottilie;182
7.5.2.6;III. 4.2.6. Ottilies Verklärung: um 1900;183
7.5.2.7;III. 4.2.7. Das Gegenbild Ottilies: Bildungskritik und Frauenbild um 1800;186
7.5.2.8;III. 4.2.8. Das Geschick der Liebenden: Vernichtung kraft der Natur;191
7.6;III. 5. Das Erbe der Schuld – Antike und Moderne – von Benjamin bis Solger;192
7.6.1;III. 5.1. Sittlichkeit: Freiheit der Bildung;192
7.6.2;III. 5.2. Weil es die Guten mittrifft: „Schicksal” und „Typik” bei Benjamin;196
7.6.2.1;III. 5.3. Geschick des modernen Menschen: „Liebe” – Karl Wilhelm Ferdinand Solger;199
7.6.2.2;III. 5.4. Das „Product der Sünde” – Johann Peter Eckermann;201
7.6.2.3;III. 5.5. Verblendung und „Todessymbolik” nach Benjamin;203
7.6.2.4;III. 5.6. Ganz auf einheimischem und frischem Boden der Zeit: noch einmal Solger;205
8;IV. Praesens Historicum in den Wahlverwandtschaften: „gnomisches” und szenisches Präsens;210
8.1;IV. 1. „Gnomisches” Präsens – Terminologie, Grammatik, Anwendung im Text;210
8.1.1;IV. 1.1. Terminologische Unterscheidung anhand der älteren Grammatiken: aoristischer Tempusgebrauch und gnomisches Präsens, Folgen für den Erzähltext;210
8.1.2;IV. 1.2. „Absoluter” und „relativer” Tempusgebrauch;212
8.1.3;IV. 1.3. Stilistische Zuordnung des Präsens;215
8.1.4;IV. 1.4. Beschreibung in der neueren Grammatik; Präsens und Fiktion;220
8.1.5;IV. 1.5. Präsens und Perspektivierung, Tempus und Zeitbezug;223
8.1.6;IV. 1.6. „Aoristisches” und „gnomisches” Präsens;228
8.1.7;IV. 1.7. Erzählhaltung und aoristisches Präsens: Gattungswandel und „Nähe zum Drama”;231
8.1.8;IV. 1.8. Konnotationen des aoristischen Präsens: Der Roman als „Fallgeschichte”;232
8.2;IV. 2. Erzählerstimme und aoristisches Präsens: „Klassische Standortsklarheit”?;237
8.2.1;IV. 2.1. Auktoriale Distanz und Ottilies Schönheit I;238
8.2.2;IV. 2.2. Das Gesetz der Notwendigkeit und der Wechsel der Fokussierung;242
8.2.3;IV. 2.3. Auktoriale Leerstellen: Zur Verschwiegenheit des Erzählers;250
8.2.4;IV. 2.4. Erotischer Subtext und Bildhaftigkeit: Ottilies Schönheit II;255
8.2.5;IV. 2.5. Erzählerstimme und aoristisches Präsens: im Nebensatz;274
8.3;IV. 3. Szenisches Präsens – Werther und Wahlverwandtschaften;284
8.3.1;IV. 3.1. Romangestaltung um 1800: „Theatrales Erzählen” nach Martin Huber;284
8.3.1.1;Exkurs: Die Bedeutung der Sinne im Diskurs der Aufklärung;289
8.3.2;IV. 3.2. „Narrative Inszenierungen” – „Nähe zum Drama” und psychologische Darstellung;293
8.3.2.1;IV. 3.2.1. Emotionalisierung im Briefroman: „Mitleid” als Ziel;293
8.3.2.2;IV. 3.2.2. Werthers emotives Erzählprinzip nach Martin Huber;303
8.3.2.3;IV. 3.2.3. Präsens und Psyche: Beispiele aus Werther und Anton Reiser;311
8.4;IV. 4. Szenisches Präsens in den Wahlverwandtschaften;321
8.4.1;„Fromme Wünsche und Hoffnungen”;327
8.4.2;Sichtveränderung;334
8.4.3;Beobachtung, Beschleunigung;339
8.4.4;Herzen I;342
8.4.5;Sprechen und Deuten;346
8.4.6;Charaktere und Anlagen;353
8.4.7;Hilfe und Verweigerung;358
8.5;Szenisches Präsens im II. Teil;365
8.5.1;Aufbruch und Rückkehr;365
8.5.2;Möglicher Ausweg;367
8.5.3;Gedeih und Verderb;374
8.5.4;Lebensentwürfe;379
8.5.5;Eduards Sieg;382
8.5.6;Genealogisches;388
8.5.7;Herzen II;394
8.5.8;Verwandlung I;402
8.5.9;Hoffnungen und Bilder;407
8.5.10;Wille und Wollen;411
8.5.11;Sprechen, Reden, Schreiben;415
8.5.12;Ohne Vorsatz: Natur;421
8.5.13;Verwandlung II;424
8.5.14;Hoffnung;428
8.6;Zusammenfassung – Formensprache einer klassischen Moderne;432
9;Literaturverzeichnis;452
10;Anhang;462


Rohrbacher, Imelda
Dr. Imelda Rohrbacher ist Referentin für Forschungsangelegenheiten an der Katholischen Privatuniversität Linz. Sie ist Lehrbeauftragte der Abteilung für Neuere deutsche Literatur der Universität Stuttgart und Mitglied der Forschungsgruppe 'Textologie der Literatur und Wissenschaften' am Stuttgart Research Center for Text Studies (SRCTS).



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