Löscher | Scheiß auf die Krisen | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 200 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm

Löscher Scheiß auf die Krisen

Für ein gutes Leben in unsicheren Zeiten
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-98641-102-2
Verlag: Mentoren-Media-Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Für ein gutes Leben in unsicheren Zeiten

E-Book, Deutsch, 200 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm

ISBN: 978-3-98641-102-2
Verlag: Mentoren-Media-Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Alles verändert sich und wir geraten gefühlt von einer Krise in die nächsteKriege, Klimawandel, Preisexplosion, die Künstliche Intelligenz und daraus resultierende Existenzängste und berufliche Unsicherheiten sind nur einige Beispiele für die Herausforderungen, die jetzt und in Zukunft unser Leben beeinflussen. Wie lernen wir, mit den stürmischen Zeiten umzugehen und in Krisen gelassen zu bleiben? Und vor allem, wie können wir uns selbst treu bleiben und ein gutes, erfülltes Leben führen, wenn alles um uns herum im Wandel ist? Die Antworten darauf findest du in diesem Buch.

Der bekannte Autor, Transformations-Coach und Lebenslehrer Roland Löscher führt dich durch die sieben Stationen der »Scheikri-Heldenreise«, die dir helfen, deine inneren Ressourcen zu entdecken und zu entfesseln. Mit tiefgründigen Einsichten, praktischen Tipps und inspirierenden Geschichten zeigt der Autor, wie du deine Ängste überwinden, deine Stärken erkennen und einen Ort der inneren Stabilität finden kannst. »Scheiß auf die Krisen« ermutigt dich, dein wahres Potential zu entfalten und dein Leben selbstbewusst und erfüllt zu gestalten – egal was das Schicksal dir entgegenwirft.

Löscher Scheiß auf die Krisen jetzt bestellen!

Zielgruppe


Roland Löscher spricht Menschen an, die sich in schwierigen Zeiten nicht unterkriegen lassen wollen und nach Wegen suchen, gestärkt aus Herausforderungen hervorzugehen. Besonders angesprochen sind Personen, die sich mit wirtschaftlichen, persönlichen oder gesellschaftlichen Krisen konfrontiert sehen.

Es richtet sich an Berufstätige, Unternehmer und Selbstständige, die mit Unsicherheiten in der Arbeitswelt umgehen müssen, sei es durch finanzielle Engpässe, Jobverlust oder Marktveränderungen. Ebenso profitieren Menschen, die in ihrem persönlichen Leben mit Schicksalsschlägen, Ängsten oder Veränderungen kämpfen, von den Erkenntnissen des Autors.

Es spricht diejenigen an, die sich nicht länger von Krisen beherrschen lassen wollen, sondern ihre innere Stabilität finden und selbstbestimmt handeln möchten.

Es ist für alle gedacht, die trotz Herausforderungen aktiv ihr Leben gestalten und Krisen als Chance zur persönlichen Weiterentwicklung begreifen wollen.


Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Wie du dieses Buch lesen kannst

Einleitung

Kapitel 1: Die Zukunft ist ein unsicherer Ort:VUCA, VUCADD oder schon BANI?

Eine völlig neue Dimension des Wandels

Evolutionsbedingt benachteiligt

Kapitel 2: Verliere dich nicht: Was du um jeden Preis beschützen solltest

Die Hölle im Urlaubsparadies

To-do-Liste oder doch besser eine To-be-Liste?

Kapitel 3: Was, wenn Krise die neue Normalität ist?: Vom Krisenopfer zum Krisenversteher

Kapitel 4: Wind of Change, das war einmal: Wie stürmische Transformation gelingt

Verantwortungskultur vs. Vertrauenskultur

Aller guten Dinge sind vier: Die Mitarbeiter für den Change gewinnen

Macht uns die Künstliche Intelligenz (KI) zu besseren Menschen?

Kapitel 5: Der schwierige neue Chef: Manchmal geht es nicht um ein anderes WAS, sondern um ein anderes WIE

Kapitel 6: Immer auf der Suche nach dem guten Gefühl: Ein gutes Leben in unsicherer Zeit will gelernt sein

Kapitel 7: Heilt die Zeit wirklich alle Wunden?: Der Verlust eines geliebten Menschen

Als nichts mehr ist, wie es war

Dankbar im Schmerz

Kapitel 8: Die Illusion der Flucht: Im Auge des Hurrikans ist es still

Kapitel 9: Die einen retten Leben – die anderen retten Seelen: Warum wir den »Scheiß-auf-die-Krisen-Helden« brauchen

Kapitel 10: Verstehen kommt vor Verändern: Wichtige Voraussetzungen und Fähigkeiten

Kapitel 11: Die sieben Stationen der Scheikri-Heldenreise

Station 1: Die vertraute Welt – »Ich will hier nicht weg!«

Station 2: Die neue Welt – »Da will ich nicht hin!«

Station 3: Der Ruf und kognitive Dissonanz – »Wir denken schlau und handeln doof«

Station 4: Echte Helfer und Magie – »Mit dir will ich es wagen«

Station 5: Die Entscheidung – »Rein in den Hurrikan!«

Station 6: Göttliche Segnungen – »Der Schatzfinder«

Station 7: Meister beider Welten – »Die Rückkehr mit dem Gral«

Kapitel 12: Der ultimative Reiseführer für den Scheikri-Helden: Hilfreiches Wissen und wertvolle Tipps

Tipp 1: »Du darfst nicht alles glauben, was du denkst«

Tipp 2: Der klärende Beobachter – Systemisches Denken verändert die Welt

Tipp 3: Stopp das Gedankenkarussell

Tipp 4: »Jederzeit wohltuende Ruhe in mir«

Tipp 5: »Frag doch mal dein Alter Ego!«

Tipp 6: Schutzschild Resilienz – Was die Seele stark macht

Tipp 7: Keine Zeit für Entspannung?

Kapitel 13: Habe ein Auge auf Schlauchboote und Helikopter: Warum Selbstverantwortung und Selbstliebe Freiheit und Sicherheit schenken

Kapitel 14: Von Sieg- und Eigentoren: Die Spielregeln des Lebens zu kennen, verhindert unnötige Niederlagen

Das Unbewusste: Saboteur oder Unterstützer?

Arm und Reich einmal anders betrachtet

Auch Unternehmen und Teams sind Energiesysteme!

Kapitel 15: Das tut man doch nicht!: Wieder zu dir selbst finden

Kapitel 16: Ankommen: Die Magie deines wahren ICHs

Kapitel 17: Mach dich auf die Reise … und scheiß auf die Krisen!

Dank

Inspirierende Lektüre zum Weiterlesen

Der Autor


Kapitel 2

Verliere dich nicht
Was du um jeden Preis beschützen solltest.


»Wir alle werden vor eine Serie großartiger Möglichkeiten gestellt –

brillant maskiert als unlösbare Probleme.«

John William Gardner

Ich lernte Christiane bei einem meiner Kurzurlaube am Lago Maggiore kennen. Sie war Abteilungsleiterin bei einem großen deutschen Automobilhersteller. Als ich ihr beim Frühstück sagte, dass ich als Coach und Consultant tätig bin, erzählte sie mir von ihrem Autounfall, den sie einige Wochen zuvor erlebte.

Sie kam von einer Dienstreise zurück und wollte am späten Nachmittag noch ins Büro. Ein Meeting stand am Abend noch an, welches sie leiten sollte. Aber es kam anders. »Ich war für einige Sekunden nicht im Auto, sondern in Gedanken ganz woanders. Als ich wieder bewusst auf die Straße schaute, war es schon zu spät. Ich sah noch das Heck des vor mir fahrenden Pkws und dann knallte es heftig. Kurze Dunkelheit und als ich die Augen wieder öffnete, sah ich in den aufgeblähten, weißen Airbag. Mein Herz klopfte heftig und mein Körper war wie erstarrt. Ich blieb unverletzt, stand jedoch unter Schock. Die Fahrerin vor mir klagte über Nackenschmerzen und hatte sich ein Schleudertrauma zugezogen.«

Die Aufnahme des Unfalls durch die Polizei dauerte gefühlte zwei Stunden, wie Christiane erzählte. »Danach bin ich wie eine Verrückte ins Büro gefahren, um das Meeting zu leiten. Mein ganzer Körper zitterte. Ich war völlig fertig. Warum tue ich mir das nur an, fragte ich mich?«

Die Hölle im Urlaubsparadies


Drei Monate später, im langersehnten Urlaub auf einer traumhaften, kleinen Karibikinsel erlitt Christiane einen schmerzhaften Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule. »Ich konnte mich kaum bewegen und schon gar nicht schlafen. Kein Physiotherapeut weit und breit. Es war für mich die Hölle im Urlaubsparadies.« Sie nahm sich nun vor, diese Signale ernster zu nehmen. »Tatsächlich habe ich aber meine Arbeitsintensität nur um eine homöopathische Dosis verringert, denn in meiner Company treffe ich auf wenig Verständnis. Der Laden muss laufen! Wenn meine Vertretung nicht richtig funktioniert, muss ich wieder selbst ran und das ist leider oft der Fall. Zu viel bleibt dann liegen und dann schaffe ich das nicht mehr.« Auf meine Frage, was sie denn so antreiben würde, antwortete sie: »Wir stecken in einem historischen Transformationsprozess. Der Change hin zur Elektromobilität ist eine enorme Herausforderung und er muss in kurzer Zeit gelingen, da uns einige Wettbewerber deutlich voraus sind. Der Druck von oben ist enorm. Und weißt du«, ergänzte sie, »Leistung war auch in meiner Familie immer wichtig. Mein Vater sagte schon als Kind zu mir, wer was leistet, wird anerkannt. Und zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen.«

Vielleicht denkst du jetzt, dass es sich hierbei um einen Extremfall handelt. Oder Christiane eben nicht belastbar für diesen Managerin-Job ist. Aber das stimmt nicht und ist auch kein Einzelfall, sondern weitverbreitet. In meiner Arbeit mit Unternehmern, Führungskräften, Key-Account-Managern und Coaching-Klienten begegnen mir sehr viele Persönlichkeiten, die große Angst vor einem Burn-out haben, weil sie sehr wohl wissen, dass sie in Zeiten großer Herausforderungen Dinge tun oder zulassen, die ihnen persönlich sehr schaden.

Zähne putzen und zusammenbeißen!

Jens, 54 Jahre, war als »Head of International Sales« für den weltweiten Vertrieb eines Industrieunternehmens tätig. Eine äußerst interessante und auch sehr anspruchsvolle Aufgabe: Jens war permanent auf allen Kontinenten unterwegs, jettete von einem Flughafen und Meeting zum nächsten. Das erholsame Durchschlafen wurde seltener und der Businessalltag erforderte immer mehr seiner mentalen und körperlichen Energie. Es begann mit Phasen, in denen er völlig erschöpft in sein Hotelbett fiel und das Aufstehen immer öfter mühsamer wurde. Mehrere Jahre ging das so – bis sein Körper nicht mehr mitmachte.

In einem Coaching erzählte er mir: »Begonnen hat es damit, dass ich nicht einmal hundert Meter zu Fuß gehen konnte und dann schon sehr stark schwitzte. Und das, obwohl es Winter war! In einem Meeting konnte ich plötzlich die Sätze, die ich sagen wollte, nicht mehr zu Ende sprechen. Ich wollte sprechen, aber ich konnte nicht!«

Sein Chef riet ihm, als er das sah, dass er zum Arzt gehen solle. Und das tat Jens dann auch. Der Hausarzt, zu dem er zunächst ging, konnte jedoch keine Ursache feststellen. Ein Internist checkte ihn anschließend ebenfalls komplett durch und fand auch nichts. Erst der Neurologe, zu dem ihn der Internist überwies, stellte die Diagnose Burn-out. In drei Klinikaufenthalten wurde Jens dann wieder aufgebaut: zunächst körperlich, um seine Leistungsfähigkeit wiederherzustellen. Dann, in der zweiten Klinik, mental und um ihn psychisch aufzubauen. In der dritten Klinik ging es in die Tiefe und Jens konnte erkennen, wo die Ursache lag, dass es überhaupt zu einem Burn-out gekommen war. Er sagte: »Ich hatte meine Identität verloren und wusste nicht mehr, wer ich war. Ich war nicht mehr der Jens, der ich ursprünglich mal war, sondern nur noch der ›Vertriebsleiter International‹. Den eigentlichen Jens – den Menschen, gab es nicht mehr. Stattdessen gab es nur noch den Mann, der permanent auf Achse war, abends wie tot ins Bett fiel, morgens wieder aufstand, sich die Zähne putzte und ›zusammenbiss‹, sich in sein Auto oder in den Flieger setzte und wieder losfuhr bzw. losflog ...« Den wahren Jens hatte er verloren und den durfte er jetzt wieder ganz neu entdecken.

Wenn das Meeting mit den unvollendeten Sätzen nicht gewesen wäre und Jens‘ Chef nicht gesagt hätte: »Das kann ich nicht mehr verantworten, geh zum Arzt!«, dann hätte er immer noch nicht aufgehört. Stattdessen hätte er so weitergemacht wie bisher, genau wie Christiane. Jens hatte Glück im Unglück, denn so bedeutete es zwar eine lange Auszeit für ihn, aber er konnte anschließend wieder zurück ins Unternehmen. Allerdings mit einer anderen Einstellung und einer anderen Aufgabe. Er leitete fortan spezielle, zeitlich befristete Projekte, welche ein umfassendes Wissen und große Erfahrung erforderten und war als Mentor für Nachwuchsführungskräfte ein wertvoller Ratgeber.

Warum ist das so? Warum behandeln sich so viele Menschen so extrem schlecht? Die große und die kleine Welt hat sich mit VUCADD und BANI stark verändert. Finanz- und Wirtschaftskrisen, Kriege, Klimakrise, Flüchtlingskrisen und vieles mehr fordern uns Menschen heraus. Früher waren Krisen Ausnahmezustände, heute sind sie zum Dauerzustand geworden. Dies ist in allen Lebensbereichen spürbar.

In Unternehmen und Konzernen folgt eine Transformationswelle auf die andere. Strukturen, Prozesse und Kommunikationswege durchlaufen ständige Veränderungen, während das agile Unternehmen ausgerufen wird. Diese Entwicklung wird begleitet von zunehmendem Personalmangel und die beunruhigenden Themen Klimawandel, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Nichts scheint mehr sicher zu sein, alles befindet sich in einem ständigen Wandel, und schon morgen könnte sich alles erneut verändern. Dazu spüren viele einen permanenten Druck auf mehreren Ebenen: Erfolgsdruck, Veränderungsdruck, Erwartungsdruck, Aufgabendruck, Zeitdruck, Umsatzdruck, Kostendruck etc. Die Realität ist: Unser Arbeitsleben stellt uns vor extreme Anforderungen, jeden Tag aufs Neue.

Unsere Existenz beschränkt sich nicht ausschließlich auf unseren Beruf – zumindest sollte es nicht so sein! Es existiert auch noch ein privater Lebensbereich: Wir haben teilen unser Leben mit Partnern und Lebensgefährten, wir sind Vater oder Mutter, vielleicht alleinerziehend, wir sind Sohn oder Tochter unserer Eltern. All diesen Menschen müssen wir Zeit und Aufmerksamkeit schenken. Dieser Vielzahl an verschiedenen Rollen, Mehrfachbelastungen und Erwartungen gerecht zu werden, ihnen auch unter schwierigen Umständen standzuhalten und dabei auch noch beruflich erfüllt sowie erfolgreich zu sein, stellt eine wahre Heldentat dar.

Die Folgen all dieser Einflüsse und Veränderungen sind gravierend: Wir fühlen uns verunsichert, aus der Bahn geworfen, oft überlastet und erschöpft, haben Angst vor dem Burnout oder stecken schon mittendrin. Früher wurde dies übrigens als Erschöpfungssyndrom bezeichnet oder man galt als ausgebrannt.

Unser Körper zeigt bereits Symptome und auch emotional geht es uns nicht gut: Die Freude schwindet, stattdessen nehmen Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Frustration und Ärger zu. Wir finden keine Zeit mehr für uns selbst, haben keine Energie mehr und fühlen uns den Krisen und Herausforderungen scheinbar hilflos ausgeliefert.

  • »Ich bin gestresst.«

  • »Ich bin erschöpft.«

  • »Ich bin ein Getriebener. Ich bin eine Getriebene.«

  • »Ich entferne mich immer mehr von mir selbst.«

  • »Ich lebe nicht mein Leben!«

Solche und ähnliche Sätze höre ich von meinen Klienten sowie Seminarteilnehmern und ich spüre dabei immer die große Sehnsucht nach Freiheit, Unabhängigkeit, Sicherheit und innerer Stabilität sowie nach Ruhe und Gelassenheit. Ähnlich wie es bei Jens und Christiane der Fall gewesen war.

Meine Erkenntnis aus den vielen Jahren als Manager, Consultant, Coach und auch aus persönlichen Erfahrungen – ich stand...


Löscher, Roland
Roland Löscher ist Experte für unternehmerische und persönliche Transformation, Bestsellerautor und vielfach ausgezeichneter Coach und Speaker. Neben seiner Tätigkeit für namhafte Unternehmen und Persönlichkeiten lehrt er auch an Hochschulen. Er hat sowohl beruflich als auch persönlich Krisen gemeistert, von Wirtschafts- und Finanzkrisen bis zum Tod seiner Frau durch Krebs. Diese Erfahrungen betrachtet er heute als bereichernd für sein Leben. In seiner Freizeit widmet er sich seiner Familie, seiner Rockband und dem Sport, während er in seiner Heimat am Bodensee lebt, coacht und schreibt.



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