Buch, Deutsch, Band 182, 282 Seiten, Broschiert, Format (B × H): 159 mm x 228 mm, Gewicht: 498 g
Humanitäre Kinderhilfe und offizielle Flüchtlingspolitik 1917-1948
Buch, Deutsch, Band 182, 282 Seiten, Broschiert, Format (B × H): 159 mm x 228 mm, Gewicht: 498 g
Reihe: Basler Beiträge zur Geschichtswissenschaft
ISBN: 978-3-7965-2695-4
Verlag: Schwabe Verlag Basel
Humanitäre Kinderhilfe
Sie engagierten sich freiwillig – die Kranken- und Kinderschwestern, Lehrerinnen, Kindergärtnerinnen und andere Mitarbeiterinnen der Schweizer Kinderhilfe. Sie holten Kinder aus den Kriegsgebieten zur Erholung in die Schweiz und brachten mit den Kinderzügen deutsche Emigrantenkinder in Schweizer Patenfamilien. Im Spanischen Bürgerkrieg sorgten sie für Hungernde und arbeiteten in Kinderheimen. Die spanischen Flüchtlinge betreuten sie ab Winter 1939 in Südfrankreich, wo sie auch Kinderkolonien und eine Maternité gründeten. Die unterernährten französischen Kinder bekamen Zusatzmahlzeiten in den Kantinen.
Die couragierten Frauen setzten sich auch für die jüdischen Häftlinge in den Internierungslagern ein, in den Schweizer Baracken sorgten sie für Kranke, Hungernde und vor allem für Kinder. Sie versuchten möglichst viele vor den Deportationen in die Vernichtungslager zu retten – entgegen der offiziellen Schweizer Flüchtlingspolitik. Für Flüchtlinge engagierten sie sich auch nach Kriegsende.
Aus dem Inhalt
Georg Kreis, Vorwort
Helena Kanyar Becker, Einleitung, Die humanitäre Tradition
Helena Kanyar Becker, Pionierin der Kinderzüge, Mathilde Paravicini
Nicole Weil, Sozialdemokratin und Organisatorin, Regina Kägi-Fuchsmann
Ildikó Kovács, Bürgersfrau, Historikerin und Flüchtlingshelferin, Nettie Sutro
Aurel Waeber, Kämpferin für Gerechtigkeit, Georgine Gerhard
Michel Puéchavy, Lexpérience de la guerre civile espagnole, Ruth von Wild
Helena Kanyar Becker, Gründerin der Maternité Suisse, Elisabeth Eidenbenz
Therese Schmid-Ackeret, Engagement für Verfolgte und Leidende, Elsbeth Kasser
Antonia Schmidlin, Eine der «mutigen, heldenhaften Frauen, zu denen unsere Heimat mit Stolz hinaufblickt», Rösli Näf
Michel Puéchavy, Deux femmes héroïques aux portes de la Conféderation suisse, Renée Farny et Germaine Hommel
Margot Wicki-Schwarzschild, «Ich habe nur getan, was ich tun musste», Elsa Ruth
Susanne Businger, «Oft erfasst mich eine solche Wut, dass man diesen Menschen jedes Recht auf Freiheit nimmt», Friedel Bohny-Reiter
Helena Kanyar Becker, Frau im Hintergrund, Emma Ott
Sandra Studer, Illegale Grenzgänge für die Menschlichkeit, Anne-Marie Im Hof-Piguet
Zielgruppe
Humanitäre Kinderhilfe Sie engagierten sich freiwillig – die Kranken- und Kinderschwestern, Lehrerinnen, Kindergärtnerinnen und andere Mitarbeiterinnen der Schweizer Kinderhilfe. Sie holten Kinder aus den Kriegsgebieten zur Erholung in die Schweiz und brachten mit den Kinderzügen deutsche Emigrantenkinder in Schweizer Patenfamilien. Im Spanischen Bürgerkrieg sorgten sie für Hungernde und arbeiteten in Kinderheimen. Die spanischen Flüchtlinge betreuten sie ab Winter 1939 in Südfrankreich, wo sie auch Kinderkolonien und eine Maternité gründeten. Die unterernährten französischen Kinder bekamen Zusatzmahlzeiten in den Kantinen. Die couragierten Frauen setzten sich auch für die jüdischen Häftlinge in den Internierungslagern ein, in den Schweizer Baracken sorgten sie für Kranke, Hungernde und vor allem für Kinder. Sie versuchten möglichst viele vor den Deportationen in die Vernichtungslager zu retten – entgegen der offiziellen Schweizer Flüchtlingspolitik. Für Flüchtlinge engagierten sie sich auch nach Kriegsende.
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
- Geisteswissenschaften Geschichtswissenschaft Geschichtliche Themen Historische Migrationsforschung
- Sozialwissenschaften Soziologie | Soziale Arbeit Spezielle Soziologie Soziologie von Migranten und Minderheiten
- Sozialwissenschaften Soziologie | Soziale Arbeit Soziale Gruppen/Soziale Themen Gender Studies, Geschlechtersoziologie
- Geisteswissenschaften Geschichtswissenschaft Geschichtliche Themen Mentalitäts- und Sozialgeschichte
Weitere Infos & Material
Georg Kreis, Vorwort
Helena Kanyar Becker, Pionierin der Kinderzüge, Mathilde Paravicini
Nicole Weil, Sozialdemokratin und Organisatorin Regina Kägi-Fuchsmann
Ildikó Kovács, Bürgerliche Frauen und Nettie Sutro
Aurel Waeber, Die Basler Aktivistin Georgine Gerhard
Michel Puéchavy, L’expérience de la guerre espagnole, Ruth von Wild
Guy Eckstein, Die Gründerin der Maternité suisse, Elisabeth Eidenbenz
Therese Schmid-Ackeret, Unermüdliches Engagement für Verfolgte und Leidende, Elsbeth Kasser
Antonia Schmidlin, Rösli Näf – eine der «mutigen, heldenhaften Frauen, zu denen unsere Heimat mit Stolz hinaufblickt»
Michel Puéchavy, Deux femmes héroiques aux portes de la Conféderation suisse, Renée Farny et Germaine Hommel
Margot Wicki-Schwarzschild, Ich habe nur getan, was ich tun musste, Ehrungen lehnte Elsa Ruth ab
Michèle Fleury-Seemuller, Zeichen der Hoffnung, Friedel Bohny-Reiter
Helena Kanyar Becker, Frau im Hintergrund, die bescheidene Emma Ott
Sandra Studer, Illegale Grenzgänge für die Menschlichkeit, Anne-Marie Im Hof-Piguet




