Jansen / Stehr / Schröter Positive Distanz?

Multidisziplinäre Annäherungen an den wahren Abstand und das Abstandwahren in Theorie und Praxis
2012
ISBN: 978-3-531-19208-6
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Multidisziplinäre Annäherungen an den wahren Abstand und das Abstandwahren in Theorie und Praxis

E-Book, Deutsch, 343 Seiten

Reihe: zu | schriften der Zeppelin Universität. zwischen Wirtschaft, Kultur und Politik

ISBN: 978-3-531-19208-6
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



?Das gleichzeitige Streben nach Nähe und Abstand sorgt für eines der stärksten Spannungsverhältnisse unserer Zeit. Die Fliehkräfte der Moderne vergrößern unsere Distanzen - vor allem durch die Trends der Rationalisierung, Spezialisierung, Urbanisierung, Industrialisierung und Zentralisierung - zu allem Natürlichen, Persönlichen, Kleinräumigen und unmittelbar Erfahrbarem. Und doch - oder gerade deshalb - leben wir in Zeiten der Globalisierung und Digitalisierung zugleich in einer Kultur, die emotionale Aufgeladenheit und Persönlichkeitsfixierung preist, mehr Nähe zu lokalen Problemlagen und den Betroffenen fordert und - medial vermittelt - ständige und 'distanzlose' Verfügbarkeit und Erreichbarkeit zu ermöglichen scheint. Der aktuelle Themenband der Zeppelin Universität präsentiert multidisziplinäre Annäherungen an Phänomene und Theorien des Unnahbaren. Die Beiträge zeigen theoretische und anwendungsorientierte Perspektiven auf, aus denen politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Phänomene der Distanz kritisch betrachtet und differenziert verortet werden. Der Themenbogen spannt sich dabei von Anwendungen des Distanzbegriffs in den Theorien privater und öffentlicher Organisationen über 'Nähe-Distanz-Probleme' im Verhältnis zwischen Staat, Eliten, Medien und Wählerschaft bis hin zu den Fragen des 'Abstandwahrens' in der Integrationspolitik, bei der Gestaltung von Kundenbeziehungen und in der Innovation akademischer Lehrformate.?

Prof. Dr. Stephan A. Jansen ist Präsident der Zeppelin Universität in Friedrichshafen und hat dort den Lehrstuhl für Strategische Organisation und Finanzierung inne. Prof. Dr. Eckhard Schröter ist Inhaber des Stadt Friedrichshafen-Lehrstuhls für Verwaltungswissenschaft & Verwaltungsmodernisierung an der Zeppelin Universität Friedrichshafen.Prof. Nico Stehr, PhD, ist Karl-Mannheim-Professor für Kulturwissenschaften an der Zeppelin Universität Friedrichshafen.

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Weitere Infos & Material


1;Inhalt;5
2;Einleitung Einleitung: Positive Distanz?;7
3;„Doch die Nähe bleibt dem Menschen am fernsten.“ Kreisende Annäherungen an die Semantik von Nähe und Distanz;12
3.1;1 Pflicht zur Distanz, Distanz als Fortschritt;14
3.2;2 Angewiesenheit auf Nähe: Nähe als Heimat und Familie;16
3.3;3 Nähe als überschreitbare Voraussetzung;25
3.4;4 Noch einmal: Ferne als „Bestimmung des Menschen“?;30
3.5;5 Noch einmal: Ferne als Verlust und Gefahr;33
3.6;6 Nachbar- und Nächstenhilfe;37
3.7;7 Distanz als nähere Nähe;40
3.8;8 Distanz als fragwürdige Freiheit (der Kunst);44
3.9;Literatur;47
4;Negative Distanz;52
4.1;1 Renitenz;54
4.2;2 Reserve;57
4.3;3 Idiotie;62
4.4;4 Idiosynkrasie;66
4.5;5 Melancholie;71
4.6;Literatur;77
5;Grenzwertiges Management – Management –Theoretische Grenzgänge der Organisationstheorie1;81
5.1;1 Über welche Organisationen reden wir denn überhaupt noch?Die entgrenzte Organisation;82
5.1.1;1.1 Die Exklusivität der Organisation: Nichts wie raus!;82
5.1.2;1.2 Die Inklusivität der Organisation: Nichts wie rein!;83
5.1.3;1.3 Die Gleichzeitigkeit: Grenzüberschreitung und -erhaltung;83
5.2;2 Distanz und Nähe – Konzepte und Theorien der organisationalenGrenze;84
5.2.1;2.1 Versuch einer Synopse zur Grenze anhand ausgewählter Theorien;84
5.2.2;2.2 Grenz-Theorien in der Einzelbetrachtung;87
5.3;3 Grenzmanagement – Grenzen als Einheit der Differenz;91
5.3.1;3.1 Paradoxale Funktionen von Grenzen;92
5.3.2;3.2 Grenzstellen – Grenzerrollen;98
5.4;4 Fazit: Aktives Grenzmanagement zur Disponibilität von Grenzen;101
5.5;Literatur;103
6;Ansteckung, und was man gegen sie tun kann;106
6.1;1 Soziophysik;106
6.2;2 Für eine Immunologie des Sozialen;107
6.3;3 Design;110
6.4;Literatur;112
7;Distanzieren als Schlüsselkompetenz als Schlüsselkompetenz – Eine sozial anthropologische Perspektive auf nahe Diversitäten;115
7.1;1 Diversität als Originalmodus;115
7.2;2 Distanzieren als Grenzregime;116
7.3;3 Distanzierung als soziale Praxis;119
7.4;4 Mit und jenseits von den „feinen Unterschieden“;121
7.5;Literatur;122
8;Multikanalmanagement und Kundenbindung – Zur Überwindung der Distanz zwischen Kunden und Anbieter;124
8.1;1 Zur Distanz zwischen Kunden und Anbieter;124
8.2;2 Grundlagen der Kundenbindung;126
8.3;3 Zum Zusammenhang von Kundenbindung undMultikanalmanagement;128
8.3.1;3.1 Methodische Grundlagen und Forschungsdesign;128
8.3.2;3.2 Empirische Ergebnisse;130
8.3.2.1;3.2.1 Kognitive Loyalität;130
8.3.2.2;3.2.2 Affektive Loyalität;131
8.3.2.3;3.2.3 Konative und aktionale Loyalität;132
8.3.2.4;3.2.4 Zusammenfassung der Erkenntnisse;133
8.3.2.5;3.2.5 Limitierende Einflussgrößen der Kundenbindung;134
8.4;4 Implikationen für Praxis und Wissenschaft;136
8.4.1;4.1 Implikationen für die Unternehmenspraxis;136
8.4.2;4.2 Limitationen und weiterführender Forschungsbedarf;138
8.5;5 Schlussbetrachtung;138
8.6;Literatur:;139
9;Universität 2.0 – ein experimentelles Forschungs projekt zur studentischen Beteiligung in Seminaren;143
9.1;1 Einleitung: Forschungsmotivation;143
9.1.1;1.1 Partizipationsstrukturen in Seminaren;144
9.1.2;1.2 Faktoren für mangelnde Partizipation;145
9.2;2 Hypothesen zu Partizipationsmöglichkeiten im virtuellen Seminar;147
9.3;3 Setting des Experiments im Feld;151
9.4;4 Datenerhebung;154
9.5;5 Datenauswertung;156
9.6;6 Prüfen der Hypothesen;157
9.7;7 Fazit;160
9.8;8 Kritik und Ausblick;162
9.9;9 Die Ausstellung als Erkenntnisraum;162
9.10;Literatur;164
10;Distanz als Methode? als Methode? Eine vergleichende Untersuchung von Methoden in der Politikwissenschaft und Ökonomie;167
10.1;1 Einleitung;167
10.2;2 Methode und Wissen;169
10.3;3 Design und Daten;170
10.3.1;3.1 Grundgesamtheit und Stichproben;171
10.3.2;3.2 Kodierung der Artikel;172
10.3.3;3.3 Kategorienschema;173
10.3.4;3.4 Kontextdaten;174
10.4;4 Erste Ergebnisse der quantitativen Inhaltsanalyse;176
10.4.1;4.1 Erhebungs- und Auswertungsverfahren;177
10.5;5 Schluss;183
10.6;Literatur;184
11;Modelle räumlicher Distanzen räumlicher Distanzen zur Erklärung politischen Verhaltens;188
11.1;1 Das räumliche Grundmodell;188
11.2;2 Das räumliche Modell in der Politik;191
11.3;3 Wahlen in Deutschland;193
11.4;4 Wertbezogene Distanzen;196
11.5;Literatur;203
12;Nähe und Distanz. Die Berliner Republik als Prototyp der Mediendemokratie?;204
12.1;1. Einleitung;204
12.2;2 Wer hat die Macht?;206
12.3;3 Beziehungsmuster von Journalisten und Politikern;207
12.4;4 Nähe, Vertrauen und Freundschaft in der Berliner Republik;209
12.5;5 Fazit;213
12.6;Literatur;213
13;Beschützer und Big Brother und Big Brother. Regierungshandeln in Sicherheitskrisen1;215
13.1;1 Sicherheitspolitik im Angesicht der Freiheitsrechte;217
13.2;2 Charakteristika der Sicherheitskrise;221
13.3;3 Regierungshandeln in der Sicherheitskrise;224
13.4;Literatur;230
14;Gedanken zur Überwindung von Distanzen durch Open Government: Wenn Bürger und Staat auf Augenhöhe kommunizieren und handeln …1;233
14.1;1 Öffnung von Staat und Verwaltung verändert die Distanz zur Verwaltung;233
14.2;2 Open Government – Öffnung von Staat und Verwaltung;235
14.2.1;2.1 Transparenz 2.0;238
14.2.2;2.2 Partizipation 2.0;240
14.2.3;2.3 Kollaboration 2.0;242
14.3;3 Open Innovation – Öffnung des Innovationsprozesses;244
14.4;4 Frei zugängliche Daten;246
14.4.1;4.1 Öffnung von Datenbeständen;246
14.4.2;4.2 Von offenen Daten zu vernetzten offenen Verwaltungsdaten;247
14.4.3;4.3 Paradigmenwechsel durch vernetzte offene Verwaltungsdaten;250
14.4.4;4.4 Nutzen und Mehrwert von offenen Daten der Verwaltung;253
14.4.5;4.5 Bestimmung von geeigneten verfügbaren Datenbeständen;254
14.4.6;4.6 Ergänzende Mehrwerte im Sinne einer positiven Distanz;255
14.5;5 Abschließende Gedanken zur positiven Distanz durch Open Government;255
14.6;Literatur;257
15;Verspricht größere Nähe auch bessere Leistung? Über die Leistungserwartungen an eine repräsentative Bürokratie1;260
15.1;1 Problemaufriss und Argumentationsgang;260
15.2;2 Öffentliche Verwaltung als repräsentative Institution: Normative Grundlagen und intellektuelle Wurzeln der Debatte;263
15.3;3 Das Leistungsversprechen repräsentativer Bürokratie: Vier Dimensionen im Überblick;267
15.3.1;3.1 Leistung als Output: Verbesserte Leistungsqualität und Zielerreichung;267
15.3.2;3.2 Leistung als “Throughput”: Verbesserte Arbeitszufriedenheit und Arbeitgeberattraktivität;269
15.3.3;3.3 Leistung als “Qualität der Außenbeziehungen”: Verbesserter Zugang zu und für Nutzergruppen;270
15.3.4;3.4 Leistung als “allgemeine Systemunterstützung”: Erhöhte Legitimation öffentlichen Handelns;272
15.4;4 Für mehr Diversifizierung in der Diversity-Forschung: Leistungsversprechen und Organisationsvielfalt;273
15.5;5 Öffentliche Organisationen im Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz: eine Forschungsagenda;285
15.6;Literatur;286
16;Positive Distance in International Relations Distance in International Relations: A Theoretical Contribution;291
16.1;1 Introduction;291
16.2;2 Defining the Concept: What is Positive Distance?;292
16.2.1;2.1 Dyadic distance;293
16.2.2;2.2 Triadic distance;293
16.2.3;2.3 Multilateral Distance from Union Norms;294
16.3;3 Objective Identification of Positive Distance in International Relations;295
16.4;4 Measurement;296
16.5;5 Normative Value;298
16.6;6 Conclusion;299
16.7;Literature;300
17;„Der See vereint, der See trennt. " Politische und administrative Kooperationsbeziehungen in der Bodenseeregion;301
17.1;1 Grenzüberschreitende Kooperation in der Bodenseeregion – die aktuelle Situation;303
17.2;2 Institutional Capacity Konzepte und ihr Beitrag zur Erklärung grenzüberschreitender regionaler Governance-Strukturen;304
17.3;3 Die Institutionalisierung grenzüberschreitender Kooperationsbeziehungen in der Bodenseeregion;309
17.3.1;3.1 Formierungs- und Konzeptionsphase;310
17.3.2;3.2 Kooperationspraxisphase;313
17.3.3;3.3 Die 1990er Jahre: Neue Ressourcen, neue Akteure und Ideen in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit am Bodensee;316
17.4;4 Diskussion;321
17.5;5 Fazit;324
17.6;Literatur;325
18;Anstand. Umstand, Anstand. Wahrnehmungen, Überlegungen und andere Interpretationen zum Ästhetischen;330
18.1;1 Wir Sammeln, wissen aber nicht zu welcher Nutzung; wir dokumentieren, wissen aber nicht zu welchem Zweck?;331
18.2;2 Bezeichnen wir etwas als gelungen, wenn wir uns haben blenden lassen vom aktuellen Stand des technisch Machbaren?;332
18.3;3 Ersetzt eine künstliche Dramatik der Darstellung die persönliche Relevanz des Erlebten?;333
19;Zu den Autorinnen und Autoren;336



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