E-Book, Deutsch, 315 Seiten, eBook
Bulkow / Petersen Skandale
1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-531-93264-4
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Strukturen und Strategien öffentlicher Aufmerksamkeitserzeugung
E-Book, Deutsch, 315 Seiten, eBook
ISBN: 978-3-531-93264-4
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Skandale machen Normverletzungen in großem Stil sichtbar, produzieren öffentliche Empörung über ein vermeintliches Fehlverhalten und lassen im Verstoß die Regeln der diskursiven und performativen Praxis sichtbar werden. Skandale entgrenzen Diskurse. So kann ein privates zu einem öffentlichen Ereignis werden oder eine künstlerische Provokation zu einem Politikum. Dabei scheint das, was als skandalträchtig gilt, historisch und nicht zuletzt auch medial bedingt: Erst im Verstoß gegen ein jeweils gültiges Tabu und im Rahmen massenmedialer Verbreitung kann sich ein Skandal voll entfalten, überhaupt erst zu einem Skandal werden. Die Beiträge des Bandes nähern sich mittels quantitativer und qualitativer Methoden dem Phänomen des 'modernen Skandals'. Ausgehend von Fallanalysen werden Überlegungen zur Rekurrenz der Strukturen und Ökonomien, der Strategien und Mechanismen von Skandalen in Politik, Medien und Kunst angestellt. Aus der Perspektive unterschiedlicher Disziplinen und mittels unterschiedlicher methodischer Ansätze ermöglichen die Beiträge so auch eine Weiterentwicklung der theoretischen Beschreibung von Skandalisierungsprozessen.
Dr. Christer Petersen ist Juniorprofessor für Angewandte Medienwissenschaften an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus.
Kristin Bulkow, M.A., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Technischen Universität Ilmenau.
Zielgruppe
Professional/practitioner
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Inhalt;5
2;Skandalforschung: Eine methodologische Einführung;8
2.1;DER FORSCHUNGSSTAND;10
2.1.1;Konstituenten des Skandals;10
2.1.2;Inhalt des Skandals;11
2.1.3;Skandalisierung als Kommunikationsverfahren;13
2.1.4;Skandale als Forschungsgegenstand;16
2.2;DER BAND;17
2.2.1;Geschichte und Politik des Skandals;18
2.2.2;Medienskandale und Skandalmedien;19
2.2.3;Skandalkultur und die Kunst der Provokation;20
2.2.4;Literatur;21
3;Geschichte und Politik des Skandals;25
3.1;Kampf um Normen: Skandale in historischer Perspektive;26
3.1.1;WAS SIND SKANDALE? BEGRIFFLICHE ANNÄHERUNGEN IN HISTORISCHER PERSPEKTIVE;27
3.1.2;SKANDALFORSCHUNG IN HISTORISCHER PERSPEKTIVE;31
3.1.2.1;Skandale und Normenwandel;32
3.1.2.2;Skandale und Medienwandel;33
3.1.2.3;Skandale und der Wandel der Öffentlichkeit;35
3.1.2.4;Skandale und Emotionsgeschichte;37
3.1.3;HISTORISCHE BEDINGUNGEN UND MERKMALE VON SKANDALEN;38
3.1.4;FAZIT;42
3.1.5;Literatur;43
3.2;Hermes, Erzberger, Zeigner: Korruptionsskandale in der Weimarer Republik;46
3.2.1;Hermes;47
3.2.2;Erzberger;49
3.2.3;Zeigner;52
3.2.4;Die Fälle Hermes, Erzberger und Zeigner als Skandale;54
3.2.5;Auslöser und Motive der Skandalierung;56
3.2.6;Auswirkungen der Skandalierung;59
3.2.7;Literatur & Quellen;61
3.3;Von der Möglichkeit eines Neuanfangs: Der politische Skandal und Hannah Arendts Gesellschaftskritik;63
3.3.1;THEORETISCHE GRUNDANNAHMEN;64
3.3.1.1;Lebendigkeit und Arbeit;65
3.3.1.2;Pluralität und Dignität des Handelns;66
3.3.2;HANNAH ARENDTS GESELLSCHAFTSKRITIK;68
3.3.3;DER POLITISCHE SKANDAL AUS GESELLSCHAFTSKRITISCHER PERSPEKTIVE;71
3.3.3.1;Der politische Skandal als Konsumgut;71
3.3.3.2;Der politische Skandal in der Kulturindustrie;73
3.3.3.3;Der politische Skandal als Katalysator;78
3.3.4;FAZIT;80
3.3.5;Literatur;81
3.4;Sloterdijk-Debatte 2.0: ‚Skandalöse‘ Anthropologie im diskursiven Spannungsfeld von Biotechnologie, Ökonomie und Zukunftsangst;82
3.4.1;Die Sloterdijk-Debatte;84
3.4.2;Vom Gen zum genetischen Risiko;90
3.4.3;Sloterdijk, Anthropotechnik und das unternehmerische Selbst;93
3.4.4;Literatur;97
3.5;Determinanten von Skandalisierung in der politischen Auslandsberichterstattung: Eine empirische Analyse;100
3.5.1;Skandale, Medienskandale & Skandalisierung;102
3.5.2;Skandalisierung der Auslandsberichterstattung – Ein Erklärungsansatz;106
3.5.3;Anlage der empirischen Studie;110
3.5.4;Ergebnisse;112
3.5.5;Fazit und Diskussion;118
3.5.6;Literatur;119
4;Medienskandale und Skandalmedien;123
4.1;Skandal, medialisierter Skandal, Medienskandal: Eine Typologie öffentlicher Empörung;124
4.1.1;Was ist Skandalforschung?;124
4.1.2;Publikum und Skandalpersonal;128
4.1.3;Funktionen von Skandalen und Medienskandalen;130
4.1.4;Funktionale Phasen der Distinktion;134
4.1.5;Skandalisierung als erzählerisches Konstrukt;137
4.1.6;Repräsentation der Moral, Werte und sozialen Normen;139
4.1.7;Die politische Dimension von Medienskandalen;142
4.1.8;Die soziale Relevanz von Medienskandalen;144
4.1.9;Literatur;147
4.2;Skandale im Spiegel der Zeit: Eine quantitative Inhaltsanalyse der Skandalberichterstattung im Nachrichtenmagazin Der Spiegel;149
4.2.1;SKANDALE AUS DER PERSPEKTIVE DER NACHRICHTENWERTFORSCHUNG;150
4.2.2;FORSCHUNGSLEITENDE FRAGEN;151
4.2.3;METHODE UND DESIGN;152
4.2.4;ERGEBNISSE;155
4.2.4.1;Art des Skandals;156
4.2.4.2;Skandalierter;159
4.2.4.3;Skandalierer;162
4.2.5;DISKUSSION UND FAZIT;164
4.2.6;Literatur;165
4.3;Reich-Ranicki, Heidenreich und der Deutsche Fernsehpreis 2008: Quantitativ-qualitative Inhaltsanalyse eines Medienskandals1;168
4.3.1;STRUKTUR VON MEDIENSKANDALEN;170
4.3.2;QUANTITATIVE ANALYSE;172
4.3.2.1;Bewertungsdynamik: zeitliche und inhaltliche Dimension;174
4.3.2.2;Tenor der Berichterstattung;178
4.3.2.3;Bewertung der Skandalierer;180
4.3.3;QUALITATIVE ANALYSE;186
4.3.3.1;Rhetorik des Skandals;186
4.3.3.2;Dynamik des Skandals;189
4.3.3.3;Ökonomie des Skandals;192
4.3.3.4;Literatur;194
4.4;„Im Klub der Spritzensportler“ –Medienlinguistische Beobachtungen zur kontrastivenAnalyse von Dopingskandalen;197
4.4.1;Kontrastive Skandalanalyse – Methodologische Überlegungen;198
4.4.2;Dopingskandale als Medienskandale;200
4.4.3;Dopingskandale im deutsch-englischen Vergleich;203
4.4.4;Journalistische Normen oder gesellschaftliche Normen?;210
4.4.5;Sphere of Consensus als integratives Erklärungsmodell;213
4.4.6;Schlussbemerkung: Kontrastive Skandalanalyse als Fenster zu verschiedenen Ebenen sozialer Ordnung;214
4.4.7;Literatur;214
4.5;Unfundiert, tendenziös und unnötig verletzend. GeenStijl – Das Medium ist der Skandal;217
4.5.1;Publizistische Brandsätze;218
4.5.2;Reproduktion der Möglichkeit von Reproduktion;220
4.5.3;Selbstskandalisierung;223
4.5.4;GeenStijl;225
4.5.5;PowNed;229
4.5.6;Skandalmedium?;231
4.5.7;Literatur & Quellen;235
5;Skandalkultur und die Kunst der Provokation;237
5.1;Kunst und Spektakel: Skandale im Beziehungsraum zwischen Literatur und Macht;238
5.1.1;I;239
5.1.2;II;242
5.1.3;III;248
5.1.4;Literatur;249
5.2;„Das Herz ist vor allem trügerisch“ –Inszenierung von sexuellem Missbrauch in J.T. LeroysSarah und Andrew Jareckis Capturing the Friedmans;251
5.2.1;I;253
5.2.2;II;258
5.2.3;III;262
5.2.4;Literatur & Quellen;263
5.3;Frauenmord und Skandal viral – Young British Art. Ein Fallbeispiel;265
5.3.1;Literatur & Quellen;284
5.4;God Save the Queen: Zur gesellschaftlichen Funktionvon Popskandalen im Vereinigten Königreich;286
5.4.1;Von den Beatles ...;286
5.4.2;... über die Sex Pistols …;293
5.4.3;... zu Lady Gaga;297
5.4.4;Schlussfolgerungen;299
5.4.5;Literatur & Quellen;300