E-Book, Deutsch, 246 Seiten
Boehme-Neßler BilderRecht
1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-642-03877-8
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Die Macht der Bilder und die Ohnmacht des Rechts Wie die Dominanz der Bilder im Alltag das Recht verändert
E-Book, Deutsch, 246 Seiten
ISBN: 978-3-642-03877-8
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Wir leben in einer Bilderwelt. Die Folgen sind - im wahrsten Sinn des Worts - unübersehbar. Was bedeutet die Dominanz der Bilder für das Recht? Bisher ist das Recht sehr bilderskeptisch. Das wird kaum so bleiben können, denn wenn sich ein Recht zu weit vom Leben entfernt, wird es über kurz oder lang an Bedeutung verlieren. Welche Chancen und Risiken ergeben sich, wenn Parlamente, Verwaltungen, Gerichte und Anwälte visuell kommunizieren? Der Autor diskutiert die Frage, wie ein BilderRecht aussehen könnte.
Volker Boehme-Neßler, Jahrgang 1962, lebt in Berlin. Er ist habilitierter Jurist und promovierter Politikwissenschaftler. Nach seinem Studium war er mehrere Jahre als Rechtsanwalt tätig. Seit 1998 ist er Professor für Öffentliches Recht und Europarecht an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Sein Interesse gilt den Schnittstellen - zwischen Recht und Gesellschaft, zwischen Wissenschaft und Praxis, zwischen Natur und Kultur und zwischen Mensch und Technik.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Zwischen Technophilie und Technophobie: Kultur, Technik und Recht;11
2;1.1 Wechselwirkungen – Technik und Kultur;11
2.1;1.1.1 Technik: Das Produkt von Kultur?;12
2.2;1.1.2 Kultur: Das Produkt von Technik?;14
3;1.2 Technologischer Imperativ oder Gestaltungsmacht des Rechts?;18
3.1;1.2.1 Die normative Kraft des Technischen. Wie Technik das Recht ändert;18
3.2;1.2.2 Die technische Kraft des Normativen. Wie Recht die Technik ändert;21
4;Literatur;26
5;KulturTechnik und Recht - Die Schrift als Beispiel ;30
6;2.1 Sprache als Denkwerkzeug;30
7;2.2 Vom Sprechen zum Schreiben;32
7.1;2.2.1 Schriftlose Gesellschaften: Denken ohne Schreiben;32
7.2;2.2.2 Literale Gesellschaften: Denken durch Schreiben;36
8;2.3 Gutenberg – und die Folgen;40
8.1;2.3.1 Die Manuskriptkultur: Das Buch als Einzelstück;41
8.2;2.3.2 Gutenbergs Revolution: Das Buch als Massenmedium;41
8.3;2.3.3 Demokratie ohne Bücher?;43
9;2.4 Recht sprechen oder Gesetze schreiben – Vom gesprochenen zum geschriebenen Recht;44
9.1;2.4.1 Die Herrschaft des Rechts;45
9.2;2.4.2 Das Ich wird wichtig – Gleichheit und subjektive Rechte;46
9.3;2.4.3 Schriftliche Rechtsquellen – und die Folgen;49
9.4;2.4.4 Gerichtsverfahren – Reduktion der Welt und klare Entscheidung;52
9.5;2.4.5 Eine ambivalente Bilanz;54
10;Literatur;57
11;Die Macht der Bilder;63
12;3.1 Pictorial Turn – von der Schriftkultur zur Bildkultur;63
13;3.2 Das Ende der Schrift?;65
14;3.3 Was ist ein Bild – und wozu dient es?;66
15;3.4 Abbilden oder Konstruieren: Wie werden Bilder rezipiert?;70
16;3.5 Bilder als Kommunikationswerkzeuge;72
16.1;3.5.1 Tempo, Tempo – Die Geschwindigkeit visueller Kommunikation;72
16.2;3.5.2 Bilder anschauen – Die Konkretheit visueller Kommunikation;73
16.3;3.5.3 Ich mache mir ein Bild – Die Subjektivität der visuellen Kommunikation;74
16.4;3.5.4 Exkurs: Kollektives Gedächtnis;76
16.5;3.5.5 Bilder berühren – Die Emotionalität visueller Kommunikation;77
16.6;3.5.6 Was will uns der Maler sagen? Die Vieldeutigkeit visueller Kommunikation;82
16.7;3.5.7 Auf einen Blick – Prägnanz in der visuellen Kommunikation;85
17;3.6 Ein Bild oder tausend Worte? – Zur Überlegenheit von Bildern;86
17.1;3.6.1 Doppelte Encodierung wie Bilder verarbeitet werden;87
17.2;3.6.2 Biologische Basis: Hierarchie der Sinne;87
17.3;3.6.3 Bilder sind besser! Sind Bilder besser?;89
17.4;3.6.4 Bilder: Kommunikation ohne Grenzen?;89
18;3.7 Alle Bilder lügen?;91
18.1;3.7.1 Glaubwürdigkeit von Bildern – eine Illusion?;91
18.2;3.7.2 Photoshop & Co. – Bildmanipulation in Zeiten der Digitalisierung;93
18.3;3.7.3 Gesundes Misstrauen – Zur Einschätzung von Bildern im digitalen Zeitalter;95
19;3.8 Schrift und Bild: Kongruenz und Konkurrenz;97
19.1;3.8.1 Sprachbilder – Zur Bildhaftigkeit der Sprache;97
19.2;3.8.2 Bildergeschichten – Zur Erzählkunst der Bilder;99
19.3;3.8.3 Kongruenz und Konkurrenz;101
20;3.9 Die Anarchie der Bilder;102
20.1;3.9.1 Worte versus Bilder – Kontrolle oder Freiheit?;102
20.2;3.9.2 Bilderskepsis des Rechts – Reaktion auf die Anarchie der Bilder?;105
21;Literatur;105
22;Recht und Bilder – eine schwierige Beziehung;116
23;4.1 Wo sind die Bilder geblieben? – Modernes Recht ohne Bilder;116
23.1;4.1.1 Zwischen Idolatrie und Ikonoklasmus – Das Bild in der Gesellschaft;116
23.2;4.1.2 Tiefe Skepsis – modernes Recht und Bilder;120
23.3;4.1.3 Sola Scriptura – Das logozentrische Vorurteil des Rechts;122
24;4.2 Symbole – Auf der Suche nach den Bildern im Recht;123
24.1;4.2.1 Symbole;123
24.2;4.2.2 Symbole im Recht;124
24.3;4.2.3 Symbolisches Recht;128
25;4.3 Immer öfter – Bilder im modernen Recht;131
26;4.4 Der fremde Blick – Bilder vom Recht;134
26.1;4.4.1 (Rechts)Bild und (Rechts)Wirklichkeit;135
26.2;4.4.2 Richterin Barbara Salesch lässt grüßen;137
26.3;4.4.3 Die Öffentlichkeit als Richter? Recht unter dem Druck der öffentlichen Meinung;139
26.4;4.4.4 Vertrauensverlust? Wenn das Recht die Erwartungen enttäuscht;142
27;4.5 Überzeugungskraft – Chancen visueller Rechtskommunikation;145
27.1;4.5.1 Bilder als Eye-catcher: mehr Aufmerksamkeit für das Argument;145
27.2;4.5.2 Form follows function? Bilder in der juristischen Formensprache;146
27.3;4.5.3 Schnelles Recht ist gutes Recht: Beschleunigung der Rechtskommunikation;148
27.4;4.5.4 Widerspruch zwecklos. Der Imperativ der Bilder;149
27.5;4.5.5 Darf man Bildern glauben? Bilder als Beweise;150
28;4.6 Abschied von der Abstraktion?;151
28.1;4.6.1 Abstraktion im Recht – Bedeutung und Grenzen;151
28.2;4.6.2 Die Einzelfallabwägung – Das Gegenteil von Abstraktion;152
28.3;4.6.3 Gesichter und Geschichten – Die Personalisierung des Rechts;153
29;4.7 Angst vor Nähe? Emotionen in der Rechtskommunikation;156
30;4.8 Unordentliches Denken? – Sukzessivität und Assoziativität;157
31;Literatur;158
32;Unscharfe Kommunikation: Komposition und Inszenierung des Rechts;170
33;5.1 Unscharfe Steuerung – Wie lässt sich visuelle (Rechts)Kommunikation steuern?;170
34;5.2 Inszenierung und Komposition – die klassischen Mittel visueller Kommunikation;172
34.1;5.2.1 Malerei, Grafik, Fotografie – Wie werden Bilder komponiert?;172
34.2;5.2.2 Theater, Film, Fernsehen – Wie werden bewegte Bilder inszeniert?;173
34.3;5.2.3 Drama, Baby, Drama! – Visuelle Kommunikation im Fernsehen;175
35;5.3 Die Bildwissenschaften als Lehrmeister – die Komposition von Rechts-Bildern;176
36;5.4 Angewandte Theaterwissenschaften – die Inszenierung juristischer Prozesse;178
36.1;5.4.1 Inszenierung des Rechts – wozu?;178
36.2;5.4.2 Seriosität und Authentizität – Die Inszenierung von Recht;181
36.3;5.4.3 Rituale – Zur Verdichtung von Inszenierungen;186
36.4;5.4.4 Rechtsrituale – Inszenierung und Emotion im Recht;191
37;5.5 Anspruch und Wirklichkeit: Gefährliche Inszenierungen;195
38;Literatur;197
39;Bilder verstehen – Die Auslegung visueller Rechtskommunikation;205
40;6.1 Was tun? – Zur Überforderung der juristischen Dogmatik;205
41;6.2 Lernen von der Kunstgeschichte – Was können uns Bilder sagen?;206
42;6.3 Lernen von der Theatertheorie – die Auslegung bewegter Rechtsbilder;209
42.1;6.3.1 Wie sind bewegte Bilder zu verstehen?;209
42.2;6.3.2 Inszenierungsanalyse – eine neue juristische Auslegungsmethode;211
43;6.4 Kein Zufall, sondern Notwendigkeit – Grenzüberschreitung bei der Auslegung;213
44;Literatur;213
45;BilderRecht – Recht als Drama?;215
46;7.1 Entertainment – Bilder in den Medien;215
46.1;7.1.1 Schnittmengen – Logik der Bilder und Logik des Boulevards;215
46.2;7.1.2 The show must go on – Die Logik des Fernsehens;216
46.3;7.1.3 Zwischen Aufklärung und Volksverdummung – Chance und Risiko des Unterhaltungsparadigmas;221
47;7.2 Politik als Drama – ein (abschreckendes?) Beispiel;223
47.1;7.2.1 Symbiose – Politik und Fernsehen;223
47.2;7.2.2 Theatralisierung – Eine andere Politik;227
47.3;7.2.3 Politainment: Weniger Demokratie – oder mehr?;228
48;7.3 Recht als Entertainment? – Die Unterhaltungslogik und das Recht;230
48.1;7.3.1 Quote machen mit Recht?;230
48.2;7.3.2 Eine Spekulation: Skandal und Recht;232
48.3;7.3.3 Begrenzte Unabhängigkeit – Medien- und Bildresistenz des Rechts;232
49;Literatur;235
50;Worte und Bilder im Recht – Auf der Suche nach dem verlorenen Gleichgewicht;240
51;8.1 Schrift und Text: Grundlage der Rechtsordnung?;240
52;8.2 Bilder im Recht – Chancen und Risiken;241
53;8.3 Worte und Bilder – sinnvolle Ergänzung und wechselseitige Stärkung;242
54;8.4 Bilder oder nicht? Das Recht im Dilemma;243
55;Literatur;244




