Berger | Bakterien in Krieg und Frieden | Buch | 978-3-8353-0556-4 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, 476 Seiten, Format (B × H): 143 mm x 224 mm, Gewicht: 690 g

Reihe: Wissenschaftsgeschichte

Berger

Bakterien in Krieg und Frieden

Eine Geschichte der medizinischen Bakteriologie in Deutschland, 1890-1933
1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-8353-0556-4
Verlag: Wallstein Verlag GmbH

Eine Geschichte der medizinischen Bakteriologie in Deutschland, 1890-1933

Buch, Deutsch, 476 Seiten, Format (B × H): 143 mm x 224 mm, Gewicht: 690 g

Reihe: Wissenschaftsgeschichte

ISBN: 978-3-8353-0556-4
Verlag: Wallstein Verlag GmbH


Die »Ausrottung« aller »unsichtbaren Feinde« des Menschen durch die medizinische Bakteriologie: Aufstieg und Fall einer Leitwissenschaft der Moderne.

Als die WHO 1980 den »Tod der Pocken« verkündete, rückte die Vision einer Welt ohne Infektionskrankheiten in greifbare Nähe. Das Auftauchen neuer und die Rückkehr überwunden geglaubter Erreger machten jedoch wenig später klar, dass dies eine Illusion war. Silvia Berger beschäftigt sich mit der Geschichte jener Wissenschaft, durch deren Leistungen - allen voran der Entdeckung der pathogenen Bakterien - die »Ausrottung« der Seuchen erstmals möglich schien: die medizinische Bakteriologie. Die Autorin zeigt mit Blick auf Deutschland zwischen 1890 und 1933, dass der Glaube an die Beherrschbarkeit von Infektionskrankheiten nicht erst in neuester Zeit erschüttert wurde. Bereits nach dem Ersten Weltkrieg erfuhr die Bakteriologie eine tiefgreifende Krise. Der von Militärbakteriologen zwischen 1914 und 1918 rigoros verfolgte Traum von der Vernichtung aller »unsichtbaren Feinde« und der Herstellung »reiner« Körper und Territorien rückte in weite Ferne. Die einstige Renommierwissenschaft musste in den 1920er Jahren eingestehen, dass sie mit ihren Denkfiguren das komplexe Zusammenspiel von Mikro- und Makroorganismen nicht mehr erklären konnte. Statt als »Krieg« konzipierte man nun das Verhältnis zwischen Bakterien und Menschen mit Begriffen wie »Gleichgewicht« oder »Symbiose«, einer Art friedlichen Koexistenz.

Die Studie wurde 2008 mit dem Henry-E.-Sigerist-Preis für Nachwuchsförderung in der Geschichte der Medizin und Naturwissenschaften ausgezeichnet und 2009 mit dem Förderpreis der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Medizin, Naturwissenschaft und Technik

»a highly original work, constituting an outstanding contribution to the history of preventive medicine and to German history«
Paul Weindling, Oxford

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Berger, Silvia
Silvia Berger, geb. 1973, studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Völkerrecht in Zürich und Berlin. Sie ist Postdoktorandin im Graduiertenkolleg »Geschichte des Wissens« am interfakultären Kompetenzzentrum von ETH und Universität Zürich.



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