Zola | Die Beute | Buch | 978-3-96662-333-9 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, 436 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 211 mm, Gewicht: 673 g

Zola

Die Beute

Aus dem Französischen übersetzt von Armin Schwarz
Der Neusatz des Textes folgt der Ausgabe 1925
ISBN: 978-3-96662-333-9
Verlag: Boer

Aus dem Französischen übersetzt von Armin Schwarz

Buch, Deutsch, 436 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 211 mm, Gewicht: 673 g

ISBN: 978-3-96662-333-9
Verlag: Boer


Renée, die 21 Jahre jüngere Ehefrau des unter dem Namen Saccard firmierenden Aufsteigers und Spekulanten Aristide Rougon, flüchtet sich aus der Leere ihrer mondänen Existenz in eine intensive erotische Beziehung mit Maxime Rougon, dem Sohn ihres Mannes aus erster Ehe: Während Saccard sein als Beamter der Pariser Stadtverwaltung erworbenes Insiderwissen über den haussmannschen Stadtumbau nutzt, um durch Immobilienspekulationen zu Geld kommen, hat sich Renée ganz einem mondänen Leben verschrieben. Als Maxime in Paris eintrifft, nimmt sie sich seiner als einer willkommenen Ablenkung an. Er wächst in den Boudoirs der Damenwelt zu einer hermaphroditischen Schönheit heran. Ein Eklat bleibt auch dann aus, als die inzestuöse Beziehung offenbar wird: Verbittert stirbt Renée, nachdem Maxime geheiratet hat, an Meningitis. Sie hinterlässt nichts als eine exorbitante Schneiderrechnung, die ihr Vater begleicht.

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Weitere Infos & Material


Schwarz, Armin
1845-1922

Zola, Émile
1840-1902

Émile Zola (1840-1902) Schriftsteller und Journalist, gilt als einer der großen französischen Romanciers des 19. Jahrhunderts und als Begründer des literarischen Naturalismus. Zugleich war er ein sehr aktiver Journalist, der sich auf einer gemäßigt linken Position am politischen Leben beteiligte. Sein Artikel »J'accuse« (Ich klage an) spielte eine Schlüsselrolle in der Dreyfus-Affäre, die Frankreich jahrelang in Atem hielt, und trug entscheidend zur späteren Rehabilitierung des fälschlich wegen Landesverrats verurteilten Offiziers Alfred Dreyfus bei. 1867 hatte Émile Zola mit seinem dritten Roman »Thérèse Raquin« bereits Aufsehen erregt. 1869 begann er mit der Arbeit an dem monumentalen Zyklus »Die Rougon-Macquart«, der ihn mehr als zwanzig Jahre lang beschäftigen sollte. Die ersten Romane des Zyklus haben eine satirische und politische Stoßrichtung. Als nach der Ausrufung der Republik sein Roman »Die Beute« (1871) Opfer der Zensur wurde, war Zola von der Politik und ihren Vertretern zutiefst enttäuscht. 1880 wurde ein schwieriges Jahr für den Schriftsteller. Der Tod von Edmond Duranty und Gustave Flaubert erschütterten ihn ebenso wie der Tod seiner Mutter am Ende des Jahres. Da er mittlerweile durch die regelmäßige Veröffentlichung der Rougon-Macquart-Romane finanziell unabhängig war, gab er 1881 seine Tätigkeit als Journalist auf. Zu den Stärken von Zola gehörten seine Schaffenskraft und die Beständigkeit gemäß seinem Motto: »Nulla dies sine linea« (Kein Tag ohne eine Zeile). In den Jahren 1894 bis 1898 veröffentlichte Zola einen zweiten Romanzyklus: »Trois Villes« (Drei Städte: Lourdes, Rom, Paris), danach folgte ein dritter: »Quatre Evangiles« (Vier Evangelien: Fruchtbarkeit, Arbeit, Wahrheit, Gerechtigkeit), dessen vierter Band jedoch unvollendet blieb.



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