Zimmermann / Spangler / Grossmann | Feinfühlige Herausforderung | Buch | 978-3-8379-2707-8 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, 264 Seiten, Format (B × H): 149 mm x 211 mm, Gewicht: 390 g

Reihe: Forum Psychosozial

Zimmermann / Spangler / Grossmann

Feinfühlige Herausforderung

Bindung in Familie, Kita, Kinderheim und Jugendhilfe
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-8379-2707-8
Verlag: Psychosozial Verlag GbR

Bindung in Familie, Kita, Kinderheim und Jugendhilfe

Buch, Deutsch, 264 Seiten, Format (B × H): 149 mm x 211 mm, Gewicht: 390 g

Reihe: Forum Psychosozial

ISBN: 978-3-8379-2707-8
Verlag: Psychosozial Verlag GbR


Wie gelingt sichere Bindung und wie gestaltet sie sich unter besonders belastenden Bedingungen? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigen sich renommierte BindungsforscherInnen in ihren Beiträgen. Sie liefern wichtige Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung zur Entwicklung von Bindungsmustern und ergänzen sie durch Ausführungen zu praxisnahen Anwendungsfeldern. Ins Zentrum der Betrachtungen rückt dabei das bindungstheoretische Konzept der feinfühligen Herausforderung. Die AutorInnen demonstrieren anschaulich die Relevanz von Feinfühligkeit im familiären und pädagogischen Kontext und geben wertvolle Einblicke in die Entwicklungsmöglichkeiten und Förderung von sicherer Bindung.

Im Anschluss an übergreifende Erkenntnisse zur Entstehung und Tradierung von Bindung im Familiengefüge und in Kindertagesstätten (Teil 1), beschäftigen sich die AutorInnen mit der Anwendung von Bindungswissen unter erschwerten Bedingungen, etwa in Heimen, der Kinder- und Jugendhilfe oder in der Beratung (Teil 2). Ein besonderer Fokus dieses Buches liegt darüber hinaus auf der Bindung zum Vater (Teil 3). Die international ausgerichtete Zusammenschau der Beiträge liefert dabei einen aktuellen Überblick über die großen Themen der gegenwärtigen Bindungsforschung. Eine Festschrift zum 75. Geburtstag von Karin Grossmann, eine der führenden deutschen BindungsforscherInnen.

Mit Beiträgen von Lieselotte Ahnert, Joana Baptista, Fabienne Becker-Stoll, Elisabeth Fremmer-Bombik, Gabriele Gloger-Tippelt, Isolde Hilt, Heinz Kindler, Hermann Scheuerer-Englisch, Claudia Schlager, Isabel Soares, Gottfried Spangler, Howard Steele, Miriam Steele, Gerhard J. Suess, Lothar Unzner, Ute Ziegenhain und Peter Zimmermann

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Weitere Infos & Material


Einführung

Geleitwort

Vorwort

Wie gelingen Feinfühligkeit und sichere Bindung?

Hat die Feinfühligkeit biologische Grundlagen?
Gottfried Spangler

Das Ainsworth’sche Feinfühligkeitskonzept und
seine Bedeutung in den Frühen Hilfen
Gerhard J. Suess & Lothar Unzner

Über 30 Jahre Forschung zur Tradierung von Bindung
Elisabeth Fremmer-Bombik

Zeit für den Aufbau von Bindungsbeziehungen
in Familie und Kita
Fabienne Becker-Stoll

Bindung im geteilten Deutschland
Lieselotte Ahnert

Bindung unter belastenden Bedingungen

Bindungsforschung und Kinderschutz
Heinz Kindler

Bindungsforschung und Kinder- und
Jugendhilfe – unvereinbar?
Ute Ziegenhain

Ein bindungsbasierter Ansatz zum Verständnis
der Entwicklung von jungen Heimkindern
ohne elterngleiche Fürsorge
Isabel Soares & Joana Baptista

Bindungen stärken und Resilienz fördern
in der Erziehungsberatung
Hermann Scheuerer-Englisch

Bindung zum Vater

Bindung an den Vater: Eine andere Bindung?
Peter Zimmermann

Generalisierte Bindung im Vergleich zur
personenspezifischen Bindung zu Mutter und
Vater bei fünf- bis achtjährigen Kindern
Gabriele Gloger-Tippelt & Claudia Schlager

Die Vorhersage von Reflective Functioning im Jugendalter
Der Einfluss mütterlicher und väterlicher Bindungsrepräsentationen
und der Partnerschaftsqualität
Howard Steele & Miriam Steele

Ausblick

Bindung und psychische Sicherheit
Isolde Hilt: Interview mit Karin und Klaus E. Grossmann

Autorinnen und Autoren


Scheuerer-Englisch, Hermann
Hermann Scheuerer-Englisch ist Diplom-Psychologe, psychologischer Psychotherapeut, Familientherapeut DGSF und Supervisor. Er ist Lehrauftragter an der Universität Nürnberg-Erlangen mit Schwerpunkt Entwicklungspsychopathologie und veröffentlicht Bücher und Fachbeiträge zu Entwicklungspsychologie, Bindungsforschung, Scheidung, Familientherapie und Erziehungsberatung.
Er hält Vorträge und Workshops zu Bindung, Beratung und Psychotherapie, Pflegefamilienunterbringung, Trennungs- und Scheidungsberatung und Erziehungsberatung durch.
Scheuerer-Englisch war von 1984-1989 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie und Bindungsforschung an der Universität Regensburg bei Prof. Dr. K.E. Grossmann. Von 1986 bis 1990 war er in freier Praxis als Sachverständiger in familienrechtlichen Angelegenheiten und als Familientherapeut in Regensburg tätig. Von Februar 1989 bis Oktober 1999 war er Leiter der Erziehungsberatungsstelle Deggendorf/Nb und übernahm anschließend die Leitung der Erziehungsberatungsstelle der Katholischen Jugendfürsorge für die Diözese Regensburg.
Scheuerer-Englisch ist Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft für Erziehungs-, Jugend- und Familienberatung in Bayern e.V.

Veröffentlichungen:

Scheuerer-Englisch, H. (1998): Auswirkungen traumatischer Erfahrungen auf das Bindungs- und Beziehungsverhalten. In: Stiftung zum Wohl des Pflegekindes (Hrsg.). 1. Jahrbuch des Pflegekinderwesens. Themenheft »Traumatische Erfahrungen«, Schulz-Kirchner Verlag, Idstein, S. 66-84.
Zimmermann, P./Suess, G.J./Scheuerer-Englisch, H. & Grossmann, K.E. (1999): Bindung und Anpassung von der frühen Kindheit bis zum Jugendalter: Ergebnisse der Bielefelder und Regensburger Längsschnittstudie. Kindheit und Entwicklung, 8 (1), S. 37-49.
Grossmann, K./Grossmann, K.E./Fremmer-Bombik E./Kindler,H./Scheuerer-Englisch,H. & Zimmermann , P. (2002): The uniqueness of the child-father attachment relationship: Fathers' sensitive and challenging play as a pivotal variable in a 16-year longitudinal study. Social Development, Vol. 11, No. 3, S. 307-331.
Grossmann, K.E./Grossmann, K./Kindler, H./Scheuerer-Englisch, H./Spangler, G./ Stöcker, K./Suess, G.J. & Zimmermann, P. (2003): Die Bindungstheorie: Modell, entwicklungspsychologische Forschung und Ergebnisse. In: H. Keller (Hrg.): Handbuch der Kleinkindforschung. Berlin: Huber Verlag, S. 223-282.
Grossmann, K.E./Grossmann, K./Becker-Stoll, F./ Maier, M./Scheuerer-Englisch, H./ Schieche, M./Stöcker, K./Suess, G.J./Wensauer, M. & Zimmermann, P. (2003): Internalisierung unterschiedlicher kindlicher Bindungserfahrungen und ihre klinische Relevanz. In: H. Keller (Hrg.): Handbuch der Kleinkindforschung. Bern: Huber Verlag, S. 1153-1194.
Scheuerer-Englisch, H. (2005): Brücken für Familien. Zur Verortung der Erziehungsberatung in einer komplexen Welt. Informationen für Erziehungsberatungsstellen, 1/05, S. 12-19.
Menne, K./Hundsalz, A. & Scheuerer-Englisch (in Vorb.; 2008): Jahrbuch für Erziehungsberatung 7. Weinheim: Juventa Verlag.

Gloger-Tippelt, Gabriele
Gabriele Gloger-Tippelt, Diplom-Psychologin, Professur für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie am Erziehungswissenschaftlichen Institut der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Arbeitsschwerpunkte: Entwicklungspsychologie der Lebensspanne, Familienpsychologie, Übergang zur Elternschaft Bindungsforschung im Kontext der Familienentwicklung, Erhebungsmethoden zur Bindung über die Lebensspanne, insbesondere Bindung in der mittleren Kindheit.

Köhler, Lotte
Lotte Köhler, Dr. med., war Psychoanalytikerin und eine Ur-Urenkelin des Reformpädagogen Adolph Diesterweg. Sie gehörte zu den frühen Vertretern der Selbstpsychologie Heinz Kohuts sowie der Bindungstheorie in Deutschland. Köhler wurde insbesondere durch die Erforschung des Gedächtnisses von Kleinkindern und durch Arbeiten über die Bindungstheorie bekannt.

Stand: Januar 2022

Suess, Gerhard J.
Gerhard J. Suess war seit 2003 Professor für Entwicklungspsychologie und Klinische Psychologie an der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Bereits in seinem Psychologiestudium hat er diese beiden Schwerpunkte gewählt und war als wissenschaftlicher Assistent von Prof. Dr. Klaus Grossmann an der Universität Regensburg sowie von Prof. Dr. Alan Sroufe an der University of Minnesota aktiv an drei Längsschnittstudien zur Bindungsentwicklung und Entwicklungspsychopathologie beteiligt. Die Anwendung daraus gewonnener Erkenntnisse in Beratung und Therapie bildeten einen Schwerpunkt seines beruflichen Wirkens. Für ihn passte die Beschreibung »science-practitioner«, die nicht nur das Grenzgängertum zwischen den Welten der Wissenschaft und der Praxis, sondern auch die Übersetzungsarbeit bezeichnet, die letztlich die Praxis durch Evidenzbasierung voranbringen soll. Während er nach seiner Promotion in leitender Funktion in der Jugendhilfe/Erziehungsberatung tätig war und auf diesem beraterisch/therapeutischen Erfahrungshintergrund die Übersetzungsarbeit leistete, war er anschließend wieder mehr im Wissenschaftlichen Bereich tätig, jedoch nebenberuflich als Leiter der Beratungsstelle »nullbisdrei« immer noch in der Praxis aktiv verankert. Seit 2004 leitete er eine multizentrische Interventionsstudie auf dem Gebiet der »Frühen Hilfen« zur Unterstützung von hoch belasteten Eltern und war an diesbezüglichen Weiterbildungsprogrammen (www.steep-beratung.de) sowie an der Psychotherpeuten-Ausbildung beteiligt. Er war Field Faculty Member am Center of Early Education and Development der University of Minnesota und Peer-Reviewer für die Zeitschrift »Attachment and Human Development«. Suess war verheiratet und hat 2 Töchter.

Suess, G.J. & Sroufe, J. (2005): Clinical Implication of The Development of the person. Attachment and Human Development. Vol 7 No 4, pp. 381-392.

Mertens, Wolfgang
Wolfgang Mertens ist Psychoanalytiker (DGPT), Lehranalytiker, Supervisor und Dozent an der Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie in München. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Konzept- und Psychotherapieforschung, im Bereich von Behandlungstechnik und Schulenvergleich.

Stand: Oktober 2025



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