Zimmermann | Leben mit Demenz | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 175 Seiten

Zimmermann Leben mit Demenz

Spezielle Wohnformen für demenziell erkrankte Menschen
1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-8366-1887-8
Verlag: Diplomica Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection

Spezielle Wohnformen für demenziell erkrankte Menschen

E-Book, Deutsch, 175 Seiten

ISBN: 978-3-8366-1887-8
Verlag: Diplomica Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection



Das Thema Demenz gewinnt immer mehr an Bedeutung, denn durch die steigende Lebenserwartung der Menschen steigt auch die Zahl der demenziellen Erkrankungen kontinuierlich an. Derzeit leben in Deutschland über eine Millionen Betroffene, und wenn die Wissenschaft zu keinen kausalen Therapieerfolgen kommt, wird bis zum Jahr 2050 mit einer Verdoppelung dieser Zahlen gerechnet. Hier stellt sich die Frage nach der optimalen Versorgung dieser Personengruppe.Dieses Buch beleuchtet zum einen die verschiedenen Facetten der demenziellen Erkrankung und stellt somit einen praxisorientierten Leitfaden dar. Besondere Beachtung finden dabei die Hilfen zur Lebensbewältigung. Zum anderen werden die verschiedenen Möglichkeiten der Pflege und Betreuung aufgezeigt und kritisch hinterfragt, ob diese einen positiven Effekt auf Betroffene einer Demenzerkrankung haben. Das Buch gibt einen Überblick über das weit gefächerte Angebot und beleuchtet dieses vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Studien. Zur Veranschaulichung wird die Hausgemeinschaft des CBT-Wohnhauses St. Michael in Waldbröl vorgestellt.Das Buch richtet sich an Interessierte, die einen Überblick über die verschiedenen Wohnformen gewinnen möchten und bietet Verantwortlichen und Trägern der Altenhilfe einen Denkanstoß für eine realistische Umsetzung.

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1;Inhaltsverzeichnis;3
2;1. Einleitung;6
2.1;1.1 Überblick;7
3;2. Die demenzielle Erkrankung;8
3.1;2.1 Definitionen;8
3.2;2.2 Historische Entwicklung;10
3.3;2.3 Demenzformen;15
3.3.1;2.3.1 Die Alzheimer-Krankheit;17
3.3.2;2.3.2 Die vaskuläre Demenz;18
3.3.3;2.3.3 Die frontotemporale Demenz;19
3.3.4;2.3.4 Die Lewy-Körperchen-Demenz;20
3.4;2.4 Epidemiologie;20
3.4.1;2.4.1 Bevölkerungsentwicklung in Deutschland;20
3.4.2;2.4.2 Prävalenz der Demenz;23
3.4.3;2.4.3 Inzidenz der Demenz;25
3.4.4;2.4.4 Aussichten;26
3.5;2.5 Das Erleben bei einer demenziellen Erkrankung;27
3.5.1;2.5.1 Das Erleben der Betroffenen;27
3.5.2;2.5.2 Das Erleben der Angehörigen;33
3.5.3;2.5.3 Das Erleben des Pflegepersonals;35
3.5.4;2.5.4 Schlussfolgerung;35
3.6;2.6 Symptome und Verlauf von Demenzerkrankungen;36
3.6.1;2.6.1 Kognitive Symptome;37
3.6.2;2.6.2 Psychische Störungen und Verhaltensänderungen;38
3.6.3;2.6.3 Körperliche Symptome;40
3.6.4;2.6.4 Verlauf der Alzheimer-Krankheit;42
3.7;2.7 Diagnostik;44
3.7.1;2.7.1 Abgrenzung einer demenziellen Erkrankung;44
3.7.2;2.7.2 Frühdiagnose;46
3.7.3;2.7.3 Diagnostische Verfahren;47
3.7.4;2.7.4 Kritische Betrachtung;48
3.8;2.8 Hilfen zur Lebensbewältigung;49
3.8.1;2.8.1 Hilfen für pflegende Angehörige;52
3.8.2;2.8.2 Ökologische und Soziale Hilfen;54
3.8.3;2.8.3 Medizinische Hilfen;56
3.8.4;2.8.4 Körperliche Hilfen4;58
3.8.5;2.8.5 Psychologische Hilfen;59
3.8.6;2.8.6 Rechtliche Hilfen;74
3.8.7;2.8.7 Finanzielle Hilfen;76
3.8.8;2.8.8 Resümee;80
4;3. Möglichkeiten der Pflege und Betreuung;82
4.1;3.1 Versorgungsformen für demenziell erkrankte Menschen;82
4.1.1;3.1.1 Ambulante Pflege und Betreuung;82
4.1.2;3.1.2 Teilintegrative Pflege und Betreuung;83
4.1.3;3.1.3 Integrative Wohnformen;86
4.1.4;3.1.4 Teilsegregative Wohnformen;91
4.1.5;3.1.5 Segregative Wohnformen;92
4.2;3.3 Ausblick;132
4.3;3.2 Chancen und Grenzen der Wohnformen;119
4.3.1;3.2.1 Studie zur Dementenbetreuung in Hamburg;119
4.3.2;3.2.2 Studien zu Wohngruppen für Demente;127
4.3.3;3.2.3 Studie zur Lebensqualität bei Dementen2;129
4.3.4;3.2.4 Resümee;131
5;4. Die Hausgemeinschaft des CBT-Wohnhauses St. Michael;136
5.1;4.1 Vorstellung der Einrichtung;136
5.2;4.2 Entstehung der Hausgemeinschaft;138
5.3;4.3 Umsetzung der Hausgemeinschaft;141
5.3.1;4.3.1 Begleitungskonzept mit Hausgemeinschaftskonzept;141
5.3.2;4.3.2 Bewohner der Hausgemeinschaft;142
5.3.3;4.3.3 Mitarbeiter der Hausgemeinschaft;144
5.3.4;4.3.4 Hilfen zur Lebensbewältigung;144
5.3.5;4.3.5 Probleme bei der Umsetzung;145
5.4;4.4 Schlussfolgerungen;146
6;5. Fazit;149
7;Abkürzungsverzeichnis;153
8;Abbildungsverzeichnis;154
9;Tabellenverzeichnis;156
10;Literaturverzeichnis;157
11;Quellenverzeichnis;166
12;Anhang;168


Kapitel 3.1.1 Ambulante Pflege und Betreuung

Derzeit werden ungefähr 60 % der Betroffenen im häuslichen Rahmen gepflegt und betreut. Dies geschieht meist durch Angehörige.1 Doch auch hier macht sich ein Wandel bemerkbar, denn der Anteil, der ausschließlich auf familiären Hilfen basiert, geht spürbar zurück. Die Gründe liegen häufig in zeitlichen Belastungen. Zudem sind durch die Hochaltrigkeit der Menschen (siehe in Kapitel 2.4.1) oft keine pflegenden Angehörigen mehr vorhanden, oder diese sind selbst höheren Alters, und können eine angemessene Versorgung eines Betroffenen nicht gewährleisten. Zu Beginn einer demenziellen Erkrankung (siehe Kapitel 2.6) wird dann häufig ein ambulanter Pflegedienst in Anspruch genommen. Die ambulanten Pflegedienste sind in Deutschland vor ungefähr 40 Jahren entstanden. Durch die steigende Alterung der Gesellschaft gewinnen sie zunehmend an Bedeutung. Auch der Grundsatz des SGB XI „ambulant vor stationär“ trägt hierzu bei. So wurden im Jahr 2001 von allen Pflegebedürftigen in Deutschland insgesamt 21,3 % durch ambulante Pflegedienste versorgt.Eine Kooperation erfolgt in der Regel durch Eigeninitiative, derzeit übernehmen dies häufig die pflegenden Angehörigen. In Bezug auf demenziell erkrankte Menschen werden die ambulanten Pflegedienste mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Meist erhoffen sich Angehörige eine zeitliche Entlastung, die der ambulante Pflegedienst nicht erfüllen kann. Denn dieser beschäftigt sich ausschließlich mit der körperlichen Grundpflege von Betroffenen. Zudem wird er mit dem veränderten Verhalten von demenziell erkrankten Menschen konfrontiert. Sie können zum Beispiel aggressive oder enthemmte Verhaltensweisen zeigen (siehe Kapitel 2.6.2), das Personal eines Diebstahls beschuldigen und noch vieles mehr. Auf diese Verhaltensweisen ist der ambulante Pflegedienst oft nicht vorbereitet. Ein zeitlich begrenzter Rahmen kann die Pflege zusätzlich erschweren. Denn gerade bei demenziell erkrankten Menschen ist Geduld sehr wichtig. Hektik kann hingegen zu Stress oder Überforderung eines Betroffenen führen. Da die Angehörigen durch den Pflegedienst nicht die erhoffte zeitliche Entlastung erfahren, werden zusätzlich häusliche Hilfen engagiert. Auch osteuropäische Dienste fassen zunehmend Fuß. Diese unterstützen demenziell erkrankte Menschen sowohl bei der Grundpflege als auch bei alltäglichen Aufgaben. Die Mitarbeiter dieser Dienste leben und wohnen bei den Betroffenen, somit ist immer jemand für sie da. Probleme können hier in der Verständigung auftreten, da nicht alle Mitarbeiter die deutsche Sprache gut beherrschen. Zudem sind auch sie häufig nicht mit der demenziellen Erkrankung vertraut. Doch diese Hilfen stellen eine enorme Entlastung für Angehörige dar, und für den Betroffenen kann ein Verbleiben im häuslichen Rahmen gewährleistet werden.



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