Psychoanalyse als das Studium von Konflikt und Komplementarität
Buch, Deutsch, 553 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 235 mm, Gewicht: 873 g
ISBN: 978-3-642-77935-0
Verlag: Springer
Das Werk geht von der ]berlegung aus, da~ die Philosopie
nicht so sehr mit dem Staunen und Sichwundern anf{ngt,
sondern eher aus dem Leiden und damit aus der
Unvers nlichkeit mit der Ungerechtigkeit erwachsen ist.
Aufgrundvon Beobachtungen, nach denen sich das Selbst- und
Welterleben in mannigfacher Weise als "gespalten", als
zerbrochen oder doppelt darstellt, konzentriert sich das
Buch auf drei haupts{chliche klinisch-literarische
Erscheinungsformen: das gegen die Ungerechtigkeit des
Daseins gerichtete Aufbegehren und Zerbrechen im Tragischen,
das durch Ressentiment begr}ndete absolut B se und die eine
doppelte Wirklichkeit vorspiegelnde Verleugnung. Zur
Erkl{rung dieser Ph{nomene dientdas Konzept des inneren
Konflikts. Die Erkl{rung durch Konflikt und Komplementarit{t
ist }berhaupt die einzige Kausalantwort, die aus der
psychoanalytischen Erfahrung mit Sicherheit abgeleitet
werden kann. Sie macht das psychoanalytische
Menschenverst{ndnis aus. Will die Psychoanalyse ihren
Anforderungen als Wissenschaft vom inneren Konflikt treu
bleiben, mu~ sie als ein gesonderter Bereich der
symbolischen Erfassung und Gestaltung der Wirklichkeit
aufgefa~t werden, der weitgehend unabh{ngig ist, ein eigenes
Wesen und eine besondere Gesetzlichkeit aufweistund weder
den Natur- noch den Geisteswissenschaften zuzurechnen ist.
Zielgruppe
Research
Weitere Infos & Material
1 Einführung: Die Suche nach dem Absoluten und das Finden des Maßes.- 1.1 Der Abgrund.- 1.2 Selbstquälerei.- 1.3 Doppelleben.- 1.4 Absolutheitsanspruch.- 1.5 Das Tragische als Wertverabsolutierung und Verleugnung in der Kultur.- 1.6 Kategorien des mythischen Denkens.- 1.7 Konflikt und Komplementarität in der Psychoanalyse.- 1.8 Komplementarität und Metaphern als Mittel theoretischer Erfassung.- 1.9 „… wo wir den Kampf gewaltiger Naturen um ein bedeutend Ziel vor Augen sehn…“.- 1: Verblendung und tragische Wahrheit.- 2 Das Tragische und dessen Veruntreuung.- 3 Der Schrei nach Gerechtigkeit — Das Tragische in der Kultur.- 4 „Mein vergiftetes Blut“ — Der Geist des Ressentiments und das tragische Bewußtsein (Gedanken zu Pär Lagerkvists Zwerg).- 5 „Die Dinge sind nicht immer so, wie sie scheinen“ — Doppelheit und Bruch in der Wirklichkeit bei Dickens.- 6 Die Rolle der Verleugnung in der Kultur.- 2: Das Rad, der Pfad und ein Reich ohne Grenzen — Fragen von Wert und Wahrheit in der Psychoanalyse.- 7 Doppeltext und Kausalverständnis — Erkenntniskritische und wertethische Fragen in der Psychoanalyse.- 8 „Durch die blauen zusammenschlagenden Felsen“ — Ein „Wesensbild“ der Psychoanalyse.- 9 „Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis“ — Plädoyer für die Verwendung von Metaphern in der psychoanalytischen Theoriebildung.- 10 Gedanken zum Problem des wissenschaftlichen Absolutismus.- 11 „Im heiligen Kreise lebendiger Bildung“ — Innerer Konflikt und Komplementarität.- 12 „Übergewaltige Gäste aus einer fremden Welt“ — Die Autonomie der Psychoanalyse als einer eigenen symbolischen Form.- 13 Literatur.- 14 Personenverzeichnis.- 15 Sachverzeichnis.




