Wood | Wilde Nächte mit dem Rockstar | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2244, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Wood Wilde Nächte mit dem Rockstar


1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-7515-0909-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2244, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7515-0909-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



PR-Agentin Kinga Ryder-White hat am liebsten jedes Detail unter Kontrolle. Erst recht, wenn es um etwas so Wichtiges geht wie den glamourösen Wohltätigkeitsball ihrer Familie, den sie organisieren soll! Ausgerechnet der Rockstar Griff O'Hare wird auftreten - und der sieht nicht nur umwerfend gut aus, sondern sorgt auch immer wieder für Ärger. Trotzdem fällt es Kinga wahnsinnig schwer, Griffs charismatischer Ausstrahlung zu widerstehen. Auch wenn sie mit ihm aufregend wilde Nächte verbringt - darf sie ihr Herz an einen Bad Boy verlieren?



Schon mit acht Jahren schrieb Joss Wood ihr erstes Buch und hat danach eigentlich nie mehr damit aufgehört. Der Leidenschaft, die sie verspürt, wenn sie ihre Geschichten schwarz auf weiß entstehen lässt, kommt nur ihre Liebe zum Lesen gleich. Und ihre Freude an Reisen, auf denen sie, mit dem Rucksack auf dem Rücken, abenteuerliche Ziele in Südafrika, Europa und Amerika besucht. Beim Schreiben taucht sie ganz in ihre Geschichte ein, verliebt sich auch heute noch in die Helden ihrer Romane und flirtet beim Schreiben mit ihnen.

Wenn Joss Wood nicht gerade schreibt, oder sich um ihre Kinder kümmert, nutzt sie ihre Erfahrungen in Business und Marketing, um mit Hilfe einer ehrenamtlichen Organisation, die Wirtschaft ihres Heimatstädtchens an der Ostküste Südafrikas anzukurbeln. Umgeben von Farmen und einer atemberaubenden Berglandschaft, gehört die Gesellschaft von wilden Steppentieren vor der Haustür genauso zu ihrem glücklichen und etwas chaotischen Leben, wie ihre Familie, Freunde und natürlich ihre Bücher.

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1. KAPITEL

Kinga Ryder-White warf einen ungeduldigen Blick auf ihre elegante Piaget-Uhr. Sie saß in der Flagship-Bar von Ryder International im legendären Forrester-Grantham Hotel in Manhattan.

Griff O’Hare kam zu spät. Nicht dass es sie überrascht hätte.

Sie verstand wirklich nicht, wie ihr Großvater darauf kam, jemanden mit einem derart schlechten Ruf engagieren zu wollen. Immerhin sollte die Gala das größte gesellschaftliche Ereignis des Jahrzehnts werden. Es kam nie etwas Gutes dabei heraus, wenn Callum sich in die PR-Belange des Unternehmens einmischte.

Am Vortag hatte er sie in sein Büro zitiert und ihr mit einer Geste gedeutet, einen Blick auf den riesigen Flachbildschirm zu werfen. Er sah sich gerade ein YouTube-Video an, das Griff O’Hare mit zerrissenen Jeans und einem roten T-Shirt an einem Flügel in einem Studio zeigte.

Sie konnte nicht leugnen, dass er Talent hatte. Sehr viel Talent sogar.

„Ich will ihn nicht, Callum.“

Ihr Großvater ignorierte sie und klickte den Play-Button. O’Hares volle Stimme erklang, dunkel und von magischem Zauber. Sie erkannte das Lied und war beeindruckt, dass der Bad Boy des Rock ’n’ Roll sich lange genug unter Kontrolle halten konnte, um eine passable Version von Nessun Dorma abzuliefern.

Als das Video zu Ende war, zuckte Kinga mit den Schultern. „Ich habe nie behauptet, er könnte nicht singen. Ich habe nur etwas dagegen, ihn für unsere Gala zu buchen.“

„Das mache ich schon selbst.“ Callum warf die Fernbedienung auf den Tisch.

Natürlich! In Callums Welt konnte eine Frau keine Entscheidung treffen, ohne dass ein Mann sie absegnete. Kinga musste einen Schreikrampf unterdrücken. Sie und Callum hatten eine Beziehung, die auf beiderseitigem Hass beruhte: Er hasste ihre schlagfertige, selbstbewusste Art, und sie hasste es, wie er ihren Vater behandelte und wie er ihre und Tinsleys Meinungen beiseitewischte.

Sie liebte ihren Job, und sie liebte die Menschen, mit denen sie zusammen arbeitete – aber ihren Boss konnte sie nicht ausstehen.

Callum nickte Richtung Bildschirm. „Das Video ist in einem Monat fünfundsechzig Millionen mal angeklickt worden. Die Musikwelt spekuliert darüber, wann er wieder auftritt.“

Sie überflog die Kommentare. Jetzt begann das Ganze für sie Sinn zu ergeben. Griff O’Hare war unberechenbar, aber er war ein ausgesprochen talentierter Rockstar, der seit einiger Zeit abgetaucht war. Die Welt forderte seine Rückkehr.

Callum Ryder-White wollte derjenige sein, der O’Hare zurück ins Rampenlicht holte. Bei seiner Jahrhundert-Gala. Callum wollte immer alles, was neu, glänzend, exklusiv und teuer war.

Schließlich war er der Patriarch der Ryder-White-Familie, und er betrachtete sich als Ostküsten-Adel. Als König stand ihm nun einmal zu, dass seine Wünsche erfüllt wurden!

Wi-der-lich!

Nein, den unberechenbaren O’Hare zu engagieren war viel zu riskant. Kinga schüttelte den Kopf. „Ich habe keine Lust, ihm auf meiner Gala ein Forum für sein Comeback zu geben.“

„Auf meiner Gala“, verbesserte Callum sie. „Mein Unternehmen, meine Gala, meine Entscheidung. Triff dich mit ihm und sieh zu, dass er unterschreibt, sonst kannst du dir einen neuen Job suchen. Und nun geh.“

Kinga wusste, dass es nichts brachte, mit ihrem Großvater zu diskutieren. Dabei fragte sie sich jedoch, ob es ihm ernst war oder ob er sie nur scheitern sehen wollte. Callum war bekannt dafür, dass er gern manipulierte. Was auch immer er vorhatte – Kinga hatte nicht die Absicht, sich ihre Gala von einem Künstler ruinieren zu lassen, der schon beim ersten Termin durch Abwesenheit glänzte.

Seit dem Treffen mit Callum hatte sie ihre Hausaufgaben gemacht. Sie hatte sich alle verfügbaren Informationen über Griff O’Hare besorgt. Sie ließen nur einen Schluss zu: Der Mann war eine Zumutung, auch wenn er einmal zum Sexiest Man Alive gekürt worden war.

Er war ein Bad Boy, wie er im Buche stand.

Kinga hatte weder Zeit noch Lust, sich damit abzugeben. Sie beschloss, noch eine halbe Stunde zu warten und dann zu gehen.

Sie mochte New York City, aber sie liebte die Stadt nicht. Portland war wesentlich sauberer und schöner. Das war ihr Zuhause. Sie wollte zurück.

Kinga wollte gerade aufbrechen, als sie spürte, dass sich die Atmosphäre in der Bar änderte. Unterdrücktes Stimmengewirr kam auf. Offenbar inszenierte der große Künstler seinen Auftritt. Sie beobachtete, wie Griff O’Hare die aufgeregte Bedienung mit seinem berühmten Grinsen beglückte. Die meisten Männer in der Bar trugen Designeranzüge und Tausend-Dollar-Schuhe, hatten Haar und Bart sorgfältig getrimmt und exakt gebundene Krawatten. O’Hare interessierte sich nicht für den Dresscode und erschien in zerrissenen Jeans, Biker-Boots und einer Bomberjacke. Unter dem Arm trug er einen mattschwarzen Helm. Das braune Haar war lang und zerzaust und das markante Kinn mit dunklen Stoppeln bedeckt.

Sein ganzer Aufzug signalisierte: Ich pfeife auf eure Meinung!

Wenn Kinga ehrlich war, musste sie zugeben, dass er bei ihr ein erstaunliches Prickeln auslöste. Aber das war reine Biologie.

Kinga war freiwillig Single. Ein attraktives Gesicht und ein durchtrainierter Körper waren ihr nicht genug. Sie erwartete von einem Partner Treue, eine solide Arbeitsmoral und Intelligenz.

Aber das alles spielte letztlich keine Rolle, da sie nicht mehr an die Liebe glaubte. Hatte sie es je getan? Sogar wenn – sie würde es niemals riskieren, noch einmal einen Menschen zu verlieren, den sie liebte.

Sie wusste, wie sich das anfühlte, und es war keine Erfahrung, die sie unbedingt wiederholen wollte.

O’Hare reichte der ihn anhimmelnden Bedienung Helm und Jacke. Kinga bemerkte, wie sich das blaue T-Shirt über seiner breiten Brust und seinem Bizeps spannte.

Ihre Gala war edel und elegant. Sie brauchte einen Künstler, der genau das ausstrahlte. O’Hare passte nicht. Sie musste dieses Gespräch irgendwie hinter sich bringen und Callum dann von ihrer Einschätzung überzeugen. Sie würde jemand anderen finden.

O’Hare sah sich um und bemerkte sie in ihrer Nische. Ihre Blicke trafen sich. Kinga wurde heiß. Sie unterdrückte ein Stöhnen.

Verdammt, sie fühlte sich zu ihm hingezogen.

Natürlich nur rein körperlich.

Kinga beobachtete, wie er sich in der Bar umsah, offenbar in der Erwartung, dass sich jemand erhob und zu ihm kam. Es konnte nicht schaden, ihn ein wenig zappeln zu lassen. Sie lehnte sich zurück, um zu sehen, was er jetzt machte. Noch einmal ließ er den Blick durch die Bar gleiten. Kinga spürte, dass er gereizt reagierte, weil jemand seine Zeit vergeudete.

Dann wusste er ja, wie es in ihr aussah!

Als ihre Blicke sich erneut trafen, hatte sie dieselbe Reaktion wie zuvor. Verdammt, das ist weder hilfreich noch passend!

O’Hare zuckte die Schultern und kam zu ihr herüber, ohne den Blick von ihr abzuwenden. An ihrem Tisch blieb er stehen, die Hände tief in den Taschen seiner Jeans. Kinga roch seinen frischen, männlichen Duft und musste einmal tief durchatmen.

Reiß dich zusammen, Ryder-White! Er ist einfach nur ein Mann, und dies ist ein ganz normales Meeting.

Das war so, als wolle sie behaupten, Hurrikan Sandy sei ein lauer Frühlingswind gewesen.

„Ähm …“

Kinga zog eine Braue in die Höhe. „Wie bitte?“

„Ihre Augen haben die Farbe von gutem, altem Whiskey.“

„Schon von Geburt an“, bemerkte sie trocken.

Er bedachte sie mit einem sexy Lächeln, das ihren Magen prompt zu einer Rolle vorwärts animierte. „Ich suche einen Geschäftspartner. Darf ich Sie auf einen Drink einladen, falls ich ihn nicht finde?“

Sie lehnte sich zurück und musterte ihn einen Moment schweigend. Dann deutete sie auf den Platz ihr gegenüber und kniff die Augen zusammen. „Nein, O’Hare, Sie können mich nicht auf einen Drink einladen. Aber setzen Sie sich doch. Ich bin Kinga Ryder-White, und Sie kommen zu spät zu unserem Termin.“

Mist! Kinga Ryder-White sah aus, als hätte sie in eine besonders saure Zitrone gebissen. Nicht die Reaktion, die er normalerweise auslöste. Griff musste ein Grinsen unterdrücken. Da ihm die Frauen sonst immer nachliefen, fand er ihre kühle Haltung sehr erfrischend.

Griff nahm Platz und ließ den Blick dabei über ihr Gesicht und den eleganten Hals gleiten. Wenn er sich etwas seitwärts beugte, konnte er auch den Rest ihrer schlanken Gestalt sehen. Sie war groß für eine Frau, aber er schätzte, dass er immer noch vier oder fünf Zentimeter größer war als sie.

Sie trug das, was er als langweiligen Bürodress bezeichnete. Ein Button-Down-Hemd, eine schwarze Hose und Stiefel mit Absätzen. Ihr Make-up, falls sie überhaupt eines trug, war minimal und ließ ihre Haut makellos erscheinen. Griff hatte genügend Erfahrung mit Frauen, um zu wissen, dass es Stunden dauerte, diesen natürlichen Look zu erzielen.

Dann sah er in diese ungewöhnlichen Augen und begriff, dass er es hier nicht mit einer naiven jungen Frau zu tun hatte oder mit einem intellektuellen Leichtgewicht. Sie war nicht nur sexy, sondern auch smart, selbstbewusst und sehr, sehr wachsam.

„Ich dachte, ich treffe mich hier mit Callum Ryder-White.“

„Mein Großvater hat mich gebeten, den Termin zu übernehmen. Ich kümmere mich um die PR, und ich treffe die Entscheidungen,...



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