E-Book, Deutsch, Band 2131, 144 Seiten
Reihe: Baccara
Wood Feurige Nächte mit dem sexy Milliardär
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7337-2616-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 2131, 144 Seiten
Reihe: Baccara
ISBN: 978-3-7337-2616-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Nie wieder wird CEO Liam Christopher sie sinnlich küssen! Das weiß Eventplanerin Teresa St. Claire leider ganz genau. Denn seit die Klatschpresse behauptet, Teresa sei eine raffinierte Erbschleicherin, liegt ihre Beziehung in Trümmern. Was ihr jetzt bleibt, sind nur die Träume von den feurigen Nächten mit ihrem leidenschaftlichen Milliardär. Doch dann macht Liam ihr ein Angebot, und Teresas Herz bebt vor Hoffnung. Gibt der Mann, den sie so heiß begehrt, ihrer Liebe wirklich eine zweite Chance?
Schon mit acht Jahren schrieb Joss Wood ihr erstes Buch und hat danach eigentlich nie mehr damit aufgehört. Der Leidenschaft, die sie verspürt, wenn sie ihre Geschichten schwarz auf weiß entstehen lässt, kommt nur ihre Liebe zum Lesen gleich. Und ihre Freude an Reisen, auf denen sie, mit dem Rucksack auf dem Rücken, abenteuerliche Ziele in Südafrika, Europa und Amerika besucht. Beim Schreiben taucht sie ganz in ihre Geschichte ein, verliebt sich auch heute noch in die Helden ihrer Romane und flirtet beim Schreiben mit ihnen.
Wenn Joss Wood nicht gerade schreibt, oder sich um ihre Kinder kümmert, nutzt sie ihre Erfahrungen in Business und Marketing, um mit Hilfe einer ehrenamtlichen Organisation, die Wirtschaft ihres Heimatstädtchens an der Ostküste Südafrikas anzukurbeln. Umgeben von Farmen und einer atemberaubenden Berglandschaft, gehört die Gesellschaft von wilden Steppentieren vor der Haustür genauso zu ihrem glücklichen und etwas chaotischen Leben, wie ihre Familie, Freunde und natürlich ihre Bücher.
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1. KAPITEL
Liam Christopher legte den Kopf in den Nacken und sah den blinkenden Lichtern des kleinen Jets hinterher. Das konnte eigentlich nur Brooks Abbingdons Privatflieger sein, der Teresa mit sich nahm, weit weg von ihm. Er stellte sich vor, wie Teresa an Brooks’ Schulter herzzerreißend schluchzte. Denn wenn jemand es verdiente, unglücklich zu sein, dann war es Teresa St. Claire! Unwillkürlich machte er eine Faust, und das kostbare Glas mit dem teuren Cocktail zerbrach in seiner Hand.
Auch das noch! Erstaunlicherweise hatte er sich nicht geschnitten, aber es war schade um den Manhattan. Liam legte die Glasscherben vorsichtig auf den großen Balkontisch. Während er seine Hand mit seinem Taschentuch trocknete, blickte er in den Wohnraum der luxuriösen Präsidenten-Suite des Goblet Hotels. Dort lief sein Freund Matt Richmond ruhelos zwischen den Designersofas und dem Esstisch hin und her. Ganz offensichtlich war er sauer, und er hatte auch allen Grund dazu. Der große Galaabend, lange vorbereitet und perfekt geplant, war eine einzige Pleite gewesen, und das würden die Gäste nicht so schnell vergessen.
Und daran war Teresa schuld. Na ja, vielleicht nicht nur, denn sie hatte ja nicht wissen können, dass plötzlich ihr Bruder Joshua auftauchen würde. Damit war die Sache gelaufen, und Teresa als Eventplanerin hatte das letzten Endes zu verantworten.
Würde sich ihr kleines Unternehmen jemals davon erholen? Liam hatte da so seine Zweifel. Und Teresa selbst? Im Grunde konnte sie eine Menge aushalten, aber in der letzten Zeit war so einiges schiefgegangen. Und als Matt ihr befahl, sofort das Hotel zu verlassen und ihren Bruder mitzunehmen, musste ihr klar gewesen sein, dass ihr Ruf weiteren schweren Schaden nehmen würde. Es war kein Wunder, dass sie sofort das Weite gesucht hatte. Denn auf die mitleidigen Blicke und abfälligen Bemerkungen konnte sie ganz sicher verzichten.
Und sie wollte auch vor Liam fliehen. Das war nur zu verständlich.
Aus dem Augenwinkel sah er, dass sich etwas in dem Raum bewegte. Es war Matts Frau Nadia, die auf ihren Mann zuging. Matt war noch am Telefon, aber mit seinem freien Arm zog er Nadia an sich. Zärtlich drückte er ihr einen Kuss auf den Kopf, und Liam spürte unwillkürlich einen Stich im Herzen. Eifersucht? Nein, eher Neid auf diese innige Beziehung. Da Liam ohne Liebe aufgewachsen war, glaubte er nicht, dass es so etwas wie eine tiefe Liebe zwischen Mann und Frau geben konnte. Zumindest war sie sehr selten, und Matt hatte einfach Schwein gehabt, so jemanden wie Nadia zu finden. Aber Liam war nicht so naiv zu glauben, dass das die Norm war.
Und für ihn, davon war Liam fest überzeugt, gab es so etwas wie Liebe schon gar nicht.
Jetzt warf Matt das Telefon hinter sich auf ein Sofa und schloss Nadia fest in beide Arme. Er legte ihr den Kopf auf die Schulter, und beide wiegten sich leicht hin und her. Liam wusste, dass Nadia ihrem Mann immer wieder Kraft gab, ihn aufbaute und tröstete, wenn er nicht weiterwusste. Aber auch Matt war immer für seine Frau da. Die beiden waren wie zwei Bäume, die zusammengewachsen waren und nun alles Lebensnotwendige teilten.
Teresa und ich dagegen, dachte Liam verbittert, sind eher wie zwei schlanke, kräftige Pinien, die in festgelegter Distanz nebeneinanderstanden und den kräftigsten Wind aushielten, ohne sich zu beugen oder zu berühren. Sie waren zu weit voneinander entfernt, um die Lücke zwischen sich überbrücken zu können. Zu vieles war ihnen schon widerfahren, das sie daran hinderte herauszufinden, ob zwischen ihnen mehr möglich war als kurzer, heißer Sex.
Liam wandte sich wieder um und trat an das Balkongeländer, das er mit verkrampften Fingern umfasste. Vielleicht war es gut, dass Teresa ihre Beziehung, die keine echte Beziehung gewesen war, abgebrochen und ihn verlassen hatte. Es war, wie sie gemeint hatte, gut für sie und auch gut für ihn. Und für die Firma Christopher Corporation sowie für jeden, der mit der Firma zu tun hatte.
Aber wenn das so war, warum fühlte er sich dann so elend und ausgelaugt?
Matt kam von hinten auf ihn zu, und Liam drehte sich um. Matt hatte eine Flasche Bourbon in der Hand, warf einen fragenden Blick auf das zerbrochene Glas und hielt seinem Freund dann die Flasche hin. Schweigend nahm Liam sie ihm aus der Hand, trank einen tiefen Schluck, gab sie Matt aber nicht zurück. Alkohol, das war das Einzige, was ihn jetzt noch durch den Rest der Nacht bringen konnte.
„Wo ist Nadia?“
Matt lehnte sich gegen das Balkongeländer und rollte ein paarmal mit den Schultern, um die Verkrampfung zu lösen. „Sie ist ins Bett gegangen.“ Er warf einen kurzen Blick auf seine Uhr. „Es ist immerhin schon fast drei Uhr morgens.“
„Was für ein fürchterlich versauter Abend.“ Liam nahm noch einen Schluck aus der Flasche. „Ich glaube, ich sollte mich bei dir entschuldigen.“
„Wofür denn?“ Matt sah den Freund müde an und machte eine resignierte Handbewegung. „Du kannst doch nichts dafür, dass Teresas Bruder plötzlich auftauchte und meinen Galaabend ruinierte.“
„Teresa hatte auch keine Ahnung.“ Liam hatte das Gefühl, sie verteidigen zu müssen.
„Kennst du ihren Bruder? Was weißt du von ihm?“ Matt ließ sich auf das nächste Sofa fallen, stopfte sich ein Kissen hinter den Kopf und legte die Füße auf den niedrigen Tisch.
Normalerweise würde Liam nie Geheimnisse preisgeben, die man ihm anvertraut hatte. Aber das hier war Matt, sein bester Freund, dem er hundertprozentig vertraute. Außerdem hoffte er, dass Matts scharfer Verstand ihm dabei half, den Sinn dieser verrückten Angelegenheit zu begreifen. „Das Ganze ist eine verzwickte Geschichte, und ich kann dir nur das sagen, was Teresa mir erzählt und was der Privatdetektiv herausgefunden hat, den ich beauftragt hatte.“
Matt klopfte neben sich aufs Sofa, aber Liam schüttelte den Kopf. „Danke, ich stehe lieber. Also, vor einigen Jahren war Teresas Bruder Joshua etwas zu tief in die Alkohol- und Drogenszene eingetaucht. Sehr bald hatte er sich bei einigen zwielichtigen Typen verschuldet. Die schlugen ihm vor, seine Schulden als ihr Fahrer sozusagen abzuarbeiten.“
„Und so hat er für sie, bewusst oder unbewusst, Drogen transportiert“, warf Matt ein.
„Genau. Natürlich hat man ihn erwischt und ins Gefängnis gesteckt. Über einen Kerl namens Mariella Santiago-Marshall ist Teresa dann in Kontakt mit dem Fixer gekommen …“
Matt stieß einen erstaunten Pfiff aus. „Von dem habe ich schon gehört. Er ist …“
„… unschlagbar?“
Matt grinste. „Rücksichtslos, wollte ich eigentlich sagen. Auf alle Fälle ist er sehr erfolgreich.“
„Das kann man so sagen. Er schaffte es auch, dass Joshuas Anklage fallen gelassen und er aus dem Gefängnis entlassen wurde. Der Fixer hat ihn dann außer Landes gebracht, aber Joshua war so dämlich, sich wieder auf die falschen Leute einzulassen, und hatte bald hohe Spielschulden. Eine mafiaähnliche Organisation hat seine Verbindlichkeiten den Gläubigern abgekauft und hat nun enorme Forderungen an den Jungen.“
„Wie viel?“
„Sieben Millionen Dollar. Vor einigen Wochen hat man Teresa angerufen und behauptet, ihr Bruder sei entführt worden. Aber das hat sich als Lüge herausgestellt. Dann hat man von ihr verlangt, dass sie Joshuas Schulden bezahlt, aber sie hat diese Summen natürlich nicht flüssig. Soweit ich weiß, hat sie nach diesem Gespräch nie wieder etwas von den Typen gehört.“
„Dann zahl du das doch für sie“, schlug Matt vor. „Sozusagen im Vorgriff auf die Anteile, die ihr gehören werden, sobald sie die einjährige Probezeit im Vorstand der Christopher Corporation hinter sich hat. So wie es im Testament deines Vaters steht.“
„Teresa will die Schulden erst bezahlen, wenn sie ihre Anteile verkauft hat. Leider nicht an mich. Vielleicht hofft sie, irgendwo einen besseren Preis zu kriegen.“ Liam stöhnte leise auf. Wenn ihr das gelang, dann würde er seine hauchdünne Mehrheit verlieren. „Seltsamerweise hat man weder ihr noch Joshua eine Frist genannt, bis wann die Schulden bezahlt sein müssen.“
„Das ist wirklich merkwürdig.“ Matt richtete sich auf. „Umso wichtiger ist, dass Joshua sich bedeckt hält und nirgendwo auftaucht. Warum um alles in der Welt platzte er dann in unsere Gala, die ein großes Medienereignis war?“
Als Liam schwieg, fuhr er fort: „Was hält Teresa denn davon?“
„Weiß ich nicht, weil sie sofort abgehauen ist und mit Abbingdons Privatjet auf dem Weg nach Seattle ist.“ Liam zog sein Handy aus der Tasche und wählte Teresas Nummer, die er gespeichert hatte.
Es klingelte. Warum nahm sie nicht ab? Er wollte doch nur wissen, dass alles in Ordnung war, mit ihr und mit Joshua. Der Junge hatte sich nicht gut angehört, als Liam das letzte Mal mit ihm sprach. Und das blaue Auge, das Liam ihm verpasst hatte, ließ Joshua auch nicht gerade besser aussehen. Noch ein Klingeln, dann sprang die Voicemail an. „Ruf mich an“, sagte Liam knapp und schaltete das Telefon aus.
Er stellte die Whiskeyflasche auf den Couchtisch, setzte sich Matt gegenüber auf einen Stuhl, stützte sich auf den Knien ab und fluchte leise.
„Recht hast du“, meinte Matt trocken. „Genauso fühle ich mich nach diesem Abend. Ich habe ja versucht, die Wogen zu glätten, aber du kannst nicht viel tun, wenn alles auf Video ist und sofort ins Netz gestellt wird.“
„Mist! Wie viele haben es denn schon gesehen?“
„Viel zu viele.“ Matt hob sein Glas und prostete dem Freund mit...




