Buch, Deutsch, Band 2, 148 Seiten, GB, Format (B × H): 172 mm x 246 mm, Gewicht: 426 g
"Ein förmlicher Sebastian und Philipp Emanuel Bach-Kultus"
Buch, Deutsch, Band 2, 148 Seiten, GB, Format (B × H): 172 mm x 246 mm, Gewicht: 426 g
Reihe: Beiträge zur Geschichte der Bach-Rezeption
ISBN: 978-3-7651-0390-2
Verlag: Breitkopf & Härtel
„Der enorme Vorteil in diesem Band liegt darin, verstreut Bekanntes sinnvoll, schön und nützlich vereinigt zu finden.“ (Peter Sühring, info-netz-musik)
Autoren/Hrsg.
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In der Geschichte der Berliner Bach-Pflege des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts spielen die Vorfahren Felix Mendelssohn Bartholdys, namentlich die Vertreter der Familie Itzig, eine wichtige, im einzelnen aber noch nicht genau erforschte Rolle. Immerhin veranlassten die musikalischen Soireen im Hause Itzig den nachmaligen Berliner Hofkapellmeister Johann Friedrich Reichardt, von einem regelrechten „Bach-Kultus“ zu sprechen. Die in dieser Hinsicht zentrale Gestalt innerhalb des Familienkreises war offenbar die begabte Cembalistin Sara Levy (geb. Itzig), die als Gönnerin der beiden ältesten Bach-Söhne Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel, als gefeierte Solistin in Carl Friedrich Zelters Ripienschule und anderen Berliner Orchestervereinigungen und schließlich als verehrte Salonnière eine Brücke zwischen den Epochen schlug. Im Rahmen des von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christoph Wolff angeregten und vom Beauftragten der Bundesregierung für
Kultur und Medien sowie dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst geförderten Kooperationsprojekts „Bach – Mendelssohn – Schumann“ des Bach-Archivs Leipzig, der Internationalen Mendelssohn-Stiftung e.V. und des Robert-und-Clara-Schumann- Vereins e.V. bin ich, anknüpfend an frühere Forschungen, den Spuren von Sara Levy erneut nachgegangen. Den Anstoß hierzu gab eine kleine Sonderausstellung im Gartenhaus des Mendelssohn-Hauses, die von Oktober bis Dezember 2002 gezeigt wurde und in der erstmals Handschriften aus dem erst kurz zuvor nach Berlin zurückgekehrten Bibliotheksbestand der Sing-Akademie zu Berlin präsentiert wurden.
Bei der Ermittlung der Dokumente war mir Dagmar Paetzoldt behilflich; bei der Beschaffung der Abbildungen half Marion Söhnel. Für die Erstellung des Musikalienverzeichnisses und die Transkription der Briefdokumente bin ich Dr. Bernhard Schrammek und Dr. Ekkehard Krüger zu Dank verpflichtet. Die redaktionellen Arbeiten lagen in den Händen von Stephanie Wollny. Schließlich sei allen Bibliotheken, Archiven und Privatpersonen gedankt, die uns die in ihrem Besitz befindlichen Materialien zugänglich gemacht und ihre Genehmigung zur Veröffentlichung der Abbildungen erteilt haben.
Leipzig, im Dezember 2008