Wolkenstein | Die dunkle Seite der Christdemokratie | Buch | 978-3-406-78238-1 | sack.de

Buch, Deutsch, 222 Seiten, broschiert, Format (B × H): 121 mm x 204 mm, Gewicht: 282 g

Reihe: C.H. Beck Paperback

Wolkenstein

Die dunkle Seite der Christdemokratie

Geschichte einer autoritären Versuchung
Originalausgabe 2022
ISBN: 978-3-406-78238-1
Verlag: Verlag C. H. Beck GmbH & Co. KG

Geschichte einer autoritären Versuchung

Buch, Deutsch, 222 Seiten, broschiert, Format (B × H): 121 mm x 204 mm, Gewicht: 282 g

Reihe: C.H. Beck Paperback

ISBN: 978-3-406-78238-1
Verlag: Verlag C. H. Beck GmbH & Co. KG


SÖDER, KURZ ODER ORBÁN - WOHIN STEUERT DIE EUROPÄISCHE CHRISTDEMOKRATIE?

In Ungarn wickelt Viktor Orbáns Fidesz-Partei gerade die Demokratie ab und beruft sich dabei besonders emphatisch auf die christdemokratische Tradition. Ein ungehöriger Affront, könnte man meinen. Aber wie ernst war es christdemokratischen Parteien in der Vergangenheit eigentlich mit der liberalen Demokratie?
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs feierte die Christdemokratie in Europa ihren Siegeszug. Dabei setzten sich besonnene Staatsmänner wie Konrad Adenauer, Alcide de Gasperi oder Robert Schuman auf einem vormals von Krieg und Gewalt geprägten Kontinent nachdrücklich für Frieden, Wiederaufbau und Stabilität ein. Dennoch hatte die Christdemokratie im Nachkriegseuropa auch eine dunkle Seite: Der autoritäre Geist des reaktionären politischen Katholizismus wirkte in ihr weiter, was sich etwa an der unverhohlenen Bewunderung vieler Christdemokraten für Diktatoren wie Franco und Salazar oder einem angespannten Verhältnis zur freien Presse und den Institutionen der liberalen Demokratie offenbarte. Durch die schrittweise Abkehr von konservativen Positionen – in Deutschland vor allem in der Ära Kohl vollzogen – erfuhr die Christdemokratie schließlich einen nachhaltigen Demokratisierungsschub. Allerdings war der Preis dafür eine ideologische Entkernung. Fabio Wolkenstein blickt in seinem Buch auf die lange und wechselvolle Geschichte der Christdemokratie in Europa zurück und fragt, welchen autoritären Versuchungen sie widerstanden, aber auch welchen sie nachgegeben hat. Dabei spannt er einen weiten Bogen bis zur Gegenwart: Welche Strategien des Machterhalts wählen christdemokratische Parteien heute?

  • Lupenreine Demokraten? Das ambivalente Verhältnis der europäischen Christdemokratie zum rechten Rand
  • Welche Strategie wird sich in den kommenden Jahren in der Union durchsetzen?
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Weitere Infos & Material


Vorwort

I Einleitung: Die Herausforderungen einstiger Volksparteien
Christdemokratische Strategien – Die neue Achse der Christdemokratie – Wählerpräferenzen und Zukunftsszenarien – Wofür steht die Christdemokratie? – Eine andere Geschichte der Christdemokratie

II Die antidemokratischen Wurzeln der Christdemokratie
Auf der Suche nach einer Definition – Die Theorie integrativer Politik – Die katholische Soziallehre – Ist die Kirche demokratiefähig? – Politischer Katholizismus nach der Revolution – Von 1848 zum Syllabus errorum und Non expedit – Eine katholische Partei? – Zwischen Autoritarismus und Demokratie (1900– 1945) – Vier Spielarten des politischen Katholizismus – Aufbruch in die Nachkriegszeit

III Selbstbewusste Volksparteien, gute Demokraten?
Vorsichtiges Umdenken im Vatikan – Wahre und falsche Demokratie – Der christliche «dritte Weg» – Eine «postliberale» Verfassung – Antimaterialismus und Antiprotestantismus – Illiberale Momente, rechte Appelle, eingeschränkte Demokratie – Der andere Westen: Bewunderung für Franco – Die Liberalisierung der Christdemokratie

IV Christdemokratie im neuen Europa
Ideologische Krisen und neue Partnerschaften – Die folgenschwere Expansion einer Parteienfamilie – «Hallo, Diktator!» – Ist Orbán wirklich ein Christdemokrat? – Die historischen Lehren von 1945 vs. 1989 – Ideologiebefreite Opportunisten? – Der neue politische Katholizismus jenseits der Christdemokratie

V Schluss


Dank
Anmerkungen
Personenregister


Wolkenstein, Fabio
Fabio Wolkenstein ist TT-Professor für Transformationen der Demokratie der Universität Wien. Seine Forschungsschwerpunkte sind politische Parteien und Ideologien in Europa.

Fabio Wolkenstein ist TT-Professor für Transformationen der Demokratie der Universität Wien. Seine Forschungsschwerpunkte sind politische Parteien und Ideologien in Europa.



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