Wolff | Ein Mustang, ein Muli und die Liebe | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 320 Seiten

Wolff Ein Mustang, ein Muli und die Liebe

Die seltsame Reise der Annie Parker
2. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7481-7678-7
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Die seltsame Reise der Annie Parker

E-Book, Deutsch, 320 Seiten

ISBN: 978-3-7481-7678-7
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Annie Parker ist fünfundzwanzig Jahre alt, Neusingle, Tagebuchschreiberin und auf der Suche nach sich selbst. Sie kauft unter dubiosen Umständen bei einem Rodeo die Mustangstute Sixteen, um sie vor dem Schlachter zu retten. Ratlos und mit der Situation überfordert, beginnt sie mit dem halbwilden Pferd zu wandern. Am Highway begegnet ihr Luke Milers, der nicht nur an Annie, sondern auch an Sixteen ein geheimnisvolles Interesse hat. Er wird zu ihrem Guardian Angel, plant ihre Route und überlässt ihr sein Muli, den legendären Dexter, damit sie sicher nach Montana zur Sweet Water Ranch wandern kann. Doch Luke hat Annie verschwiegen, dass Sixteen bei einem Wettbewerb, dem Mustang Show Off, versteigert werden soll. Kann Annie ihrem Herzen folgen und Luke vertrauen? So beginnt die seltsame Reise der Annie Parker. Erste Leserstimmen: Wieder ein toller Liebesroman mit Charakteren, die man ins Herz schließen kann. Es ist von allem etwas dabei: Verliebt sein mit Schmetterlingen im Bauch, aber auch Frust, weil es nicht so läuft wie gedacht, wunderschöne Landschaftsbeschreibungen, Spannung und ein paar verrückte Typen. Und alles vor dem pferdigen Hintergrund. Gelungen! Auf das Buch habe ich mich sehr gefreut. Und jetzt habe ich auch Lust, zu wandern. Um den Kopf frei zu kriegen, um gespannt zu sein, was einen im Leben erwartet. Mit Pferden kenne ich mich nicht aus, aber ich mag diese Ranchgeschichten und vor allem gute Lovestories. Und die habe ich hier bekommen. Es darf gern ein bisschen sexy sein, das gehört für mich dazu. Freue mich auf den nächsten Band. Herrlich. Habe mich mal wieder gut amüsiert, das hatte ich nach dem ersten Roman über die norddeutsche Pferdefrau mit Kaltblutpferd auch so erwartet. Nun ist es eben Montana und ein Muli spielt mit. Flott erzählt, guter Scheibstil und eine neue Umsetzung. Ein ganzer Roman nur aus Sicht der Hauptprotagonistin Annie Parker erzählt, ohne in der Ich-Form zu schreiben (wenn man von den super Tagebucheinträgen mal absieht, die das Lesebild auflockern und vieles erklären). Gute Umsetzung, witzig, nachdenklich, Landschaft, ein bisschen Spannung und Liebe. Was will man mehr?

Tina Wolff lebt zwischen Moor und Heide, hat ihren schwarzen Humor genetisch bedingt nicht unterdrücken können und schreibt seit einigen Jahren für Poetry Slams, aber auch Liebesromane, die immer etwas mit Pferden zu tun haben. Als letztes von ihr erschienen: Ein Mustang, ein Muli und die Liebe - Die seltsame Reise der Annie Parker Weiterhin findet man ihre Kurzgeschichten auch in verschiedenen Anthologien: Teegestöber - Chaospony Verlag Spannung, Liebe & Abenteuer - Telegonos Verlag Verirrte Prinzen & bockige Prinzessinnen -Chaospony Verlag

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Auf Wanderschaft
Irgendwo in Idaho, dachte Annie. Was war das für eine bescheuerte Idee hierher zu fahren, anstatt gleich bis zum Yellowstone Park. Sie saß in einem Diner und guckte desillusioniert aus dem Fenster. Ärgerlich kratzte sie sich durch die noch ungewohnt kurzen Haare. Ein Pixie würde ihr verdammt gut stehen, hatte der Friseur gesagt. Annie sah nun aus wie ein minderjähriger Junge, was ihr sehr recht war. Auf dem Tisch lagen Reklamezettel von verschiedenen Läden und Veranstaltungen, die sie motivationslos durchblätterte. Als die Kellnerin einen großen Milchkaffee brachte, hatte Annie einen Flyer in der Hand, den sie sich genauer ansah, weil ein Cowboy mit einem Pferd darauf abgebildet war. Darüber stand in großen Lettern: Rodeo-Fest in Idaho Pferde waren schon immer Annies große Leidenschaft gewesen, die sie nie hatte ausleben können. Ihre Eltern hatten ihren Traum von einem eigenen Pferd als kindliche Spinnerei abgetan. Außerdem hatten sie in einer großen Stadt gewohnt, wo es keine Pferde gab. Später, als Annie längst erwachsen war und in der Buchhaltung selbst Geld verdiente, wollte sie unbedingt reiten lernen. Aber ihr Ex-Verlobter Brandon hatte gesagt: „Das ist viel zu gefährlich. Jedes Jahr gibt es zig Tote nur durch Unfälle mit Pferden. Stell dir vor, du fällst runter und brichst dir etwas. Du könntest nicht mehr arbeiten. Und dann? Du musst an unsere Zukunft denken. Sei vernünftig.“ Zu ihrem Geburtstag hatte sie von Brandon den Eintritt für das örtliche Gym geschenkt bekommen. Sie war dort nie hingegangen. Stattdessen hatte sie heimlich Reitstunden genommen. Annie hätte auch dafür bezahlt, einfach nur im Stall sitzen und den Pferden zusehen zu dürfen. Allein ihr Geruch zog sie wie magisch an. Das Geräusch, wenn sie Heu kauten, die Art wie sie sich bewegten. Alles an ihnen fand Annie faszinierend. Sie hatte sich meist mehr um die Pferde des Stalls gekümmert, als dass sie zum Reiten gekommen war. Jedes Mal war sie gehetzt, um vor Brandon nach Hause zu kommen, um die Klamotten in die Waschmaschine zu stopfen und unter die Dusche zu springen. Er hatte gedacht, sie wäre beim Sport gewesen. Tja, falsch gedacht. Bei diesen Gedanken fiel ihr ein, dass sie sie nicht nur denken brauchte. Sie konnte alles, was ihr durch den Kopf ging, aufschreiben. Aus ihrem Rucksack kramte sie ihr Tagebuch hervor und schlug die zweite Seite auf. 1. Juni Liebes Tagebuch, Das fängt ja gut an. Auf dem Weg zum Yellowstone-Park bin ich etwas westlich nach Idaho gefahren, um eine Freundin zu besuchen. Oder besser: eine „Freundin“! Germaine hat mich am Telefon verwechselt. Sie dachte, eine Jenny hätte sich zu Besuch angemeldet und war erstaunt eine Annie zu sehen. Sie hat mich auf der Türschwelle stehen gelassen und wortwörtlich gesagt: „Es tut mir leid, Annie, aber mein Mann und ich sind immer noch mit Brandon befreundet.“ Tür zu und fertig. Ich bin sprachlos. Wie gut, dass ich hier nur schreiben brauche, sagen kann ich im Moment nichts dazu. Nun sitze ich in einem Diner und muss erstmal nachdenken. Mal wieder über Brandon. Fazit: Freunde deines Ex sind immer noch seine Freunde und waren niemals deine! Check! Hallo Annie Parker, willkommen in der Realität. Hör auf, an früher zu denken. Geh endlich deinen Weg. Egal wohin, aber geh! PS: Habe gerade einen Flyer von einem Rodeo in der Hand. Da werde ich jetzt hingehen, mir schnuckelige Cowboys und schöne Pferde ansehen. Und mir ein Gewehr kaufen. Mir ist gerade danach! Nach nur einer Stunde auf dem Rodeo war Annie stolze Besitzerin einer alten Winchester Rifle, die sie in einem Souvenirshop erstanden hatte. Einer Deko-Version einer Winchester. Aber sie war so gut gemacht, dass man sie für echt halten könnte, wenn man kurzsichtig war. Immerhin ergab sich beim Durchladen der Möchtegern-Waffe das typische Rick-rack-Geräusch, was Annie mochte. Schießen konnte man damit nicht. Ihr Vater hätte sich über das Spielzeug halb totgelacht, was vielleicht der trotzigste Grund war, weshalb sich Annie diebisch über ihre Flinte freute. Die Winchester seitlich am überladenen Rucksack befestigt, hatte sie sich einen fettigen Burger, eine riesige Coke und einen Schokoriegel gegönnt und saß nun auf der Haupttribüne des großen Rodeogeländes, von wo aus sie auch einen Blick in die kleineren Arenen und zu den Paddocks werfen konnte. Nach der dritten Runde Calf roping, wo kleine Kälber von einem Cowboy auf seinem Pferd mit dem Lasso eingefangen und ruckzuck strangulierend ausgebremst, umgeschmissen und gefesselt wurden, blieb das letzte Kalb reglos im Sand liegen und Annie der Burger im Hals stecken. Jemand hinter ihr sagte: „Oops, Genick gebrochen. Tja, kommt immer mal vor“. Entsetzt wartete sie auf das nächste Highlight: Bullriding. Sie verdrehte die Augen. Wer wollte so etwas sehen? Die armen Rinder taten ihr entsetzlich leid. Trotzdem guckte sie bei einer Runde zu, wie ein Gaffer bei einem Unfall. Als der Cowboy den Absprung vermasselte und noch im Flug vom auskeilenden Bullen getroffen wurde, war Annie die Einzige, die laut rief: „Yeah, gut so!“ Von den anderen Zuschauern wegen ihres Gepäcks eh schon abschätzig beäugt, trollte sie sich lieber weiter zur nächsten Arena. Endlich sah sie schöne Pferde, glänzend, hübsch zurecht gemacht, die Sättel fast überladen wirkend. Obendrauf Cowgirls, die nur durch ihre langen Haare von Männern zu unterscheiden waren. Manche trieben ihre Pferde in schnellem Galopp kurz voran, um sie sofort wieder zu stoppen. Die aufgerissenen Mäuler der Pferde, die angelegten Ohren und die anerkennenden Pfiffe einiger Umstehenden fand Annie grotesk. Andere saßen mit krummen Rücken abwesend in den Sätteln und tippten durchs Smartphone. Ein Cowgirl ritt mit einem offensichtlich kränkelnden Pferd in einer Art Humpeltrab immer rundherum, das Tier mit gesenktem Kopf müde vor sich hin stolpernd. Bei diesem Anblick fragte Annie sich, ob es eine Gegenveranstaltung zu Pferderennen gab, nach dem Motto: Die langsamste Reiterin mit dem lahmsten Gaul gewinnt. Ernüchtert drehte sie wieder um und schlurfte zur Haupttribüne zurück. Irgendwie war das hier für sie die falsche Veranstaltung. Rodeo mit schnuckeligen Cowboys und schönen Pferden? Das war wohl nichts. Sie sollte sich lieber um eine Übernachtung kümmern, um morgen mit dem nächsten Bus weiterfahren zu können zum Yellowstone Park. Eine Durchsage an der Haupttribüne ließ sie stutzen. Durch die Lautsprecher knarzte eine Stimme: „Chrissie Perkins, bitte zur Arena Nummer fünf. Der Mustang wartet auf die Abholung. Chrissie Perkins vom Mustang Show Off, bitte.“ Mustang? Ein echtes Wildpferd?, dachte Annie. Sie hatte noch nie eines gesehen, außer im TV. Nun bot sich hier die Gelegenheit, das Symbol der Freiheit, Kraft und Schönheit live und in Farbe zu erleben. Arena Nummer fünf, das hatte Annie mitbekommen und fragte sich bis zu einem mit Metallgittern umzäunten Corral durch, der am Rand des Rodeogeländes lag. Ein Truck parkte am Eingang, die Ladeklappe war offen, und in der kleinen Arena tobte ein graues Pferd wie ein Wirbelsturm. Annie kramte ihr Smartphone heraus. Wow, ein echter Mustang. Mit dem Handy voran, ging sie darauf zu und versuchte, das wild umherlaufende Pferd zu fotografieren. In dem aufgewirbelten Staub war es fast unmöglich ein gutes Bild zu machen. Annie guckte über das Display hinweg und sah mit eigenen Augen die Realität, die sie wie ein Holzhammer traf. Es war eine Stute. Sie war so dünn, dass man die Rippen zählen konnte. Die Kruppe war spitz, das Fell verdreckt und verklebt. Die spärliche Mähne und der Schweif sahen aus, als wären sie dem Mottenfraß zum Opfer gefallen. Am Hals als Brandzeichen eine Reihe seltsamer Zeichen wie Buchstaben, weiß schimmernd im grauen Fell. Schrammen und Bisswunden überzogen den ausgemergelten Körper. Ein schäbiges Halfter, das viel zu groß am knochigen Kopf herumschlackerte und ein loser Strick daran, der dem Pferd immer wieder zwischen die Beine und unter die Hufe geriet. Eine Kordel hatte es um den Hals, an der unten eine gelbe Plastikmarke mit einer Nummer befestigt war. Das war also ein Mustang. Wie in Trance stand Annie am Zaun und starrte die Stute an. Freiheit, Kraft und Schönheit? Nein, das hätte anders ausgesehen. Als müsse sie diese Realität festhalten, machte Annie einige Fotos. Plötzlich, wie aus dem Nichts, blieb das Pferd stehen und sah sich um, als wollte es jemanden finden, der helfen könnte. Und dieser Blick traf Annie, die ihr Handy sinken ließ, gefangen von großen dunklen Augen, die eine Ahnung von Weite und Freiheit hatten. Ein paar Cowboys betraten die kleine Arena und bauten mit weiteren Gittern einen Gang zum Trailer hin. Das Pferd fuhr herum, und Annies magischer Moment war vorbei. Mit ihren Hüten wedelnd scheuchten die Männer das Pferd wieder auf den Trailer. Es polterte und klapperte, der ganze Truck kam ins Wanken, als das Pferd darin tobte. Durch die seitlichen Gitter des Viehanhängers versuchten die...



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