E-Book, Deutsch, 136 Seiten
Wolff Das Aktiendepot als Einkommensquelle
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7526-5145-4
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Mit Value Investing zu finanzieller Sicherheit. Eine Anleitung.
E-Book, Deutsch, 136 Seiten
ISBN: 978-3-7526-5145-4
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Value Investing bedeutet, mit Aktien solider Unternehmen ein Vermögen aufzubauen, das lohnende Erträge abwirft. Nach der Lektüre dieses Buches fallen Entscheidungen leicht: - Welche Aktien? - Für wie lange? Auswahl und An alyse erfolgen in drei Stufen: - erstes Filtern - Schnell-Check - ausführliche Analyse Nach jeder Stufe zeigt sich, ob weitere Untersuchungen sinnvoll sind. Das spart Arbeit und Zeit. Es sind keine Vorkenntnisse im Lesen von Jahresabschlüssen notwendig. Alles wird anschaulich anhand von Beispielen erklärt. Money Management - durch planvolles Vorgehen einen kühlen Kopf bewahren: - müheloses Sparen ohne zu entbehren - Ziele setzen, den Überblick behalten - die Ertragsphase organisieren
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GRUNDBEGRIFFE UND GRUNDSTEINLEGUNG Zunächst möchte ich die Konzepte des finanziellen Schutzes, der finanziellen Sicherheit und der finanziellen Freiheit kurz darstellen, denn der Aufbau eines Aktiendepots geschieht schließlich nicht zum Selbstzweck. Diese Konzepte habe ich vor etlichen Jahren von Bodo Schäfer aus seinem Buch „Der Weg zur finanziellen Freiheit“ gelernt. Sie gehören an den Anfang meines Buches, um mit dem Abstecken der Ziele beginnen zu können. Danach geht es in den Abschnitten über das Sparen und die Ermittlung des Geldbedarfs um die Präzisierung der Ziele. FINANZIELLER SCHUTZ Das sind Ersparnisse, die eine gewisse Zeit für alle üblichen Ausgaben reichen würden. Wie lang diese Zeit ist, hängt von der Höhe der Ersparnisse und der Ausgaben ab. Finanzieller Schutz ist also das Polster für schlechte Zeiten. Mit diesem Geld darf kein Risiko eingegangen werden, es muss immer verfügbar sein. Am besten eignet sich dafür ein Tagesgeldkonto mit voller Einlagensicherung. Finanzieller Schutz steht immer an erster Stelle. Erst danach dürfen andere Geldanlagen in Betracht gezogen werden. Tipp: Falls Sie noch keinen finanziellen Schutz haben, beginnen Sie damit, Geld auf einem separaten Tagesgeldkonto zu sparen, bis die Summe für Ihren Lebensunterhalt für mindestens drei bis sechs Monate reichen würde. Um festzulegen, welche Zeitspanne für Sie die richtige ist, stellen Sie sich folgende Frage: Wie lange würde ich brauchen, um nach einem Ausfall, wie auch immer dieser aussehen mag, wieder auf die Beine zu kommen? Wenn drei bis sechs Monate dafür zu knapp bemessen sind, legen Sie eine entsprechend höhere Summe für Ihren finanziellen Schutz fest. Diese individuelle Entscheidung müssen Sie für sich selbst treffen. FINANZIELLE SICHERHEIT Das ist der Zustand, in dem Ihr grundlegender Lebensunterhalt gesichert ist, ohne dass Sie ständig dafür arbeiten müssen. Es ist möglich, das durch Sparen und Investieren in geeignete Geldanlagen zu erreichen. Wie das funktionieren kann, beschreibt dieses Buch. Finanzielle Sicherheit wird in der Regel stufenweise erreicht. Zuerst reichen die passiven Einnahmen aus dem Aktiendepot für einen Teil Ihrer Ausgaben. Und sofern Sie dieses Geld anstatt es auszugeben immer wieder anlegen, wird dieser Teil immer größer. Ein Nebeneffekt dabei ist, dass Sie in Bezug auf Ihre bisherige Arbeit nach und nach „unerpressbar“ werden. Sie müssen sich nicht mehr alles gefallen lassen. Dadurch werden Sie automatisch gelassener, was sich positiv auf Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden auswirkt. Da die Erträge aus Kapitalanlagen wie Aktien im Vergleich zu einem normalen Gehalt doch eher unregelmäßig erzielt werden, gehört ein guter Plan zur Verwaltung der Gewinne dazu. Nur dann können Sie alle Rechnungen fristgerecht bezahlen. Auch damit beschäftigt sich dieses Buch. FINANZIELLE FREIHEIT Das ist „finanzielle Sicherheit plus“. Zusätzlich zum grundlegenden Lebensunterhalt reichen die Erträge noch für Luxus, also für Dinge, die nicht unbedingt nötig sind, die aber viel Spaß machen. Dafür gibt es keine allgemeinen Regeln, denn jeder versteht etwas anderes darunter. SPAREN – SO FUNKTIONIERT ES Es wird davon ausgegangen, dass Sie überhaupt irgendwelche Einnahmen haben, von denen Sie sparen können, z. B. ein Gehalt oder Einkünfte aus selbstständiger Arbeit. Beginnen möchte ich mit zwei Zitaten von Bodo Schäfer: „Sparen heißt, sich selbst zu bezahlen“ und „Bezahlen Sie sich selbst zuerst!“ Diese stammen aus seinem Buch „Der Weg zur finanziellen Freiheit“. Dazu gibt er die folgenden Empfehlungen: Immer wenn Sie Geld bekommen, z.B. gleich nach der Gehaltszahlung, überweisen Sie einen Teil zum Sparen auf ein separates Konto. Beginnen Sie mit 10 %. Sie werden mit den restlichen 90 % des Geldes nicht schlechter auskommen als mit der gesamten Summe. Das ist viel einfacher, als zu sparen, was am Ende übrig bleibt, denn bei den meisten Menschen bleibt am Ende nie etwas übrig, egal wie hoch ihr Einkommen ist. An die 10 %-Methode werden Sie sich dagegen recht schnell gewöhnen. Wenn Sie eine Gehaltserhöhung bekommen, schlagen Sie 50 % davon auf Ihren monatlichen Sparbetrag auf. Auch wenn Sie unvorhergesehene Einnahmen haben, sparen Sie davon 50 %. Vermeiden Sie Konsumschulden. Kaufen Sie möglichst nichts auf Raten. Kaufen Sie nur, was Sie sich sofort leisten können. Was tun mit bereits vorhandenen Schulden? Auch hier möchte ich einen Tipp von Bodo Schäfer wiedergeben: Verwenden Sie die Hälfte des gesparten Geldes zur Schuldentilgung. Die andere Hälfte verwenden Sie zum Vermögensaufbau, also zum Aufbau von finanziellem Schutz, finanzieller Sicherheit usw. Es ist viel motivierender, sein eigenes Guthaben wachsen zu sehen, als auf eine schwarze Null zuzustreben. Das funktioniert natürlich nur, wenn die Zinsen der bestehenden Schulden nicht sehr hoch und wenn Sie nicht bereits überschuldet sind. Ich habe mir angewöhnt, ein Haushaltsbuch zu führen, das empfehle ich auch Ihnen. Wer jeden oder fast jeden Tag seine Ausgaben gleich notiert, bemerkt den Zeitaufwand dafür kaum. So etwas lässt sich ganz einfach in ein Notizbuch eintragen oder elektronisch umsetzen, z. B. mit einer Tabellenkalkulation wie Microsoft Excel oder OpenOffice Calc. Weiterhin gibt es diverse Haushaltsbuch-Apps für das Smartphone. Dabei ist jedoch die Frage, wie diese mit den eingepflegten Daten umgehen. Inzwischen bieten sogar einige Banken digitale Haushaltsbücher und Finanzmanager innerhalb des Online Bankings an. Dorthin wird alles, was über die Bank läuft, automatisch übernommen. So braucht man nur noch den Rest zu ergänzen und hat dann schnell seine Ausgaben im Blick. Ich habe jedoch Bedenken, so etwas zu nutzen, denn so legte ich der Bank gegenüber mehr offen als mir lieb wäre. Für mich ist deshalb eine Excel-Datei, die ich nur lokal speichere, die einfachste und sicherste Lösung. Der Vorteil eines elektronischen Haushaltsbuches liegt neben dem automatischen Zusammenrechnen der Beträge in der einfachen Kategorisierbarkeit nach verschiedenen Kostenarten. So sehen Sie gleich, wie viel Geld Sie wofür ausgeben. Vielleicht finden Sie dadurch noch zusätzliche Möglichkeiten zum Sparen. Haben Sie teure Hobbys? Können Sie eine kostengünstigere Variante finden? Können Sie einem Hobby nachgehen, das Geld bringt, anstelle etwas zu kosten? Vielleicht irgendetwas Kreatives? Denken Sie mal darüber nach. Das soll zum Thema Sparen genügen. Sparen sollte immer in einem gesunden Rahmen bleiben. Gesund ist es dann, wenn es sich nicht nach Verzicht anfühlt. DER MONATLICHE BZW. JÄHRLICHE GELDBEDARF Wenn ich nun von „Ihrem Geldbedarf“ bzw. „Ihren Ausgaben“ rede, meine ich das im Sinne von „Bedarf bzw. Ausgaben Ihrer Familie“ oder „Ihrem persönlichen Bedarf bzw. Ihren persönlichen Ausgaben“. Suchen Sie sich das Zutreffende aus. Idealerweise brauchen Sie die monatlich bzw. jährlich benötigte Summe nur aus den Ausgaben Ihres vollständig geführten Haushaltsbuches abzulesen. Dabei sehen Sie auch gleich, welche Monate eher teurer sind als andere. Sie haben bisher kein Haushaltsbuch geführt? In dem Fall schlagen viele Ratgeber die folgende Rechnung vor: Wie hoch ist die monatliche Miete oder die Kreditrate für das Haus? Was kosten Strom bzw. Gas? Auto? Versicherungen? Lebensmittel? Kleidung? Sonstiges? Das alles zusammengerechnet sind die monatlichen Ausgaben. Das ist natürlich möglich, aber passen Sie auf, dass Sie dabei nichts Wesentliches vergessen, z.B. quartalsweise oder jährliche Rechnungen. Eine einfachere Variante ist die Auswertung Ihrer Kontoauszüge eines ganzen Jahres, sofern Sie diese geordnet und vollständig aufgehoben haben. Das ist eher zu erwarten als ein akribisch geführtes Haushaltsbuch. Höchst wahrscheinlich ist alles Geld, insbesondere auch das, welches Sie ausgegeben haben, über Ihr Konto gegangen. Entweder haben sie es abgehoben und dann ausgegeben oder per Karte oder Lastschrift etwas bezahlt. Gehen Sie also alle Positionen durch und zählen Sie alle Ausgaben, auch Barabhebungen, zusammen. So vergessen Sie garantiert nichts. Egal, auf welche Art Sie Ihren Geldbedarf nun ermittelt haben. Eine zusätzliche Überlegung sollten Sie noch anstellen: Haben Sie Kosten, um die Sie sich bisher nicht zu kümmern brauchen, die bisher gedeckt werden, ohne dass das Geld dafür über Ihr Konto geht? Sind das Kosten, die Sie dann selbst tragen müssten? Das könnten zum Beispiel Beiträge zur Krankenversicherung sein, die bisher gleich von Ihrem Bruttogehalt abgezogen werden. Haben Sie ein Diensthandy, das Sie privat nutzen können? Was auch immer es ist, sofern Sie es weiterhin bräuchten und es dann selbst bezahlen müssten, müssen Sie die Kosten dafür ebenfalls in Ihrer Rechnung berücksichtigen. Tipp: Kalkulieren Sie nicht zu knapp. Wenn Sie in etwa den durchschnittlichen Geldbedarf pro Monat ermittelt haben, setzen Sie...




