Wisdom | Ein Kind der Leidenschaft | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

Wisdom Ein Kind der Leidenschaft


1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7337-5805-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

ISBN: 978-3-7337-5805-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ist eine künstliche Befruchtung wirklich für sie das Richtige? Caitlin, die sich sehnlichst ein Baby wünscht, fragt Jake, ihren Freund aus Kindertagen, um Rat. Er hält sich bedeckt, aber sein heißer Blick spricht Bände - kann es sein, dass sich Jake in sie verliebt hat und sich ihre geheimsten Träume doch noch erfüllen?



Linda Randall Wisdom ist in Kalifornien geboren und lebt in der Nähe von San Diego. Sie hat zwei Hunde, vier Hasen und eine Schildkröte namens Florence. Alle ihre Tiere sind in ihren Büchern erschienen. Sie wollte schon immer Autorin werden und wurde durch ihre Familie und Lehrer in der High School dazu ermutigt. Sie verlor diesen Traum nie. Er wurde lediglich ein bisschen zur Seite geschoben, als sie im College hörte, dass Romane - Schreiben keine Zukunft hatte. Glücklicherweise war sie in der Lage das Gegenteil zu beweisen. Als sie 1978 anfing Harlequin Romane zu lesen, dachte sie, sie könne sie genauso gut schreiben. Sie verkaufte ihre Bücher an Silhouette Romance. Zu dieser Zeit arbeitete sie als Sekretärin und ihr Chef entließ sie, weil sie ihre Zeit mit Bücher schreiben 'verschwendete'... .

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2. KAPITEL

„Ein Mann entspannt sich nirgendwo so gut wie bei einem ordentlichen Essen“, bemerkte Jake seufzend und streckte die Beine aus. „Willst du was trinken?“

Spike lief angeleint über die Veranda. Der Griff war durch ein Stuhlbein gesichert. Das Frettchen kletterte an Jakes Bein hoch und streckte sich auf seinem Schoß aus. Ivan lag mit dem Kopf auf den Vorderpfoten daneben. Caitlin saß auf der Schaukel und stieß sich rhythmisch ab.

„Du weißt, wo der Kühlschrank steht.“

„Richtig, aber wenn du zu mir kommst, erhältst du auch einen Spitzenservice.“

„Dein Spitzenservice besteht darin, dass du für mich eine Dose Cola öffnest“, erwiderte sie, als er ins Haus ging, dicht gefolgt von Ivan.

Caitlin hob Spike hoch und drückte ihn an sich, während sie die abendliche Stille genoss.

Sie hätte wissen sollen, dass es so nicht bleiben konnte.

Ein Wagen hielt vor dem Haus. Sie stöhnte, als sie Wagen und Fahrer erkannte.

Nathan, unbeschreiblich attraktiv in Khakihose und einem blauen Polohemd, kam zur Veranda. „Gibt es für dein Verhalten gestern Abend einen Grund?“, fragte er.

„Gibt es einen für dein Verhalten?“, entgegnete sie.

„Ich fand den Abend angenehm, aber dann erwachte ich auf meiner Couch, und mein Wagen war von Baumsamen bedeckt. Der Lack sieht entsetzlich aus.“ Er mochte attraktiv aussehen, war aber sichtlich wütend.

„Du hast noch Glück gehabt, Sportsfreund. Wärst du mir in die Finger geraten, wärst du mit etlichen gebrochenen Knochen aufgewacht.“ Jake kam mit zwei Gläsern ins Freie, reichte eines Caitlin und ging zu Nathan.

„Nein, Jake, das ist mein Problem.“ Caitlin stellte das Glas weg und trat neben Jake. Wieso hatte sie Nathan jemals für einen perfekten Mann gehalten? „Ich habe gesehen, wie du etwas in meinen Wein geschüttet hast.“

„Wovon sprichst du?“ Ein betroffener Blick verriet Nathan.

„Ich habe es gesehen. Du brauchst es also nicht abzustreiten.“ Sie kam die Stufen herunter, bis sie mit ihm auf gleicher Höhe war. „Und wenn das noch einmal vorkommt, gehe ich zur Polizei. Natürlich wirst du nicht so schnell eine finden, die mit dir ausgeht. Frauen reden nun einmal, wie du weißt.“

„Das ist üble Nachrede“, warf er ihr vor.

„Nein, das ist die Wahrheit.“

„Ich sollte dich die Neulackierung bezahlen lassen“, drohte Nathan, zog sich zurück und fuhr mit quietschenden Reifen los.

„Mann, bist du hart“, lobte Jake, als sie sich wieder setzten. „Ich darf dich nie auf mich wütend machen. Wenn ich dir einen Rat geben darf, solltest du dein gesellschaftliches Leben etwas zurückschrauben. Du stößt bereits auf Frösche anstatt auf Prinzen.“

„Dann muss ich mich eben außerhalb der Stadt umsehen“, scherzte sie.

„Vielleicht auch nicht“, bemerkte Jake locker.

Sie zuckte nur die Schultern und trank Eistee. Nach einer Weile gähnte sie. „Verschwinde, Jake. Ich brauche Schlaf.“

„Von dezenten Andeutungen hältst du wohl nichts?“, fragte er lächelnd, hob Spike hoch und setzte ihn sich auf die Schulter.

„Nicht, wenn der Tag lang war und ich den Laden zeitig öffnen muss.“ Sie nahm ihm das Glas ab. „Danke für das Essen. Und noch einmal herzlichen Glückwunsch zu dem guten Geschäft.“

„Freut mich, dass mein bester Kumpel mit mir feiern konnte.“ Er drückte ihr einen Kuss aufs Haar, bevor er ging.

Caitlin stand noch auf der Veranda, bis Jake um die Ecke bog. „Komm, Ivan“, sagte sie dann und öffnete die Tür.

Eine Stunde später lag sie mit etlichen Zeitschriften im Bett. Ein Artikel erweckte ihre Aufmerksamkeit. Sie las ihn drei Mal und notierte sich danach die Telefonnummer. Und sie nahm sich vor, gleich morgen früh anzurufen.

Das von Caitlin und Sheri geplante Mittagessen musste um einige Tage verschoben werden, weil Sheri wegen einer schlimmen Erkältung absagte.

Das von Caitlin telefonisch angeforderte Informationsmaterial kam an dem Tag, an dem sie sich endlich mit Sheri traf.

„Ach, das sieht gut aus.“ Sheri griff nach dem neuesten Thriller eines beliebten Autors, warf einen Blick darauf und gab Caitlin ihre Kreditkarte. „Den hebe ich mir für lange kalte Winterabende auf.“

„Du gehst so oft aus, dass du gar keine Zeit zum Lesen hast“, erwiderte Caitlin.

„Darum bade ich ja auch lieber, anstatt zu duschen. Man genießt ein duftendes Schaumbad und kann gleichzeitig ein gutes Buch verschlingen.“ Sheri steckte das Buch in die Tasche, während sie den Laden verließen. „Wollen wie zu ‚Mimi’s‘ gehen?“

Caitlin bekam jetzt schon Appetit auf die Omeletts und Kuchen, die dort angeboten wurden. „Sehr gern.“

Sobald sie in dem Restaurant einen Fensterplatz erhalten hatten, fragte Sheri: „Verrätst du mir, was in dem dicken Umschlag auf deinem Schreibtisch war?“

„Woher willst du wissen, dass es keine Bücherkataloge sind?“

„Weil der Name eher auf ein Labor als auf einen Verlag schließen lässt. Komm schon, Caitlin, was läuft da?“

Caitlin sah sich um, ob auch niemand mithörte. „Du weißt, dass meine biologische Uhr immer lauter tickt, stimmt’s?“, fragte sie leise.

Sheri nickte.

„Bisher habe ich keinen Vater gefunden, indem ich mit Männern ausging. Und ich bringe es nicht über mich, die Dienste einer Agentur für Partnerschaftsvermittlung in Anspruch zu nehmen. Aber ich habe einen Artikel über eine Samenbank gelesen, rief an und ließ mir Informationsmaterial schicken.“

Sheri bekam den Mund kaum zu. „Jetzt ist es also so weit, Cait“, stellte sie fest. „Du hast völlig den Verstand verloren. Wie kommst du bloß auf eine solche Idee?“

„Es ist nur vernünftig.“

„Für andere vielleicht, aber nicht für dich“, flüsterte Sheri. „Caitlin, du bist nicht der Typ, der sich an eine Samenbank wendet!“

„Es ist streng vertraulich, und die Spender werden nicht einfach von der Straße aufgelesen. Man erfährt Grundsätzliches über sie und weiß auch in etwa, wie sie aussehen. Und ich werde mir bestimmt keinen Rothaarigen aussuchen.“

Sheri nahm seufzend einen Bissen von ihrem Omelett.

„Seien wir doch ehrlich, Sheri. In weniger als zwei Jahren werde ich dreißig. Bisher hoffte ich ständig, eine Familie zu gründen. Stattdessen habe ich eine Buchhandlung und einen Hund. Ich will aber mehr.“

„Und du hättest den Mut, dir mehr zu suchen, gäbe es da nicht deine Mutter“, hielt Sheri ihr vor. „Verteidige sie nicht“, warnte sie. „Deine Mutter wollte vom ersten Tag an über dein Leben bestimmen. Sie hat dich heruntergedrückt, weil sie sich dadurch überlegen fühlte. Sie wollte, dass du zu einer Kopie von ihr wirst. Und sie hat dich nie so gesehen, wie du bist. Auch wenn sie deine Mutter ist, konnte dir nichts Besseres passieren, als dass sie nach Arizona zog.“

Caitlin blickte auf die Straße hinaus. „Sie ist eben, wie sie ist. Als sie meinen Vater heiratete, dachte sie, als seine Frau in der Fakultät am College eine wichtige Rolle einzunehmen. Nach drei Jahren musste er aber aus gesundheitlichen Gründen seinen Abschied nehmen.“

„Und sie versuchte, dir ihre verdrehten Wertvorstellungen einzutrichtern. Nur gut, dass es ihr nicht gelungen ist.“ Sheri drückte Caitlins Hand. „Tut mir leid, aber du bist für mich wie eine Schwester. Es hat mich immer zornig gemacht, wie sie dich behandelt.“

Caitlin lächelte betrübt. „Kein Wunder, dass deine Mom mich immer ihren verlorenen kleinen Engel nannte.“

„Mom mochte dich stets lieber als mich“, klagte Sheri.

Die beiden sahen einander an und mussten lachen.

„Na schön, wenn du es wirklich so haben willst, werde ich dich dabei unterstützen“, lenkte Sheri ein. „Aber ich hoffe trotzdem, dass du noch den Richtigen findest.“

„Ich glaube kaum, dass mich demnächst ein Märchenprinz auf seinem Schimmel entführt“, meinte Caitlin lächelnd.

„Nun, Aschenputtel, dann sollten wir vielleicht etwas mit deinem Äußeren machen.“

„Nein“, wehrte Caitlin sofort ab. „Ich gefalle mir, wie ich bin.“

„Ich meine keine dramatischen Veränderungen, nur ganz kleine. Ich schwöre dir, Cait, ich springe vor Freude schon an die Decke, wenn ich dir vier Mal im Jahr die Haare schneiden darf!“

Caitlin tastete über die widerspenstigen Locken.

„Wir müssten dein Haar in Form bringen“, überlegte Sheri. „Mit Make-up könnten wir die Augen betonen.“

„Als Mutter werde ich dazu gar keine Zeit haben.“

„Aber sicher. Du musst dir die Zeit nur richtig einteilen.“

„Sag das mal einer jungen Mutter!“

Da es vom Haus zum Laden nicht weit war, ging Caitlin bei schönem Wetter gern zu Fuß.

Sie mochte Bridgetown und war nie auf den Gedanken gekommen, wie so viele ihrer Freunde wegzuziehen. Dies war der ideale Ort für Kinder.

Auf dem Heimweg grüßte sie Leute, die sie kannte, blieb jedoch nicht stehen. Sie hatte es eilig, weil sie die Unterlagen ansehen wollte, die mit der Post gekommen waren.

Ivan begrüßte sie wie immer voll Überschwang, stand auf den Hinterbeinen, legte ihr die Vorderpfoten auf die Schultern und gab ihr einen feuchten Kuss.

„Schon gut, schon gut!“ Lachend schob sie ihn von sich. „Jetzt kümmern wir uns um dein Abendessen, einverstanden?“

Es gab gegrillte Hähnchenbrust für sie und eine Dose...



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