E-Book, Deutsch, Band 0394, 448 Seiten
Reihe: Julia Extra
Winters / Hart / Smart Julia Extra Band 394
1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-7337-0436-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 0394, 448 Seiten
Reihe: Julia Extra
ISBN: 978-3-7337-0436-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
AUFREGENDES RENDEZVOUS IN PARIS von MORTIMER, CAROLE
Sie ist wunderschön! Fasziniert schaut Michael D'Angelo in die veilchenblauen Augen der Frau, die ihn in seiner Galerie in Paris aufgesucht hat - bis er schockiert erfährt, was Eva ihm vorwirft ...
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IM BANN DES SIZILIANISCHEN MILLIONÄRS von SMART, MICHELLE
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ZU VIELE NÄCHTE OHNE DICH von HART, JESSICA
Ungläubig sieht Nell, wer ihr Blind Date ist: ihr Ex-Verlobter P. J.! Früher war er schüchtern und verträumt - heute ist er ein erfolgsverwöhnter Tycoon, der genau weiß, was und vor allem wen er will ...
GERETTET VON EINEM TRAUMPRINZEN von WINTERS, REBECCA
Prinzessin Francette sitzt in Afrika fest - und wird ausgerechnet von dem Mann gerettet, dem sie nie wieder begegnen wollte: Prinz Niccolo, den sie auf Wunsch ihrer Eltern heiraten soll ...
Rebecca Winters war eine berühmte amerikanische Romanceautorin aus Salt Lake City, Utah. Ihre Heimat und ihre Lieblingsurlaubsziele in Europa dienten oft als Kulisse für ihre romantischen Liebesromane.
In ihrer 35-jährigen Schaffenszeit schrieb sie 175 Romance Novels, die weltweit fast 30 Millionen Mal verkauft wurden.
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2. KAPITEL
Oh Gott, warum hatte Eva nicht daran gedacht, diesen Mann nach seinem Vornamen zu fragen? Warum hatte sie sich nicht vergewissert, welchen der drei Brüder sie vor sich hatte, bevor sie ihre Anschuldigungen vorbrachte?
Leider wusste sie nur allzu genau, was sie davon abgehalten hatte …
Die starke Wirkung nämlich, die dieser Mann auf sie ausübte – und die in Anbetracht der Tatsache, dass sie ihm eine Affäre mit Rachel unterstellt hatte, völlig unangemessen war. Nicht dass sie jetzt angemessener wäre; immerhin war er der Bruder des Mannes, der die Zwillinge gezeugt hatte!
Michael D’Angelo hatte eine unglaubliche Präsenz! Er strahlte Selbstsicherheit und eine natürliche Autorität aus. Ihr Blick wurde wie magisch von ihm angezogen, schweifte von seinem sich im Nacken wellenden Haar zu seinen männlichen und doch faszinierend sinnlichen Gesichtszügen, seinen breiten muskulösen Schultern und seinen langen schlanken Beinen …
„Trinken Sie noch einen Schluck Wasser“, sagte Michael, der sich neben Eva hockte und ihr die Wasserflasche hinhielt.
Mit zittrigen Fingern nahm Eva die Flasche und trank durstig. Offensichtlich brachte schon Michaels bloßer Anblick sie zum Hyperventilieren.
Sie wand sich innerlich vor Scham, als sie an die Vorwürfe und Unterstellungen dachte, die sie ihm an den Kopf geworfen hatte – und dabei war er der Falsche! Kein Wunder, dass sie sich eine leidenschaftliche Affäre zwischen ihm und der lebenslustigen Rachel nicht hatte vorstellen können.
„Anscheinend muss ich mich bei Ihnen entschuldigen“, sagte sie steif. „Ich … offensichtlich habe ich einen Fehler gemacht. Ich … es … ich weiß nicht, was ich sagen soll.“ Verlegen stöhnte sie auf, unfähig, Michael D’Angelo in die Augen zu sehen. Obsidianschwarze Augen, die so wenig von seinen Gefühlen oder Gedanken preisgaben … Und dann diese hohen Wangenknochen und dieser Mund … großer Gott, war der Mund dieses Mannes wundervoll …
Vielleicht verbarg sich ja doch ein leidenschaftlicher Mann hinter dieser kühlen distanzierten Fassade?
Michael stand abrupt auf. „Wie schon gesagt, wir sollten vielleicht erst mal tief durchatmen, bevor wir weiterreden.“
Eva fiel es schwer, tief durchzuatmen, weil sie schon wieder am Hyperventilieren war. Irgendwie war dieses Treffen so ganz anders gelaufen, als sie sich vorgestellt hatte. Zumindest hatte es eine völlig unerwartete Wendung genommen.
Sie hatte einen Weg finden wollen, D’Angelo zu konfrontieren, was ihr gelungen war.
Sie hatte damit gerechnet, dass D’Angelo jegliche Beziehung zu Rachel abstreiten würde, was passiert war.
Daraufhin hatte sie ihn zum Beweis mit den Zwillingen konfrontieren wollen, was sie getan hatte.
Doch D’Angelos Unterstellung, dass sie und Rachel gemeinsam einen Plan ausgeheckt hatten, um ihm die Babys unterzuschieben, war etwas unerwartet gekommen … Genauso wie ihre Ohrfeige. Bis zum heutigen Tag hätte sie sich eigentlich nie für gewalttätig gehalten.
Und von da an war es immer weiter bergab gegangen …
Eva atmete ein paar Mal tief durch, bevor sie weitersprach, fest entschlossen, zumindest ein letztes Restchen Kontrolle über die Situation zu wahren. „Das ist ja alles gut und schön, Mr D’Angelo, aber ich glaube, Sie übersehen das Wichtigste hier.“
Michael D’Angelo hob arrogant eine Augenbraue. „Und das wäre?“
Eva straffte entschlossen die Schultern und erwiderte seinen Blick. „Dass Sie eventuell doch nicht der Vater der Zwillinge sind …“
„Ich versichere Ihnen, dass ich das nicht bin!“
„… ändert nichts an der Tatsache, dass einer Ihrer Brüder der Vater sein muss“, ergänzte Eva unbeirrt.
Michael atmete scharf aus, als ihm die volle Tragweite dessen bewusst wurde, was Eva Foster gerade gesagt hatte. Für einen Moment wünschte er sich fast – aber nur fast! –, doch der Vater der Zwillinge zu sein. Denn die Alternative, nämlich dass einer seiner Brüder – seiner inzwischen sehr verheirateten jüngeren Brüder – der Vater war, war undenkbar. Vor fünfzehn Monaten hatten Gabriel und Rafe ihre jetzigen Ehefrauen noch gar nicht gekannt. Trotzdem konnte man weder von Bryn noch von Nina erwarten, klaglos zu akzeptieren, dass einer ihrer Ehemänner plötzlich Vater von sechs Monate alten Zwillingen sein sollte!
Michael presste die Lippen zusammen. „Ich glaube, Sie sollten sich der Fakten etwas sicherer sein, bevor Sie weitere Anschuldigungen erheben.“
Eva errötete. „Ich habe einen Fehler gemacht und mich dafür entschuldigt, aber einer Ihrer Brüder muss der Vater von Sophie und Sam sein.“
Michael wandte sich ab, um seine Bestürzung, seine Besorgnis und vor allem seine Wut auf den Bruder zu verbergen, der für diesen ganzen Schlamassel verantwortlich war. Er schob die Hände in die Hosentaschen, ging zum Fenster und starrte hinaus, blind für die schöne Aussicht. Noch nie hatte er sich so hilflos gefühlt. Was konnte er nur tun, um eine Katastrophe abzuwenden?
Welcher seiner beiden Brüder wohl …
„Rafe.“
Michael drehte sich wieder zu Eva Foster um und sah sie aus schmalen Augen an. „Was?“, fragte er.
„Rafe war derjenige, mit dem Rachel vor fünfzehn Monaten geschlafen hat“, erklärte Eva Foster mit Überzeugung.
Michael hatte bereits im Kopf nachgerechnet, welcher seiner Brüder damals die Pariser Galerie geleitet hatte, und Eva Foster bestätigte seine schlimmsten Befürchtungen. Nina liebte Rafe zwar bedingungslos, und sie und Rafe würden bestimmt eine Lösung finden, mit der Situation fertigzuwerden, aber das eigentliche Problem war Ninas Vater, der reiche und einflussreiche Dmitri Palitov. Er hütete seine Tochter wie seinen Augapfel und würde daher nicht gerade erfreut auf diese Bedrohung von Ninas Glück reagieren.
„Ich hoffe, Sie verzeihen mir meine Skepsis.“ Michael zermarterte sich den Kopf nach Argumenten, warum Eva Foster sich auch diesmal wieder täuschte, aber leider …
Bevor Rafe seiner Frau begegnet war und sich in sie verliebt hatte, war er ein richtiger Playboy gewesen. Außerdem war die Tatsache nicht abzustreiten, dass er vor fünfzehn Monaten Leiter der Pariser Galerie gewesen war. Und nicht zuletzt schien Eva Foster sich ihrer Sache absolut sicher zu sein.
„Sie können so skeptisch sein wie Sie wollen. Wir werden die Wahrheit spätestens dann herausfinden, wenn ich mit Ihrem Bruder rede.“
Genau das hatte Michael befürchtet. „Er ist gerade nicht in Paris.“
„Wollen Sie mir damit etwa sagen, dass er womöglich in London ist und ich völlig umsonst hierher geflogen bin?“
„Nein.“
„Oh Gott, jetzt sagen Sie nicht, er ist in New York!“ Eva stöhnte verzweifelt auf. Die Vorstellung, mit den beiden zahnenden Zwillingen nach New York fliegen zu müssen, war unerträglich, ganz abgesehen davon, dass sie sich das sowieso nicht leisten konnte.
„Nein, auch das nicht.“
Eva sah Michael argwöhnisch an, wurde jedoch nicht schlau aus seinem Gesichtsausdruck. Sein Blick war komplett emotions- und ausdruckslos. „Wo ist er dann?“, fragte sie.
„Unerreichbar.“
Missbilligend hob sie die Augenbrauen. „Diese Antwort kann ich leider nicht akzeptieren.“
Michael presste die Lippen zusammen. „Ich fürchte, im Moment bleibt Ihnen nichts anderes übrig.“
„Was meinen Sie damit ‚im Moment‘?“
Diese Frau ist aufmerksamer, als gut für sie ist, dachte Michael genervt. „Es ist eben so“, sagte er durch zusammengebissene Zähne.
Offensichtlich hatte sie keine Zeitung gelesen, sonst hätte sie die Fotos von Rafes und Ninas Hochzeit gesehen. Michael war das nur recht. Aber ihm war bewusst, dass er die Wahrheit nicht ewig vor ihr verheimlichen konnte.
Eva wurde wütend. „Ich muss dringend mit ihm sprechen!“
„Sie können stattdessen mit mir reden.“
„Nein danke!“
Michael platzte allmählich der Kragen. „Ich werde Ihre … Bedenken selbstverständlich meinem Bruder ausrichten, wenn ich das nächste Mal mit ihm rede, aber abgesehen davon …“
„Nein!“, sagte Eva Foster entschlossen und stand auf. „Das reicht mir nicht, Mr D’Angelo“, fügte sie beim Anblick seiner erhobenen Augenbrauen hinzu. „Ich muss jetzt mit ihm reden, nicht erst, wenn es Ihnen in den Kram passt.“
Eins musste man dieser Eva Foster lassen. Für eine so zierliche Frau war sie ganz schön hartnäckig.
„Wie schon gesagt, das geht nicht.“
Ihre Augen blitzten wütend auf. „Dann schlage ich vor, Sie sorgen dafür, dass es geht, Mr D’Angelo!“
„Ihr Tonfall passt mir nicht.“
Sie zuckte die Achseln. „Dann sollten Sie mich vielleicht nicht daran hindern, mit Ihrem Bruder zu reden.“
Michael fiel es schwer, seine Wut zu zügeln. „Die Zwillinge sind schon sechs Monate alt. Warum diese plötzliche Eile, mit dem Mann zu sprechen, der angeblich ihr Vater ist?“
„Er ist ihr Vater“, beharrte Eva stur. Warum diese plötzliche Eile? Weil ich trotz aller Bemühungen Hilfe brauche, so schwer es mir auch fällt, mir das einzugestehen. Finanziell. Und emotional.
Letzteres würde Eva dem distanzierten, beherrschten und hyper-selbstsicheren Michael D’Angelo natürlich niemals anvertrauen. Er wurde bestimmt spielend mit jeder Situation fertig....




