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E-Book

E-Book, Deutsch, 64 Seiten

Winkler You Can Do Better

Bessere Schulnoten - Selbstlernen statt Nachhilfe
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-7562-6043-0
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Bessere Schulnoten - Selbstlernen statt Nachhilfe

E-Book, Deutsch, 64 Seiten

ISBN: 978-3-7562-6043-0
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



In der Schule kommt man an Englisch nicht vorbei. Im Anfängerunterricht haben Schüler kaum Probleme. Im Laufe der Zeit sind die einen weiterhin erfolgreich, während sich bei anderen allmählich Misserfolge einstellen. Das ist dann nicht selten der Zeitpunkt, an dem man über Nachhilfe nachdenkt. Nachhilfe kann sinnvoll sein, ist aber in aller Regel nicht umsonst. Was die Qualität anbelangt, so reicht dies von eher mangelhaft, über akzeptabel bis zu recht gut. Gute Qualität wird aus Schülerperspektive oft daran gemessen, ob eine Notenverbesserung zu verzeichnen ist. Bei Nachhilfelehrern, deren Qualifikation vor allem darin besteht, die Bereitschaft zu haben, solchen Nachhilfeunterricht geben zu wollen, darf man in vielen Fällen aber skeptisch sein, ob sie wirklich helfen können. Es gibt inzwischen eine regelrechte Nachhilfeindustrie. Das Personal solcher Einrichtungen besteht dann häufig aus Lehramtsstudenten, Nebenerwerblern, die ein wenig Taschengeld verdienen wollen und eher selten aus erfahrenen Lehrkräften. Billig ist das Ganze in Nachhilfeschulen auch nicht. Dieses Buch dürfte billiger sein, als nur wenige Stunden Nachhilfe - egal durch wen. Dieses Buch soll nun dazu anregen, Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Vielfach scheitert Notenverbesserung ganz einfach daran, dass man sich eher lustlos mal ein wenig mit Lernen beschäftigt, ohne so recht zu wissen, wie dieses Vorhaben sinnvoll angegangen werden kann. Dieses Buch ist kein Englischbuch zum Lernen der Sprache, sondern zum Lernen, wie man seine Lernstrategien verbessern kann und wie man Fehler vermeidet. Gängige Fehler werden einbezogen und durchweg durchgestrichen dargestellt. Als Erklär-Sprache wird Deutsch verwendet. Zielgruppe: Solange man im Schulunterricht noch lustige Lernlieder singt oder mit Bildtafeln Wörter lernt, kann dieses Buch nichts bewirken. Ein halbes Jahr vor dem Abitur ist es aber sicher schon zu spät. Etwa ab Beginn der Sekundarstufe II könnte es aber hilfreich sein, sich mit Lernstrategien zu beschäftigen.

Der Verfasser hat das Schulfach Englisch mehr als 30 Jahre im Schuldienst unterrichtet. Tipps und Anregungen basieren auf diesen beruflichen Erfahrungen.

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Vokabeln sind wichtiger als Grammatik: Word Studies
Vokabeln einfach als Wortgleichungen (englisches Wort = deutsches Wort) lernen zu wollen, ist das wohl ineffektivste Verfahren, um einen Wortschatz aufzubauen und auszuweiten. Hinzu kommt, dass sich auf diese Weise geradezu aberwitziger Unsinn einschleichen kann. Beispiel: „Kann ich etwas ausrichten?“ ? “Can I align something?”. Unter der Vokabel „etwas ausrichten“ findet man im Wörterbuch u.a. die Vokabel “align”. Gemeint ist aber so etwas wie „etwas in eine Linie bringen“ oder „etwas parallel ausrichten“. In Klassenarbeiten sind häufig Wörterbücher erlaubt – und wenn man sich dann nur hinreichend ungeschickt anstellt, wird man mit einiger Regelmäßigkeit in solche Fallen tappen. Das trägt gelegentlich möglicherweise zur Belustigung bei, verbessert aber wohl kaum eine Schulnote. Richtiger wäre eine Übersetzung wie “Can I take a message?” oder “Would you like to leave a message?” . In einem ersten Schritt muss man deshalb die Bedeutung (die Semantik) einer Vokabel erfassen. Manche Vokabeln haben, je nach Zusammenhang (Kontext), eine Vielzahl an Bedeutungen. Also ist es äußerst sinnvoll, sich die Bedeutung (oder die Bedeutungen) einer Vokabel immer mit Hilfe kurzer Phrasen zu veranschaulichen. Während im Deutschen sowohl ein raues Lüftchen als auch eine Flagge auf Halbmast wehen kann, sieht dies im Englischen anders aus: ”The wind blows quite fiercely” ? ”The flag is flying at half-mast”. Neben der semantischen Eigenschaft von Vokabeln (und eng hiermit verknüpft) existieren also sogenannte Kollokationen (= häufige Wortverbindungen). Dies bedeutet, dass viele Vokabeln gerne mit anderen kombiniert werden. Nehmen wir im Deutschen das Wort „Verbrechen“. Ein Verbrechen „begeht“ man. Verben wie „machen“ oder „tun“ sind hier unangebracht. Also ist es sinnvoll, die entsprechende Wortverbindung zu lernen. Auch für das Englische gilt: “to commit a crime”. Weiterhin bietet es sich an, Vokabeln nicht nur als ein einzelnes Wort (Substantiv, Verb, Adjektiv oder Adverb usw.) zu betrachten. Fast jedes Wort ist in eine Wortfamilie (word family) eingebettet. Bleiben wir beim Beispiel: crime ¦¦¦ criminal (adjective + noun) ¦¦¦ criminologist ¦¦¦ criminology. Falls die veränderte Aussprache des ersten „i“ von “crime” und “criminology” Probleme bereiten sollte, kann man sich mithilfe einiger Grundkenntnisse in Lautschrift eine entsprechende Notiz machen. Online-Wörterbücher liefern normalerweise mit einem Klick die richtige Aussprache als Hörbeispiel. Wer Lautschrift zu kompliziert findet, kann sich auch mit einer deutschen Eselsbrücke behelfen: crime (wie bei kein) und criminology (wie bei mini). Für die Betonung lohnt sich in einigen Fällen ebenfalls eine Notiz. In Lautschrift (? IPA = Internationales Phonetisches Alphabet oder International Phonetic Association) wird vor der stark betonten Silbe hierfür ein Zeichen verwendet, das ähnlich wie ein Apostroph aussieht und vor einer weniger stark betonten Silbe ein Zeichen ähnlich einem Komma: . Will man nur die Betonung darstellen, wird dies häufig auch folgendermaßen notiert: [, – – ‘– – –]. Die Gedankenstriche stehen für die einzelnen Silben. Im Allgemeinen stellt die Aussprache für deutsche Muttersprachler aber kein allzu großes Problem dar. Einige Details zur Aussprache finden sich im Anhang ?Seite ?. Vor allem Verben haben neben diesen Gesichtspunkten (Semantik, Kontext, Kollokationen, Wortfamilie) noch grammatische Eigenschaften (syntactic properties). Beispiel: “to put” wird in einer einfachen Vokabelgleichung häufig mit „setzen, stellen, legen“ übersetzt. Eine solche Darstellung greift aber viel zu kurz. “Peter puts” oder “Peter puts the book” sind einfach keine Sätze, die irgendeinen Sinn ergeben. Auch wenn ein Wörterbuch hier noch die Zusatzinformation „vt“ geben mag („vt“ für transitives Verb = ein Verb, das ein Objekt benötigt oder zulässt), so hilft das auch nicht weiter. “Peter puts the book.” bleibt ein sinnloser Satz. Um die Syntax zu erfassen, sollte man “to put sth somewhere” notieren. Wobei “sth” für something steht und somewhere als Platzhalter für “on the shelf, into the closet” usw. zu verstehen ist. Ein weiteres Beispiel für eine Notation, die die syntaktischen (grammatischen) Eigenschaften eines Verbs berücksichtig: Bei “to insist” ergänzen Wörterbücher oft, dass es sich um ein intransitives Verb handelt („vi“) und folglich ohne Objekt auskommt. Aber “Mary insisted” bleibt sinnlos. Was wäre mit “Peter didn’t want to go out but Mary insisted.”? Es sieht hier zwar so aus, als wäre “Mary insisted” nun doch korrektes Englisch, aber das kommt allein daher, dass aus dem Kontext etwas hinzuverstanden wird: “Peter didn’t want to go out but Mary insisted that they should go out.”. Auch ein Satz wie “Mary insisted to go out.” sieht aus deutscher Sicht korrekt aus. Aus englischer Sicht handelt es sich hier aber um “Denglish”, denn “to insist” benötigt entweder eine that-Satz-Ergänzung oder kommt mit der Präposition “on” daher. Korrekt muss es also heißen: ”Mary insisted that they went out.” oder “Mary insisted on going out.”– wobei “going out” grammatisch als Gerundium bezeichnet wird. Weitere richtige Verwendungen: “Mary insisted on a visit to a restaurant” oder “Mary insisted on visiting a restaurant”. Daraus ergibt sich, dass eine Notiz zu diesem Verb bis hierher folgendermaßen sinnvoll ist: “to insist that/to insist on sth/doing sth”. Bei der Syntax (also den grammatischen Eigenschaften) des Verbs “insist” gibt es dann noch weitere Details: “She insisted that they went ...” (= Alltagsenglisch) oder “She insisted that they go ...” (= formales Englisch ? Infinitive without ‘to’). “She insists that Peter helps.” (= Alltagsenglisch) oder „She insists that Peter help.” (= formales Englisch ? Infinitive without ‘to’). “She insists on Peter helping her.” ? Eine weitere Variante, bei der das Gerundium (= helping) ein eigenes Subjekt (= Peter) hat. Die (sehr!) formalen Varianten sind interessant, aber für den durchschnittlichen Lerner vielleicht etwas “over the top”. Es wäre auch möglich, dass der eine oder andere Englischlehrer bei diesen Varianten einen Fehler anstreichen könnte. Aus Schülerperspektive ist es daher ratsam, auf eine Verwendung eher zu verzichten, es sei denn, man hat Freude an der Schüler-Lehrer-Diskussion. Nimmt man nun alles zusammen, könnte das Verb “to insist“– einschließlich der sehr formalen Varianten – etwa folgendermaßen sehr kompakt notiert werden: to insist that someone do(es) sth ¦¦¦ to insist on sth/(someone) doing sth. Übersichtlicher ist es aber, wenn man die möglichen Syntaxvarianten getrennt notiert und “to insist” bei Wiederholungen durch eine Tilde (~) ersetzt: to insist that someone does sth ¦¦¦ ~ that someone do sth (= formales Englisch) ~ on sth ¦¦¦ ~ on doing sth ¦¦¦ ~ on someone doing...



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