E-Book, Deutsch, 378 Seiten
Wink Multidisziplinäre Perspektiven der Resilienzforschung
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-658-09623-6
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
E-Book, Deutsch, 378 Seiten
Reihe: Studien zur Resilienzforschung
ISBN: 978-3-658-09623-6
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Das Buch bündelt in einzigartiger Weise Erkenntnisse aus unterschiedlichen Disziplinen zum Verständnis des Begriffs Resilienz und zu Möglichkeiten der Resilienzförderung. Die Identifizierung, Erklärung und Beeinflussung von Resilienz als Fähigkeit zur Bewältigung externer Störungen unterschiedlichster Art werden in immer mehr wissenschaftlichen Disziplinen zu relevanten Forschungsfragen. Zugleich wird Resilienz auch in öffentlichen Debatten zunehmend als Ziel einer gesellschaftlichen Umgestaltung genannt. Mit der Popularität des Begriffs nimmt jedoch auch die Gefahr zu, das Verständnis von Resilienz mit Verweis auf vereinfachende Metaphern und optimierenden Ratschlägen zu verengen. Dieser Gefahr wird in diesem Buch mit einer sorgsamen Aufarbeitung des Stands der Forschung und der Chancen, die in der Diskussion um Resilienz stecken, begegnet.
Rüdiger Wink ist seit 2004 Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig. Zuvor war er u.a. als Research Fellow an der University of Birmingham und als Wissenschaftlicher Assistent im Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen tätig.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Inhaltsverzeichnis;6
2;Verzeichnis der Autorinnen und Autoren;8
3;Resilienzperspektive als wissenschaftliche Chance. Eine Einstimmung zu diesem Sammelband;11
3.1;1 Einleitung;11
3.2;2 Resilienz als Ziel: Herausforderungen normativer und kognitiver Prozesse;13
3.3;3 Resilienzbegriff und Zeitbezug;16
3.4;4 Resilienzforschung und Handlungsempfehlungen;17
3.5;Literatur;19
4;Psychologische Perspektiven der Resilienzforschung;22
4.1;1 Einleitung;22
4.2;2 Resilienz – ein ressourcenorientiertes psychologisches Konzept mit langer Tradition;23
4.2.1;2.1 Verhaltensspielräume im Umgang mit Risiko und existentieller Bedrohung;23
4.2.2;2.2 Vulnerabilität und Risiko / Resilienz und Ressource – ein (paradoxes) Zusammenspiel?;25
4.3;3 Themenrelevante und thematisch verwandte psychologische Ansätze;26
4.3.1;3.1 Positive Menschenbilder als Grundlage psychologischer (Entwicklungs-)Theorien;26
4.3.2;3.2 Psychoanalytische und tiefenpsychologische Konzepte;27
4.3.3;3.3 Bezüge zur humanistischen Psychologie;28
4.3.4;3.4 Bindungstheoretische und mentalisierungtheoretische Bezüge;29
4.3.5;3.5 Motivationale und soziokognitive theoretische Perspektiven;29
4.3.6;3.6 Gesundheits- und stresspsychologische Bezüge;30
4.3.7;3.7 Persönlichkeitspsychologische Bezüge;31
4.3.8;3.8 Entwicklungspsychologische Bezüge;32
4.4;4 Resilienz – ein kritischer Blick auf Konnotationen und Implikationen eines komplexen psychologischen Konzepts;33
4.4.1;4.1 Zur Begriffsgeschichte;33
4.4.2;4.2 Übertragung auf psychisches Geschehen – Resilienz als psychologisches „Erfolgskonzept“;34
4.4.3;4.3 Zur Resilienz-Metapher des „Stehaufmännchens“;35
4.4.4;4.4 Das weitere metaphorische Spektrum und seine Implikationen;36
4.4.5;4.5 Resilienz – mehr als eine Schlüsselqualifikation für Lebensbewältigung und Selbstoptimierung?;37
4.5;5 Definitorische Präzisierungen im Kontext resilienzbasierter psychologischer Forschung und Anwendungspraxis;38
4.5.1;5.1 Entwicklung der Resilienzforschung;38
4.5.2;5.2 Definitorische Rahmung zur Bestimmung von Resilienz;39
4.5.3;5.3 Resilienzförderung – zwischen individueller und relationaler Ebene;40
4.5.4;5.4 Erweiterung des Resilienzkonzepts: Von der Suche nach einzelnen Schutzfaktoren zur Mehrebenenanalyse;42
4.6;6 Anmerkungen zur methodischen Erfassung und Diagnostik;44
4.6.1;6.1 Themenrelevante belastende Lebenslagen und Ereignisse;44
4.6.2;6.2 Diagnostische Zugänge;45
4.7;7 Resilienz im Kontext der Lebensspanne – exemplarische Befunde zu Entwicklungsphasen und lebensgeschichtlicher Vielfalt;46
4.7.1;7.1 Resilienz unter Bezugnahme auf Eriksons Modell psychosozialer Entwicklung;46
4.7.2;7.2 Kindheit;46
4.7.3;7.3 Adoleszenz;47
4.7.4;7.4 Frühes Erwachsenenalter;48
4.7.5;7.5 Höheres Erwachsenenalter;49
4.8;8 Ausblick;49
4.9;Literatur;50
5;Resilienz im Kontext von Sozialer Arbeit: Das Geheimnis der menschlichen Seele lüften?;55
5.1;1 Einleitung: Vom Umgang mit dem Unerwarteten;55
5.2;2 Das Unerwartete erklären – relevante Erkenntnisse der psychologischen Resilienzforschung;58
5.3;3 Das Unerwartete wahrscheinlicher machen – Resilienz im sozialpädagogischen Kontext;62
5.4;4 Dem Unerwarteten Türen öffnen – Resilienzförderung als sozialpädagogische Handlungsorientierung;65
5.5;5 Das Unerwartete zum Vorschein bringen – Resilienzförderung mit Roma-Flüchtlingskindern aus der Balkanregion;69
5.6;6 Auf das Unerwartete zählen – Ausblick und Resümee;77
5.7;Literatur;79
6;Resilienz – An der Schnittstelle von Public Health und Gerontologie;81
6.1;1 Einführung;81
6.2;2 Gesundheit und Resilienz;82
6.3;3 Alter(n) und Resilienz;84
6.4;4 Building resilience: Es gilt eine Kultur der Gesundheit, des Alter(n)s und der Sorge (care) zu schaffen;87
6.5;5 Konkretisierung: Vulnerabilität und Resilienz im Zusammenleben alter Paare bei bestehender Demenz;92
6.5.1;5.1 Resilienzkonstellationen der alten Paare;93
6.5.2;5.2 Die Ambiguität des pflegerischen Versorgungssystems;101
6.6;6 Building resilience: Die Perspektive der vulnerablen Menschen einnehmen;103
6.7;Literatur;106
7;Bewältigungskapazität als Bildungsauftrag. Resilienz aus Perspektive der Erwachsenenbildung;108
7.1;1 Einleitung;108
7.2;2 Bewältigungskapazität als Bildungsziel – Zugänge der Erwachsenenbildung zu Resilienz;110
7.2.1;2.1 Kerngegenstand der Erwachsenenbildung;110
7.2.2;2.2 Lebensbewältigung aus einem erwachsenenpädagogischen Blickwinkel;111
7.2.3;2.3 Bewältigungsleistung, Gesundheit und Lernen;113
7.2.4;2.4 Resilienz als Bewältigungskapazität – Relevanz, Interpretation und Anwendung des Konzepts in der Erwachsenenbildung;114
7.3;3 Entwicklungsfelder erwachsenenpädagogischer Resilienzforschung;118
7.3.1;3.1 Zielgruppenadäquate Bildungsstrategien;118
7.3.2;3.2 Etablierung von Gesundheitsthemen in der Erwachsenenbildung;119
7.3.3;3.3 Anpassung woran? – Reflexion von Normativitätsfragen einer Resilienzbildung;120
7.3.4;3.4 Realistische Perspektiven auf Resilienz;121
7.4;4 Zusammenfassung;123
7.5;Literatur;123
8;Resilienz – Ingenieurwissenschaftliche Perspektive;129
8.1;1 Einleitung;129
8.2;2 Terrorismus, Naturkatastrophen, Unfälle – Leben in einer verwundbaren Welt;130
8.3;3 Eine kurze Geschichte zwischen Begriff und wissenschaftlichem Konzept;131
8.4;4 Vorschlag einer Definition;134
8.5;5 Resilience Engineering – Erforschung, Entwicklung und Umsetzung resilienten Designs und resilienter Konstruktionsweisen für kritische Infrastrukturen;136
8.6;6 Resilienz messbar machen – Voraussetzung für und Teil von Resilience Engineering;142
8.7;7 Resilience Modelling – Modellierung und Simulation komplexer, soziotechnischer Systeme;146
8.8;8 Resilience Responsibilization – Resilienz nicht rein technologisch denken;150
8.9;9 Fazit und Ausblick;152
8.10;Literatur;154
9;Soziologische Perspektiven;157
9.1;1 Gesellschaftsdiagnostische Verortung;160
9.2;2 Wissenssoziologische Analyse;165
9.3;3 Machtanalyse: politische Einsätze;168
9.4;4 Resilienz als analytische Kategorie;175
9.5;Literatur;179
10;Resilienz aus katastrophensoziologischer Perspektive;184
10.1;1 Einleitung;184
10.2;2 Katastrophe;185
10.3;3 Resonanz;188
10.4;4 Zwei Linien im Denken von Resilienz;189
10.5;5 Handeln trotz Nichtverstehen;192
10.6;6 Gesellschaft;193
10.7;7 Resilienz fördern?;197
10.8;Literatur;199
11;Urbane sozial-ökologische Resilienz;203
11.1;1 Einleitung und Forschungskontext;203
11.2;2 Begriffsbestimmung sozial-ökologische Resilienz;204
11.3;3 Möglichkeiten zur Operationalisierung sozial-ökologischer Resilienz;207
11.4;4 Diskussion der Anwendung auf Städte und Stadtregionen;209
11.5;5 Einflussfaktoren und Ansatzpunkte für Strategien in Städten und Stadtregionen;213
11.6;Literatur;216
12;Resilienz in der Risiko- und Katastrophenforschung: Perspektiven für disziplinübergreifende Arbeitsfelder;218
12.1;1 Die Bandbreite der Subdisziplinen in der Risikoforschung;218
12.2;2 Einzug des Begriffs Resilienz in die Risikoforschung;219
12.3;3 Klimawandelanpassung und Vereinte Nationen;220
12.4;4 Resilienz - langsamer Einzug in die Praxis;221
12.5;5 Resilienz - sprachliche Verwirrung oder Kommunikationsmotor?;223
12.6;6 Resilienz Kritischer Infrastrukturen als interdisziplinäres Thema;224
12.7;7 Die resiliente Stadt;226
12.8;8 Evaluierung von Resilienz in der Katastrophenvorsorge;229
12.9;9 Resilienz - ein Trend?;230
12.10;Literatur;232
13;Eine sozialräumliche Perspektive auf Vulnerabilität und Resilienz. Sozialkonstruktivismus, Akteur-Netzwerk-Theorie und relationale Raumtheorie im Dialog;235
13.1;1 Einleitung;235
13.2;2 Forschungsstand, bisherige Begriffskonzeptionen und Desiderate;237
13.3;3 Anregungen aus der Akteur-Netzwerk-Theorie für ein sozialwissenschaftlich fundiertes Verständnis von Vulnerabilität und Resilienz;245
13.4;4 Vorschlag für eine sozialwissenschaftliche Fundierung von Vulnerabilität und Resilienz;250
13.5;5 Vulnerabilität und Resilienz und ihre Verortung in den Raumwissenschaften und der empirischen Sozialforschung;253
13.5.1;5.1 Vulnerabilität und Resilienz als raumwissenschaftliche Kategorien: Die Rollen von Raum und Zeit;254
13.5.2;5.2 Empirische Strategien zur Untersuchung von Vulnerabilität und Resilienz;256
13.6;6 Fazit;258
13.7;Literatur;259
14;Resilienz aus wirtschaftsgeographischer Perspektive: Impulse eines „neuen“ Konzepts;265
14.1;1 Einleitung;265
14.2;2 Theoretische Diskussion von Resilienz in der Wirtschaftsgeographie;267
14.2.1;2.1 Theoretische Perspektiven auf Resilienz;268
14.3;3 Resilienz: Nutzbar für die Wirtschaftsgeographie?;274
14.3.1;3.1 Dynamik und Multi-Skalarität;274
14.3.2;3.2 Impulse des Resilienz-Konzepts für die Wirtschaftsgeographie;276
14.4;4 Methodische Probleme bei der Erfassung von Resilienz;281
14.4.1;4.1 Wandel der äußeren Umfeldbedingungen;281
14.4.2;4.2 Grenzen und Komponenten der betroffenen Systeme;283
14.4.3;4.3 Ausmaß der Funktionalitätserhaltung;286
14.5;5 Einflussfaktoren auf Resilienz: Empirische Erkenntnisse;287
14.6;6 Fazit;292
14.7;Literatur;293
15;Resiliente Regionen. Zur Intelligenz regionaler Handlungssysteme;297
15.1;1 Migration eines Begriffs;297
15.2;2 Das Konzept der Resilienz im Wandlungszyklus;300
15.2.1;2.1 Die heikle Balance zwischen Verbundenheit und Freiheit;300
15.2.2;2.2 Panarchie;304
15.2.3;2.3 Pathologie des Wandlungszyklus;305
15.2.4;2.4 Spezifische und generelle Resilienz;309
15.3;3 Resilienz in der regionalen Entwicklung;310
15.3.1;3.1 Der Nutzen des Resilienzkonzepts für die Regionalpolitik;310
15.3.2;3.2 Eingrenzung des Resilienzkonzepts für die weitere Erörterung;312
15.3.3;3.3 Merkmale und Muster regionaler Resilienz;313
15.4;4 Regionale Resilienz als Steuerungsaufgabe;320
15.4.1;4.1 Regionale Governance;320
15.4.2;4.2 Drei Prinzipien für die Steuerung der regionalen Resilienz;325
15.5;5 Fazit: Mehrwert der „Resilienz“ für die Regionalpolitik;329
15.6;Literatur;330
16;Regionaler Strukturwandel und Resilienz:;335
16.1;1 Einleitung;335
16.2;2 Konzeptionelle Grundlagen;337
16.2.1;2.1 Resilienz, Vulnerabilität und regionaler Strukturwandel;337
16.2.2;2.2 Sektorale und regionale Politikkoordination;340
16.3;3 Der Fall Lausitzer Seenland;342
16.3.1;3.1 Phase I: Krisenmanagement (1990–1994);345
16.3.2;3.2 Phase II: Regionale Großprojekte (1995–1999);347
16.3.3;3.3 Phase III: Sektoral und regional koordinierte Entwicklung (1999–2009);348
16.3.4;3.4 Phase IV: Entwicklung einer touristischen Destination;350
16.4;4 Diskussion der empirischen Ergebnisse;351
16.5;5 Fazit;353
16.6;Literatur;355
17;Die Resilienz industriell geprägter Städte: Anpassung an Strukturkrisen in Bremen und Leipzig;358
17.1;1 Zur Nutzung des Resilienzkonzepts in der Stadtforschung;359
17.2;2 Die Anpassungsfähigkeit ehemals industriell geprägter Städte;361
17.3;3 Zusammenfassung;371
17.4;Literatur;372
18;Sachverzeichnis;374




