E-Book, Deutsch, 536 Seiten
Willis Die Straße nach Roswell
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-98666-427-5
Verlag: Cross Cult Entertainment
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 536 Seiten
ISBN: 978-3-98666-427-5
Verlag: Cross Cult Entertainment
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Ein amüsanter Roman über Alien-Invasionen, Verschwörungen und die Albernheiten, die Menschen zu glauben bereit sind – und die nicht einmal alle falsch sein müssen – von der mit mehreren Nebula- und Hugo-Awards ausgezeichneten Autorin der Romane "Dunkelheit" und "Licht".
Die besonnene Francie ist zur Motto-Hochzeit ihrer Zimmergenossin aus College-Tagen eingeladen – nach Roswell in New Mexico. Das Motto? UFOs. Der Bräutigam? Ein wahrer Gläubiger. Alles spricht mit weit aufgerissenen Augen über Außerirdische – vollkommener Blödsinn! Das ist für Francie keine Frage. Man kann sich daher lebhaft ihre Überraschung vorstellen, als sie von einem Außerirdischen entführt wird.
Vielleicht noch seltsamer ist, dass ihr Entführer in nichts jenem Bild gleicht, das die Massenmedien erschaffen haben. Francie ist auch nicht das einzige Opfer seiner Entführungsorgie. Innerhalb kürzester Zeit hat er einen charmanten Hochstapler namens Wade eingefangen, eine nette, spielsüchtige alte Dame, einen Rentner mit einem riesigen Wohnmobil und einer Leidenschaft für alte Western und einen verrückten UFO-Jäger, der felsenfest überzeugt ist: Der Außerirdische will entweder Experimente an ihnen durchführen oder den Planeten erobern!
Francie jedoch glaubt immer weniger, dass der Außerirdische ein Invasor ist. Er scheint in Schwierigkeiten zu stecken … Sie muss ihm helfen! Nur weiß sie nicht, wie sie das anstellen soll.
"The Road to Roswell" ist ein Alien-Entführungsabenteuerroman, eine Roadtrip-Geschichte und eine romantische Komödie. Vollgestopft mit Men in Black, Elvis-Imitatoren, Touristenfallen, Klapperschlangen, Chemtrails und Begegnungen der dritten, vierten und fünften Art. Kann Francie in ihrem lindgrünen Brautjungfernkleid die Welt retten und es danach noch rechtzeitig zurück zur Hochzeit schaffen?
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Paul: »Tja, na ja, du wirst dich noch umbringen. Kein Freund kann das wert sein.«
Hogy: »Und woher willst du das wissen? Hattest du je einen?«
Serena stand nicht im Wartebereich des Flughafens, als Francie in Albuquerque gelandet war, nur ein Mann, der ein Schild hielt, auf dem ERSTKONTAKTKOMITEE – WILLKOMMEN AUF DER UFO-CONVENTION stand.
Ufo-Convention? Serena hatte nichts davon gesagt, dass gleichzeitig mit ihrer Hochzeit eine Ufo-Convention stattfinden würde. , dachte Francie hoffnungsvoll. Doch natürlich war sie das. Wo sonst sollte eine Ufo-Convention stattfinden?
Und wie um das zu bestätigen, tauchten zwei Kerle in -Uniformen und mit Spock-Ohren auf und eilten zu einem dritten Typen, der einen silbernen Einteiler und eine graue Alien-Maske mit großen schwarzen Mandelaugen, aber ohne Nase trug.
, dachte sie. . Sie hatte irgendjemanden, egal wen, aus dem Büro dazu überreden wollen, sie zu begleiten, damit Serena nicht versuchen würde, sie mit jemandem zu verkuppeln. Aber als sie ihnen erzählte, wo die Hochzeit stattfinden würde, sagten alle Nein.
»Roswell?«, sagte Graham. »Wo diese ganzen Ufo-Spinner rumhängen?«
»Warum denn in Roswell?«, fragte Ted. »Lebt deine Freundin da?«
»Nein, sie lebt in Phoenix. Sie heiraten nur in Roswell.«
, hakte Graham nach. »Warum würde irgendwer, der bei klarem Verstand ist, nach wollen?« Und sie sah sich gezwungen, ihnen zu erzählen, dass Serena einen ebendieser Ufo-Spinner heiraten würde, woraufhin beide nicht nur ablehnten, mit ihr zu kommen, sondern ihr auch erklärten, sie sei verrückt, selbst hinzugehen.
»Ich habe keine Wahl«, erwiderte sie. »Serena hat mich gebeten, ihre Trauzeugin zu sein, und sie ist eine meiner besten Freundinnen. Sie war im ersten Jahr am College meine Mitbewohnerin. Uns verbindet etwas ganz Besonderes.«
»Euch verbindet etwas Besonderes?«, stutzte Graham. »Wer seid ihr, Hanni und Nanni?«
»Nein«, entgegnete sie kleinlaut, »aber ich verdanke ihr viel. Sie hat mir damals das Leben gerettet.« Dann versuchte sie zu erklären, wie Serena sie damals, als sie im College von Tucson ankam und niemanden kannte, Heimweh nach Neuengland hatte und geschockt war von der Hitze und Ödnis des Südwestens, davon abgehalten hatte, sich in den ersten Flieger zurück nach Hause zu setzen. Sie führte sie auf dem Campus herum, stellte ihr Leute vor, brachte ihr bei, was Steppenläufer, Halsbandpekari und Saguaros waren, und überzeugte sie davon, dass es auf dem Campus keine Klapperschlangen gab (wenn doch, wäre Francie schreiend zurück nach Connecticut geflohen). Und als Francies Freund aus der Highschool zwei Wochen später mit ihr Schluss machte und sie heulte, saß Serena neben ihr und versicherte, dass er »einfach nicht der Richtige für dich war«, und päppelte sie insgesamt wieder auf.
»Sie ist eine tolle Freundin«, sagte Francie. »Mitfühlend, lustig und …«
»Und durchgeknallt, wenn sie an diesen Außerirdischenquatsch glaubt«, hielt Graham dagegen. »Ich weiß nicht, wie’s dir geht, aber ich versuche, Spinnern grundsätzlich aus dem Weg zu gehen, alte Mitbewohner hin oder her.«
Ted nickte. »Ich hatte im zweiten Jahr einen Mitbewohner, der geglaubt hat, die Vögel würden ihn ausspionieren. Auf Hochzeit werde ich mich ganz sicher nicht blicken lassen.«
»Sie ist keine Spinnerin«, protestierte Francie. »Sie ist nur … ein bisschen naiv und neigt dazu, sich der Meinung ihrer Freunde anzupassen.«
, fügte Francie in Gedanken hinzu. Noch schlimmer als schrecklich. Als Francie sie kennengelernt hatte, war Serena mit einem Kamikaze-Basejumper zusammen gewesen, der unbedingt gemeinsam mit ihr kopfüber in den Grand Canyon springen wollte. Und seither hatte sich ihr Geschmack nicht verbessert. Sie war mit einem Waffen hortenden Prepper und einem Lichtnahrungsanhänger zusammen gewesen, der glaubte, er könne allein von Luft und positivem Denken leben, und war mit einem Seelenschamanen und einem Sturmjäger verlobt gewesen.
»Noch ein Grund mehr, nicht hinzugehen«, sagte Graham. »Damit unterstützt du nur, dass sie diesen Kerl heiratet.«
Ted nickte. »Du machst dich definitiv mitschuldig. Es sei denn, du willst hinfahren, um ihr die Sache auszureden.«
Daraufhin setzte Graham nach: »Genau das hast du vor, oder? Eine von diesen dramatischen ›Wenn jemand Einwände hat, möge er jetzt sprechen oder für immer schweigen‹-Nummern, hab ich recht?«
Sie beharrte darauf, dass sie das nicht vorhatte, aber sie glaubten ihr nicht und weigerten sich ihr zuzuhören, als sie ihnen erklären wollte, dass sie Serena nichts ausreden musste – sie besann sich immer ganz von allein und bekam Zweifel. So war es auch bei dem Sturmjäger gewesen. »Er glaubt, Tornados seien ein , wie im oder so«, erzählte sie damals Francie, »aber sie sind gefährlich! Und er erwartet von mir, dass ich mich mit ihm zusammen direkt ins Auge des Sturms begebe!«
Während Serena sich selbst davon überzeugte, die Hochzeit abzusagen, musste Francie einfach nur Gewehr bei Fuß stehen. Aber damit das passieren konnte, musste Francie da sein und sich ihre Zweifel anhören und ihr versichern, dass sie das Richtige tat. Serena verließ sich darauf, dass Francie ihr ein Ohr leihen und sie unterstützen würde, um sie vor einem schrecklichen Fehler zu bewahren, genau wie sie Francie so oft gerettet hatte. »Freunde sind dazu da, einander zu helfen, oder nicht?«, fragte Francie Ted und Graham.
»Ja, aber das hat Grenzen«, erwiderte Ted. »Was, wenn sie das nächste Mal auf die Idee kommt, einen Serienkiller zu heiraten, und du redest es ihr aus, nur damit er dann hinter her ist?«
»Sie wird Serienkiller heiraten.«
»Mein Rat wäre, ihr zu erzählen, dass dir was dazwischengekommen ist und du nicht kommen kannst«, meinte Graham.
»Ja, sag, du hast dir das Bein gebrochen oder so was«, fügte Ted hinzu.
»Das kann ich nicht. Ich kann sie nicht einfach im lassen. Sie braucht mich.«
»Okay«, sagten sie, »aber heul uns nicht die Ohren voll, wenn das Ganze in einem totalen Desaster endet.«
, dachte Francie, während sie sich jetzt im Wartebereich umsah. Wo Serena? Sie hatte ganz klar gesagt, dass sie am Flughafen wäre, um Francie nach Roswell zu fahren. »So haben wir Gelegenheit zu quatschen«, hatte sie gemeint, was Francie als Zeichen wertete, dass Serena längst Zweifel hatte.
WO BIST DU?, schrieb Francie ihr.
Keine Antwort. , überlegte Francie, schulterte ihr Handgepäck und fuhr mit der Rolltreppe hinunter, um nachzusehen, ob Serena dort war.
Sie war nicht da, dafür aber eine Menge Leute, die zur Ufo-Convention wollten, und ja, sie fand wirklich in Roswell statt, wie ihr die T-Shirts verrieten. Und als wäre das noch nicht genug, redeten sie alle von einer Ufo-Sichtung Montagnacht.
»Wo?«, fragte eine Frau in einem kurzen silbernen Kleid und grüner Schminke am ganzen Körper.
»Westlich von Roswell. Außerhalb von Hondo, in der Nähe dieser großen roten Felsen«, antwortete einer der Typen in den T-Shirts.
»Ich erinnere mich an keine Felsen in der Nähe von Hondo«, meinte die grüne Frau.
»Keine Ahnung, so stand es auf UfosAreReal.net.«
Francie schrieb Serena noch einmal, suchte an den anderen Gepäckbändern und ging dann nach draußen, um nachzusehen, ob sie im Auto wartete.
Fehlanzeige. Für den Fall, dass sie sie irgendwie an den Gepäckbändern übersehen hatte, ging Francie wieder nach drinnen, checkte ihre Textnachrichten und rief Serena an. »Wo du?«, fragte sie, als ihre Freundin ans Telefon ging.
»In Roswell.« Serena klang gestresst. »Es tut mir so leid. Ich wollte kommen, um dich abzuholen, aber es gab hier so viele Probleme und ich muss immer noch mein Kleid abholen und hier herrscht das totale Chaos wegen der...




