E-Book, Deutsch, 720 Seiten
Reihe: eBundle
Williams / Harper / Kendrick Traummänner & Traumziele: London
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7337-7465-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 720 Seiten
Reihe: eBundle
ISBN: 978-3-7337-7465-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
SAG: JA, ICH WILL
Solange die scheue Fern zurückdenken kann, war Josh Adams ihr heimlicher Traummann - und sie für ihn immer nur die kleine Schwester seines besten Freundes! Nie hätte sie gewagt, ihm ihre große Sehnsucht zu gestehen! Doch jetzt bringt eine verrückte Schatzsuche quer durch London sie und Josh als Team zusammen. Am Trafalgar Square treffen sie sich, im Covent Garden tanzt Josh mit ihr. Und in der National Gallery küsst er sie zum ersten Mal unendlich zärtlich! Sieht er in Fern endlich, was sie wirklich ist - die Frau ist, die mit ihm ihr Leben verbringen will?
HERZ AN HERZ
Niemals hätte der smarte Bankdirektor Paulo Dantas gedacht, dass er jemals in eine so schwierige Situation kommen würde: Seit Isabella, die Tochter seines langjährigen Freundes Luis Fernandes, zu ihm nach London geflüchtet ist, gerät er jeden Tag in Versuchung. Isabella, die nach einem One-Night-Stand schwanger wurde, ist, wie Paulo glaubt, nur zu ihm nach London gekommen, weil sie Angst hatte, dass ihr strenger Vater von ihrem Zustand erfahren könnte. Niemals kann Paulo diese Notsituation ausnutzen - auch wenn Isabella ihn noch so verführerisch umgarnt. Er ahnt nicht, dass sie schon seit Jahren heimlich für ihn schwärmt und sich nichts sehnlicher wünscht, als endlich in seinen Armen glücklich zu werden...
EIN ABENTEUER ZUVIEL?
Für die behütet aufgewachsene Ruth, Tochter eines Vikars, ist jeder Tag in London ein Abenteuer. In der Redaktion der Zeitschrift 'Issues' lieben alle das hübsche, schüchterne Mädchen, das ihnen die Welt mit ganz anderen Augen zeigt. Das bleibt auch ihrem Chef Franco Leoni, der keine Affäre auslässt, nicht verborgen. Er bietet ihr an, mit ihm zusammen Material für eine Reportage über Londons Nachtleben zu sammeln. Ruth wird klar, was Franco wirklich will. Und der Gedanke, von diesem erfahrenen Mann zum ersten Mal geliebt zu werden, gefällt ihr. Bereitwillig lässt sie sich von ihm verführen - ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass eine Liebesnacht auch Folgen haben kann...
DEIN LÄCHELN MACHT MICH GLÜCKLICH
Es ist der zierlichen Darcy furchtbar peinlich, als sie im Schloss des attraktiven Multimillionärs Logan McKenzie die Beherrschung verliert und in seinen Armen hemmungslos schluchzt! Aber seine Besorgnis, nachdem sie sich bei Aufräumungsarbeiten des Partyservice verletzt hat, und seine zärtlichen Küsse haben ihr einfach die Selbstbeherrschung geraubt! Und so erzählt sie ihm, dass sie so verzweifelt ist, weil ihr Chef heiraten will. Natürlich glaubt Logan, Darcy sei in ihn verliebt. Schade - das Mädchen mit dem unwiderstehlichen Lächeln würde er zu gern selbst erobern! Und weil sie ihm nach diesem Abend nicht mehr aus dem Kopf geht, fährt Logan nach London, um sie wiederzusehen...
MIT DEN AUGEN DER LIEBE
Ein Date mit dem faszinierenden Milliardär Luc Laughton! Seit Agatha in London als Sekretärin für ihn arbeitet, hat Luc durch sie hindurchgesehen. Und jetzt lässt sein Blick sie nicht mehr los. Weil sie ihre Strickjacke und den langen Wollrock gegen ein enges Shirt und einen Minirock getauscht hat? Aufgeregt begleitet sie Luc in sein luxuriöses Penthouse und lässt sich zu einer heißen Affäre verführen. Verliebt genießt sie das Leben der Reichen und Schönen an seiner Seite. Doch kaum gesteht sie ihm ihre romantischen Gefühle, zerplatzt ihr Glück wie eine Seifenblase ...
Cathy Willams glaubt fest daran, dass man praktisch alles erreichen kann, wenn man nur lang und hart genug dafür arbeitet. Sie selbst ist das beste Beispiel: Bevor sie vor elf Jahren ihre erste Romance schrieb, wusste sie nur wenig über deren Inhalte und fast nichts über die verschiedenen Schreibtechniken. Aber sie hatte es sich nun mal fest vorgenommen, Autorin zu werden, und so lernte, las und schrieb sie, bis ihr erstes Manuskript angenommen wurde. Allen denjenigen, die ebenfalls von einer Karriere als Autorin träumen, kann sie deshalb nur nahe legen, den ersten Schritt zu machen und nicht zu schnell aufzugeben!
Zusammen mit ihrem Ehemann und den drei Töchtern Charlotte, Olivia und Emma lebt sie im englischen Warwickshire. Viele ihrer Romances spielen ebenfalls in einer typisch englischen Umgebung, aber manche auch an dem Ort, wo Cathy Williams geboren wurde: der sonnigen Tropeninsel Trinidad. Ihr großer Freundeskreis sorgt dafür, dass ihr stets eine interessante Handlung einfällt. Das Wichtigstes für ihre Handlung ist jedoch ihre eigener Glaube daran, dass wir alle auf der Suche nach der großen, wahren Liebe sind.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1. KAPITEL
Ruth Jacobs hörte die Schritte im Treppenhaus und erstarrte. Hatten ihre Eltern sie nicht vor den Gefahren gewarnt, die in London lauern würden?
Straßenräuber. Perverse. .
Sie schluckte und fragte sich, ob sie sich dem Einbrecher stellen sollte, der in dem zweistöckigen viktorianischen Haus herumschlich. Dieses hatte man im letzten Jahr zu einem Bürohaus für fünfzehn Angestellte umgebaut.
Aber sie war noch nie besonders mutig gewesen! Also blieb sie einfach im Zimmer stehen und betete, der Eindringling möge erkennen, dass es hier nichts zu stehlen gab, und wieder auf demselben Weg verschwinden, auf dem er gekommen war.
Sie hörte die Schritte auf dem Parkettboden immer deutlicher. Der Unhold näherte sich offenbar ihrem Büro und schien genau zu wissen, wohin er gehen wollte.
Auf dem Flur brannte kein Licht. Es war kurz nach halb acht abends, und wenngleich der Sommer noch nicht ganz vorüber war, wurde es schon dunkel.
Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, um in Ohnmacht zu fallen, dachte Ruth, als hinter der Glastür ein großer Schatten auftauchte. Doch sie tat es nicht. Sie war so von Angst erfüllt, dass sie sich noch nicht einmal von der Stelle rühren konnte, als die Tür schwungvoll geöffnet wurde und ein großer, breitschultriger, schwarzhaariger Mann hereinkam.
Er wirkt in seinem Anzug eigentlich nicht wie ein Gewaltverbrecher, überlegte sie. Hatte er sich vielleicht nur in der Adresse geirrt und wollte ganz woandershin? Sie nahm ihren ganzen Mut zusammen. “Kann ich Ihnen helfen?”, fragte sie schrill.
Der Mann musterte sie kurz mit seinen blauen Augen. “Wo sind die anderen?”, erkundigte er sich und begann, von Schreibtisch zu Schreibtisch zu gehen, als hätte er jedes Recht dazu.
“Vielleicht könnten Sie mir sagen, wer Sie sind?”, meinte Ruth, nachdem sie ihn einen Moment beobachtet hatte.
“Vielleicht könnten Sie mir sagen, wer sind?” Er sah sie über die Schulter hinweg an.
“Ich arbeite hier.” Allmählich verließ sie der Mut, und sie ermahnte sich stumm, sich zusammenzureißen.
“Und wie heißen Sie?”
“Ruth Jacobs”, antwortete sie, bevor sie sich klarmachte, dass es ihn überhaupt nichts anging. Er hatte kein Recht, sie auszufragen. Er arbeitete nicht in diesem Haus und hatte hier nichts zu suchen.
“Der Name kommt mir nicht bekannt vor.” Der Mann setzte sich auf eine Schreibtischkante und betrachtete Ruth. “Sie gehören nicht zu meinen Redakteuren. Ich habe eine Liste der Namen, und Ihrer steht nicht darauf.”
Die Angst fiel von ihr ab. Stattdessen war Ruth jetzt ziemlich verwirrt, was ihrem zarten, blassen Gesicht deutlich abzulesen war.
“Wer Sie?” Schnell senkte sie den Blick, damit seine überwältigende männliche Ausstrahlung sie nicht noch mehr durcheinanderbrachte. “Ich glaube, ich habe Ihren Namen nicht richtig verstanden.”
“Wahrscheinlich weil ich ihn nicht genannt habe”, erwiderte er trocken. “Ruth Jacobs, Ruth Jacobs …” Er neigte den Kopf etwas zur Seite und musterte sie weiter. “Ja, Sie könnten … sehr geeignet …”
“Hören Sie … Ich wollte gerade die Redaktionsräume abschließen … Vielleicht könnten Sie einen Termin bei Miss Hawes …” Plötzlich wurde ihr bewusst, wie seltsam es auf ihn wirken musste, dass sie noch immer wie regungslos mit einem Stoß Akten in den Händen dastand. Sie legte ihn auf den nächstbesten Schreibtisch, holte Alisons Terminkalender und begann darin zu blättern.
“Als was arbeiten Sie hier?”
Ruth atmete tief ein. “Ich beantworte keine weiteren Fragen mehr, bevor Sie mir gesagt haben, wer Sie sind”, erklärte sie in einem Anflug von Kühnheit und errötete umgehend. Oh verflixt, dachte sie, mit zweiundzwanzig solltest du nicht mehr so schüchtern und ungewandt sein und wie ein Backfisch erröten.
“Ich heiße Franco Leoni”, stellte er sich vor und wartete einen Moment lang auf eine Reaktion. Als Ruth ihn aber weiterhin verwirrt anblickte, fügte er leicht ungeduldig hinzu: “Mir diese Redaktion, Miss Jacobs.”
“Wirklich?”, erwiderte sie zweifelnd.
“Erzählt Alison Ihnen denn ü Was für ein schlechter Führungsstil! Wie lange arbeiten Sie schon hier? Sind Sie eine Aushilfskraft? Warum zum Teufel betraut sie eine Aushilfskraft mit dem Abschließen der Redaktionsräume? Das ist einfach unmöglich.”
Seine immer ärgerlicher klingende Stimme brachte sie zur Besinnung. “Ich bin keine Aushilfskraft, Mr Leoni. Ich arbeite hier seit der Übernahme vor elf Monaten.”
“Dann sollten Sie wissen, wer ich bin. Wo ist Alison?”
“Sie ist vor etwa einer Stunde gegangen”, antwortete Ruth widerwillig, während sie fieberhaft versuchte, etwas mit seinem Namen anzufangen. Doch es gelang ihr nicht. Sie wusste zwar, dass das kleine, verlustreiche Magazin von einer Firmengruppe übernommen worden war, aber die Namen der neuen Besitzer hatte sie entweder noch nie gehört, oder sie waren ihr momentan entfallen.
“Wohin ist sie gegangen? Stellen Sie mir eine Telefonverbindung mit ihr her.”
“Es ist Freitag, Mr Leoni. Miss Hawes wird nicht zu Hause sein. Ich glaube, sie wollte mit … mit ihrer Mutter ins Theater.”
Ruth spürte, wie sie bei der kleinen Notlüge erneut errötete, und blickte an ihm vorbei zum Fenster. Eigentlich nahm sie es mit der Wahrheit immer sehr genau. Allerdings hatte sie der Verdacht beschlichen, dass Franco Leoni nicht gerade erbaut sein würde, wenn sie ihm erzählte, dass Alison mit einem anderen Mann essen gegangen war.
Die rothaarige Chefredakteurin war eine sehr temperamentvolle, lebenslustige Frau, die häufiger die Partner wechselte. Und dieser umwerfend attraktive Mann hier schien ihr, Ruth, ganz nach deren Geschmack zu sein. Doch sie fühlte sich nach einem langen Arbeitstag außerstande, mit einem ehemaligen Freund ihrer Chefin fertigzuwerden.
“Dann müssen Sie mir wohl einfach glauben, dass ich der Boss bin.” Lächelnd betrachtete Franco Leoni sie, als würde ihre Miene ihn amüsieren. “Und glauben Sie es oder nicht, ich bin froh, dass ich auf Sie getroffen bin.” Ein nachdenklicher Ausdruck trat in seine Augen, aber Ruth beachtete ihn kaum.
“Ich muss jetzt wirklich nach Hause.”
“Eltern, die sich Sorgen machen?”
“Ich lebe nicht bei meinen Eltern”, antwortete sie kühl. Auch nach fast fünfzehn Monaten freute sie sich noch immer, abends in ihre eigene, wenn auch kleine Wohnung zu kommen. Sie hatte als Letzte ihrer Freundinnen das schützende Zuhause verlassen und es auch nur getan, weil sie gespürt hatte, dass es nötig war.
Sie liebte ihre Eltern sehr und auch das Pfarrhaus, in dem sie aufgewachsen war. Doch mit der Zeit war ihr klar geworden, dass es zwei Möglichkeiten für sie gab. Entweder führte sie ein beschauliches Leben in ihrem Heimatdorf, wo ihre Altersgenossinnen nur ein Ziel hatten – zu heiraten und viele Kinder zu bekommen. Oder sie verließ die vertraute Umgebung, zog hinaus in die große, weite Welt und lernte diese kennen.
“Nein?”, fragte Franco Leoni, als würde er ihr nicht glauben.
Finster blickte sie ihn an. “Nein. Ich bin zweiundzwanzig Jahre alt und habe eine Wohnung in Hampstead. Möchten Sie nun einen Termin bei Miss Hawes?”
“Sie haben offenbar vergessen, dass mir die Redaktion gehört. Ich brauche keinen Termin.”
Was für ein arroganter Mann, dachte sie und verschränkte die Arme vor der Brust. “Gut. Würden Sie dann vielleicht gehen?”
“Haben Sie schon gegessen?”
“Wie bitte?”
“Ich habe Sie gefragt …”
“Ich habe Sie sehr wohl verstanden, Mr Leoni. Mir ist nur nicht klar, was Ihre Frage bedeuten soll.”
“Dass ich Sie zum Essen einlade, Miss Jacobs.”
“Ich fürchte … Ich kann unmöglich … Es ist nicht …”
“Es ist nicht Ihre Art, sich von fremden Männern einladen zu lassen?”
Natürlich hatte er gewusst, was sie gedacht hatte. Es lag ihr einfach nicht, sich zu verstellen.
“Das ist richtig”, bestätigte sie ärgerlich. “Und wahrscheinlich finden Sie das etwas ungewöhnlich, aber ich …” Was tat sie denn da? Wollte sie ihm erzählen, wie behütet sie als Tochter eines Pfarrers aufgewachsen war? War sie nicht nach London gezogen, um in der Großstadt etwas weltgewandter zu werden?
“Ich beiße nicht, Miss Jacobs”, erklärte Franco Leoni und stand auf.
Wenn er meint, er könne mich glauben machen, dass er ein harmloser Mann ist, hat er sich geirrt, dachte sie. Sie mochte zwar naiv sein, aber sie war nicht wirklichkeitsfremd.
“Sie sind meine Angestellte. Werten Sie die Einladung als Versuch, ein gutes Arbeitsklima zu schaffen.” Wieder betrachtete er sie abschätzend, und ihr wurde erneut leicht beklommen zumute. “Ich würde gern etwas mehr über Sie erfahren, hören, was Sie hier tun … Und falls Sie mir immer noch nicht glauben, wer ich bin …” Er seufzte, zog seine Brieftasche heraus, klappte sie auf und reichte ihr einen Brief. Er war an Alison gerichtet und trug nicht nur seine Unterschrift, sondern gab auch die Stellung an, die er innehatte.
Ruth überflog ihn. Ohne Umschweife brachte Franco Leoni darin zum Ausdruck, dass das Magazin nicht den gewünschten Erfolg auf dem Markt erzielte und man sich zusammensetzen müsse, um die Gründe zu erörtern. Wahrscheinlich ist er deshalb heute Abend zu dieser für einen Freitag lächerlich späten Stunde hergekommen, überlegte sie und sah auf.
“Glauben Sie mir jetzt?” Sein Tonfall verriet nicht das geringste Bedauern darüber, dass er sie so unnötig geängstigt hatte, indem er sich nicht gleich...




