Wilkins / Diamond / Webb | Bianca Gold Band 49 | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 0049, 447 Seiten

Reihe: Bianca Gold

Wilkins / Diamond / Webb Bianca Gold Band 49


1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7337-3743-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0049, 447 Seiten

Reihe: Bianca Gold

ISBN: 978-3-7337-3743-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



NACH EINER ZÄRTLICHEN LIEBESNACHT von WILKINS, GINA
Miranda ist jung und genießt ihr Singleleben - bis sie sich auf einmal um die beiden fünfjährigen Söhne ihrer verschwundenen Schwester kümmern muss. Zum Glück hilft ihr der alleinerziehende Mark. Wenn er nur nicht so attraktiv wäre! Denn für die Liebe hat Miranda keine Zeit mehr - glaubt sie ...
ALLES NUR FÜR SARAH von WEBB, DEBRA
Lauren will die süße Sarah adoptieren - doch da taucht plötzlich der Vater auf! Obwohl sich Lauren Hals über Kopf in den charmanten Gray Longwalker verliebt, bleibt sie kühl. Denn nur durch einen gewagten Entschluss kann Lauren das heißgeliebte Kind behalten ...
EIN KINDERMÄDCHEN ZUM KÜSSEN von DIAMOND, JACQUELINE
In seiner Not engagiert Rafe seine Nachbarin, eine schicke Societylady, als Nanny. Immerhin: Nichte und Neffe sind begeistert. Und auch Rafe muss bald zugeben, dass die betörende Sherry die richtige Wahl war - nur er selbst darf ihr nicht verfallen, denn sie stammt aus einer anderen Welt!



Die vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin Gina Wilkins (auch Gina Ferris Wilkins) hat über 50 Romances geschrieben, die in 20 Sprachen übersetzt und in 100 Ländern verkauft werden! Gina stammt aus Arkansas, wo sie Zeit ihres Leben gewohnt hat. Sie verkaufte 1987 ihr erstes Manuskript an den Verlag Harlequin und schreibt seitdem hauptberuflich. Ihre Romane sind auf allen großen amerikanischen Bestsellerlisten gelandet. Sie glaubt fest daran, dass auch für Autorinnen ein Netzwerk unerlässlich ist, und engagiert sich in verschiedenen Organisationen. Häufig wird sie zu Konferenzen zum Thema 'Verfassen von Romances" eingeladen, aber am liebsten spricht sie vor Schülern, um diese zum Schreiben und Lesen zu motivieren. Sie ist überzeugt, dass ihr lange glückliche Ehe und ihre drei wundervollen Kinder viel zu dem Erfolg ihrer Karriere beigetragen haben.

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1. KAPITEL

Ein Mann mit einem Taschenrechner – das war eine Kombination, der Miranda Martin nur schwer widerstehen konnte. Schon allein der Anblick, wie seine Finger über die Tasten flogen und er lange Zahlenreihen addierte, während er über Geldanlagen und Steuerabschreibungen sprach, hatte für sie etwas Erregendes.

Andere Frauen fanden Cowboys, Polizisten oder Baseballspieler sexy – Miranda eben Steuerberater. Oder besser gesagt, einen ganz bestimmten Steuerberater – Mark Wallace, den Mann, der sich um ihre Finanzen kümmerte.

Mit auf den Händen aufgestütztem Kinn saß Miranda vor seinem Schreibtisch und schaute ihm bei der Arbeit zu – ein doppeltes Vergnügen, denn der Mann war außerordentlich attraktiv.

Mit seinen grauen Augen, dem dunklen Haar, das immer etwas zerzaust wirkte, weil es sich leicht wellte, und den makellosen Zähnen hätte er jederzeit seinen Lebensunterhalt als männliches Model verdienen können, wenn ihm die Arbeit als Steuerberater ausging.

„Was ist mit diesem Punkt hier, wo Sie bequeme Schuhe von der Steuer absetzen wollen?“, fragte er jetzt und blickte stirnrunzelnd auf ihre Unterlagen.

„Ich musste sie letzten Monat auf einer Geschäftsreise kaufen“, erwiderte sie. „Die Schuhe, die ich mitgenommen hatte, haben mich beinahe umgebracht, und Sie wissen doch, dass man sich nicht auf seinen Job konzentrieren kann, wenn einem die Füße wehtun. Nachdem ich diese hübschen, bequemen Schuhe gekauft hatte, konnte ich viel effektiver arbeiten. Leider waren sie unglaublich teuer.“

Mark war jetzt seit etwas über einem Jahr ihr Steuerberater, und er reagierte in solchen Situationen immer auf dieselbe Art. Auch diesmal warf er ihr wieder diesen halb ungläubigen, halb verwunderten Blick zu, und sie genoss es mit diebischer Freude – schließlich hatte sie die Schuhe genau deshalb unter den Abschreibungen aufgelistet.

Den Kopf etwas zur Seite geneigt, als überlege er noch, ob sie es ernst meinte oder nicht, strich er den Posten entschieden durch.

Sie liebte es einfach, wenn er das tat.

„Abgesehen von den Schuhen scheint der Rest in Ordnung zu sein“, sagte er und schloss die Akte. „Bis zum Ende der Woche habe ich die Steuererklärung fertig, und Sie können sie dann unterschreiben. Nächstes Mal warten Sie aber besser nicht bis zur letzten Minute, bevor Sie die Unterlagen einreichen. Diesmal bleibt uns beiden nicht viel Zeit für Fehler.“

„Als ob Sie jemals Fehler machen würden“, neckte sie ihn.

Er zuckte die Achseln, doch ein feines Lächeln umspielte seine Mundwinkel. „Es soll schon vorgekommen sein, wenn auch sehr selten.“

Manchmal konnte Miranda einfach nicht widerstehen, ihn zu berühren. Sie streckte den Arm aus und strich mit dem Zeigefinger leicht über seinen rechten Handrücken. „Schwer zu glauben, dass Sie nicht perfekt sind.“

Die ersten beiden Male hatte sie ihn mit ihrer Flirterei völlig aus der Fassung gebracht, doch mittlerweile schien er akzeptiert zu haben, dass das ihre Art war. Besonders, seit sie ihm scherzhaft anvertraut hatte, dass sie Gespräche über Geld sehr erregend fand.

Als Antwort auf ihre Berührung warf er ihr einen Blick zu, der so direkt und – ganz entgegen seiner sonstigen Art – so lüstern war, dass ihr Mund plötzlich trocken wurde.

„Eines Tages werde ich eine dieser eindeutigen Einladungen annehmen“, sagte er leise. „Und was dann?“

Einen Augenblick war Miranda – die sonst immer eine schlagfertige Antwort auf jede Art von Annäherungsversuch hatte – sprachlos. Sie blickte verträumt in Marks graue Augen und hatte statt einer cleveren Bemerkung eindeutig erotische Bilder im Kopf.

Schön, dann nimm sie doch an, hätte sie gerne gesagt. Oder spar dir den Umweg und nimm mich, gleich jetzt und hier!

Aber sie beherrschte sich, und der Hauptgrund für ihre Zurückhaltung platzte nur einen Augenblick später in das Büro, das sich an Marks Wohnhaus anschloss.

„Daddy, ich bin wieder da, und weißt du was? Wir machen im Kindergarten einen Ausflug ins Technikmuseum und ich …“

„Payton“, unterbrach Mark sie mit ein wenig erhobener Stimme, um ihr aufgeregtes Geplapper zu übertönen. „Ich habe eine Besprechung. Du weißt doch, dass du während der Arbeitszeit nicht einfach so ins Büro kommen kannst. Wo ist Mrs. McSwaim?“

Das blauäugige kleine Mädchen mit den blonden Locken schien sich aus der Rüge nicht viel zu machen. Sie blieb an der Tür stehen und betrachtete Miranda, während sie antwortete: „Sie ist mit Madison auf der Toilette.“

„Dann beschäftige dich für eine Weile. Über deinen Ausflug kannst du mir dann alles erzählen, wenn ich mit der Arbeit fertig bin.“

„Ist gut, Daddy.“ Mit einem melodramatischen Seufzer drehte sich Payton um und verschwand durch die Tür, durch die sie hereingekommen war.

Mark wartete, bis sie sie hinter sich geschlossen hatte, dann wandte er sich wieder Miranda zu. „Tut mir leid. Das Büro im Haus zu haben hat seine Vorteile, aber manchmal eben auch nicht.“

Miranda lächelte ihn strahlend, aber nun wieder ganz geschäftsmäßig an, griff nach ihrer Handtasche und hängte sie sich über die Schulter. „Ich muss sowieso los. Ich habe noch ein paar Dinge zu erledigen, bevor ich nachher zum Konzert im Juanita’s gehe.“

„Ich rufe Sie an, wenn die Steuererklärung unterschrieben werden kann.“

„Ja, tun Sie das“, sagte sie mit kokettem Augenaufschlag.

„Viel Spaß beim Konzert.“

„Ich habe doch immer Spaß, mein Lieber.“ Mit Absicht gab sie dem Lächeln, das ihre Bemerkung begleitete, einen Hauch von Verruchtheit.

Zwischen ihr und Mark würde sich nie etwas entwickeln, nicht einmal eine heiße Affäre. Deshalb legte sie besonderen Wert darauf, dass er sich wünschte, die Dinge lägen anders – ihr ging es schließlich auch nicht besser.

Nur einer von Marks Mandanten brachte es fertig, dass ihm nach einer Besprechung der Kopf schwirrte – und das war Miranda Martin.

Ganz gleich, wie sehr er sich auch bemühte, ihre Gespräche rein geschäftlich zu halten, sie fand immer wieder einen Weg für ihre kleinen Flirts.

Heimlich nannte er sie das „Goldmädchen“. Ihr schulterlanges, stufig geschnittenes Haar schimmerte dank kunstvoller Strähnchen golden. Ihre makellose Haut zeigte das ganze Jahr über einen Bronzeton, was sie wohl dem Sonnenstudio oder Selbstbräunern verdankte. Sogar ihre Augen hatten den goldenen Schimmer von Bernstein – und das war ihre natürliche Farbe, da war er sich fast sicher.

Ihre Stirn war faltenfrei, die Nase perfekt, ihre hohen Wangenknochen gaben ihrem Gesicht auffällige Konturen, und wenn sie lächelte, erschien neben dem rechten Mundwinkel ein reizendes Grübchen.

Sie war einen Kopf kleiner als er, hatte endlos lange, wunderbar geformte Beine, wohlgerundete Brüste und eine schlanke Taille. Das allein schon musste jedem Mann, der noch einen Funken Leben in sich hatte, den Kopf verdrehen – doch wenn sie dann noch anfing, mit ihm zu flirten …

Wenn er für unverbindliche Affären zu haben gewesen wäre, hätte er ihre mehr oder weniger deutlichen Einladungen schon längst angenommen. Doch als alleinerziehender Vater von zwei kleinen Mädchen hatte er weder die Zeit noch die Veranlagung für sexuelle Abenteuer.

Außerdem war er mit einer Frau verheiratet gewesen, der Vergnügen wichtiger war als die Familie. Selbst wenn er also eine langfristige Beziehung gesucht hätte, wäre seine Wahl nicht auf ein Partygirl wie Miranda Martin gefallen.

Dazu kam, dass sie seine Kinder für furchterregende Außerirdische zu halten schien – so jedenfalls betrachtete sie sie, wenn sie zufällig einmal ins Büro kamen.

Als er später beim gemeinsamen Abendessen mit den Kindern daran dachte, dass Miranda jetzt gerade bei dem Konzert war, von dem sie geschwärmt hatte, fiel ihm ein weiterer Grund ein, warum sie einfach nicht zueinander passten – seine Gesprächsthemen drehten sich um Kindergartenausflüge und wie wichtig es war, Gemüse zu essen, und sein gesellschaftliches Leben beschränkte sich auf Märchenaufführungen und Zeichentrickfilme im Kino.

Was ganz sicher nicht die Art von Unterhaltung war, die Miranda Martin bevorzugte.

Obwohl Little Rock die größte Stadt in Arkansas war, hatte Miranda das Gefühl, überall Leute zu kennen. Besonders in den Musikkneipen, in denen sie gerne ihre Abende verbrachte, traf sie stets Bekannte, auch ohne mit ihnen verabredet zu sein.

Heute bestand das Grüppchen, das sie zu sich an den Tisch winkte, aus drei Frauen und zwei Männern, die Miranda als Freunde bezeichnete.

„Miranda, du siehst umwerfend aus“, erklärte Oliver Cartwright, der sie kritisch betrachtete. „Nicht viele Frauen können diese Farbe tragen, aber dir steht sie erstklassig.“

„Von dir ist das ein großes Kompliment“, entgegnete sie lächelnd.

Sie hatte ihr Outfit sorgfältig ausgewählt und trug zu ihren tief sitzenden schwarzen Hüftjeans und Riemchensandalen ein goldfarbenes Glitzertop. Es war gerade so tief ausgeschnitten, dass man einen verheißungsvollen Blick auf ihr Dekolleté erhaschen konnte, und kurz genug, um einen Streifen ihres flachen, gebräunten Bauchs zu zeigen.

Im Vergleich zu den jüngeren Frauen im Club war sie geradezu züchtig gekleidet, doch sie zog dennoch alle Blicke auf sich.

Wenn Oliver, der Modepapst der Stadt, ihre Wahl guthieß, musste sie etwas...



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