Widmer | Sag an, wer ist doch diese | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 112 Seiten

Reihe: Konkrete Liturgie

Widmer Sag an, wer ist doch diese

Marienandachten
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7917-6257-9
Verlag: Pustet, F
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Marienandachten

E-Book, Deutsch, 112 Seiten

Reihe: Konkrete Liturgie

ISBN: 978-3-7917-6257-9
Verlag: Pustet, F
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Entlang von marianischen Wallfahrtsorten wurden diese Gottesdienste thematisch zusammengestellt. Für wiederkehrende marianische Andachten im Lauf des Kirchenjahres und in den Monaten Mai und Oktober können auch einzelne Teile frei kombiniert werden. Im Blick auf Maria, die als Jungfrau und Mutter, als Dienerin und Königin, als Helferin und Trösterin verehrt wird, sollen Mitfeiernde einen ermutigenden Impuls für ihr Engagement im Alltag mitnehmen. Das Büchlein verpflichtet sich einem Gottes- und Menschenbild, das Frauen und Männer einlädt, im Blick auf Maria den eigenen Weltauftrag im Licht Christi zu erkennen und zu leben.

Magdalena Widmer ist Theologin, Krankenhausseelsorgerin und langjährige Mitarbeiterin bei der Zeitschrift Liturgie konkret
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


ERÖFFNUNG


Lied

O Maria, sei gegrüßt (GL 523)

Kreuzzeichen

Mit Maria, der Mutter unseres Herrn, sind wir versammelt im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Einführung

Schwarze Madonnen, gemalt oder aus dunklem Holz geschnitzt, gelten als besonders schön. Der Volksglaube sprach ihnen häufig besondere Wundertätigkeit zu. Ein sehr bekanntes Bild der Schwarzen Madonna ist die Ikone aus Tschenstochau, in der die Patronin Polens verehrt wird.

Großer Verehrung erfreut sich auch die Schwarze Madonna in Altötting oder jene im Kloster Einsiedeln in der Schweiz. In zahllosen Kirchen und Kapellen im deutschsprachigen Raum werden Kopien dieser Mariendarstellungen verehrt.

Biblisch steht die Schwarze Madonna in einem Bezug zum Hohelied, wo es in Kapitel 1, Vers 5 heißt: Schwaz bin ich, doch schön, oder vielleicht besser zu übersetzen mit: Schwarz bin ich schön.

Gebet

Gütiger Gott, die Mutter Jesu ist auch unsere Mutter geworden. Wir schauen heute auf die Schönheit der Schwarzen Madonna. Wie die Sonne die Haut bräunt, so hat Jesus Christus, die Sonne der Gerechtigkeit, ihr Leben gefärbt. Ihre Schönheit ist der Spiegel ihrer Vollkommenheit. Wir bitten dich, begleite unseren Lebensweg, damit unser Glaube, unsere Liebe und unsere Hoffnung wachsen und die Sonne der Gerechtigkeit auch unser Leben durchdringt. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Gütiger Gott, mit Freude ehren wir die Mutter Jesu, (pilgern wir zur Mutter Jesu) und vertrauen ihr unsere Bitten und Sorgen an. Höre auf die Fürsprache der Mutter deines Sohnes, die wir hier an heiliger Stätte als Schwarze Madonna verehren. Sie steht im Licht deines Sohnes, und die himmlische Sonne hat sie gebräunt. Lass auch uns in deinem göttlichen Licht stehen und den Weg durchs Leben im Glauben und in der Hoffnung finden. Lass uns deine Liebe zu uns Menschen erfahren. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und liebt jetzt und in Ewigkeit. Amen.

WORT-GOTTES-TEIL


Lesung

Hohelied 1,3–5a

Gedanken zur Lesung

„Die Sonne hat mich verbrannt“. Christus, die Sonne der Gerechtigkeit, das Licht der Welt, ist das Geheimnis der Schwarzen Madonna. Das göttliche Licht hat sie gebräunt. Maria hat also die Farbe ihres Sohnes, der auch schwarz ist. Zwar verehren wir die Mutter Maria, die ihrem Kind Gestalt und Aussehen verliehen hat, doch im Zentrum steht letztlich ihr Sohn. Die Mutter zieht uns zu ihrem Sohn, zu Jesus Christus. Wir haben es in der biblischen Lesung gehört: „Zieh mich her hinter dir“, sagt die Braut zum Bräutigam.

Wir verehren Maria am schönsten, wenn wir uns von Christus ziehen und uns in seinem Licht bräunen lassen. Dadurch färbt sich nicht das Äußere unseres Aussehens, sondern das Innere. Unser Wesen, unser Reden und Tun verändern sich, unsere Einstellung uns und anderen gegenüber. Vor dem Bild der Schwarzen Madonna mit ihrem Kind werden Freud und Leid in ein anderes Licht getaucht. In diesem Licht kann es geschehen, dass wir Dinge aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Auch unser Herz wird von dieser Sonne berührt, und wir spüren eine stärkende Kraft in uns, die uns den Alltag meistern hilft.

Wir sind eingeladen, uns immer wieder in das göttliche Licht zu stellen, das von Maria und ihrem Kind ausgeht. Von diesem Licht erfüllt – wie Maria – dürfen wir selber auch Licht sein für Menschen, die uns am Herzen liegen.

Lied

Schönster Herr Jesu (GL 364)

Die Schönste von allen (GL-Eigenteile der Diözesen)

Meditation

SCHWARZ BIN ICH, DOCH SCHöN.

Ja, schwarz bist du, Maria, und bezaubernd schön.

Schwarz wie Ebenholz.

Gebräunt vom Licht der Sonne.

Schwarz wie dein Sohn, den du trägst:

die Sonne der Gerechtigkeit,

das Licht der Welt.

Schwarze Madonna, lieblich und schön, Ebenbild Gottes.

Schwarz auch dein Kind: Jesus Christus, Gottes Sohn.

Auf dir ruhen Christi Glanz und Schönheit,

Wärme und Güte spiegeln sich in dir,

du Gottes Bild und Abbild.

Wir kommen zu dir, Schwarze Madonna,

in Leid und Schmerz, beladen mit Sorgen,

auch Kummer und Elend sind dir nicht verborgen.

Du, unsere Zuflucht in schweren Stunden

und Trösterin in bitteren Zeiten,

zeigst in dunkler Nacht dein Kind,

den Sohn, den du geboren:

Immanuel, Gott mit uns.

ROSENKRANZGEBET


Lied

Maria, wir kommen aus Dunkel und Nacht (GL-Eigenteile der Diözesen)

Gesätz

3. Geheimnis des freudenreichen Rosenkranzes:

Jesus, den du, o Jungfrau, geboren hast.

Ave, ave, ave Maria

Bittrufe

In Dankbarkeit und Freude: Schwarze Madonna,

in deine Arme schließe mich ein!

In Kummer und Leid:

In Krankheit und Not:

In Einsamkeit und Verlassenheit:

In Geborgenheit und Frieden:

In Streit und Zwietracht:

Im Blick auf meine Mitmenschen:

Im Miteinander und Füreinander:

Im Verzeihen und Vergeben:

Im Scheitern und Zerbrechen:

Im Aufstehen und Weitergehen:

In Zeiten des Umbruchs und...


Magdalena Widmer
ist Theologin, Krankenhausseelsorgerin und langjährige Mitarbeiterin bei der Zeitschrift Liturgie konkret



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