Wetz | Eros und Bekehrung | Buch | 978-3-525-54007-7 | sack.de

Buch, Deutsch, Band Band 087, 256 Seiten, Format (B × H): 160 mm x 237 mm, Gewicht: 549 g

Reihe: Novum Testamentum et Orbis Antiquus /Studien zur Umwelt des Neuen Testaments (NTOA/StUNT)

Wetz

Eros und Bekehrung

Anthropologische und religionsgeschichtliche Untersuchungen zu »Joseph und Aseneth«

Buch, Deutsch, Band Band 087, 256 Seiten, Format (B × H): 160 mm x 237 mm, Gewicht: 549 g

Reihe: Novum Testamentum et Orbis Antiquus /Studien zur Umwelt des Neuen Testaments (NTOA/StUNT)

ISBN: 978-3-525-54007-7
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht


Die 'Wandlung Aseneths' genannte zentrale Episode in der frühjüdischen Schrift 'Joseph und Aseneth' (JosAs) funktioniert nach dem Schema der rites de passage, wie es Arnold van Gennep beschrieben hat, und weist darüber hinaus im Anschluss an Victor Turner Kennzeichen des Liminalen auf. Gleichzeitig bricht sie mit dem Schema der Mädchentragödie (Walter Burkert), nach der die Protagonistin unterworfen werden müsste. Ausgehend von diesen Beobachtungen zeigt Wetz, dass Aseneth durch ihre Wandlung, die sowohl eine Konversion zum Judentum als auch einen biographischen Übergang vom Mädchen zur Frau darstellt, Freiheit zur Selbstbestimmung erfährt. Die Darstellung dieses doppelten Übergangs als rite de passage trägt das Motiv der Auferstehung, des Durchgangs des Lebens durch den Tod hin zu neuem Leben, in die Erzählung ein.Die anschließende religionsgeschichtliche Analyse zeigt, dass zentrale Motive der Wandlungsepisode auf die Auferstehungs- und Freiheitsthematik verweisen. Da die rites de passage als kulturübergreifend zu fassendes Phänomen integraler Bestandteil der conditio humana sind, gelingt es der Erzählung, ihren historischen wie ihren modernen Rezipienten mitzunehmen auf Aseneths Weg zu einem biographischen Neuanfang.Die Lektüre von JosAs erhält die Funktion therapeutischer Katharsis. Wetz legt Wert auf die Feststellung, dass das, was zur conditio humana gehört, sich in einem biologisch-kulturellen Adaptionsprozess im Laufe der Humanevolution entwickelt hat. Dies fungiert als theoretische Grundlage dafür, dass die Rezipienten von JosAs kultur- und zeitenübergreifend angerührt werden.
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Zielgruppe


TheologenInnen, ReligionswissenschaftlerInnen, AlthistorikerInnen, EthnologInnen, KulturanthropologInnen, SoziobiologInnen.


Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Wetz, Christian
Dr. theol. Christian Wetz ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Theologie und Religionspädagogik der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg.

Dr. theol. Christian Wetz ist Vikar in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.


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