Westham | Night and Day | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 208 Seiten

Reihe: Night and Day

Westham Night and Day

Gefallener Engel
1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-7347-6326-7
Verlag: BoD E-Short
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Gefallener Engel

E-Book, Deutsch, Band 1, 208 Seiten

Reihe: Night and Day

ISBN: 978-3-7347-6326-7
Verlag: BoD E-Short
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Night and Day ist ein erotischer Thriller, der von Beginn an unter die Haut geht. In einem spannenden Mix aus Liebe, Tod und Teufelskult erzählt die Autorin Carla Westham gekonnt eine zarte Liebesgeschichte. Mit ihrem Insiderwissen verwebt sie Phantasie, Sex und reale Schauplätze im Milieu der Superreichen. Ein Roman für Männer und Frauen, die das Besondere lieben! Nach dem tragischen Tod von Frau und Kind lebt der Unternehmer und Multimillionär Michael Clay zurückgezogen und einsam. Erst die quirlige Sophie, die nachts in sein Penthouse einsteigt, reißt ihn aus seiner Schockstarre. Er verliebt sich nicht nur in sie, sondern fühlt sich auch gleichermaßen von ihrer Schwester Eva angezogen. So unterschiedlich wie Tag und Nacht sind auch die beiden Frauen, die eine lebenslustig und charmant, die andere unnahbar und knallhart. In einer erotischen Dreiecksbeziehung findet er nach und nach die Geheimnisse der beiden Schwestern heraus. Sein Gegenspieler ist ausgerechnet Evas Geschäftspartner, der sexbesessene Peter Sullivan, der alle in einen Sumpf aus Sadismus, Geld und Teufelskult zieht. Clay muß sich schneller für eine Frau entscheiden als ihm lieb ist...

Carla Westham ist eine erfolgreiche deutsche Unternehmerin. Die Selfmade-Millionärin ist begeisterte Hobbypilotin und Rennfahrerin. Sie lebt seit Jahren mit ihrer Familie in Südafrika. 'Night and Day: Gefallener Engel' ist ihr Debütroman, 'Night and Day: Versuchung' ergänzt nun die zweiteilige Reihe.
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Kapitel 1


Er starrte mit offenen Augen an die Decke. Schwaches Mondlicht erleuchtete das elegante Schlafzimmer und ließ die Umrisse der modernen Möbel erahnen. Die Bettdecke war zurückgeschoben, die Hände in das Laken verkrampft. Wieder eine Nacht ohne Schlaf, zu sehr brütete er mit seinen Gedanken über das, was er verloren hat. Wut, Verzweiflung, Trauer, immer wieder jagten die Dämonen ihn aus dem Schlaf. Die Wirkung des Whiskeys, der ihm zumindest für ein paar Stunden Schlaf vergönnte, ließ nach. Dabei war die Nacht noch nicht zu Ende, der Wecker neben dem Bett zeigte 2:45 Uhr.

Der Kopf schmerzte, er rieb sich die Augen, drehte sich unwillig zur Seite und drückte sich dann mühsam hoch. Dumpf sah er aus dem Fenster des Penthouses, glitzernd lag Chicago zu seinen Füßen, der Mond versteckte sich hinter einem seichten Schleier aus dünnen Wolken. Es war mitten in der Nacht, der nahende Frühling kündigte sich schon durch wärmere Nächte an, trotzdem fröstelte er.

Langsam stand er auf und ging vorsichtig Richtung Bad. Unsicher tastete er nach dem Lichtschalter und blinzelte im aufblitzenden Neonlicht der Leuchtspiegel. Ein dumpfes Pochen in seinem Kopf war die Antwort.

Verdammt, stellte er unzufrieden fest, ich sollte mit der Scheiße aufhören!

Jeden Morgen ärgerte er sich über die Folgen des Alkohols, aber es musste nur wieder Abend werden, damit der Whiskey im Kampf gegen Einsamkeit und Trauer wieder sein bester Freund wurde. Schmeckte der hochprozentige Alkohol gestern Abend noch so gut, jetzt widerte ihn der fade Geschmack in seinem Mund an. Er stellte sich widerwillig vor den Spiegel.

Das Gesicht im Spiegel ist das Gesicht von Michael Clay, immer noch sehr attraktiv, kantig, männlich, selbstbewusst. Aber nun lag ein Schatten auf den grauen Augen, der Bart war stoppelig, die Augenringe verrieten ein dringendes Schlafbedürfnis und über der Nasenwurzel hat sich eine tiefe Falte schräg eingeprägt, als würde er ständig über etwas nachdenken. Die Schläfen waren ergraut und von dort kämpften sich ein paar feine graue Strähnen ihren Weg nach oben durch das kupferbraun leuchtende Haar, das ihm lockig in die Stirn fiel. Ernst blickte ihm sein Konterpart ins Gesicht.

„Clay, du siehst scheiße aus“, murmelte er, während er seine rot geränderten Augen musterte. Fahrig fuhr er sich mit einer Hand durchs Haar, zog sich die Pyjamahose herunter und setzte sich mit einem Seufzer auf die Toilette. Den Kopf auf die Arme gestützt wartete er geduldig, bis sich die Blase vollends geleert hatte, zog sich die Hose hoch, spülte und wusch sich die Hände. Fast mechanisch waren die Bewegungen, immer noch spürte er den Alkohol, den sein Körper in den letzten Stunden noch nicht zersetzt hatte.

Er entschied sich dafür, aus dem Kühlschrank noch ein Bier zu holen, vielleicht schaffte er ja noch ein paar Stunden Schlaf bis zum Morgengrauen, er wird einen anstrengenden Tag mit einem prallen Terminkalender überstehen müssen. Er stieß die Türe auf, durchquerte das Schlafzimmer Richtung Korridor und tapste barfuß den Gang entlang Richtung Küche. Zielstrebig ging er auf den Kühlschrank zu, würdigte der halbvollen Whiskeyflasche auf dem Wohnzimmertisch keines Blickes. Vorsichtig zog er die Kühlschranktür auf, wie immer gut gefüllt von Zoe, seiner langjährigen Hausdame. Auch ein paar Bierflaschen zählten zum Inventar und er griff dankbar eine der kleinen Flaschen. Sein Blick flog kurz über die Speisen, die sorgfältig verpackt und geordnet in den Regalen lagen. Er schluckte, sein Magen rebellierte kurz und er verwarf den Gedanken, etwas zu essen. Das Bier sollte reichen. Mit einem sanften Laut schloss sich die Kühlschranktür, der Griff in die Schublade zum Flaschenöffner war Routine, das vertraute Plopp des Kronkorkens versöhnte ihn ein klein wenig mit seinem Magen und er setzte das kühle Nass so lange an die Lippen, bis die Flasche leer war. Der herbe Geschmack war jetzt das Richtige. Mit einem tiefen Aufstoßen ließ er die Luft aus dem Magen und wischte sich mit dem Handrücken die Schaumreste vom Mund. Das tat gut!

Und während er noch so entspannt an der Küchenzeile lehnte, sah er es: es war nur eine winzige Reflektion im Augenwinkel, aber sie war ihm nicht entgangen. Im schwachen Licht der gedimmten Küchenstrahler konnte er eine Bewegung auf dem Bildschirm des Fernsehers ausmachen, die nicht von ihm stammen konnte. Dafür stand er zu weit weg. Es war die Spiegelung eines Menschen, der sich geduckt hinter dem Wohnzimmerregal versteckte.

Clay erstarrte, der Schreck ließ seinen Magen verkrampfen, wie auf einen Schlag war er stocknüchtern, seine Sinne kämpften sich durch den Gedankennebel nach vorne.

Wer ist das? Wie kommt er hier rein? Ein Einbrecher? Hier im 26 . Stock mit allen Sicherheitsvorkehrungen? Was soll das…?

Ungläubig versuchte er, aus der Spiegelung etwas von dieser Person wahrzunehmen. Vermutlich glaubte sie sich unerkannt, gut getarnt, also musste er so tun, als hätte er sie nicht gesehen, um sie nicht nervös zu machen. So ruhig er konnte, stellte er die Flasche auf der Stellfläche des Küchentisches ab, zwang sich, gleichmäßig zu atmen und seine Bewegungen nicht zu schnell auszuführen. Sein Herz klopfte ihm bis zum Hals, aber er schritt ruhig und gemächlich in Richtung Balkon. Einen kurzen Moment zögerte er, vielleicht war die kauernde Person doch bewaffnet? Er könnte ja erst Theo, seinen persönlichen Bodyguard, wecken und dann gemeinsam die Person überwältigen. Aber er verwarf den Gedanken wieder, vermutlich wäre sie in der Zwischenzeit schon abgetaucht auf demselben unbekannten Weg, den sie hier hereinkam.

Er war jetzt in Höhe des Regals, das dem Eindringling als Versteck diente, er verlangsamte seine Schritte und spannte seine Muskeln an. Gut, dass er sich in den letzten Monaten wieder verstärkt einem intensiven Kampftraining widmete, um die Wut abzubauen, die immer noch regelmäßig von ihm Besitz ergriff. Die intensive Beschäftigung mit sich und seinen Grenzen half wenigstens für kurze Zeit, wieder er selbst zu sein. Seine Muskeln und Sinne arbeiteten daher wie auf Knopfdruck.

Blitzschnell griff er um das Seitenteil des Regals, bekam einen Arm zu fassen und zog ihn ruckartig zu sich heran. Gleichzeitig schob er sein linkes Bein dem Gegner vor die Knie und zog ihn über seinen Oberschenkel. Überrascht von der Hebelkraft fiel der schlanke Körper ächzend der Länge nach auf den Boden. Mit einer geübten Bewegung knickte Clay die Hand des Armes um, den er zuerst erwischte, um dann den kompletten Arm auf den Rücken zu biegen. Sein Gegner bog seinen Oberkörper vor Schmerz nach oben. Geschickt setzte er sein rechtes Knie auf die unteren Rückenwirbel auf. Den anderen Arm umschloss er mit seiner kräftigen Rechten.

Schmerzhaft zuckte der Körper unter ihm auf, als er den unnatürlich angewinkelten Arm nach oben drehte. Es war ein helles Stöhnen und er bemerkte sofort, dass es eine Frau war, die er so unsanft zu Boden drückte und der er nun den Arm auf eine Weise verbog, die den Kugelansatz des Oberarms schmerzhaft aus der Knochenpfanne zog.

„Was machst du hier! Wer bist du und wie bist du hier hereingekommen“, herrschte er sie an.

„Bitte tun Sie mir nicht weh, ich habe ihnen doch gar  nichts getan“, wimmerte es hell und panisch vom Grund seines Wohnzimmerteppichs und er spürte eine schwache verzweifelte Bewegung des gepeinigten Körpers, um die Lage seines Knies auf dessen Rücken zu verlagern. Vermutlich lag er mit seinem ganzen Gewicht drauf. Langsam dämmerte es ihm, dass er ziemlich grob zu der Lady am Boden war, aber seine Wut war noch nicht verraucht.

„Antworte mir“, stieß er hervor und verlagerte nur ein wenig sein Gewicht.

„Bitte Sir, ich bin kein Einbrecher, ich habe ihnen nichts gestohlen! Lassen sie mich gehen, bitte!“ schluchzte die junge Frau unter ihm, er hatte inzwischen gemerkt, dass sie seiner Kraft nichts entgegenzusetzen hatte.

„Sag mir, wie du heißt“, befahl er barsch.

„S… Sophie“, kam es stockend aus ihrem Mund.

„Und was hast du dann hier gemacht, wenn du nichts gestohlen hast?“ Sein Ton war eisig, er war richtig wütend. Wie kam diese Person dazu, bei ihm einzudringen, in sein Apartment, mitten in der Nacht? Er hatte sich mächtig erschrocken.

„Ich habe den Flügel gesehen, ich wollte ihn sehen, darauf spielen…“ Ihre Stimme wurde leiser.

Überrascht lockerte Clay den Griff und ließ ihren schmerzenden Arm etwas sinken.

„ Ich wohne nebenan, unser Balkon grenzt an den ihren und ich kann ihn mühelos überklettern, ihre Balkontür stand offen, so kam ich rein… bitte Sir, ich wollte ihnen keinen Ärger machen, ich habe mich von meiner Neugier leiten lassen!“

Clays Blick wanderte zum Balkon, tatsächlich stand die Balkontüre offen, die Gardinen raschelten noch im leichten Wind, der ständig die Fassade hier oben im 26. Stock umspielte. Clay erkannte, dass von dem Mädchen keine Gefahr drohte. Er ließ ihre Arme los und setzte sich auf den Boden neben sie. Langsam und stöhnend setzte sie sich auf und rieb sich ihren verbogenen Arm. An der Druckstelle, die Clay umklammert hatte färbte sich ihre Haut rot. Vorsichtig rieb sie sich die wunde Stelle, der Arm hing hilflos herunter. „Sie haben mir weh getan“, schmollte Sophie und schaute ihm unverwandt ins Gesicht. Sie hatte ein erstaunlich hübsches Gesicht, sehr natürlich, hohe Wangenknochen mündeten in einen vollen, weiblichen Mund. Die Proportionen stimmten perfekt, die Haare schimmerten golden, es war in einem dicken lockeren Knoten im Nacken befestigt. Ein paar Locken umspielten die blassen Konturen mit großen, grüngoldenen Augen. Die Pupillen waren weit geöffnet, Angst und Scham...



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