Weiss Religio vera?
1. Auflage 2000
ISBN: 978-3-95899-120-0
Verlag: VDG Weimar - Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Zur religionsphilosophischen Lösung der Wahrheitsproblematik im deutschen Werk Paul Tillichs
E-Book, Deutsch, 206 Seiten
ISBN: 978-3-95899-120-0
Verlag: VDG Weimar - Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften
Format: PDF
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Die Monographie über das deutsche Werk Paul Tillichs beschäftigt sich mit einer der zentralen Fragen, welche sich Philosophie und Religion immer wieder zu stellen hat: mit der Frage nach der Wahrheit der Religion. Die Arbeitshypothese besagt, daß für Tillich die Frage nach der Wahrheit der Religion eine Frage nach dem geschichtlich bedingten Sinnvollzug ist und nur auf dem Boden des Religiösen philosophisch sinnvoll gestellt und beantwortet werden kann, wenn sich Philosophie und Religion als Hinweis auf das Unbedingte erweisen und darin ihre eigene Grenze erkennen. Weiß geht von der doppelten Prämisse aus, daß Tillich, zumindest in seiner deutschen Zeit, primär religionsphilosophisch zu erfassen und zu begreifen ist, sowie es für Tillich nur eine Wahrheit gibt. Diese eine Wahrheit ist durch die mögliche Synthese zwischen Offenbarungslehre und Philosophie, Gott und Welt, Religion und Kultur religionsphilosophisch zu schaffen. Anhand der zentralen Begrifflichkeiten Tillichs sowie durch die Theorie des (geschichtlich zu vermittelnden) Sinnes als Grund und Abgrund des Menschseins gelingt es, die Arbeitshypothese nachzuweisen, wobei Religion und Philosophie getragen sind von Schicksal als positive, umwandelnde Kraft. Dadurch ist es möglich, die Vereinigung zwischen Kultur und Religion religionsphilosophisch durch das Stehen des Logos im Kairos zu veranschaulichen. Religionsphilosophie, die durch Tillich inspiriert ist, wird auch in Zukunft diese universale Synthese anzustreben haben. Ob dies, wie bei Tillich, durch ein Stehen zwischen Idealismus, Phänomenologie und Existenzialismus als philosophisches Grundgerüst noch möglich ist, werden Fragen der (religionsphilosophischen) Zukunft sein. Diss. Frankfurt/M. 1999.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Cover;1
2;Impressum;4
3;Widmung;5
4;Vorwort;6
5;Inhaltsverzeichnis;7
6;Einleitung;10
7;Erster Teil: Tillichs Methode;24
7.1;1. Vorbetrachtung;24
7.2;2. Das System der Wissenschaften von 1923;24
7.2.1;2. 1. Denken, Sein und Geist;24
7.2.1.1;2. 1. 2. Sinn und System;27
7.2.2;2. 2. Der Philosophiebegriff;30
7.2.2.1;2. 2. 1. Die Funktion und die Kategorie;32
7.3;3. Die metalogische Methode im „System der Wissenschaften“;35
7.3.1;3. 1. Das erste Element der Metalogik: Die Philosophie;35
7.3.2;3. 2. Das zweite Element der Metalogik: Die Geschichte;38
7.3.3;3. 3. Das dritte Element der Metalogik: Die Systematik;41
7.3.4;3. 4. Die metalogische Methode als Methode der einen Geisteswissenschaft;42
7.4;4. Metaphysik und Theologie im „System der Wissenschaften“;47
7.4.1;4. 1. Die Metaphysik als selbständige Sinnfunktion;48
7.4.2;4. 2. Theonomie und Autonomie;51
7.4.3;4. 3. Theologie als theonome Systematik;54
7.4.4;4. 4. Theonomie im theoretischen und praktischen Akt;56
7.4.4.1;4. 4. 1. Im theoretischen Akt;56
7.4.4.2;4. 4. 2. Im praktischen Akt;59
7.4.5;4. 5. Wissenschaft und Leben als Ausdruck der einen Wahrheit;61
7.5;5. Zusammenfassung;67
8;Zweiter Teil: Kritische Religionsphilosophie;70
8.1;1. Vorbetrachtung;70
8.2;2. Religionsphilosophie: Die Aufgabenstellung;70
8.2.1;2. 1. Das Problem der Religionsphilosophie;70
8.2.2;2. 2. Zur Religionsphilosophie innerhalb der Wissenschaftssystematik;71
8.3;3. Religionsphilosophie: Die Methoden;75
8.3.1;3. 1. Die Fremdmethoden;75
8.3.2;3. 2. Die Eigenmethoden;76
8.3.3;3. 3. Exkurs zum Religionsbegriff;80
8.3.3.1;3. 3. 1. Scholz - Die ponderable Religion;82
8.3.3.2;3. 3. 2. Die kritisch-intuitive Überwindung des Religionsbegriffes;84
8.3.4;3. 4. Der metalogisch verstandene Wesensbegriff von Religion;84
8.3.4.1;3. 4. 1. Die metalogische Entwicklung der Sinnelemente;88
8.3.4.2;3. 4. 2. Das Religiöse und die (Sinn)-Funktionen;94
8.4;4. Zur religionsphilosophischen Lösung der Wahrheitsfrage;98
8.4.1;4. 1. Exkurs zur Antinomie von Wahrheit und Sittlichkeit;98
8.4.1.1;4. 1. 1. Die Gleichgu¨ltigkeitsdimension des mystischenWahrheitsbegriffes;100
8.4.1.2;4. 1. 2. Zur Irrationalität der Existenz;102
8.4.1.3;4. 1. 3. Freiheit als Identität im Absoluten;104
8.4.1.4;4. 1. 4. Das substantielle Verhältnis zu Gott: Die Religion;108
8.4.2;4. 2. Die Identität zwischen Wesensfrage und Wahrheitsfrage;110
8.4.2.1;4. 2. 1. F. Brunstäd, H. Cohen, P. Natorp, W. Windelband;111
8.4.2.2;4. 2. 2. Wahrheit als Richtung auf das Unbedingte;114
8.4.2.2.1;4. 2. 2. 1. Die subjektive Grundlage der Metalogik: Der Zweifel;115
8.4.2.2.2;4. 2. 2. 2. Das Materialprinzip als Paradox;117
8.4.2.2.3;4. 2. 2. 3. Das Unbedingte als Setzung der Realität;119
8.5;5. Zusammenfassung;122
9;Dritter Teil: Die Durchfu¨hrung der Religionsphilosophie -oder: Religiöse Verwirklichung;124
9.1;1. Vorbetrachtung;124
9.2;2. Zur Kulturtheologie;124
9.3;3. Das Unbedingte;129
9.4;4. Die Offenbarung;138
9.4.1;4. 1. Die Grundoffenbarung;139
9.4.2;4. 2. Die Heilsoffenbarung;144
9.4.3;4. 3. Die vollkommene Offenbarung;150
9.4.4;4. 4. Die Offenbarung und das Unbedingte -Zwischenergebnis;155
9.5;5. Geschichte und Geschichte als Offenbarungsgeschichte;156
9.5.1;5. 1. Das Dämonische;158
9.5.2;5. 2. Gläubiger Realismus;162
9.5.3;5. 3. Die Gerichtetheit der Geschichte: Die Christologie;167
9.5.4;5. 4. Die Gerichtetheit der Geschichte: Das Eschaton;174
9.5.5;5. 5. Schicksal und Philosophie;180
9.6;6. Zusammenfassung;189
10;Vierter Teil: Ergebnisse, Ausblick und Kritik;192
10.1;1. Ergebnisse;192
10.2;2. Ausblick;194
10.3;3. Kritik;195
11;Literaturverzeichnis;197




