Weinstein | Star Trek - Classic: McCoys Tochter | E-Book | www2.sack.de
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E-Book, Deutsch, 0 Seiten

Weinstein Star Trek - Classic: McCoys Tochter

Roman
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-641-11750-4
Verlag: Heyne
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman

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ISBN: 978-3-641-11750-4
Verlag: Heyne
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Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Pilles Tochter in Gefahr!

Auf dem Planeten Empyrea existiert eine Kolonie genetisch perfektionierter Menschen, die mit ihren "minderwertigen" Verwandten nichts mehr zu tun haben wollen. Sie treten aus der Föderation aus. Botschafter Mark Rousseau und die Enterprise-Crew sollen die Empyreaner umstimmen. Pille erlebt auf dem Planet noch eine ganz andere Überraschung: Er ist Vater einer beinahe erwachsenen Tochter. Doch die Gesetze auf Empyrea erlauben keine "schlechten" Gene - McCoys Tochter droht die Verbannung oder gar Exekution.

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Kapitel 2


PERSÖNLICHES LOGBUCH DES CAPTAINS, STERNZEIT 7591.4.

Wir erreichen Raumbasis 86 in einer Stunde. Die Flotte hat uns, außer der Tatsache, dass Botschafter Mark Rousseau das Kommando übernehmen wird, keine Einzelheiten der Mission mitgeteilt. Jetzt erfahre ich, dass McCoy und Rousseau sich schon seit Unzeiten kennen – dass sie einst die besten Freunde waren. Und heute …? Ich weiß es nicht. Ich weiß allerdings, dass an der Sache mehr ist, als McCoy mir erzählt hat.

»Computer«, sagte Kirk und lehnte sich unter der kleinen Sammlung von Feuerwaffen, die an der Wand hingen, im Ecksessel seiner Kabine zurück.

»Bereit«, kam die sofortige Antwort.

»Zugriff auf Personalakte Mark Rousseau, außer Diensten.«

»Zugriff«, erwiderte die beruhigende weibliche Stimme des Computers.

»Auflistung seiner Kommandos.«

»Erstes Kommando: Wissenschaftliches Forschungsschiff U.S.S. Richard Feynman, 2254. Zweites Kommando: Experimentalschiff U.S.S. Manhattan, 2255. Drittes Kommando: Raumschiff U.S.S. Hood, 2256. Viertes und letztes Kommando: Raumschiff U.S.S. Lexington, 2261. 2264 aus dem aktiven Dienst der Flotte ausgeschieden.«

Nur wenigen Offizieren war so schnell ein Kommando übergeben worden wie Rousseau, und noch viel weniger hatten je von kleineren Einheiten zu schweren Kreuzern gewechselt. »Wie alt war Captain Rousseau, als er auf die Hood versetzt wurde?«

»Dreißig Jahre, sieben Monate, zwölf Tage.«

Na, dann hab' ich ihn ja doch noch geschlagen, dachte Kirk mit dem Anflug eines Lächelns. Er hatte sich diese Frage schon immer gestellt, aber sich nie die Mühe gemacht, sie zu klären. Vor ihm war Mark Rousseau der jüngste Captain in der Geschichte der Raumflotte gewesen. Kirk hatte ihn überflügelt, denn er hatte das Kommando über die Enterprise kurz nach seinem dreißigsten Geburtstag erhalten. Früher oder später würde natürlich ein anderer seinen Rekord brechen, so wie er den Rousseaus gebrochen hatte.

Aber bis dahin konnte er es sich verzeihen, einen gewissen Stolz über seine außerordentliche Leistung zu empfinden. Es war eine der wenigen privaten Eitelkeiten, die er sich gestattete, und nun, da er etwas über die außergewöhnliche Persönlichkeit von Mark Rousseau erfahren hatte, bedeutete sie ihm noch etwas mehr.

»Computer … Zugriff auf Personalakte Dr. Leonard McCoy.«

»McCoy, Leonard H., Dr. med. Erste Aufgabe im interstellaren Raum als Starfleet-Junioroffizier im Jahr 2253, an Bord der U.S.S. Republic …«

»Ähm, das übergehen wir«, sagte Kirk mit einem Schwenken der Hand. »Filtern: Alle Daten, die gemeinsame dienstliche Aufgaben von McCoy und Rousseau betreffen.«

»Verstanden. Gleichzeitiger Dienst von Dr. McCoy und Captain Rousseau auf dem wissenschaftlichen Forschungsschiff U.S.S. Richard Feynman, 2254.«

Kirk hob die Augenbrauen. »Was? Na, das nenne ich interessant. Was war Dr. McCoys Rang und Dienststellung?«

»Rang: Lieutenant. Dienststellung: Erster medizinischer Offizier.«

»Wie lange war McCoy auf der Feynman?«

»Sieben Monate und neun Tage.«

Hmmm … Nicht sehr lange, dachte Kirk. Außerdem hörte er zum ersten Mal, dass McCoy auf der Feynman gedient hatte. Er hatte nie darüber gesprochen. »Wohin ist McCoy von der Feynman gewechselt?«

»Versetzung auf das medizinische Evakuierungsschiff U.S.S. Koop

»In welcher Position?«

»Medizinischer Offizier.«

Kirk verdaute stirnrunzelnd, was er gerade vom Computer erfahren hatte. Es war ungewöhnlich – man hatte eigentlich noch nie davon gehört –, dass ein Arzt mit so geringer interstellarer Erfahrung wie McCoy auf der Feynman zum Chefarzt avanciert war. So gut ein Arzt vielleicht auch war, eine solche Position bedurfte eines Wunders – oder des unermüdlichen Ziehens von Fäden durch den kommandierenden Offizier eines Schiffes. In diesem Fall war Mark Rousseau dieser Kommandant gewesen.

Trotzdem, solche Interventionen kamen vor. Starfleet war kaum immun dagegen. So war McCoy also wieder mit seinem Freund aus Kindertagen zusammengekommen, wie sie es sich Jahre zuvor erträumt hatten.

Man sollte annehmen, dass er sich sehr darüber gefreut hat, dachte Kirk. Aber die Fakten deuteten ein gegenteiliges Ergebnis an: den sehr raschen Abgang von der Feynman sowie eine Zurückstufung der Dienststellung, falls nicht gar des Dienstgrades und die darauf folgende zwanzigjährige Entfremdung alter Freunde. Man brauchte kein Meisterdetektiv zu sein, um den Schluss zu ziehen, dass da irgend etwas ernstlich schiefgegangen war.

Aber was? Kirk hatte keine Ahnung. Er war freilich gewillt, es herauszukriegen, und zwar nach Möglichkeit, bevor Rousseau an Bord kam. Das singende Pfeifen des Interkoms unterbrach seine Gedanken, und kurz darauf ertönte eine altvertraute Stimme. »Spock an Captain Kirk.«

»Hier Kirk.«

»Wir nähern uns Raumbasis 86, Sir.«

Kirk griff nach seiner Uniformjacke und eilte auf die Brücke. Die Antworten auf die Fragen über die gerade enthüllten Geheimnisse in McCoys Vergangenheit würden leider warten müssen.

Die Enterprise glitt in eine Kreisbahn um die Raumbasis 86, eine unauffällige Station im Planetensystem Alpha Katonii, das hauptsächlich wegen seiner produktiven Minen-Kolonien bekannt war.

Commander Scott stand bereits hinter der Konsole, als Kirk und Spock in den Transporterraum 3 kamen, um den angekündigten Gast zu begrüßen.

»Koordinaten stehen, Sir«, sagte Scott.

Kirk schaute von dem Ingenieur zum Ersten Offizier. McCoy glänzte durch Abwesenheit. »Nun, sind wir bereit, der Legende zu begegnen?«

»Irgendwie sind wir auch 'ne Legende, Sir«, sagte Scott mit einem listigen Lächeln.

»Das kann man wohl sagen, Scotty. Energie.«

Scott aktivierte den Transporter. Das vertraute Sirren wurde schriller, dann dumpf, und in der Kammer materialisierte ein hochgewachsener, kräftiger Mann. Bevor Kirk ihm entgegengehen konnte, kam er mit einem Schritt die Stufen hinab und streckte den rechten Arm aus. Er packte Kirks Hand mit einer Festigkeit, die kraftvoll war, ohne einschüchternd zu sein.

Ein perfektes Händeschütteln, dachte Kirk überrascht. Er fragte sich, ob er es noch bedauern würde, dass McCoy ihm so viel über Rousseau erzählt hatte. Es würde schwierig sein zu vermeiden, den Menschen aus Fleisch und Blut an seinem Mythos zu messen. »Willkommen auf der Enterprise, Botschafter Rousseau.«

»Danke, Captain.« Rousseaus Stimme besaß eine Resonanz, die völlig zu einem Menschen seiner imposanten körperlichen Gestalt passte. Seine präzise Diktion zeigte jedoch keine Spur des schleppenden Südstaatenakzents, den McCoy sich trotz der vielen Jahre bewahrt hatte, seit denen er Georgia verlassen hatte. »Freut mich, Sie wiederzusehen, Captain.«

»Ich hätte nicht gedacht, dass Sie sich an mich erinnern«, sagte Kirk mit einem Anflug ehrlicher Überraschung. »Unsere Begegnung ist schon so lange her – und war auch ziemlich kurz, wenn ich mich nicht irre.«

Rousseau lächelte breit. »Fast zehn Jahre – es war auf einer Starfleet-Konferenz, auf der es um den klingonischen Unfug bei Donatu V ging. Sie hatten das Kommando über die Enterprise gerade übernommen, und ich war im Begriff, die Brücke der Lexington zu verlassen.«

»Sie haben ein gutes Gedächtnis, Herr Botschafter.«

»Wie könnte ich je den Burschen vergessen, der mich vom Thron des jüngsten Captains der Flotte gestoßen hat?«, sagte Rousseau mit einem herzlichen Lachen und drückte freundlich Kirks Schulter.

Kirk deutete auf seine Offiziere, die respektvoll den Kopf neigten, als er sie vorstellte. »Dies sind Commander Spock, der Erste Offizier, und Commander Montgomery Scott, der Chefingenieur.«

»Meine Herren, Ihr Ruf ist Ihnen vorausgeeilt. Ich will Ihnen ganz offen sagen, dass ich ziemlich neidisch auf Chris Pike war, weil Mr. Spock in den letzten Jahren seines Enterprise-Kommandos sein Erster Offizier war. Und ich war ganz schön sauer auf Sie, Captain, als Sie ihn erbten. Ich habe alles versucht, um Ihnen Mr. Spock auszuspannen. Und was Mr. Scott betrifft, so muss ich sagen, dass die Enterprise wirklich so beeindruckend ist, wie Ihre technischen Berichte behaupten.«

»Sie haben sie gelesen, Sir?«, sagte Scott. Er war wirklich erstaunt. Es hatte Scotty privat stets gewurmt, dass Captain Kirk sich nicht die Bohne für all die interessanten technischen Details des Schiffes interessierte, das sie beide so liebten.

Rousseau beugte sich zu Scotty vor, der aufgrund des Kompliments ziemlich erfreut wirkte. »Eine alte Angewohnheit, sie stammt noch aus meiner Zeit bei der Flotte. Ich wäre beinahe auch Ingenieur geworden. Sie können stolz auf das sein, was Sie aus dem alten Mädchen gemacht haben.«

»Bin ich, Sir.«

Rousseau musterte den Raum, dann seufzte er. »Und wo ist mein alter Freund Dr. McCoy?«

Kirk hob den Blick und bemühte sich, jedes sichtbare Unbehagen zu verschleiern. »Er muss sich um … ähm … irgendeine dienstliche Sache kümmern. Er stößt dann im Konferenzraum zu uns.«

»Tja, ich schätze, dann können wir gleich zur Sache kommen, damit Sie erfahren, wohin ich Sie verschleppe – und aus welchem Grund.«

McCoy saß allein am...



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