E-Book, Deutsch, Band 285, 64 Seiten
Reihe: Maddrax
Weinland Maddrax 285
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-8387-0584-2
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Am Nabel der Welt
E-Book, Deutsch, Band 285, 64 Seiten
Reihe: Maddrax
ISBN: 978-3-8387-0584-2
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Endlich erreicht der Amphibienpanzer mit Matt, Aruula, Xij und Victoria an Bord sein Ziel - den Absturzort des marsianischen Raumschiffs. Doch wenn Matt Drax dachte, er wäre auf einer Rettungsmission, um die Überlebenden vor den Barbaren zu schützen, sind es nun er und seine Freunde, die in Gefahr geraten. Denn nahe dem Einschlagpunkt wächst ein Zeltdorf, und die Bewohner, die von überall her strömen, haben eine gewaltige Halle aus Trümmerteilen errichtet, in der Unheimliches geschieht...
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" (S. 3-4)
Die Nacht brüllte wie ein sterbender Gott. Enno fiel vor Schreck aus dem Hochbett, das er sich aus Angst vor Ratzen unter der Hüttendecke eingerichtet hatte. Ratzen waren sein Albtraum, seit ihn mit vier Jahren ein kapitales Exemplar dieser Gattung angefressen hatte. Das war im strengen Winter 2514 gewesen; inzwischen war er körperlich zum Mann gereift und wusste sich zu wehren. Damals jedoch … Die Narbe in der Hüfte, wo die tückischen Zähne gewütet hatten, bevor sein Vater der Kreatur den Kopf abgeschlagen hatte, erinnerte Enno noch heute an dieses traumatische Erlebnis. Wenn das Wetter umschlug, schmerzte die Narbe, als würden immer noch nadelspitze Zähne darin stecken.
Die grässliche Wunde hatte sich damals entzündet, und niemand aus der Familie oder dem Dorf hatte auch nur noch einen Pfifferling auf sein Leben gegeben. Tagelang hatte er mit hohem Fieber dagelegen, sterbend, wie die allgemeine Überzeugung lautete. Doch von einem Tag auf den anderen war es wieder aufwärtsgegangen. Ein fahrender Händler hatte Ennos Mutter ein Pulver verkauft, über dessen Herkunft und Zusammensetzung er sich ausschwieg.
Aber die Mutter hatte es als letzte Chance betrachtet. Ob die überraschend einsetzende Wundheilung tatsächlich dem Pulver zu verdanken war, wusste Enno bis heute nicht. Doch seither bewahrte er den Rest der Arznei über seinem Herzen auf. Seine Mutter hatte sie ihm in eine kirschgroße Holzperle gefüllt und an einer Lederschnur zusammen mit dem durchbohrten Ratzenzahn aufgefädelt, den der Vater ihm zum Andenken an die grausige Nacht geschenkt hatte. Aber das war vor zwölf Wintern gewesen – und nicht einmal das monströse Biest von einst wäre in der Lage gewesen, einen solchen Laut auszustoßen, wie er jetzt durch die Nacht klang. Enno stürzte gut zwei Meter tief und hätte sich auf dem harten Boden aus gestampftem Lehm vielleicht ein paar"




