Weinert | Modernes Cost Engineering | E-Book | sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 196 Seiten

Weinert Modernes Cost Engineering

Wie costdata die Methode zur kontrollierten Gewinnmaximierung entwickelte und bei Unternehmen als Controlling-Instrument implementiert.

E-Book, Deutsch, 196 Seiten

ISBN: 978-3-7597-9845-9
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Mit Blick auf das Wachstum und die ständigen Marktveränderungen hat costdata die weltweit größte Kosten-Datenbank entwickelt. Durch kontinuierliche Recherche von Marktpreisen kann costdata mit seiner Datenbank seinen Kunden eine Kostenersparnis von durchschnittlich 12 % umsetzen. In diesem Buch erfahren Sie alles, was Sie benötigen, was modernes Cost Engineering in der konkreten Umsetzung bedeutet, um mit Ihrem Unternehmen langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Wenn Sie nach der Lektüre der folgenden Kapitel am Ende dieses Buches angelangt sind, kennen Sie konkrete Cost-Engineering-Kennzahlen, die Sie sofort in Ihre Strategieentwicklung integrieren und umsetzen können. Sie erhalten Einblicke in Tools, den Organisationsaufbau und die Führung, die es ermöglichen, nachhaltige wirtschaftliche Ergebnisse wie zum Beispiel die Optimierung von Betriebskosten, die Steigerung der Effizienz oder die Maximierung des Return on Investment zu erzielen. Bonus: Exklusiver Einblick in die costdata Tools

Dipl.-Ing. (FH) Frank Weinert verfügt über mehr als 35 Jahre Erfahrung in den Bereichen Cost Engineering, Einkauf, Produktion und Controlling in nahezu allen Branchen des produzierenden Gewerbes. Er studierte in Köln Produktionstechnik und startete seine Karriere als Graduate Trainee bei der Ford-Werke AG, wo er für den Einkauf von unterschiedlichsten Warengruppen verantwortlich war. Von 1994 bis 1996 arbeitete er in Portugal für das damalige Joint Venture Autoeuropa von VW und Ford. Als Senior Einkäufer kaufte er die ersten Navigationssysteme und die Fertigung des Escort Cabriolets bei einem Lieferanten ein. In den letzten Jahren bei Ford beschäftigte er sich intensiv mit dem Thema Produktkostenanalyse und realisierte dadurch hohe Preisreduzierungen. Nach 10 Jahren bei Ford machte er sich selbstständig und gründete die costdata GmbH. Es entstanden die Standardsoftware costdata® calculation sowie weitere Softwareprogramme für die Bereiche Cost Engineering, Einkauf, Controlling, Entwicklung und Produktion. Die Marktdatenbank costdata® market data ist weltweit die größte Kosten-Datenbank und beinhaltet stets aktuelle Preise für alle Produktkostenabschätzungen und zur Überprüfung der Wettbewerbsfähigkeit. Frank Weinert verantwortete über 600 Projekte zur Kostenreduzierung, zur Kostenkalkulation sowie zur Implementierung und zum Aufbau von Cost-Engineering-Abteilungen. Er entwickelte eine Methode zur kontrollierten Gewinnmaximierung, die von der costdata GmbH als Controlling-Instrument bei Unternehmen implementiert wird. Um das Bewusstsein für kostentechnische Prinzipien zu schärfen und so die Effizienz aller Fertigungsindustrien zu verbessern, ist er Gastdozent an der Hochschule Koblenz und leitet das Institute of Cost Engineering.
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Basiswissen Cost Engineering
Cost Engineering verkörpert die synergetische Fusion zweier fundamentaler Dimensionen des Unternehmertums: die der Kostenkalkulation und jene des Ingenieurwesens. Dabei geht es nicht nur um eine oberflächliche Quantifizierung monetärer Ausgaben im Zusammenhang mit Produkten oder Dienstleistungen. Vielmehr werden die tiefgreifende Analyse sowie die fortlaufende Optimierung der zugrunde liegenden Prozesse umfasst, seien es solche der Produktentwicklung oder der Fertigung. Historisch betrachtet ist das Konzept des Cost Engineerings keineswegs neu. Es manifestierte sich ursprünglich in Form von Praktiken, die unter dem Begriff „Kostenanalysen“ bekannt waren. Der Ausgangspunkt des Cost Engineerings ist die Wertanalyse, die im Jahr 1947 durch den Chefeinkäufer Lawrence D. Miles (1904–1985) von General Electric ins Leben gerufen wurde und die Senkung der Materialkosten ohne Verschlechterung der Produktqualität anstrebt. Der transatlantische Transfer dieses Paradigmas nach Europa, speziell nach Deutschland, setzte etwa zu Beginn der 1990er-Jahre ein und war maßgeblich durch US-amerikanische Konzerne wie Ford beeinflusst. Die terminologische Konsolidierung unter dem Fachausdruck „Cost Engineering“ vollzog sich allerdings erst in den frühen 2000er-Jahren. Das Hauptziel dieses Ansatzes lag und liegt nicht nur in der reinen Kostenreduktion, sondern vielmehr in der proaktiven Vermeidung unnötiger Ausgaben durch gezielte ingenieurtechnische Methodologien und Strategien. In konventionellen Unternehmensstrukturen war dieser Ansatz typischerweise in Abteilungen wie dem Einkauf verankert. Mit der fortschreitenden Globalisierung und dem sich wandelnden wirtschaftlichen Klima wurde jedoch immer deutlicher, dass Cost Engineering das Potenzial besaß, eine essenzielle Rolle für die ökonomische Resilienz und die globale Wettbewerbsfähigkeit von Organisationen einzunehmen. Cost Engineering hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten zu einer hochkomplexen Disziplin entwickelt, die sich der optimierten Verknüpfung zwischen wirtschaftlichen Aspekten und technischen Funktionen eines Produktes widmet. In seinem Kern steht die Betrachtung von Produktfunktionen und deren Kostenaspekten, um diese in einem idealen Gleichgewicht zu halten. Das Zusammenspiel von Funktionalität und Wirtschaftlichkeit Ein Beispiel ist die Entwicklung eines Kotflügels für Autos. Dieses im Allgemeinen zumeist kaum beachtete Bauteil besitzt intrinsische Funktionen, die erfüllt werden müssen, seien es der ästhetische Aspekt, der Schutz des Fahrzeugs oder die aerodynamischen Eigenschaften. Das Ziel des Cost Engineerings ist es, alle diese Funktionen zu optimieren und gleichzeitig die damit verbundenen Kosten im Blick zu behalten beziehungsweise diese über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg kontinuierlich zu senken. Ein weiteres bemerkenswertes Beispiel ist der Scheinwerfer eines Autos. Dieser muss nicht nur „Licht geben“ – also seine primäre Funktion erfüllen –, sondern er soll auch anderen Spezifikationen genügen, etwa in Bezug auf Lichtweite, Helligkeit oder heute sogar die adaptive Lichtkegel-Verlagerung in Kurven. Dabei besteht die Kunst darin, ein Produkt zu schaffen, das alle diese Anforderungen erfüllt, aber zugleich auch wirtschaftlich produziert werden kann. Das impliziert oftmals, einen Mittelweg zwischen Premium-Materialien und Kostenoptimierung zu finden. Der Aspekt der Optimierung führt uns zu einer weiteren Schlüsseldimension des Cost Engineerings: Die Rede ist von der Lebensdauer eines Produktes. Dieses kann von seiner Konzipierung her auf Langlebigkeit ausgerichtet und dementsprechend aus hochwertigen Materialien gefertigt sein. Es kann aber auch für einen kürzeren Lebenszyklus optimiert sein – etwas, das man häufig in der Elektronikindustrie beobachtet: Kurz nach Ablauf der Garantie büßt das Produkt seine Funktion ein. Ein zentraler Punkt in dieser Debatte ist das Bestreben, ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis zu erreichen. Unternehmen haben das Ziel, wirtschaftlich auf gesunden Beinen zu stehen und Gewinne zu lukrieren, wobei das Cost Engineering als strategisches Werkzeug dient, um dies zu erreichen. Insbesondere in Branchen mit einem hohen Zulieferanteil wie der Automobilindustrie, wo bis zu 80 % des Produktwertes zugekauft werden, gewinnt das Cost Engineering entscheidend an Bedeutung. Es hilft Unternehmen, nicht nur ihre internen Prozesse und Produkte zu optimieren, sondern auch die Beziehungen und Verhandlungen mit Zulieferern strategisch auszurichten. Gegenwärtig entstehen immer mehr Abteilungen für Cost Engineering, deren Aufgabe es ist, sowohl die Kosten für zugekaufte Teile als auch die tatsächlichen Kosten in der Ingenieursarbeit, die mit der eigenen Produktentwicklung und Herstellung verbunden sind, zu überwachen. Diese Entwicklung ist der zunehmenden Komplexität der Bauteile sowie dem allgegenwärtigen Kostendruck geschuldet. Dank der Globalisierung können Teile von Herstellern aus aller Welt bezogen werden, was die Variantenvielfalt und den Wunsch nach detaillierter Kostentransparenz zusätzlich erhöht. Um Budgets zu planen und Preispunkte für Produkte wie Autos festzulegen, muss genau bekannt sein, welche Kosten anfallen. Das Konzept des Cost Engineerings wird zudem durch den verkürzten Produktlebenszyklus beeinflusst. Der Markt fordert immer schneller neue Produkte, denn wer – wie beispielsweise Apple mit dem iPhone – innovativ ist, kann im Markt agieren und hohe Gewinne erzielen. Die Wettbewerber können dann nur noch reagieren und geraten meist ins Hintertreffen. Sobald man bestimmte Umsatzschwellen erreicht, wird Profit generiert; davor decken die Einnahmen lediglich einen Teil der Kosten. Bei der Erarbeitung eines neuen Produktes – sei es ein Auto, ein Staubsauger oder ein Flugzeug – beginnt der Entwicklungszyklus zunächst mit der Strategie- und Konzeptphase. In dieser ersten Phase liegt das größte Potenzial zur Vermeidung zukünftiger Kosten, denn zu diesem Zeitpunkt werden die entscheidenden Entwürfe und Ideen generiert, die später die tatsächlichen Produktionskosten bestimmen werden. Die maximale Hebelwirkung und die Hochzeit von Entwicklung und Kosten Die maximale Hebelwirkung, sprich die beste Möglichkeit, um Kosten zu vermeiden beziehungsweise diese weitgehend zu reduzieren, ist also am Anfang gegeben. Das ist ein sehr wichtiger Aspekt im Cost Engineering. An dieser Stelle werden die Kosten und die Entwicklung – bildlich gesprochen – „miteinander verheiratet“. Leider wird auf diesen entscheidenden Faktor häufig vergessen, weil die Entwicklungsabteilung im Grunde genommen mit den Kosten nichts zu tun hat. Der Entwickler hat sein Lastenheft und seine Vorgaben, über welche Funktionen ein Produkt verfügen soll und welche Anforderungen es erfüllen muss. Die Aufgabe der Entwicklungsabteilung besteht nunmehr darin, all dies umzusetzen – sie beschäftigt sich jedoch nicht mit der Kostensituation. Sie fragt nicht danach, von welcher Maschine ein Teil hergestellt wird, in welcher Region der Erde diese Maschine steht oder wie hoch die Lohnkosten für die Herstellung des Teils sind. Das wäre insgesamt zu komplex. Entwicklung und Kosten gehören jedoch untrennbar zusammen. Ein funktionierendes Unternehmen muss seine Kosten im Griff haben, ist es doch bestrebt, Gewinne einzufahren und dabei so wenig wie möglich auszugeben – gleichzeitig sollen aber sämtliche Anforderungen erfüllt werden. Die Brücke zwischen diesen beiden Ufern schlägt das Cost Engineering. Würde beispielsweise ein Teil in die Produktion gehen, ohne dass man sich zuerst Gedanken über die damit verbundenen Kosten macht, könnte sich das Unternehmen mit hohen zusätzlichen finanziellen Ausgaben konfrontiert sehen, falls bei einem bereits fortgeschrittenen Projekt unerwartet Änderungen am Material, Anpassungen an den Werkzeugen beziehungsweise Adaptierungen am Konzept oder an den Abläufen vorgenommen und vielleicht sogar noch neue Lieferanten gesucht werden müssten. Der gesamte Prozess dreht dann gezwungenermaßen eine Schleife und beginnt teilweise wieder von vorn. Damit ein Unternehmen im weiteren Verlauf derartige Kosten vermeiden beziehungsweise zumindest reduzieren kann, muss es zunächst beträchtlich mehr Geld für die Anpassungen und Optimierungen in die Hand nehmen. Ein optimal aufgestelltes Unternehmen mit einer Cost-Engineering-Abteilung wird bereits im Rahmen der Konzeption und Planung den zu erwartenden finanziellen Aufwand mit einbeziehen. Aus diesem Grund muss in die Entwicklung ein Kosteningenieur involviert werden, der errechnen kann, wie viel ein Teil, basierend auf der Konzeption, voraussichtlich kosten wird. Die ersten konkreten Kosteninformationen erhält man bereits, sobald das Design steht und das dafür benötigte Material bekannt ist. Aus dem berechneten Gewicht des Teils und dem aktuellen (oder künftig zu erwartenden) Preis für das verwendete Material lassen sich die Materialkosten kalkulieren. Sollten sich diese mit Blick auf die angepeilten Kosten als zu hoch erweisen, ist es möglich, rasch zu reagieren und...


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