E-Book, Deutsch, 116 Seiten
Weber Lichtwärts
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7504-4862-9
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Betrachtungen für ein geistgemäßes Leben in heutiger Zeit
E-Book, Deutsch, 116 Seiten
ISBN: 978-3-7504-4862-9
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Franz Weber ist Kosmosoph, Therapeut und freischaffender Künstler, verheiratet, Vater zweier erwachsener Söhne und frei-beruflich tätig. Im Perceval-Institut für Kosmologie und christliche Hermetik wird Forschung und Beratung zu folgenden Themen getätigt: Gral und spiritueller Schulungsweg, Partnerschaft und Gesundheit, Kunst und Religion, soziale Zeit- und Gesellschaftsfragen ...
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Gerne wird in manchen esoterischen Kreisen davon gesprochen, dass die Welt in ihren vielfältigen Erscheinungen nur Maya, das heißt, ein Schein ist. Man strebt dann als ein spirituell Suchender von der Welt weg, in rein geistige Sphären hinein. Die Einheit, Gott, das Nirvana, die Unio mystica und andere Bezeichnungen für dieses Unnennbare beziehungsweise für eine „bessere“ Welt ist das allgemeine Ziel dieser Wahrheitssucher.
Die Vielfalt der irdischen Welt mit ihren mannigfaltigen Wachstumsmöglichkeiten wird dabei mehr oder weniger negiert. Allein die Einheit wird angestrebt, aus der alles urständet, entspringt und aus deren Kraft die Vielfalt erst erstanden ist. Man will zurück zum Ursprung, zur Einheit, denn in dieser Einheit löst sich die Vielfalt und damit die Vereinzelung, so meint man, sowieso auf. Alles ist ja mit Allem doch irgendwie miteinander verbunden.
Bei genauerer Betrachtung zeigt sich darin eine Polarität, denn die Vielfalt bedingt die Einheit, aus der alles urständet und die Einheit kann ihrer erst selbst bewusst werden in den vielfältigsten Erscheinungen ihrer eigenen Emanationen. So dürfen wir beide Pole anerkennen und versuchen, auch beide Pole in uns selbst und in der Welt wahrzunehmen und zu integrieren. Denn erst im Zusammenklang entsteht eine Ganzheit.
Zunächst ist uns natürlich die Welt der Erscheinungen vorgegeben. Aber in diesen Erscheinungen zeigen sich auch die Kräfte des Ursprünglichen, wenn wir deren feine Schwingungen wahrnehmen und erleben lernen. Somit offenbart sich in den Erscheinungswelten immer auch die Sphäre des Unendlichen, also die der Einheit. Dadurch kann die Welt allmählich zu einem Weg hingereichen, der die Erscheinungen in ihrer Vielfalt annimmt und diese wieder mit der Einheit zu verbinden vermag.
In den nächsten Zeilen will ich deshalb in kurzen Stichworten Elemente des Physisch-Leiblichen und des Seelischen anführen und zwar so, wie sie mit den kosmischen Kräften in einer Analogie stehen. „Wie oben, so auch unten“. Dieser Ausspruch des Hermes Trismegistos verdeutlicht das Analogiegesetz, wonach das physische Leben und die leiblich-seelischen Konfigurationen des Menschen nach den gleichen Prinzipien wie das seelische oder das geistige Sein im Kosmos aufgebaut sind.
Zuerst soll hier die Siebenheit der leiblichen-, ätherischen- und seelischen Konfiguration im Menschen beschrieben werden. Alle Ebenen sind jedoch miteinander verbunden. Das Seelische wirkt in das Leiblich-Ätherische und umgekehrt und der Geist durchdringt und impulsiert alle Welten. Die folgenden Anführungen können hier nur stichwortartig beschrieben werden und sind sicherlich nicht vollständig. Sie sollen einen Einblick gewähren in kosmisch-irdische Zusammenhänge. So spiegelt sich die Einheit in siebenfältiger Weise, wie das Licht, das im Zusammentreffen mit der Finsternis den Regenbogen erzeugt.
1. Ebene: Das Wurzelchakra, Farbe Rot. Körperlich werden die Keimdrüsen gesteuert und das Urogenital-System. Ätherisch ist der Nieren-Blasen - Meridian mit diesem kosmischen Strahl verbunden. Astrologisch entspricht diese Ebene der Mondensphäre mit dem Laut „ei“. Das Metall ist Silber, unter den Bäumen ist es die Kirsche, ein Heilkraut ist zum Beispiel die Kamille.
Von den Künsten ist es die Architektur, die eine Beziehung zum physischen Leib und zum Wurzelchakra aufweist. Seelische Beeinträchtigungen ergeben sich durch Ängste und emotionale Verletzungen. Geborgenheits- und Heimatgefühle, wie auch ein Sicherheitsgefühl wirken sich positiv und stärkend auf diese Ebene aus.
2. Ebene: Das Hara-Chakra mit der Farbe Orange. Die Bauchspeicheldrüse und der Magen-Milz Meridian, also ist die Aufnahme, Analyse und Verdauung der Nahrung damit verbunden.
Astrologisch entspricht dies der Merkursphäre, der Laut ist „i“.
Das Metall ist das Quecksilber (Mercurius), der Baum ist hier die Ulme und ein Heilkraut zum Beispiel die Goldrute.
Von den Künsten ist es die Plastik mit der Beziehung zum Ätherleib. Seelische Beeinträchtigungen durch Sorgen, Grübeln und Unsicherheiten. Ein Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl, ein positives Denken und ein feiner Humor wirken positiv.
3. Ebene: Das Solar Plexus-Chakra mit der Farbe Gelb. Unter den Drüsen die Nebennieren, die wiederum das Leber-Galle System, unser Kraftzentrum, impulsieren, somit auch eine Verbindung zum Leber-Gallen Meridian zeigen. Astrologisch können wir die Venus mit dem Laut „a” anführen, wobei bemerkt werden muss, dass hier in früherer Zeit die Planeten am Himmel mit den Namen vertauscht wurden. So könnte für dieses dritte Chakra auch der Name Merkur stehen. Man müsste dann aber auch wiederum die Qualitäten vertauschen, da zum Beispiel der Bauchspeicheldrüse die Farbe Gelb und das merkuriale, das analytische Wirken entspricht, während die Venus über die Nebennierenhormone ausgleichend auf unsere Geschlechtlichkeit einwirken soll, was wiederum mehr dem zweiten Chakra zugehörig ist. Daher finden sich in der Literatur auch recht unterschiedliche Angaben zu diesen beiden Chakren. Insgesamt zeigt sich darin aber eher eine gegenseitige Durchdringung dieser kosmischen Qualitäten von Merkur und Venus im Menschenreich beziehungsweise eine Harmonisierung und Verteilung dieser Energien. Merkur verbindet, Venus schafft Harmonie.
Das Metall der Venus ist das Kupfer, der Baum ist die Birke, ein Heilkraut ist zum Beispiel die Ringelblume. Von den Künsten ist es die Malerei mit der Beziehung zum Astralleib. Seelische Beeinträchtigungen geschehen durch Wut, Ärger, Zorn und Ablehnung. Courage, Mut und eine vorwärtsgerichtete, positive Lebenseinstellung sind hier gefragt.
4. Ebene: Herz-Chakra, Farbe Grün. Die Thymusdrüse. Herz-Dünndarm Meridian. Die Sonnensphäre mit dem Laut „au“. Der Baum ist die Esche, das Metall das Gold, ein Heilkraut zum Beispiel Johanniskraut und Weißdorn.
In der Kunst sollen auf dieser Ebene alle Bereiche des Lebens künstlerisch gehandhabt werden. Die Lebenskunst, die Liebeskunst und das Spiel an sich, stärken und beflügeln letztlich das Ich im Menschen.
Seelische Beeinträchtigungen durch Leid, Schock, Verlust, Enttäuschung und Schmerz. Positiv sind Freude, Liebe und eine Herzens-Wärme.
5. Ebene: Hals-Chakra, Farbe Türkis, Hellblau. Nebenschilddrüse und der Lunge-Dickdarm Meridian. Die Marssphäre mit dem Laut „e“. Metall: Eisen; Heilkraut: Lungenkraut, Spitzwegerich, Brennessel; der Baum: die Eiche. In den Künsten ist es die Musik mit der Beziehung zur Empfindungsseele. Seelische Beeinträchtigungen durch Trauer, Kummer, Dogmatismus, Pessimismus und Kritisiererei. Positiv wirken Zuversicht, Optimismus, Hoffnung und Vertrauen.
6. Ebene: Stirnchakra. Farbe: Blau, Violett. Hypophyse: Steuerung des Leib - Seele Gleichgewichts. Die Jupitersphäre mit dem Laut „o“. Metall: das Zinn. Heilkräuter zum Beispiel Schafgarbe und Ginseng. Baum: Ahorn, Kastanie.
In den Künsten die Dichtung und Poesie, das Schauspiel. Die Verstandes- und Gemütsseele. Seelische Beeinträchtigungen durch Unordnung, Unkontrolliertheit und Größenwahn. Positiv ist eine religiöse Haltung, eine humanistische Bildung und ein Wahrheitsstreben.
7. Ebene: Scheitelchakra. Farbe: Violett, Weiß. Epiphyse: Steuerung des Innen - Außen Gleichgewichts. Die Saturnsphäre mit dem Laut „u“. Metall: Blei. Baum: Buche, Nadelbäume. Heilkraut zum Beispiel der Baldrian. In den Künsten ist es die Bewegungskunst, der Tanz und das Gespräch, das innere zur geistigen Welt und nach außen zur Mitwelt. Im Gespräch werden Grenzen überwunden oder gesetzt, Ebenen ausgetauscht und Räume geschaffen für neue Möglichkeiten. Die Bewusstseinsseele.
Seelische Beeinträchtigungen durch eine geistige Enge, durch Ungläubigkeit und innere Unruhe. Positiv sind Gelassenheit, Toleranz, Hingabe, Andacht und eine Unvoreingenommenheit.
Das wäre in Kürze die siebenfache Teilung der All-Einheit in einem Leib-Seele-Geist Zusammenklang, wobei hier natürlich noch aus den geistigen Sphären weitere Kräfte, zum Beispiel die sieben Erzengel genannt werden können. Die sieben Wochentage oder die sieben Stufen eines Einweihungsweges und dergleichen mehr, offenbaren ebenfalls etwas von den sieben Strahlen, die von der Gottheit ausgehen, so wie diese zum Beispiel in der Johannes Apokalypse vom Seher Johannes geschaut wurden. Die Siebenheit lässt sich in der Zeit entwickeln. In meiner Schrift: Auf dem Weg zum Gral - sind dafür noch weitere Gesichtspunkte geschildert.
Der Raum ist in die Struktur der Zwölfheit aufgeteilt. Wenn die Einheit sich aufgibt, wenn sie sich aus sich selbst gebiert, erscheint sie für uns in der Zeit und im Raum. Hier offenbart sie sich in ihrer Vielfältigkeit. In der Einheit, in einer mystischen Vereinigung mit ihr, löst sich die Vielfalt wiederum auf. Der Einzelne gibt sich und damit sein Eigensein darin auf. In der Vielfalt findet sich der Einzelne dagegen auf einem Weg durch Raum und Zeit – ein...




