E-Book, Deutsch, Band 439, 384 Seiten
Reihe: Baccara Collection
Weber / James / Yates Baccara Collection Band 439
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7515-0107-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 439, 384 Seiten
Reihe: Baccara Collection
ISBN: 978-3-7515-0107-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
IM WIRBELSTURM DER LEIDENSCHAFT von SILVER JAMES
Wie ein Wirbelsturm braust die freiheitsliebende Wetterreporterin Britt in das Leben von Öl-Milliardär Cooper Tate. Drei Mal haben sie heißen Sex, drei Mal verschwindet Britt sofort danach. Was kann Cooper nur tun, um sie zu halten?
SEX, LÜGEN - LIEBE? von TAWNY WEBER
Maya will ihren kriminellen Vater auf keinen Fall allein besuchen. Zum Glück gibt sich der sexy Unternehmer Simon spontan als ihr Fake-Freund aus - heiße Küsse inklusive. Ein gefährlicher Fehler? Maya ahnt nicht, wer Simon wirklich ist ...
ZU HOCH GEPOKERT, SWEETHEART? von MAISEY YATES
Ein breitschultriger Cowboy wie Jackson ist genau das, was Cricket braucht. Natürlich nur vorübergehend als Hilfe auf ihrer Ranch, denn ihre Familien sind verfeindet. Würde sie bloß nicht diese sinnliche Sehnsucht in seiner Nähe spüren!
Schon immer liebte Tawny Weber Liebesromane, vor allem seit sie auf ein paar Geschichten in ihrer Grundschulbibliothek stieß, die sie sofort fesselten. Was gibt es Besseres als Romane mit spannenden Wendungen und einem Happy End - oder noch besser - mit erotischen Liebeszenen zu lesen? Nichts, denn das sind die guten Dinge im Leben. Auf Drängen ihres Ehemanns erfüllte sie sich ihren Traum und wagte den Sprung ins Autorengeschäft. Das Ergebnis? Zahlreiche Nominierungen und Auszeichnungen für ihre Werke. Tawny denkt sich ihre Geschichten in ihrem Haus in Nordkalifornien aus, wo sie mit ihrer Familie und ihren Tieren lebt. In ihrer Freizeit probiert sie gern Rezepte für Cocktails - besonders Margaritas - aus, geht gern shoppen - besonders Stiefel - und sieht sich Filme mit Johnny Depp an.
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2. KAPITEL
Coop drehte sich herum und erwartete einen warmen Körper, fand aber nur kalte Laken. Er setzte sich auf, rieb sich das Gesicht und dachte nach. Das Auge des Sturms war – gefolgt von noch mehr Regen – etwa um drei Uhr nachts über sie hinweggezogen. Undeutlich erinnerte er sich daran, dass Britt aufgestanden war. Aber wann? Vielleicht im Morgengrauen? Er kramte sein Handy heraus und schaute nach der Zeit. Elf nach sieben.
Er stand auf und suchte nach seinem Gast. Sie war weg. Aber Gilbert Guidry, Bohrmeister von BarEx in Süd-Texas und Südstaatler durch und durch, saß mit einem Becher Kaffee vor sich am Tisch.
„Du suchst das hübsche junge Ding?“
Cooper nickte.
„Sie hat mich reingelassen und gesagt, sie müsse auf Sendung gehen und danke an dich.“ Gil stand auf, holte einen Becher mit Kaffee und drückte ihn Cooper in die Hand. „Du siehst aus, als bräuchtest du das. Trink!“
Coop gehorchte und fragte sich, warum es ihm etwas ausmachte, dass Britt ihn sitzen gelassen hatte. Es war ja nicht so, dass sie eine Beziehung hatten. Oder etwas Ähnliches. Aber trotzdem …
„Wollen Sie sich anziehen, Boss? Ich habe das Boot auf dem Truck. Wir sollten bei den Rettungseinsätzen helfen.“
Das stimmte.
Brutale achtzehn Stunden später waren Coop und Gil auf dem Weg zur Einsatzzentrale für diesen Teil der Stadt. Erschöpft, hungrig und mit dem dringenden Verlangen, sich trockene Sachen anzuziehen, war Coop in Gedanken.
„Hallo?“
Hatte da jemand etwas gesagt? Er stellte den Motor ab und ließ das Boot treiben.
„Jemand da?“, rief Gil.
„Hilfe! Hier!“ Eine raue und entfernt vertraute weibliche Stimme, die leicht panisch klang.
Während das Boot in Richtung des Geräuschs trieb, sah Coop einen Lichtpunkt, der sich rasch bewegte. „Wir kommen, Liebes!“, schrie der Bohrmeister.
Coop ließ den Motor an. Im Dunkeln sahen sie nicht, was unter dem trüben Wasser lag. Er steuerte vorsichtig um eine Ecke und entdeckte einen Pick-up, der fast völlig unter Wasser stand. Drei Frauen, zwei Kinder, zwei Hunde und eine durchnässte Katze kauerten sich auf seinem Dach zusammen.
Die Frau mit der Taschenlampe und der vertrauten Figur rief ihnen Anweisungen zu. „Mein Truck steht mitten auf der Straße. Rechts von mir liegt ein großer Wagen im Wasser. Links sollte es möglich sein, mit dem Boot heranzufahren.“
Die Panik war weg, als Britt das Ruder übernahm. Coop presste die Lippen zusammen, um ein Grinsen zu verbergen. Sie trug einen gelben Regenmantel mit Reflexstreifen, und als sie sich umdrehte, sah er das Firmenzeichen auf dem Rücken. Seine Sturmjägerin arbeitete für die TV-Station seines Cousins. Ihr nasses Haar war zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, einige lange Strähnen klebten an ihren Wangen. Ihm fielen ihr vorspringendes Kinn, die runden Wangen und ihre entschlossene Schulterhaltung auf. Er mochte energische Frauen, und Britt besaß reichlich Energie.
Britt übergab ihre Taschenlampe einem ungefähr zwölfjährigen Jungen und kniete sich hin, um dabei zu helfen, das Boot festzuhalten. Gil half zuerst den Kindern und Hunden ins Boot, dann den Frauen. Nur die Katze rührte sich nicht. Während Gil Decken verteilte, dachte Coop nach. Er war kein Katzentyp, aber selbst er konnte sie nicht ertrinken lassen. Sie war groß, schwarz, hatte leuchtend gelbe Augen und wirkte, als könne sie es mit einem Alligator aufnehmen. Coop starrte die Katze an, die Katze starrte zurück.
„Ich kann dich hier als Krokodilfutter zurücklassen, oder du kannst mit ins Boot kommen“, sagte er. „Ist deine Wahl.“
Die Sturmjägerin schnaubte. „Glaubst du wirklich, dass Reden bei einer Katze funktioniert?“
„Du kannst sie dir auch gerne schnappen, Wettermädchen“, gab er zurück. „Letzte Möglichkeit, Katze.“ Er wartete ein paar Sekunden, legte dann die Hand auf den Truck und drückte das Boot ab. Bevor er reagieren konnte, flitzte die Katze seinen Arm entlang, als sei er ein Ast. Dann kletterte sie an seinem Rücken herunter und ließ sich im Boot unter seinem Sitz nieder.
„Wow!“, sagte Britt. „Ich bin beeindruckt.“
Er auch. Sogar mehr als in der vergangenen Nacht, als sie in seinen Armen eingeschlafen war.
Nach einigen Live-Übertragungen hatte Britt angefangen, bei den Rettungen zu helfen, und sich dann damit abgefunden, mit der Familie, die sie gerettet hatte, auf dem Dach ihres Wagens zu übernachten. Es gab nicht viel Platz, und es wäre wahrlich keine angenehme Nacht geworden. Dann hatte sie den Außenborder gehört. Dank sei den Wettergöttern für den heißen Typen, der es mit einer Katze aufnahm!
Sie wollte den Gedanken, die ein extraheißer, sexy Cooper ihr ins Gehirn pflanzte, nicht nachgehen. Er sah nicht anders aus als beim letzten Mal, als sie ihn schlafend auf einer mit einem zerwühlten Laken bedeckten Luftmatratze gesehen hatte. Er war Mitte dreißig, mindestens einen Meter achtzig groß, mit eher zu langem Haar, das sich unter einer Baseballkappe versteckte, breiten Schultern und breiter Brust und langen, erfahrenen Fingern, die jetzt auf der Pinne lagen – Finger, die in der vergangenen Nacht allerhand nette Sachen mit ihrem Körper angestellt hatten. Dazu blaue Augen, hohe Wangenknochen, ein starkes Kinn und volle Lippen, die bewiesen, dass er oft lachte. Sie mochte lachende Männer.
Eines der Kinder wurde unruhig, und Britt griff instinktiv nach dem Mädchen. Ihre Hand stieß mit einem muskulösen Arm zusammen. Cooper hob das Kind hoch und setzte es sich auf den Oberschenkel. „Kannst du mir steuern helfen, Liebes?“
Es war, als habe er einen Schalter umgelegt. Die Kleine schmiegte sich an ihn; ihre Tränen versiegten, während ein scheues Lächeln ihre engelhaften Züge erhellte.
„Hält sich noch jemand in der Umgebung auf?“ Der Mann, der sich als Gilbert vorgestellt hatte, als sie ihn am Morgen ins Haus gelassen hatte, zeigte hinter das Boot.
Britt hob die Schultern. Sie wusste es nicht. „Ich habe eine Meldung gehört über eine dreiköpfige Familie, die vom Wasser eingeschlossen ist. Ich war nicht weit von ihnen entfernt, und mein Truck ist …“ Sie sah über die Schulter zurück. „Mein Truck war so umgebaut, dass er auch bei Sturm klarkommt. Ich habe Becca, die Kinder und ihren Hund eingeladen. Unterwegs haben wir Mrs. Gonzales gesehen. Ich habe sie und George aufgenommen.“ Sie zeigte auf den Corgi. „Wir sind drei Blocks weit gekommen. Ich wusste, dass das Wasser steigt, kam aber immer noch zurecht. Doch dann kam eine über einen Meter hohe Flutwelle die Straße herunter.“
„Ja, der Damm ist gebrochen. Ich muss sagen, dass ich nicht geglaubt habe, dich so rasch wiederzusehen.“
„Danke für die Rettung“, entgegnete sie.
„Gerne.“ Es war Cooper, der antwortete, und er klang ein wenig angefressen. Vielleicht hätte sie ihn wecken sollen, um sich von ihm zu verabschieden. Aber sie war nicht besonders gut in den Dingen, die man am Morgen danach tat. Vor allem, wo sie es gewesen war, die sich dem Mann in die Arme geworfen hatte.
Was hatte sie sich dabei gedacht? Richtig, sie hatte überhaupt nicht gedacht, sondern Angst gehabt, sie werde möglicherweise keinen weiteren Tag auf Erden erleben. So war’s gewesen, und dabei würde sie bleiben. Nicht nötig zu erwähnen, dass sie sich deswegen ein bisschen schämte.
Das Tuckern des Motors erfüllte die Stille. Aber Gilbert stellte viele Fragen. Während der kurzen Bootsfahrt erfuhr sie, dass Beccas Ehemann von der Nationalgarde aktiviert worden war und geglaubt hatte, seine Familie sei in Sicherheit. Mrs. Gonzales war Witwe und lebte mit ihrem molligen Corgi als Gesellschaft allein. Ihre Kinder wohnten über ganz Texas verteilt. Britt hoffte, dass wenigstens ein paar dieser erwachsenen Kinder kommen würden, um ihrer Mutter zu helfen.
Jetzt, wo sie beinahe in Sicherheit waren, juckte es Britt, vor einem Computer zu sitzen und sich die Sturmmodelle und das Radar anzusehen. Dieser Hurrikan war ein Jahrtausendsturm. Sie hatte ihren Laptop zwar vor den Fluten gerettet, er war aber einer solchen Aufgabe nicht gewachsen.
Wenig später bogen sie um eine Ecke. Das Wasser leuchtete vor lauter Lichtern. Notfallwagen mit ihren flackernden roten und blauen LED-Leuchten, das grelle Licht der Suchscheinwerfer und das umherschweifende Licht starker Taschenlampen erhellten die Nacht und erinnerten sie ein wenig an den Las Vegas Strip. Das Auftauchen des Bootes wurde von großem Jubel begrüßt.
Cooper stellte den Motor ab, als Männer in Wathosen ihnen den Weg wiesen, bis der Boden des Boots über den Straßenbelag schrammte. Feuerwehrleute und Notfallsanitäter hoben die Kinder aus dem Boot und halfen den Frauen. Ein Mann half Britt beim Aussteigen.
Sie trat rasch beiseite, als Gil herauskletterte und in Richtung eines großen weißen Trucks mit Bootsanhänger ging. Cooper blieb im Boot und redete mit einem Mann, den Britt für den Einsatzleiter hielt.
„Nein“, hörte sie Coop sagen. „Gil und ich haben niemanden sonst gefunden. Ich bezweifle, dass noch jemand dort ist. Miss Owens hatte diese Gruppe in ihrem Truck, wurde dann aber von der Flutwelle nach dem Dammbruch eingeschlossen.“ Er zog sich die Baseballkappe vom Kopf und rieb sich übers Gesicht. Er sah müde aus, und Britt fragte sich, wie viele Menschen er und Gil heute schon gerettet hatten.
Der Truck setzte so weit zurück, dass der Anhänger im Wasser stand. Cooper zog das Boot darauf, befestigte es und trat beiseite, als Gil anfuhr. Sofort ertönte ein...




