Weber | Das Cottage in Seagrove Bay | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 344 Seiten

Reihe: Verliebt auf der Isle of Wight

Weber Das Cottage in Seagrove Bay

Roman | Verliebt auf der Isle of Wight, Band 1 - Ein Wohlfühlroman über eine Inselreitschule
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-98690-398-5
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Roman | Verliebt auf der Isle of Wight, Band 1 - Ein Wohlfühlroman über eine Inselreitschule

E-Book, Deutsch, Band 1, 344 Seiten

Reihe: Verliebt auf der Isle of Wight

ISBN: 978-3-98690-398-5
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Ein Inselsommer, der alles verändert: Der romantische Wohlfühlroman »Das Cottage in Seagrove Bay« von Annette Weber jetzt als eBook bei dotbooks. Ein altes Cottage in einer kleinen Meeresbucht, eine Strandreitschule - und ein Traummann an ihrer Seite: Mit diesen rosigen Aussichten ist Nele auf die Isle of Wight vor der Küste Englands gekommen. Doch als ihr Freund sie einfach sitzenlässt, muss Nele den Hof plötzlich ganz alleine führen - noch dazu mit jeder Menge Schulden. Da scheint das Angebot eines geheimnisvollen Fremden, ihm für zwei Monate exklusiven Reitunterricht zu geben, wie der rettende Strohhalm - aber natürlich gibt es gleich mehrere Haken: Colin ist nicht nur verflixt attraktiv, sondern scheint Chaos magisch anzuziehen, was schon bald die ganze Insel auf Trab hält. Da kommt es also ganz und gar ungelegen, dass Neles Herz in Colins Nähe plötzlich so verrückt spielt wie das englische Wetter ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der Liebesroman »Das Cottage in Seagrove Bay« von Annette Weber vereint den ganz besonderen Zauber britischer Inseln mit sommerlicher Feelgood- Atmosphäre und wird Fans von Jenny Colgan und Holly Hepburn begeistern. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Annette Weber, 1956 in Lemgo geboren, schreibt seit über 20 Jahren Romane, in die sie stets ihre Begeisterung für Pferde einfließen lässt. Annette Weber ist verheiratet, hat drei Söhne, sechs Enkelkinder und lebt in der Nähe von Paderborn. Die Autorin im Internet: www.annette-weber.com/ und www.sina-trelde.de Bei dotbooks veröffentlichte Annette Weber ihre »Verliebt auf der Isle of Wight«-Reihe mit den Romanen »Das Cottage in Seagrove Bay« und »Die Teestube in Freshwater Bay«, die auch als Hörbücher bei SAGA Egmont erhältlich sind. sowie ihre Familiensaga um »Gut Werdenberg« mit den Bänden »Stürme einer neuen Zeit« (auch erhältlich im eBundle »Schicksalstöchter - Aufbruch in eine neue Zeit«) und »Hoffnung eines neuen Lebens«.
Weber Das Cottage in Seagrove Bay jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Kapitel 1


Meine Nerven lagen blank. Die drei jungen Frauen streiften nun schon seit fast einer Stunde über den Reitplatz, streichelten die Pferde vom Zaun aus und fotografierten, was das Zeug hielt. Nun endlich kamen sie zu mir rüber. An diesem Morgen hatte ich noch nichts zu tun gehabt, außer ihnen zuzuschauen. Jetzt aber hörte ich endlich die Kasse klingeln.

»Wir wollten uns zu einer Reitstunde anmelden.«

»Natürlich, gerne«, sagte ich so zuvorkommend wie möglich. Geduld und ein 24-Stunden-Lächeln musste man im Tourismusgeschäft aufbringen, und das waren nicht unbedingt meine stärksten Eigenschaften.

»Ihr habt euch ja schon umgesehen. Habt ihr euch bereits für ein Pferd entschieden?«, fragte ich.

Ramon streckte seinen Kopf über den Zaun und schnupperte am T-Shirt der jungen Frau herum. Das war mal wieder typisch für ihn. Er war immer der Ansicht, dass man vor Touristen keinen Respekt zu haben brauchte. Aber die Frau verstand nichts von Pferden, wusste nicht, dass sie in Rangordnungen dachten und dass, wenn ein Pferd an ihrer Kleidung zupfte, es damit zeigte, dass sie im Rang unter ihm stand. Im Gegenteil, sie bewertete das als Zeichen von Zuneigung. Kreischend warf sie ihre blonden Haare in den Nacken und lachte.

»Ist die süß! Die nehme ich!«

Ich atmete tief durch. »Das ist ein er

»Oh, echt? Das ist ein Hengst? Wie cool ist das denn?!«, kreischte ihre Begleiterin. Auch sie hatte ihr langes Haar mit blonden Strähnen aufgehellt, obwohl ihr Ansatz am Scheitel verriet, dass sie eigentlich dunkel waren. Die Haarfarbe, die langen Wimpern, die zu sehr gebräunte Haut und die ausgeflippte Kleidung ließen erkennen, dass sie nicht von hier waren. Sie sprachen Englisch mit Akzent, hatten wahrscheinlich vom französischen Festland aus ihren Urlaub auf der Isle of Wight gebucht. Ich dagegen sah aus wie eine typische Insulanerin, mit dunkelblonden Haaren, die einen leichten Rotstich hatten. »Rauhaardackelbraun«, so hatte Maurice meine Haarfarbe bezeichnet und sich köstlich darüber amüsiert. Damals, als er noch schwer verliebt in mich gewesen war, und stolz darauf, dass ich aussah, als wenn ich eine von ihnen wäre.

Ungefähr 140.000 Einwohner zählte die rautenförmige Kanalinsel, die zwar der britischen Krone unterstand, aber ihre ganz eigenen Gesetze hatte. »Die Insel«, nannten die Einheimischen sie. Wahrscheinlich, weil es ihrer Meinung nach die einzigartigste Insel Englands war. Die Landschaft war abwechslungsreich und änderte sich schon nach wenigen Kilometern. Es gab steile Klippen, Kreidefelsen, Sandstrände, grüne Wiesen und dichte Wälder. Im Grunde war es England auf 381 Quadratkilometern komprimiert, mit Sonnenschein und Botanischen Gärten, die sogar Palmen und Bananenstauden zu bieten hatten.

Viele Menschen lebten schon eine halbe Ewigkeit hier, und es war nicht so einfach, von ihnen akzeptiert zu werden. Auch ich hatte es nicht immer leicht gehabt, aber seit einiger Zeit schon das Gefühl, dass die Isle of Wight mein Zuhause geworden war. Dazu trug auch zu großen Teilen meine Freundin Ruby bei, und auch Fred, der zu unserer kleinen Gruppe gehörte, außerdem meine Pferde, das wunderschöne Cottage und das Meer. Lange Zeit hatte auch Maurice dazugehört. Aber das war einmal …

Im Moment allerdings machte ich eine Krise durch. Genau genommen ging es bei mir, wie man so schön sagte, um das nackte Überleben – um die Existenz. Und da kamen drei Touristinnen gerade recht. Sie brachten nämlich das lang ersehnte Geld, das ich an diesem Tag noch nicht verdient hatte.

»Dieses Pferd ist auch kein Hengst, sondern ein Wallach«, erklärte ich nun. Dann betrachtete ich die jungen Frauen genauer. »Versteht ihr denn etwas vom Reiten?«

Alle drei lachten glockenhell über diesen guten Witz. So quietschend, wie sie kicherten, hatte ich sogar den Verdacht, dass sie ihn zweideutig aufnahmen. Natürlich verstanden sie nichts vom Reiten, wie fast alle Besucher, die zu mir in die Strandreitschule kamen. Sie wollten eben einen lustigen Ritt am Strand machen und stellten sich das einfach und flippig vor. Man konnte tolle Videoclips drehen und Fotos auf Snapchat posten: ein Ausritt auf einem dieser schönen Pferde, dazu der Sonnenuntergang am Osborne House – das war es, was die Welt sehen wollte.

Leider war der Umgang mit Pferden deutlich schwieriger, als sich ein Surfbrett auszuleihen oder sich auf Wasserskiern durch den Ärmelkanal ziehen zu lassen. Pferde hatten einen eigenen Kopf, und sie wussten schnell, wie sie mit Menschen umgehen konnten, die keine Ahnung vom Reiten hatten. Nach kurzer Zeit blieben sie einfach stehen, um am Gras zu knabbern, und störten sich nicht daran, wenn die Touristen ihnen verzweifelt in die Flanken traten. Doch sobald es ihnen zu viel wurde, schüttelten sie sich und warfen die Reiter einfach ab. Dann war der Ausritt plötzlich nicht mehr lustig. Anschließend wurde ich vorwurfsvoll angeschaut, das Pferd beschimpft und die Strandreitschule schließlich im Netz mit einem Stern bewertet.

Aber selbst das war harmlos gegen das, was auch noch geschehen konnte, nämlich, dass die Reiter auf die Felsen fielen und sich tatsächlich ziemlich wehtaten. Dann konnte ich davon ausgehen, dass sie richtig ausfallend wurden. Einer hatte mir sogar mal mit einer Klage gedroht.

Aber diese Touristengruppe war gut gelaunt, und so versuchte ich, das ebenfalls zu sein, auch wenn mir die Frauen wie spätpubertierende Kinder eines Mädcheninternats erschienen. Die Sommergäste waren nun mal mein Geschäft, und es war nicht klug, zu zeigen, wie mich ihre Unwissenheit inzwischen immer stärker nervte.

»Der Gescheckte heißt Ramon«, versuchte ich es noch einmal. »Er ist grundsätzlich freundlich und aufmerksam, allerdings muss man auch aufpassen …«

Die Touristin raschelte mit einer Brötchentüte, und Ramon puffte sie ungeduldig in den Rücken.

»Ich komme schon klar«, behauptete sie und reichte dem Pferd ein trockenes Brötchen. »Wir verstehen uns.«

Das sah Ramon genauso, denn er verschlang das Brötchen mit einem Happs, puffte dann die Frau erneut in den Rücken und forderte mehr. Ich konnte es nicht ausstehen, wenn die Besucher die Pferde mit irgendwas fütterten, nur um sich mit ihnen gut zu stellen. Sie wussten überhaupt nicht, was sie dadurch anrichteten. Ramon verhielt sich jedenfalls immer respektloser, je mehr dieser Leute ihn mit mitgebrachten Leckereien vollstopften.

»Bitte, das solltest du nicht tun. Er denkt dann …«

»Ach, alles gut. Ist doch nur trockenes Brot«, unterbrach sie mich.

Ich wollte etwas erwidern, aber die andere Frau mischte sich ein.

»Kann ich den Hellen da vorne nehmen?«, fragte sie und deutete auf Fee. Damit zeigte sie unmissverständlich, dass sie ebenfalls nichts von Pferden verstand. Fee war nämlich eine Stute. Ich unterdrückte ein Seufzen.

»Ja, klar«, meinte ich. »Das ist allerdings eine sie. Sie heißt Fee.«

»Oh, das klingt ja richtig magisch!«, strahlte die Touristin und fotografierte das isabellfarbene Pferd begeistert.

Fee bleckte die Zähne, und das schien die Frau unglaublich witzig zu finden. Sie fotografierte sie gleich noch einmal.

Oh Gott, bei so viel Naivität bekam ich immer die Krise. Die Frau konnte gar nicht einschätzen, wie viel Kraft Pferde hatten. Es würde für Fee ein Leichtes sein, sie umzustoßen oder ihr auf die Füße zu treten. Wie alle Sommertouristen trug auch diese Möchtegern-Reiterin Flipflops. Das endete dann, wenn es schiefging, in einem Blutbad.

Ich fühlte mich plötzlich so wahnsinnig allein und schrecklich hilflos. Diese Reitschule am Strand war Maurices und mein gemeinsames Projekt gewesen. Jetzt aber war es nur noch meines. Mein einsames und verzweifeltes Überlebensprojekt. Maurice hatte mich im Stich gelassen.

Wir hatten uns in Deutschland kennengelernt, in einer Firma gearbeitet, die Filialen in Deutschland und England besaß. Hals über Kopf hatten wir uns ineinander verliebt und schnell nicht nur das Büro, sondern auch meine Wohnung miteinander geteilt. Wir beide liebten Pferde und träumten den gemeinsamen Traum von einer Reitschule am Strand an einem magischen Ort.

Irgendwann später waren wir durch England gereist und hatten einen Platz gesucht, an dem wir unseren Traum verwirklichen konnten. Leider war das Wetter in England nicht besonders freundlich, und so hatten wir angefangen, die kleinen bildhübschen Inseln vor Englands Küste für uns zu entdecken. Die Isle of Wight hatte uns auf Anhieb verzaubert. Die Insel war grün, hatte Klippen und Sand und berauschte uns durch ihr mildes Klima. Hier gab es nur wenig Autoverkehr, dafür aber Fahrräder, Kühe, Pferde und jede Menge Blumen. Spontan beschlossen wir, uns diesen Ort für unsere Idee auszusuchen. Auf der Isle of Wight gab es bereits Surfschulen, Wellenreiten und die Möglichkeit, Stand-up-Paddling zu erlernen, aber noch keine Reitschule. Es erschien uns fast wie eine Schicksalsprophezeiung, uns hier niederzulassen.

Zuerst hatten wir die Insel mit den Fahrrädern erkundet, die wir am Hafen liehen, anschließend waren wir durch den bunten Sand am Alum Bay bis zu den »Needles« gelaufen, waren dem längsten Pier Englands bis weit ins Meer hinein gefolgt und hatten später im Garten eines strohgedeckten Teahouse gesessen und von einem Cottage am Meer geträumt. Plötzlich war uns klar gewesen, dass diese Insel der Ort war, an dem wir unseren Traum verwirklichen konnten. Den Traum davon, mit Pferden durch Sand und Meer zu reiten.

Schließlich waren wir in Seagrove Bay auf ein altes Cottage mit Pferdeställen gestoßen, das zum Verkauf angeboten wurde – genau das, wovon wir immer geträumt...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.