Way / Ellis / Ross | Romana Extra Band 3 | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 448 Seiten

Reihe: Romana Extra

Way / Ellis / Ross Romana Extra Band 3


1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-95446-416-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 3, 448 Seiten

Reihe: Romana Extra

ISBN: 978-3-95446-416-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



DAS STOLZE HERZ DES ITALIENISCHEN MILLIARDÄRS von ELLIS, LUCY
Die kalte Atmosphäre in der Luxus-Villa lässt Maisy frösteln. Als Nanny lebt sie hier zusammen mit dem attraktiven, aber arroganten Alessandro Tremante, der nur für seinen Patensohn Gefühle zeigt. Wird Maisy die harte Schale knacken und das Herz des Milliardärs erobern?
LIEBE - SO WEIT WIE DAS LAND von WAY, MARGARET
Vor der Tür steht Dev, ihre Jugendliebe! Mels Herz schlägt höher, als der Rinderbaron sie heimholen will auf seine riesige Ranch. Doch zwischen ihren Familien schwelt ein Konflikt, der ihre Liebe vor Jahren erstickt hat. Können sie gemeinsam die Schatten der Vergangenheit überwinden?
IN JEDER TRAUMHAFTEN NACHT von ROSS, KATHRYN
In den heißen Sommernächten der Karibik verliert Penny ihr Herz an den faszinierenden Lucas Darien. Sie verachtet sich für diese Liebe, denn Lucas will ihren Vater geschäftlich ruinieren. Nur Penny kann das verhindern. Aber dafür muss sie ihre große Liebe hintergehen ...
SCHICKSALSTAGE AUF MALLORCA von ROBERTS, PENNY
Süße Unschuld oder Schwindlerin? Der Anwalt Fernando Estevez traut der jungen Frau nicht, die behauptet, die lang vermisste Laura Santiago zu sein. Heimlich will er prüfen, ob sie wirklich der reichen Dynastie entstammt - und lädt sie in seine Villa auf Mallorca ein. Für sieben Tage und Nächte ...



Mit mehr als 110 Romanen, die weltweit über elf Millionen Mal verkauft wurden, ist Margaret Way eine der erfolgreichsten Liebesroman-Autorinnen überhaupt. Bevor sie 1970 ihren ersten Roman verfasste, verdiente sie ihren Unterhalt unter anderem als Konzertpianistin und Gesangslehrerin. Erst mit der Geburt ihres Sohnes kehrte Ruhe in ihr hektisches Leben ein. Die gebürtige Australierin liebte ihre Heimat und vor allem das australische Outback übte dank seiner atemberaubenden Schönheit und fast unendlicher Weite schon immer eine große Faszination auf sie aus. So ist dieses schöne Fleckchen Erde auch fast immer Schauplatz ihrer romantischen, gefühlvollen Familiensagas. Die beliebte Autorin verstarb 2022.

Way / Ellis / Ross Romana Extra Band 3 jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


1. KAPITEL

Alessandro Tremante lief rastlos in dem lichtdurchfluteten Besprechungszimmer seiner Jacht hin und her, um schließlich doch die Zeitung aufzuschlagen, die auf dem Tisch lag.

Ursprünglich hatte er seine Leute angewiesen, ihm keinen der zahllosen Berichte über den Unfall vorzulegen. Nachdem der erste Schock überwunden war, konnte er den unvermeidlichen Rummel nicht länger ignorieren. Zudem gab es viel zu erledigen, ehe er sich die Zeit nehmen durfte, seinen besten Freund und dessen Frau zu betrauern.

Neuere Skandale hatten den Unglücksfall bereits auf Seite drei verdrängt, wo ein Bild von Leonardo und Alice Arm in Arm gezeigt wurde. Daneben prangte ein Foto des Autowracks. Von dem Aston Martin Baujahr 1967 war nichts übrig als ein Haufen Blech und Kabel. Die Insassen hatten keine Chance gehabt.

Der Text nahm Bezug auf die Modelkarriere von Alice sowie Leonardos unermüdlichen Einsatz für die UN. Hastig überflog Alessandro die Zeilen, bis er an einem Namen hängen blieb: Lorenzo Colei.

Den Namen schwarz auf weiß gedruckt zu sehen, ließ Realität werden, was ihm bislang wie ein ferner Albtraum erschienen war. Ein Foto des Jungen fehlte glücklicherweise. Während Leonardo und Alice sich bereitwillig den Medien präsentiert hatten, hatten sie ihre Familie dem Rampenlicht ferngehalten.

Dafür hatte Alessandro sie bewundert und die Regel auf sein eigenes Leben übertragen. Er zeigte der Presse sein öffentliches Gesicht, niemals aber den Familienmenschen. Dass Leonardo ein wichtiges Mitglied dieser Familie gewesen war, machte den Verlust umso schmerzhafter.

„Alessandro?“

Ungehalten über die Störung wandte er sich um. Im ersten Moment wollte ihm der Name seiner aktuellen Begleiterin nicht einfallen. „Tara“, begrüßte er sie schließlich.

Falls ihr sein Zögern aufgefallen war, ließ sie sich davon nichts anmerken. Kein Muskel zuckte in dem makellos schönen Gesicht, mit dem das Model Jahr für Jahr Millionen Dollar verdiente.

„Alle warten auf dich, Liebling.“ Sie trat zu ihm und nahm ihm die Zeitung aus der Hand.

Das war ein Fehler. Alessandro erstarrte förmlich. Schlagartig war ihm ihre Anwesenheit unerträglich.

Tara, die seine Ablehnung spürte, hob trotzig das Kinn. „Diesen Müll solltest du gar nicht erst lesen. Geh hinaus und zeig allen, dass dieses Debakel dir nichts anhaben kann.“

Sie hat ja recht, dachte er, doch etwas in ihm war zerbrochen. Man nannte ihn gefühlskalt, und das war nicht völlig aus der Luft gegriffen. Nie im Leben hatte er Tränen um andere vergossen, noch nicht einmal um Leonardo und Alice. Doch der Gedanke an das Kind, dessen Name in der Zeitung stand, belastete ihn mehr als irgendetwas zuvor:

Lorenzo – allein, verwaist.

Das „Debakel“, wie Tara es nannte.

„Lass sie doch warten.“ Wie immer in Momenten seelischer Anspannung war sein italienischer Akzent unüberhörbar. „Wieso trägst du dieses Kleid? Wir veranstalten keine Cocktailparty, sondern ein Familientreffen.“

Tara lachte unbekümmert. „Familie? Ich bitte dich! Diese Leute sind nicht mit dir verwandt.“ Sie trat einen Schritt näher und schlang ihm die Arme um die Taille. „Du verfügst über so viel Familiensinn wie ein streunender Kater.“ Unter halb geschlossenen Lidern hervor warf sie ihm einen verführerischen Blick zu. „Ein großer starker unersättlicher Kater.“ Eng an ihn geschmiegt, ließ sie die Hand seinen Rücken hinabgleiten. „Möchtest du nicht mit mir spielen?“

Sex war das Letzte, wonach ihm der Sinn stand, und das ging schon seit Montag so, als ihm sein Assistent Carlo Santini in den frühen Morgenstunden die unfassbare Nachricht überbracht hatte. Danach hatte er sich gefühlt, als wäre er in ein unendlich großes dunkles Loch gefallen. Tara neben ihm, durch Schlaftabletten oder andere Drogen im Tiefschlaf versetzt, hatte ihm keinen Trost spenden können.

Er war ganz allein gewesen.

Mit dieser Frau will ich nichts mehr zu tun haben, schoss es ihm durch den Kopf. Er befreite sich aus ihrer Umarmung, schob sie von sich weg und drehte sie in Richtung Tür. „Raus mit dir.“

Tara kannte ihn inzwischen gut genug, um zu verstehen, dass er ihr soeben den Laufpass gegeben hatte. Damit hatte sie nicht gerechnet – nicht so bald.

„Danni hat recht. Du bist ein eiskalter Bastard.“

Wer Danni war, wusste Alessandro nicht, und es war ihm egal. Er wollte, dass Tara verschwand – aus diesem Raum und seinem Leben.

Auch die anderen sollten von Bord gehen. Er sehnte sich nach Ruhe und danach, wieder Herr der Lage zu sein. Am liebsten hätte er die Uhr zurückgedreht, zurück auf Sonntag.

Im Hinausgehen warf Tara ihm über die Schulter einen Blick zu: „Ich kann mir nicht vorstellen, wie ausgerechnet du ein Kind aufziehen willst.“

Gedankenverloren sah er aus dem Panoramafenster. Schließlich gab er sich einen Ruck. Es gab viel zu erledigen. Er musste seine Entscheidung gegenüber den anderen durchsetzen, dann Carlo seine Anweisungen erteilen und schließlich Kontakt zu Lorenzo aufnehmen, dem zweijährigen Sohn seines Freundes.

„Schlaf, Kindchen, schlaf!“, sang Maisy mit ihrer warmen Stimme. Sie stand über das Kinderbettchen gebeugt, in dem Lorenzo mit rosig schimmernden Wangen schlief.

Eine halbe Stunde Vorlesen und Vorsingen hatten ihrer Stimme arg zugesetzt, und ihre Kehle fühlte sich an wie ausgetrocknet. Ihn so friedlich schlummern zu sehen, lohnte jedoch die Mühe.

Leise stand sie auf und sah sich im Kinderzimmer um. Alles befand sich am richtigen Platz, es war noch immer der sichere Hafen. Die Welt außerhalb war jedoch aus den Fugen geraten, ganz besonders für diesen kleinen Jungen.

Auf Zehenspitzen schlich sie aus dem Zimmer und zog die Tür hinter sich zu. Vermutlich würde Lorenzo bis kurz nach Mitternacht schlafen. Das ließ ihr Zeit, zu Abend zu essen und sich anschließend selbst ein wenig hinzulegen, wozu sie in den letzten sechsunddreißig Stunden viel zu wenig gekommen war.

In der Küche im Souterrain brannte eine einzelne Lampe. Valerie, die Haushälterin der Coleis, hatte einen Strahler über der Arbeitsplatte angelassen und eine Portion Käsemakkaroni vorbereitet, die Maisy nun dankbar in der Mikrowelle aufwärmte.

Valerie war ihr in dieser Woche eine unverzichtbare Hilfe gewesen. Die Nachricht von dem Unfall hatte Maisy erreicht, als sie gerade den Koffer für ihren Urlaub packte. Wie in Trance hatte sie den Telefonhörer aufgelegt, sich gesetzt und volle zehn Minuten keinen klaren Gedanken fassen können. Dann hatte sie Valerie angerufen.

Seither ging das Leben nahezu unverändert weiter. Die Haushälterin kam wie gewohnt jeden Morgen zur Arbeit, um abends zu ihrer Familie zurückzukehren, während Maisy sich um ihren Schützling kümmerte, immer in der Angst, er könnte nach seinen Eltern fragen – was er bislang zum Glück nicht getan hatte.

Niemand erhob Anspruch auf den Jungen. Von Alices Seite existierte nur noch die Mutter, die im Pflegeheim lebte, über Leonardos Familie wusste Maisy nichts. So blieb in dem Haus in einem vornehmen Stadtviertel Londons alles beim Alten – bis auf die Presse, die es einige Tage lang belagerte. Als Reporter versuchten, durch die Fenster ins Haus zu spähen und durch den Keller einzudringen, hatte Valerie sämtliche Fensterläden fest verschlossen, Lorenzo hatte nur noch in dem von hohen Mauern umschlossenen Garten hinterm Haus frische Luft schnappen dürfen. Inzwischen war das öffentliche Interesse abgeflaut und die Meute wieder abgezogen.

Maisy war kurz vor Lorenzos Geburt bei den Coleis eingezogen, was sich als vorteilhaftes Arrangement für alle erwiesen hatte. Da Leonardo und Alice häufig verreist waren, war sie es gewöhnt, lange Zeiträume mit ihm allein zu verbringen. Dennoch fühlte sie sich an diesem Abend sehr einsam. Das Haus erschien ihr viel zu ruhig, und sie zuckte erschrocken zusammen, als die Mikrowelle klingelte.

Reiß dich zusammen, ermahnte sie sich, griff nach einem Topflappen und beförderte ihre Mahlzeit auf den großen Holztisch in der Mitte des Raums.

Die heißen Makkaroni dufteten köstlich, dennoch verspürte sie keinen Appetit. Nachdenklich schob sie die Nudeln mit der Gabel auf dem Teller hin und her. Im Geist sah sie Alice vor sich, die erst vor einer Woche genau an dieser Stelle gesessen und ein Bild ihres Sohns bewundert hatte.

Auch an ihre erste Begegnung erinnerte sie sich noch ganz genau. Damals war sie eine mollige kleine Streberin gewesen, von der Direktorin von St. Bernice damit beauftragt, die ebenso magere wie hoch aufgeschossene Alice Parker-Stone mit den Gebräuchen und Regeln der Schule bekannt zu machen. Dass sie ihren Platz an der exklusiven Mädchenschule einem Stipendium verdankte, hatte Alice zu dem Zeitpunkt nicht gewusst, es hatte sie aber auch später nicht gestört. Die beiden Außenseiterinnen – Maisy aufgrund ihrer Herkunft, Alice wegen ihrer Größe – wurden beste Freundinnen.

Nach zwei Jahren verließ Alice die Schule, um als Model in New York zu arbeiten, und der Kontakt brach ab.

Mit den Jahren veränderte auch Maisy sich zu ihrem Vorteil. Der Babyspeck schmolz dahin, sie streckte sich und entwickelte weibliche Formen. Nach den Abschlussarbeiten an der Schule schrieb sie sich an der Universität ein, nur um sich zu exmatrikulieren, noch ehe das erste Semester begann. Immer wieder las sie in den Hochglanzmagazinen den neuesten Klatsch über ihre ehemalige Freundin. Dennoch...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.