Waters | So küsst nur ein stolzer Spanier | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Romana Extra

Waters So küsst nur ein stolzer Spanier


1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7337-6796-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Romana Extra

ISBN: 978-3-7337-6796-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Geld oder Liebe? Nur durch die Vernunftehe mit einem reichen Mann könnte Alison ihre Immobilienagentur retten. Aber sie kann Ramon nicht vergessen, den einzigen Mann, den sie je geliebt hat: ein stolzer Spanier aus kleinen Verhältnissen, der ihrer Familie nicht gut genug war. Nach ihrer heißen Affäre hat Alison nie mehr von ihm gehört. So ist das unerwartete Wiedersehen in Barcelona für sie ein doppelter Schock: Ramon ist plötzlich ihr schärfster Konkurrent. Trotzdem umwirbt er sie leidenschaftlich - scheint sie noch immer zu begehren. Sein Verhalten gibt Alison Rätsel auf ...



Die erste Schreibmaschine, an der die Zehnjährige Geschichten schrieb, stammte von ihrem Großvater; später schenkten die Eltern ihr ein brandneues Modell, auf dem sogar kleine Bücher entstanden. Heute verdient Jane Waters als Autorin ihren Lebensunterhalt. Ihren Laptop nimmt sie auf viele Reisen rund um den Globus einfach mit, denn Schreiben geht immer und überall! Sie hat für sich den weltbesten Beruf gefunden, den sie mit niemandem tauschen möchte.

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1. KAPITEL

Tiefblau schmiegte sich das Mittelmeer an Barcelonas weitläufige Küste. Schaumkronen tanzten auf den Wellen dahin, die auf dem hell schimmernden Strand ausliefen. Über dem Tragflügel strahlte hell und groß die Sonne und übergoss die Landschaft mit strahlendem Morgenlicht. Alison schaute gebannt durch das kleine Flugzeugfenster nach unten. Gleich würde die Maschine landen, und sie freute sich schon auf einen Café con leche an der nächsten Ecke. Doch dann plötzlich machte das Flugzeug einen Schwenk und riss sie aus ihren wohligen Gedanken. Dächer blitzten auf, und ein Blick auf die Armbanduhr sagte ihr, dass sie keine Zeit zu verlieren hatte. Ja, sie musste sich sogar beeilen. Denn der bevorstehende Termin war so wichtig wie schon lange keiner mehr.

Als sie wenig später mit den anderen Passagieren ins Flughafengebäude lief, schaltete sie ihr Handy ein: Ich hoffe, es geht Dir gut. Melde mich zur Mittagszeit noch einmal. Beste Grüße aus London, Paul, lautet die SMS.

Er soll mich in Ruhe lassen!, stöhnte Alison innerlich.

Sie wollte nicht, dass Paul sie immer wieder anrief. Er war der Sohn eines sehr wichtigen und wohlhabenden Geschäftspartners, und allein dies genügte, dass ihre Geschwister sie mit ihm verkuppeln wollten. Paul war nett, ja, und sie kannten sich schon seit ihrer Jugend. Doch er war viel zu blass und bieder, um sie zu faszinieren, wobei allerdings niemand nach ihrem Geschmack fragte, von Liebe ganz zu schweigen. Alison seufzte tief. Bei der gewünschten Heirat ging es einzig und allein um das Wohl der Firma. Obwohl Paul sie tatsächlich ein wenig umwarb.

Aber ich möchte den Mann, mit dem ich mein Leben verbringe, selbst aussuchen, sagte sie sich wohl zum hundertsten Mal und beschleunigte ihre Schritte. Und genau das war auch ein Grund, warum sie vor einem Jahr von London nach Madrid gezogen war. Vielleicht konnte sie einer Vernunftehe, wie ihre Schwester Helen sie führte, ja doch noch entkommen. Niemand konnte ihr weismachen, dass Helen glücklich geworden war. Doch der Ortswechsel allein würde nicht genügen …

Alison erreichte den Terminal. Menschen hasteten vorbei, Stimmen hallten laut durch den Raum. Zum Glück war der Leihwagen schon bestellt, und zwischen dem Termin am Vormittag und dem Rückflug nach Madrid am Nachmittag warteten ein paar freie Stunden auf sie. Auf keinen Fall wollte sie sich von den schweren Gedanken an ihre beklemmende Lage die Laune verderben lassen.

Wenig später kämpfte sie sich konzentriert durch den dichten Stadtverkehr. Ziel war Pedralbes, eine exklusive Wohngegend im Westen Barcelonas. Hier lebten neben wohlhabenden Familien auch die Film- und Fernsehstars, Politiker und Diplomaten, ihre großzügigen Anwesen hinter dichten Hecken und hohen Zäunen dezent verborgen.

Als sie endlich angekommen war, warf Alison noch schnell einen Blick in den Rückspiegel. Wache grüne Augen schauten ihr entgegen, ihre dunkelblonden Locken waren in einem straffen Haarknoten gebändigt, und das Make-up kaschierte perfekt die kleinen Sommersprossen auf ihrer hellen Haut. „Du wirst überzeugend wie immer sein, es gibt keinen Grund zur Aufregung“, sagte sie zu sich selbst und lächelte. Dennoch erinnerte sie das seltsame Gefühl in der Magengegend daran, wie unsicher sie in ihrer ersten Zeit als Immobilienagentin gewesen war. Seitdem jedoch hatte sie so viele erfolgreiche Verkaufsgespräche geführt, dass sie diese schon lange nicht mehr zählte. Warum sollte es diesmal anders sein?

Die exklusive Villa eines französischen Weltstars ist eben doch etwas Besonderes, versuchte sie sich ihre Nervosität zu erklären, als sie ausstieg. Vielleicht lag es einfach am berühmten Namen ihrer Auftraggeberin: Carla Croix. Der persönliche Assistent der Diva hatte zwar angegeben, dass die Schauspielerin keinesfalls anwesend wäre, doch Alison fand es aufregend, gleich durch ihre privaten Räume zu gehen und zu sehen, wie sie hier in Barcelona gelebt hatte. Sie liebte ihre Filme, gab es darin doch stets einen begehrenswerten Helden, eine bezaubernde Heldin, jede Menge Zärtlichkeit und ein Happy End – eben genau das, was in ihrem Leben fehlte.

Lautstark schlug sie die Wagentür zu, als könnte sie damit endlich ihr seltsames Bauchgefühl vertreiben. Sie strich die Hosenbeine glatt und sog die frische Luft tief ein. Viel zu warm war es ihr in dem hellgrauen Hosenanzug, der nun von Flug und Fahrt auch noch zerknittert war. Aber als sie am frühen Morgen in ihrem Madrider Apartment den Wetterbericht für Barcelona hörte, hatte sie einfach nicht glauben wollen, dass dieser Frühlingstag so heiß werden sollte. An das mediterrane Klima hatte sie sich immer noch nicht ganz gewöhnt, sich sonst aber gut eingelebt. Bereits als junges Mädchen hatte sie begeistert Spanisch gelernt und ihren Bruder Robert, der lange vor ihr in Madrid arbeitete, so oft wie möglich besucht. Und nun war ihr Traum, hier im sonnigen Süden auch zu leben, endlich in Erfüllung gegangen.

Sie hatte das Auto ein Stück von der Villa entfernt geparkt, um noch ein paar Schritte gehen zu können. Sie liebte es, neue Gebiete zu erkunden und dabei vielleicht auf ein interessantes Objekt zu stoßen. Wie aufregend war es damals gewesen, das verträumte Schloss mit den windschiefen Türmen in den grünen Tälern Cornwalls zu entdecken. Und erst die rustikale Hazienda mit dem grandiosen Blick, versteckt im Vorland von Madrid, der Sierra de Guadarrama. Beide Immobilien hatte sie sehr gewinnbringend veräußert, und es war ihre Eintrittskarte an die Spitze von „Coleman’s First Class Homes“ gewesen, eine Position, die sie nicht nur wegen der Familienzugehörigkeit innehatte.

Schon von Weitem erkannte sie die Villa, umwachsen von hohen Palmen, die das Anwesen wie ein schönes Gemälde einrahmten. Hell, fast gleißend, erstrahlte die Fassade im Sonnenlicht. Als Alison nur noch wenige Meter entfernt war, setzte sich mit einem leisen Surren das eiserne Schiebetor in Bewegung. Man hatte ihre Ankunft also schon bemerkt.

Sie folgte einem geschwungenen Kiesweg, der von rosa und violett blühenden Rhododendren gesäumt war. Aus einem kleinen Teich stob eine Wasserfontäne empor, in deren Sprühnebel das Licht in den schönsten Farben tanzte. Insekten summten, Büschel hohen Ziergrases wogten in einem kaum spürbaren Luftzug, und die vielen Blüten verbreiteten einen intensiven süßen Duft. Welch Frieden hier herrschte!

Vor einem prächtig verzierten Portal, an dem ein faustgroßer goldener Löwenkopf als Türklopfer wachte, blieb sie stehen. Es war Punkt zehn. Alison hielt den Atem an und spürte eine Mischung aus Erleichterung und Furcht. Mit diesem millionenschweren Auftrag würde sich die Lage der Firma zwar etwas bessern, aber die finanzielle Krise des Unternehmens war damit noch lange nicht überstanden. Lief denn nicht doch alles darauf hinaus, dass sie Paul heiraten musste? Und wenn sie es nicht tat? Was würde passieren, wenn sie sich weigerte? Womöglich würde sie so alles verlieren …

Sie stieß die Luft aus, um diesen katastrophalen Gedanken abzuschütteln. Dann öffnete sich die Tür: Ein gedrungener Mann mit sehr kurzem Haar, einer randlosen Brille und einem dichten Bart trat ihr entgegen.

„Mrs. Coleman!“, begrüßte er sie mit festem Händedruck. „Es ist zu warm für diese Jahreszeit, viel zu warm. Kommen Sie herein! Ich bin Domingo Sanchez, der Assistent von Madame Croix.“

Sie traten ins Innere der Villa, wo sich ihre Augen erst an das Dämmerlicht gewöhnen mussten. Es war angenehm kühl hier, und Alison folgte dem Assistenten in den Empfangsraum, der sparsam, aber edel möbliert war. Sie nahm auf einem der hellen Ledersessel Platz.

„Warum haben Sie Ihr Auto außerhalb geparkt? Unser Carport bietet Platz für mindestens fünf Wagen. Oder drei Limousinen, je nachdem.“ Er lachte kurz auf. „Hatten Sie eine gute Reise?“

Alison verzog die Lippen zu einem dünnen Lächeln und nahm ein Glas mit kaltem Orangensaft entgegen. „Ja, danke. Außer, dass eben im Wagen die Klimaanlage ausgefallen ist …“

Señor Sanchez wiegte übertrieben bedauernd den Kopf.

Einen Moment lang taxierte Alison den etwas arrogant wirkenden Spanier, der noch ein weiteres Glas auffüllte und dann die Arme vor der Brust kreuzte. Er schien auf etwas zu warten, und Alison überlegte, ob sie ihm offen oder eher reserviert begegnen sollte. „Das Expose hat nicht zu viel versprochen, wie mir scheint. Es muss ein Traum sein, hier zu leben“, sagte sie bewundernd. Durch das Fenster bot sich ein weiter Blick in den riesigen Garten. Zwar gab es in diesem Stadtteil allerlei Villen, Lofts und Apartments für den großen Geldbeutel, aber für dieses Luxusobjekt musste man schon Multimillionär sein. Durstig trank sie das Glas aus und stellte es hörbar auf den Tisch zurück, eine Geste, die zeigen sollte, dass sie für den Rundgang bereit war. Doch Señor Sanchez rührte sich nicht.

„Wollen wir?“, hakte Alison betont ruhig nach.

„Wir warten noch.“

Alisons Herz schlug einen Moment lang schneller. Würde die Diva etwa doch persönlich anwesend sein? Señor Sanchez hatte bei der Terminvereinbarung schon angedeutet, dass es Carla Croix um mehr ging als nur um einen möglichst hohen Verkaufspreis. Die Villa „Sol y Mar“ war ihr eine Herzensangelegenheit und sollte in besondere Hände gelangen. Der Assistent würde ihr sicher gleich die Einzelheiten über den Verkauf und die Wünsche der Schauspielerin darlegen.

„Ist Carla Croix …“

„Nein, Madame ist nicht anwesend. Wir warten noch auf Señor Martinez, und es wäre unhöflich, ohne ihn zu beginnen.“

Alison runzelte die Stirn....



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