Warren | Ein wahres Fest der Liebe | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

Warren Ein wahres Fest der Liebe


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7515-0479-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

ISBN: 978-3-7515-0479-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Lieber Weihnachtsmann - ich habe nur einen Wunsch: eine Mama.' Colter zerreißt es fast das Herz, als er den Wunschzettel seiner kleinen Tochter liest. Und dann schickt ihm der Himmel Marisa, seine einstige große Liebe. Wird sie diesmal für immer bleiben?



Nachdem Linda Warren ihr erstes Buch bei Harlequin Superromance veröffentlicht hat, war ihr Leben nicht mehr das, was es vorher war. Es machte plötzlich Spaß, war spannend und sie hat nie genug Zeit. Aber sie genießt jede Minute. Sie wuchs in einer Farmer - Gemeinschaft in Smetana außerhalb von Bryan, Texas auf. Autorin zu sein war zwar nie ihr Wunsch. Aber sie war Gewinnerin bei einem Aufsatz-Wettbewerb in der High School und ihr Englischlehrer sagte ihr eine große Karriere als Autorin voraus. Sie schenkte dem nicht viel Beachtung und plante eine Ausbildung zur Krankenschwester. Auf dem College nahm ihr Leben eine unerwartete Wendung. Sie bekam selber die Diagnose Rheumatische Arthritis und musste das College aufgrund dieser Krankheit verlassen. Nichts im Leben hatte sie darauf vorbereitet. Zum Glück hatte sie das große Glück einen wundervollen Mann an ihrer Seite zu haben, ihre Highschool-Liebe und ihren persönlichen Helden. Mit seiner Liebe und seiner Unterstützung fand sie einen Umgang mit der Krankheit. Mit viel freier Zeit, die sie jetzt hatte, begann sie zu malen und übernahm eine Kunstklasse. Zu ihrer Überraschung verkauften sich ihre Bilder und sie gewann Preise damit. Dies beschäftigte sie über viele Jahre. Leider schädigten das Terpentin und die Gase der Farben ihre Augen. Ein Arzt empfahl ihr, die Malerei ruhen zu lassen. Aber sie war sich nicht sicher, was sie tun sollte. Sie hatte es immer geliebt zu lesen und sie hatte im Krankenhaus sehr viel Zeit dazu. Das war der Beginn, wie sie Harlequin entdeckte. Ungeachtet ihres schlechten gesundheitlichen Zustands, war sie wie süchtig nach den Romanen, die immer Hoffnung vermittelten und immer mit einem Happy End aufhören. Ihre Familie drängte sie wieder mit der Malerei zu beginnen aber im Geheimen war sie schon entschlossen zu Schreiben. Die einzigen Befähigungen, die sie zur Verwirklichung dieser verrückten Idee besaß, waren die Erinnerungen und Kenntnisse, die sie selber beim Lesen gesammelt hatte und ihre Entschlossenheit. Nach jeder Menge harter Arbeit, Tränen und Ausdauer tut sie jetzt etwas, was sie liebt - Schreiben. Jetzt schreibt sie selber die Happy Ends und hofft damit, jemanden so zu ermutigen, wie sie selber durch die Romane von Harlequin ermutigt wurde. Trotz allem ist Linda der Meinung, dass es immer ein Happy End gibt. Man muss es nur suchen und finden. Wenn Sie ihr eine E-Mail senden möchten: LW1508@aol.com
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1. KAPITEL

Lieber Weihnachtsmann,
dieses Jahr war ich wirklich brav. Kannst du mir und meinem Daddy bitte eine Mommy zu Weihnachten schenken? Sie soll nett sein und hübsch, und sie soll Hunde und Pferde mögen. Sonst brauchst du mir nichts zu schenken.
Alles Liebe,
Ellie Kincaid

Ellie steckte den Brief in einen Umschlag und wollte ihn gerade zukleben, als ihr Vater hereinkam.

„Was machst du denn da, Engelchen?“

„Ich habe einen Brief an den Weihnachtsmann geschrieben. Kannst du ihn bitte für mich abschicken, Daddy?“ Sie sah ihn erwartungsvoll an.

Colter Kincaid wurde das Herz schwer. Er wusste natürlich, was in dem Brief stand. Denn Ellie wünschte sich jedes Jahr dasselbe: eine Mutter. Früher, als sie noch nicht in der Schule gewesen war, hatte er ihr noch geholfen, später hatte sie die Briefe selbst geschrieben.

Ellie war jetzt sieben Jahre alt und verbrachte täglich Stunden mit der Überlegung, wie sie zu einer Mutter kommen könnte. Damit hatte sie ihn schon in die eine oder andere peinliche Situation gebracht, wenn sie zum Beispiel wildfremde Frauen auf die Ranch eingeladen hatte. Colter brachte es nicht übers Herz, ihr zu sagen, dass dieser Wunsch sich mit Sicherheit nie erfüllen würde, denn er hatte ein für alle Mal mit der Liebe abgeschlossen. Sie hatte ihm nichts als Unglück gebracht.

„Das werde ich morgen früh gleich als Allererstes erledigen“, sagte er und nahm den Brief an sich. „Aber jetzt ab mit dir ins Bett.“

Ellie zog einen Schmollmund. „Warum muss ich schon um neun ins Bett gehen? Wo morgen doch keine Schule ist.“

„Weil das hier eine der Regeln ist.“

„Aber Tulley muss auch nicht um neun ins Bett!“

Colter zog die Decke zurück. „Wenn du so alt bist wie Tulley, darfst du auch länger aufbleiben.“

„Ach, Manno.“ Ellie krabbelte ins Bett. Ihr Hund Sooner sprang mit einem Satz neben sie. „Wann bin ich endlich so alt wie Tulley?“

„Du kannst dir selbst ausrechnen, wie lange das noch dauert. Er ist jetzt siebzig.“

Ellies Miene verfinsterte sich. „Ich werde bestimmt nie siebzig.“

Colter umarmte sie mit einem Lächeln. „Du wirst wahrscheinlich noch viel älter. Aber du wirst trotzdem immer mein kleines Mädchen bleiben.“

„Ich hab dich lieb, Daddy.“ Sie gab ihm einen geräuschvollen Gutenachtkuss.

„Ich dich auch, Engelchen“, gab Colter weich zurück.

Ganz egal, was in seinem Leben noch passierte, seine Tochter würde immer am wichtigsten für ihn sein, und er würde alles in seiner Macht Stehende tun, um sie glücklich zu machen.

Und das bedeutete, dass sie niemals die Wahrheit über ihre Mutter erfahren durfte.

Marisa Preston saß an ihrem Schreibtisch und fragte sich, was sie eigentlich an einem Samstagnachmittag in ihrem Büro verloren hatte. Normalerweise verbrachte sie ihr Wochenende nicht unbedingt im Kaufhaus ihrer Familie, aber heute hatte sie es zu Hause nicht ausgehalten. Um diese Zeit des Jahres fühlte sie sich immer besonders einsam. Deshalb musste sie sich irgendwie beschäftigen, um wieder aus ihrer depressiven Stimmung herauszufinden. Und so stand sie auf und machte sich auf den Weg in die Verkaufsräume. Dieses Jahr war die Weihnachtsdekoration besonders schön ausgefallen, hatte sie gehört. Das lenkte sie vielleicht von ihren düsteren Gedanken ab.

Ihr Weg führte sie unvermeidlich in die Geschenkabteilung und dort in eine ganz bestimmte Ecke: dorthin, wo jedes Jahr die traditionelle Weihnachtswiege ausgestellt war, die ein Künstler aus Austin nach einem historischen Vorbild aus einem einzigen alten Holzblock schnitzte. Seine Frau nähte die feine Bettwäsche aus weißer Seide und Spitze dazu. Die kunstvollen Schnitzereien machten jede einzelne Wiege zu einem einzigartigen Kunstwerk.

Sie konnte nicht anders, sie ging hinüber und berührte die wunderschöne Wiege, die sanft zu schaukeln begann. Auf einmal meinte sie, ein Baby schreien zu hören, und für einen Moment blieb ihr die Luft weg. Fast meinte sie, sie müsste ersticken. Sie schloss die Augen und atmete mehrere Male tief durch. Aber die Erinnerungen ließen sich nicht einfach ausblenden.

Es war Anfang Dezember gewesen, in Las Vegas. Sie hatte sich mit ihren besten Freundinnen Stacy und Rhonda ohne Wissen ihrer Mutter auf die Jagd nach dem großen Abenteuer gemacht. Zu der Zeit hatte sie mit ihrer Mutter in einem New Yorker Penthouse gelebt, als angehende Konzertpianistin ständiger strenger Disziplin unterworfen. Als ihre Mutter dann nach Europa gereist war, hatte sie die ungewohnte Freiheit genutzt, ein bisschen von dem Spaß nachzuholen, der in ihrem Leben fehlte.

In Las Vegas fand gerade das Finale der nationalen Rodeomeisterschaften statt, und die drei Mädchen wollten einmal ein paar echte Männer zu sehen bekommen. Marisa hatte es bald ein ganz bestimmter Cowboy angetan: Er war nicht größer oder stärker als die anderen, aber er strahlte bei seinen Auftritten ein solches außerordentliches Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen aus, dass sie wie hypnotisiert von ihm war. Und er war der Beste. Natürlich musste er auf ein junges, unerfahrenes Mädchen aus der Stadt Eindruck machen.

Nach einer Runde hatte er sich direkt vor ihrem Platz nach seinem Hut gebückt, der ihm vom Kopf gefallen war, und als er sich wieder aufgerichtet hatte, hatten ihre Blicke sich getroffen.

Seine Augen waren von einem ganz außergewöhnlichen Grün gewesen. Es war ein helles Grün, das an Weintrauben im Sommer denken ließ. Er sah umwerfend gut aus und wirkte so viel aufregender und männlicher als all die jungen Männer, die sie sonst kannte. Deshalb hatte sie sich auf den ersten Blick in ihn verliebt, so leidenschaftlich, wie nur ein junges Mädchen das konnte.

Marisa stieß einen Seufzer aus, als die Erinnerungen an das Ende ihrer Liebe hochkamen, an den Kummer und den Schmerz. Aber all das verblasste im Vergleich mit der abgrundtiefen Verzweiflung, die sie nach dem Tod ihres Sohnes erfasst hatte. Es gab nichts Schlimmeres, als ein Kind zu verlieren. Das war ein Einschnitt im Leben, den man niemals ganz überwand. In ihrem Herzen würde ihr Sohn immer bei ihr sein.

Marisa kehrte mit einiger Mühe in die Gegenwart zurück und sah sich um. Das Kaufhaus hatte ihr Großvater, der Vater ihrer Mutter, um 1930 eröffnet und damit den Grundstein für eine der erfolgreichsten Kaufhausketten in Texas gelegt, die sich noch in Familienbesitz befanden. Sie würde es einmal zusammen mit ihrem Bruder erben. Natürlich war sie stolz darauf, auch wenn ihr die Arbeit keine große Freude machte und sie sich manchmal wie eine Gefangene fühlte.

Einige Angestellte beobachteten sie, aber niemand sprach sie an. Das war eine der ehernen Regeln, die ihr Vater aufgestellt hatte: keine Verbrüderung mit den Angestellten!

Unvermittelt blieb sie stehen, als ihr ein Mann auffiel, der an der Servicetheke stand und darauf wartete, dass seine Einkäufe weihnachtlich verpackt wurden. Ihr stockte der Atem. Das ist unmöglich. Das kann nicht er sein! Nicht heute.

Sicher spielte ihre Einbildung ihr einen Streich. Aber diese langen Beine in den engen Wrangler-Jeans, die silberne Gürtelschnalle, die Cowboystiefel und die braune Lederjacke konnten nur einem Mann gehören – ihm. Auf einmal fühlte sie sich um acht Jahre zurückversetzt.

Colter Kincaid – der Mann, den sie so leidenschaftlich geliebt hatte, der Vater ihres Sohnes – stand nur ein paar Meter von ihr entfernt. Er hatte sich kaum verändert.

Seit jenem Morgen im Motel hatte sie ihn nicht mehr gesehen, aber sie würde ihn überall wiedererkennen: Die stolze Haltung, die markanten Gesichtszüge, diese breiten Schultern waren unverkennbar. Sein Anblick war ihr so vertraut und doch zur gleichen Zeit fremd, als hätten Zeit und Erfahrung seine Persönlichkeit um neue, unbekannte Facetten bereichert. Marisa kämpfte gegen ihre aufsteigende Panik an. Ihre erste Erfahrung mit der Liebe, diese verzehrende Leidenschaft, hatte sie damals fast zerstört. Nie wieder wollte sie das erleben, hatte sie sich geschworen.

Trotzdem konnte sie den Blick nicht von ihm wenden. Sie stand einfach nur da, unfähig, sich zu bewegen oder einen vernünftigen Gedanken zu fassen. Sie konnte ihn einfach nur anstarren. Die Jahre hatten ihm nicht geschadet, sondern ließen ihn nur noch attraktiver wirken. Aber sie entdeckte eine Härte in seinen Augen, die früher nicht da gewesen war. So lange hatte sie auf diese Begegnung gewartet, auf die Gelegenheit, ihm zu erklären, warum alles so gekommen war, aber jetzt wollten ihr die richtigen Worte nicht einfallen. Sie war so sprachlos wie bei ihrer ersten Begegnung.

Colter sah ungeduldig auf die Uhr. Wie lange dauerte es denn noch, drei Geschenke einzupacken? Wenn er etwas hasste, dann Einkaufen. Aber das gehörte nun einmal dazu, wenn man Kinder hatte. Er tat viel, was ihm nicht unbedingt Spaß machte, aber wenn seine Tochter ihn dann umarmte und erklärte, er sei der beste Daddy auf der ganzen Welt, hatte sich die ganze Mühe gelohnt. Mit einem Seufzer konsultierte er erneut seine Armbanduhr.

Plötzlich erfasste ihn ein ganz merkwürdiges Gefühl, und er spürte förmlich, wie sich die winzigen Härchen in seinem Nacken aufstellten. Er hob den Kopf und erlitt einen regelrechten Schock. Das konnte nicht sein, das war einfach nicht möglich. Aber er wusste, dass sie es war. Er wusste es in dem Moment, in dem er in ihre braunen Augen sah. Vor ihm stand die Frau, die er nie mehr hatte wiedersehen wollen.

Plötzlich schien die...



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