E-Book, Deutsch, 316 Seiten
Walther Albrock
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7578-9991-2
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 316 Seiten
ISBN: 978-3-7578-9991-2
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Welches Geheimnis birgt Albrock? Tauche ein in die faszinierende Geschichte dieses einsamen Gutshofs! Der Gutshof Albrock liegt einsam auf der der Anhöhe "Emder Höhe" im südlichen Ostwestfalen. Das Buch handelt von dem Leben der Pächterfamilie, die über mehrere Generationen das Gut bewirtschaftet. Durch die einsame Lage des Gutes, haben sie viele Eigenarten - ganz vorne steht die Liebe zur Natur. Mit gesellschaftlichen Normen arrangieren sie sich nur schwer. Wichtig ist ihnen die eigene Familie, ökologische Landwirtschaft, Eigenversorgung, Unabhängigkeit und TOLERANZ. Es wird das Leben der Familie zwischen 1840 bis zu den 1990 beschrieben. Es gibt immer wieder überraschende Entwicklungen, aber die Familie hält trotz aller widrigen Umstände zusammen. Diese Aussteigergeschichte ist anders als alle anderen.
Andreas Walther ist in Bad Driburg aufgewachsen. Durch seinen Beruf wurde er immer mehr zum Naturliebhaber. Weiterhin hat er viel mit anderen Kulturen zu tun gehabt, so dass Toleranz für ihn zu einem wichtigen Element seiner Persönlichkeit wurde. Durch Erziehung, Studien und seine Lebenserfahrung wurde der Autor auch immer kritischer gegenüber dem existierenden politischen System.
Autoren/Hrsg.
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Basti schlug vor, dass sie doch auch gleich Siggi und Heini informieren sollten. Elli nickte „Ja das sollten wir nicht herauszögern und was ist mit deinen Eltern?“ „Keine Lust auf den Stress, sollen wir denen nicht einfach eine Einladung schicken?“ „Das kannst du doch nicht machen, komm wir rufen sie gemeinsam an, wenn ich den Termin habe.“ „Hoffentlich geht meine Mutter nicht dran!“. Elli und ihre Eltern horchten auf „ist sie so schlimm?“ „Ja“, antwortete Basti. Die beiden halfen Gertrud noch beim Abräumen und verabschiedeten sich. Elli bat Basti nochmal anzuhalten. „Ja was ist denn?“ Elli gab ihm einen Kuss „Ich bin schwanger.“ Ihr Freund guckte sie entgeistert an, beugte sich zu ihr rüber, küsste und umarmte sie. „Das ist ja super, ich freu mich.“ Elli war ganz schön erleichtert über seine Reaktion. Auf Albrock marschierten sie sofort in den Garten, wo Siggi und Heini am Tisch saßen und sich unterhielten. „Hallo ihr beiden“ begrüßte Heini sie. Das Pärchen setzte sich und Siggis Neffe begann „Wir wollen Euch gerne zu unserer Hochzeit einladen und Euch bitten unsere Trauzeugen zu sein“. Siggi fand als erstes die Sprache wieder „Wann soll denn die Hochzeit sein?“ „Ich gehe morgen zum Standesamt in Driburg und frage nach dem nächstmöglichen Termin!“ erwiderte Elli. „Ihr habt es aber eilig“ warf Heini ein. „Wir sind auch schwanger, nein Elli natürlich.“ Die beiden Alten freuten sich und beglückwünschten sie. Siggi meinte „Dann müssen wir mal gucken, was mit den nicht benutzten Räumen im Westflügel ist, ob wir was renovieren müssen. Ich schau mir das morgen mal an, damit wir euch dort eine Wohnung einrichten können. Hast du deine Eltern schon informiert?“ Basti schüttelte den Kopf. „Mach das Bitte, es sind deine Eltern Basti!“ „Ja“ maulte er. „Wir machen das morgen zusammen Basti, wenn ich den Termin habe, ich bin dann bei dir, versprochen.“ Basti guckte gequält und nickte. Bertha kam mit dem Geschirr, um für das Abendbrot einzudecken und alle vier baten sie sich kurz zu setzen. Basti erzählte von den Neuigkeiten und sie ist herzlich zur Hochzeit eingeladen. Sie umarmte die beiden und wünschte ihnen viel Glück und sicher wäre sie dabei. Bertha ging wieder in die Küche, um die restlichen Dinge zu holen. Elli rief am nächsten Tag gegen Mittag auf Albrock an und teilte Basti mit, dass übernächste Woche Mittwoch die Trauung um 11 Uhr stattfindet. Sie machten noch Kussgeräusche und verabschiedeten sich. Als Basti um halb 6 an der Reelser Mühle eintraf, bat ihn Elli kurz reinzukommen, sie müssten ja auch ihre Eltern über den Termin und die Schwangerschaft informieren. Gertrud umarmte sie und beglückwünschte sie, ebenfalls ihr Vater, der wieder feuchte Augen bekommen hatte. Elli betonte, dass sie Basti so oder so geheiratet hätte, so würde es halt ein bisschen schneller gehen, grinste und gab Basti einen Kuss. Dann verabschiedeten sie sich, sie mussten ja in Paderborn anrufen. Als das Paar auf Albrock ankam, drückte sich Basti vor dem Telefongespräch. Elli bugsierte ihn ins Büro, er setzte sich auf Siggis Stuhl. sie setzte sich neben ihn und hielt seine Hand. Er wählte und hoffte, dass sein Vater abheben würde, er hatte Pech. „Ach der verschollene Sohn ruft mal an, was ein Wunder“ krächzte seine Mutter. „Das du dich mal meldest. Wir sind deine Eltern, warum rufst du nie an, das ist ungehörig, er müsse Respekt und Ehrerbietung gegenüber seinen Eltern zeigen. Aber sie kenne ihn ja – du läufst bestimmt, wie ein Hippie rum oder wie das heißt – gut, dass ich das nicht sehe – einfach unmöglich.“ „Jetzt ist es aber gut Mama, ich will euch auch nur zu unserer Hochzeit übernächste Woche Mittwoch um 11 Uhr im Driburger Standesamt einladen.“ „Wie bitte, was bedeutet das? – das geht doch nicht, du hast uns gar nicht gefragt, was bildest du dir ein“ „Mama ich bin 22 – ich muss dich nicht fragen laut Gesetz!“ „Was interessieren mich Gesetze, es ist ungehörig von ihm, sie nicht zu fragen und die Braut nicht vorher vorzustellen.“ schimpfte sie weiter. „Mama es reicht, kommt ihr jetzt oder nicht?“ „Wann ist das?“ „Übernächste Woche Mittwoch um 11 Uhr in Driburg“ „Was sollen wir denn anziehen?“ „Elli wird ein einfaches Baumwollkleid anziehen, ich werde eine lange Jeans mit weißem Hemd und Turnschuhe tragen – also kommt ganz leger. Es gibt auch keine Ringe oder sonstigen Firlefanz, Siggi und Heini sind Trauzeugen, Ellis Eltern kommen, ihr und Bertha. Danach gibt es noch ein leckeres Mittagessen.“ „Was ist denn das wieder für Unsinn, du musst dir einen Anzug anziehen – seine Idee ist ja fast sittenwidrig“ keifte sie weiter. „Mir platzt gleich der Kragen, wenn es dir nicht passt, dann bleibt doch weg!“ „Ist ja schon gut, wir kommen Sebastian, auch wenn ich mit der Art und Weise überhaupt nicht einverstanden bin. Du hast das halt von diesem Einsiedler Siegfried geerbt. Ihr heiratet aber dann noch kirchlich, sonst gilt das doch nicht.“ „Doch Mama, vor dem Gesetz sind wir dann ein Ehepaar und das reicht!“ „Und du bist mein Sohn, eine Schande ist das, was der Herrgott zu diesen Sitten wohl sagt.“ schluchzte sie. Basti legte auf, er war fix und alle und weinte. Elli umarmte und streichelte ihn „Jetzt kann ich dich verstehen, mein Gott was für eine Furie, die hört ja auch gar nicht auf.“ „Das ist ja das schlimme, ich weiß nicht, was mein Vater an der findet, aber er liebt sie. Ich muss jetzt einen großen Schnaps und ein Bier trinken, um runterzukommen.“ „Gut“ sagte Elli „das hast du dir nach dem Gespräch auch verdient“ und küsste ihn. Als sie sich an den Gartentisch zu Siggi und Heini gesetzt hatten erzählte Elli von dem Telefonat. „Der arme Basti ist von seiner Mutter ja zusammengestaucht worden, sowas habe ich noch nicht erlebt. Jetzt weiß ich, warum er so ein Bammel vor dem Gespräch hatte.“ Basti trank seinen Schnaps leer und stand auf, um sich Nachschub zu holen. Siggi erwiderte „Ja das ist Marlies, wie sie leibt und lebt. Ich weiß nicht, was Konrad an ihr gefunden hat, aber soweit ich es weiß, liebt er sie. Aber Bastis Eltern wissen jetzt Bescheid und das ist das Wichtigste!“ Basti kam mit der Schnapsflasche zurück und füllte ein Wasserglas, das Pinikken war viel zu klein. Elli und sein Onkel protestierten „Was hast du vor?“ „Die Alte ertränken!“ Sie ließen ihn gewähren. „Kann ich dann die Ente haben, ich muss ja noch nach Hause.“ „Ja latürlich“ nuschelte Basti. „Aber das ii mir bloß nix von dem Rind lerzählt“ lallte Basti „Dann ist das näkste Dama da“. „Komm Basti, das reicht. Ich bring dich ins Bett.“ Elli erhob sich und packte ihn. “Jalol Chefin, ichkomjascho“. Sie zogen ab und Heini bemerkte „Der arme Junge, jedes Mal ist er erledigt nach einem Gespräch mit Marlies. Ich kann ihn verstehen.“ Siggi bestätigte ihn „Gut, dass er hier ist, sich hier sowohl fühlt, Elli passt perfekt zu ihm und gibt ihm auch Halt. Basti ist doch sehr sensibel.“ Elli brachte ihren betrunkenen Schatz ins Bett, zog Hose und T-Shirt aus. Guckte kurz auf seinen hübschen Körper und seinen Schwanz, küsste ihn und wünschte ihm eine gute Nacht. „Wo wist du hin“ kam von ihm noch und dann war er ein geschlafen. Basti hatte morgens leichte Kopfschmerzen, aber Elli hatte ihn mit ihrer burschikosen Art vor dem Schlimmsten gerettet. Er liebte sie und freute sich schon auf übernächste Woche, seine Mutter wird es schon überstehen. Nachdem er aus dem Stall kam, rief er bei Klokes an. „Hallo Karlheinz, hier ist Basti. Ich will übernächste Woche Mittwoch mittags mit 9 Personen vorbeikommen. Ich heirate um 11 und wir wollen dann einen leckeren Festschmaus genießen.“ „Na Basti, du hast es ja eilig unter die Haube zukommen“ und lachte „ich gucke mal, was ich dir Gutes anbieten kann, ich rufe morgen wieder an.“ Ja gerne“ erwiderte Basti. Als Elli abends da war, sagte Siggi „ich war heute mal in den unbewohnten Zimmern, eigentlich ist alles in Ordnung. Es muss nur mal kräftig geputzt werden. Ich sag Bertha, dass sie die Putzhilfe vielleicht mit einer Freundin mal extra kommen lässt. Wenn ihr auch ein Esstisch und Stühle, da oben wollt, kannst du die Möbel doch nach euren Vorstellungen bauen. Das Holz geht auf die Firma. Das Kinderzimmer muss noch eingerichtet werden.“ Elli warf sofort ein „Nein das Baby bleibt erstmal bei uns, bis das nächste kommt.“ und grinste. Basti ergänzte, „Wir benötigen nur noch eine Wiege.“ „Vielleicht steht noch eine auf dem Dachboden oder im Keller.“ regte Siggi an. „Ne brauchen wir nicht, Mama und Papa schenken uns eine“ rief Elli. Bertha brachte das Abendessen, es war wie immer köstlich. Dann verabschiedeten sich Elli und...




