Walter | MediaFotografie - analog und digital | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 320 Seiten

Reihe: X.media.press

Walter MediaFotografie - analog und digital

Begriffe, Techniken, Web
2005
ISBN: 978-3-540-27371-4
Verlag: Springer Berlin Heidelberg
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Begriffe, Techniken, Web

E-Book, Deutsch, 320 Seiten

Reihe: X.media.press

ISBN: 978-3-540-27371-4
Verlag: Springer Berlin Heidelberg
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Digitalfotografie wird in der aktuellen Literatur stets als DIGITALfotografie verstanden. Dieses Buch versucht bewusst, zu einem besseren Verständnis der modernen Fotografie zu führen, indem das erfolgreiche Zusammenwirken von klassischer mit digitaler Technologie genauso im Fokus steht wie Techniken und Besonderheiten der Digitalfotografie selbst. Die Grundlagen werden dabei theoretisch erläutert und an Bildbeispielen gezeigt. Hinzu kommen besondere Themen der Digitalfotografie wie Farbe und Schwarzweiß, Rausch- und Staubkorrektur, Internetpublikation, Urheberrechtsfragen und die Möglichkeiten des 'digitalen Negativs', der raw-Datei. Neben Photoshop wird weitere einschlägige Software wie GIMP und C1 behandelt.

Kurzbiografie Professor Dr. Thomas Walter:1986 - 1991: Physikstudium an der TU Darmstadt1989: Aufenthalt am Deutschen Elektronen-Synchroton (DESY), Hamburg, und Aufnahme in die Studienstiftung des deutschen Volkes.1991 - 1995: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am FB Mathematik der TU Darmstadt1991: Förderpreis der WE Heraeus-Stiftung1994: Promotion am FB Mathematik der Technischen Hochschule Darmstadt1995 - 1997: Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Wissenschaftsrates im Referat Quantitative Analysen, Statistik, Datenverarbeitung1998 - 8/2000: Leiter der Stabsabteilung 'Datenverarbeitung und Organisation' an der Universität TübingenSeit 9/2000: Professor für das Lehrgebiet 'Programmierung und Betrieb von Web-Sites' an der Fachhochschule Kaiserslautern, Standort Zweibrücken

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1;Vorwort;5
2;Inhaltsverzeichnis;7
3;Hinweise zum Gebrauch des Buches;11
4;1 Entwicklung der Fotografie;16
4.1;1.1 Die Vorgeschichte der Fotografie;16
4.2;1.2 Die Anfänge der Fotografie;18
4.3;1.3 Von den Anfängen zur klassischen Fotografie;23
4.4;1.4 Fotografie: Technik oder Kunst?;24
4.5;1.5 Die moderne Fotografie;25
5;2 Physikalische und chemische Grundlagen;30
5.1;2.1 Licht und Farbe;30
5.2;2.2 Strahlenoptik;32
5.3;2.3 Wellenoptik;47
5.4;2.4 Abbildungsfehler;48
5.5;2.5 Klassische Objektivkonstruktionen;56
5.6;2.6 Objektive für analoge und für digitale Fotografie;63
5.7;2.7 Moderne Entwicklungsschritte in der Objektivkonstruktion;68
5.8;2.8 Chemische Grundlagen;68
5.9;2.9 Blitzlichtfotografie;75
6;3 Kontraststeuerung in der Analogfotografie;78
6.1;3.1 Belichtungsmessung;78
6.2;3.2 Sensitometrie und Densitometrie;81
6.3;3.3 Gradation;83
6.4;3.4 Ansel Adams;85
6.5;3.5 Das Zonensystem;86
6.6;3.6 Klassische Bildbearbeitung;89
7;4 Grundlagen der Digitalfotografie;90
7.1;4.1 Digitalisierung;90
7.2;4.2 Lichtempfindliche Sensoren;93
7.3;4.3 Speichermedien für Digitalkameras;117
7.4;4.4 Dateiformate;122
7.5;4.5 Das Pixel;136
7.6;4.6 Auflösung;139
7.7;4.7 Workflow im Digitalen;142
8;5 Digitale Bildbearbeitung;146
8.1;5.1 Adobe Photoshop;146
8.2;5.2 Alternative Bildbearbeitungssoftware;155
8.3;5.3 GIMP;155
8.4;5.4 Nikon Capture;161
8.5;5.5 Phase One C1;169
9;6 Farbe im Digitalbild;174
9.1;6.1 Ideale Farbe;175
9.2;6.2 Reale Farben: Codierung von Farbinformation, Farbmodelle und Farbräume;181
9.3;6.3 Die Farbe in der Bildbearbeitungssoftware;186
9.4;6.4 Websichere Farben;190
9.5;6.5 Farbmanagement und Geräteprofile;190
9.6;6.6 Der Weißabgleich;208
10;7 Schwarzweiß mit Digital;216
10.1;7.1 Bemerkungen zur Schwarzweißfotografie;216
10.2;7.2 Farbfilter in der klassischen Schwarzweiß-Fotografie;218
10.3;7.3 Von Farbe zu Schwarzweiß;220
10.4;7.4 Filmkörnigkeit im Digitalen;229
10.5;7.5 Weitere Verbesserungen des Schwarzweißbildes;230
11;8 Die digitale Dunkelkammer;232
11.1;8.1 Das Histogramm als zentrale Bildinformation;232
11.2;8.2 Gradation im Digitalbild;236
11.3;8.3 Die kamerainterne Gradationssteuerung und Gradationskurve;243
11.4;8.4 Abwedeln und Nachbelichten;245
11.5;8.5 Schärfen des Digitalbildes;246
11.6;8.6 Rauschverminderung;249
11.7;8.7 Korrektur der Vignettierung;253
11.8;8.8 Korrektur der Verzeichnung;254
11.9;8.9 Staubkorrektur;257
11.10;8.10 Korrektur digitaler Artefakte;258
11.11;8.11 Digitale Gesamtkorrektur: Die Lösung von DxO Labs;260
11.12;8.12 Digitale Filter;264
11.13;8.13 Archivierung des Digitalbildes;269
11.14;8.14 Langzeitarchivierung;272
12;9 Let’s go web;274
12.1;9.1 Bilddateien für das Web: Auflösung, Farben und Dateiformate;274
12.2;9.2 Adobe ImageReady;280
12.3;9.3 Das Fotoalbum im Web;282
13;10 Das Recht und die moderne Fotografie;288
13.1;10.1 Die Gesetzeslage;288
13.2;10.2 Digitale Bildkennzeichnung;293
14;Ausblick;298
15;A Internetlinks;300
16;B Abkürzungen;308
17;Literatur;312
18;Personenverzeichnis;316
19;Sachverzeichnis;318


7 Schwarzweiß mit Digital (S.201)

Schwarzweiß war bis in die 60er-Jahre des letzten Jahrhunderts das vorherrschende Medium der Fotografie, und auch heute noch erfreut sich die Schwarzweißfotografie – nicht zuletzt in der Werbung – großer Beliebtheit. Während nun die klassische Fotografie den Weg von Schwarzweiß (SW) zur Farbe gefunden hat, ist das Farbbild stets die Ausgangssituation in der Digitalfotografie, da praktisch keine Kamera einen reinen SW-Chip verwendet.

Wir haben also stets die Aufgabe zu lösen, aus einem Farbbild ein Schwarzweiß- Bild zu generieren, und dies ist schwieriger, als es zunächst erscheinen mag – es birgt aber auch ein besonderes Potential „analogdigitaler" Kreativität! Rein technisch wäre ein SW-Sensor sehr interessant, da er ohne Interpolationsverfahren zu sehr scharfen Abbildungen führen würde. Er würde aber gleichzeitig die Graustufenumwandlung, wie wir in diesem Kapitel sehen, stark einschränken.

7.1 Bemerkungen zur Schwarzweißfotografie

7.1.1 Schwarzweiß analog und digital

In Abschnitt 4.4 haben wir gesehen, wie ausgehend von den Messwerten des Sensors durch Interpolation die volle RGB-Information für alle Pixel errechnet und in den klassischen Dateiformaten abgespeichert wird (nur die unverarbeiteten raw-Daten sind hier eine Ausnahme).

Ein Graustufenbild entsteht in dieser Diktion, indem alle drei Farbkanäle stets den gleichen Wert aufweisen. Dadurch entstehen Dateien gleicher Größe wie ein Farbbild, und die Ausgabe auf einem Drucker ist in diesem Sinne spannend, weil nicht sicher ist, dass wirklich ein rein graues Bild entsteht: Ein Farbstich ist nicht auszuschließen.

Anders ist die Situation bei Reduktion auf ein echtes Graustufenbild. Hier werden – durch geeignete Verfahren, die wir unter 7.3 kennen lernen werden – die drei Farbkanäle auf einen einzigen Graukanal reduziert: Die entstehenden Dateien haben nur noch ein Drittel des Umfangs des entsprechenden Farbbildes.

In Abschnitt 7.3.3.1 ist mehr zum Übergang vom „grauen RGB-Bild" zum echten Graustufenbild zu finden. Nur noch wenige Digitalkameras haben einen dedizierten Schwarzweiß-Modus, welcher die direkte Aufzeichnung von SW-Bildern erlaubt. Diese SW-Bilder sind gut, um einen ersten Eindruck von der SW-Wirkung eines Motivs zu bekommen, für einen bewussten Einsatz sollte aber das Farbbild aufgezeichnet und dann mit einem der nachfolgenden Verfahren gezielt und variabel in Graustufen umgewandelt werden.

Digitale SW-Kameras, also solche, welche erst gar kein Farbbild erzeugen, gibt es heute praktisch nicht mehr, obwohl diese den Vorteil haben, ohne Interpolationsverfahren auszukommen. Im Analogen gab es einen beliebten Trick, um die Stimmung einer SW-Aufnahme eines Motivs zu bekommen: Setzt man einen Kodak Wratten-Filter 90 (graues Gelbbraun, ein typisches Betrachtungsfilter, vgl. [Kod]) vor die Aufnahmeoptik, so ergibt sich bei kurzer Motivbetrachtung ein guter Eindruck der entsprechenden SW-Aufnahme. Hier bietet natürlich die digitale Welt viele Verbesserungen.

7.1.2 Die Kunst der Schwarzweißfotografie

Warum im 21. Jahrhundert überhaupt noch Schwarzweißfotografie – wenn, wie wir gesehen haben, technisch sowieso die Farbaufzeichnung heute der Standard ist. Diese Frage ist berechtigt, es lassen sich aber auch viele Antworten finden.



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