Walsh | Redeeming 6 | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 4, 976 Seiten

Reihe: Boys of Tommen

Walsh Redeeming 6

Ausgabe ebook
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-98585-301-4
Verlag: Adrian & Wimmelbuch DIG
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Ausgabe ebook

E-Book, Deutsch, Band 4, 976 Seiten

Reihe: Boys of Tommen

ISBN: 978-3-98585-301-4
Verlag: Adrian & Wimmelbuch DIG
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Joeys Leben gerät aus den Fugen. Joey ist besessen davon, sich der einzigen Person zu beweisen, der er jemals wirklich vertraut hat. Er kämpft darum, sich von einer Welt fernzuhalten, die sein Leben zerstören könnte. Die Chancen stehen schlecht. Kann er sich über Wasser halten? Aoife ist absolut nicht bereit, den Jungen, den sie liebt, aufzugeben. Also ist sie entschlossen, ihn vor der Selbstzerstörung zu bewahren. Sie ist in einer Welt gefangen, die sie nicht versteht, aber ihr Herz ist stärker als das, was sie herunterziehen will. Aoife wird Joey niemals aufgeben, egal was gegen ihn spricht. Herzschmerz und Fassungslosigkeit haben Aoife und Joey entzweit, dieses Mal ist es nicht anders. Ist ihre Liebe stärker als die dunkelsten Seiten des Lebens?

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IMMER NOCH DABEI


JOEY

»DU BIST VERDAMMT RUHIG, JOEY JUNGE.«

»Mir gehts gut, Tony.«

»Bist du sicher? Du bist blass wie ein Gespenst und hast die ganze Woche kaum was gesagt.«

»Alles bestens.«

»Du und Aoife habt nicht etwa …« Er ließ den Satz unvollendet, sah mich aber besorgt an, wartend auf eine Erklärung.

»Bei uns ist alles in Ordnung, Tony«, fütterte ich ihn mit der Lüge, die er hören wollte, bevor ich meine Aufmerksamkeit wieder auf die Ratsche in meiner Hand richtete. »Alles ist in Ordnung.«

»Gott sei Dank.« Erleichterung blitzte in seinen Augen auf. »Dann hast du wohl auch keine Ahnung, was in sie gefahren ist? Sie läuft mit einem Gesicht wie sieben Tage Regenwetter durchs Haus.«

»Keine Ahnung.«

»Wirklich?« Er kratzte sich verwirrt am Kinn. »Normalerweise bist du der Erste, der von einem Drama Wind bekommt.«

»Ich glaube, sie hatte über Weihnachten Streit mit Casey.«

»Ach wirklich?«

Ich konnte nicht erklären, warum sich die Worte ›wir haben uns getrennt‹ weigerten, aus meinem Mund zu kommen. Oder schlimmer, warum ich log und stattdessen ihrer besten Freundin die Schuld gab, aber ich tat es. »Ja.« Ich nickte und fuhr mit meinem Bullshit fort. »Ich glaube, ich habe so etwas gehört.«

»Herrgott, das muss ja ein Höllenstreit gewesen sein«, stellte er fest und beobachtete mich von der anderen Seite des Autos, an dem wir arbeiteten. »Sie ist seit Tagen völlig aufgelöst. Weint sich die meisten Nächte in den Schlaf.«

»Tut sie das?«

Ihr Vater nickte.

Mein Herz sank mir in die Hose. »Jesus.«

»Du solltest mal mit ihr reden«, fügte er hinzu und wandte sich wieder seiner Aufgabe zu. »Auf dich hört sie. Bring sie dazu, sich mit Casey zu versöhnen, bevor sie das Haus mit Tränen flutet.«

»Ja, ich werde … äh … ich werde sie nach der Arbeit anrufen«, brachte ich hervor, obwohl es mir schwer fiel zu atmen, geschweige denn zu sprechen.

Denn das ging auf meine Kappe.

Molloys Tränen gingen auf meine Kappe.

Dieses ganze verdammte Durcheinander war das Ergebnis meiner Unfähigkeit, dem Sog meiner verkorksten DNA zu widerstehen.

Mit dem Gefühl, dass sich mein Herz bis zum Zerbersten zusammenzog, legte ich die Ratsche weg und bewegte mich zur Hintertür. »Ich bin in fünf Minuten zurück.«

»Hör im neuen Jahr mit diesen verdammten Zigaretten auf«, rief er mir nach, aber sein Ton war eher scherzhaft.

So oder so wussten wir beide, ich würde nicht aufhören.

Nicht jetzt, da ich schon so viel aufgegeben hatte.

Ich schlüpfte nach draußen, platzierte die Zigarette, die auf meinem Ohr balancierte, zwischen meinen Lippen und griff nach einem Feuerzeug aus der Tasche meines Overalls.

Ich zündete sie an, inhalierte tief und lehnte mich mit dem Rücken an die Wand, während eine Million verschiedener Emotionen durch mich hindurchströmten.

Als ich eine Rauchwolke ausatmete, rang ich in einem inneren Kampf mit mir selbst, um das Handtuch zu werfen und genau das zu tun, von dem ich wusste, dass ich es tun würde. Am Ende dauerte es nur wenige Minuten, bis ich nach meinem Handy griff – dasselbe Handy, das ich heute Morgen aus den Fingern meines Bruders reißen musste.

Ich stieß frustriert die Luft aus, entsperrte den Bildschirm, lehnte einen weiteren Anruf von Shane ab, rief den Namen in meinen Kontakten auf und drückte auf Anrufen.

Sie nahm beim vierten Klingeln ab, begrüßte mich aber nicht.

Ich nahm es ihr nicht übel.

Ich verdiente es nicht, begrüßt zu werden.

Wenn überhaupt, verdiente ich es, dass sie auflegte.

»Ich bin’s«, sagte ich leise und nahm noch einen Zug von meiner Zigarette. »Kannst du reden?«

Das Gewusel im Hintergrund ließ mich wissen, dass sie auf der Arbeit war.

Als es am anderen Ende der Leitung etwas leiser wurde, wusste ich, dass sie sich an einen ruhigen Ort begeben haben musste.

»Okay«, sagte sie schließlich in die Leitung. »Ich kann dich hören.«

»Bist du auf der Arbeit?«

»«, fauchte sie mit giftigem Sarkasmus in der Stimme. »Ich bin mit meinem neuen Freund in der Stadt unterwegs.«

Ich nahm ihre Bissigkeit hin und zog noch einmal an meiner Zigarette, bevor ich fragte: »Und wie behandelt er dich?«

»Tausendmal besser als der letzte Arsch, in den ich dummerweise verliebt war«, kam ihre freche Antwort. »Was willst du, Joe?«

»Ich wollte nur …« Ich schüttelte den Kopf und stieß einen schmerzerfüllten Atemzug aus, bevor ich sagte: »Ich wollte nur nach dir sehen.«

»Warum?«

»Du weißt warum, Molloy.« Ich zuckte hilflos mit den Schultern und konzentrierte mich auf einen Schmutzfleck auf dem Weg. »Ich habe nicht einfach einen Schalter umgelegt und meine Gefühle abgestellt …«

»Hör auf«, würgte sie hervor, Emotion überwältigte ihren Sarkasmus. »Nicht, wenn ich noch drei Stunden Arbeit vor mir habe.«

Ich hielt meine Worte zurück, unterdrückte ein schmerzerfülltes Knurren und lenkte das Gespräch in eine andere Richtung. »Tony sagte, dass du geweint hast.«

»Und?«

»?« Ich schüttelte den Kopf. »Es zerreißt mich, das zu hören. Ich will nicht, dass du weinst, Molloy.«

»Tja, leider ist es normalerweise das, was mit einem Mädchen passiert, wenn ihr Freund sie abserviert.«

»Hör auf.« Ich zuckte zusammen und hasste sowohl die Worte als auch den Schmerz in ihrer Stimme. »Ich habe dich nicht abserviert.«

»Du hast mit mir Schluss gemacht, Joey«, erwiderte sie mit schwerer Stimme. »Du kannst es so schön verpacken, wie du willst, aber am Ende ist es genau das, was du getan hast.«

»Ich liebe dich immer noch.«

Ich hörte, wie sie plötzlich die Luft einsog, aber sie sagte für einen langen Moment nichts. »Hör auf.«

»Ich liebe dich verdammt noch mal, Aoife Molloy«, wiederholte ich und konzentrierte mich auf einen Ölfleck an der Rückwand der Garage. »Ich werde es immer tun.«

»Dann mach es rückgängig.«

»Ich kann nicht.« Ich schüttelte den Kopf und fühlte, wie sich mein Herz genau in der Mitte spaltete. »Ich bin nicht gut für dich.«

Alles, was ich tun wollte, war zu The Dinniman zu sprinten und sie in meine Arme zu schließen, aber ich konnte es mir nicht leisten, einen weiteren Fehler bei diesem Mädchen zu machen.

Nicht, nachdem ich sie bereits so verletzt hatte.

»Bist du clean?«

Ich schloss die Augen und nickte schwach. »Ja.«

»Seit wann?«

»Ich habe nichts mehr angerührt seit jener Nacht.«

»Weil du ein neues Kapitel aufschlägst?«

»Weil ich mich verdammt schäme«, antwortete ich ihr geradeheraus. »Für das, was ich dich habe durchmachen lassen. Wie ich dich behandelt habe.«

Es folgte eine lange Stille, und ich schwöre, dass ich den Klang meines eigenen donnernden Herzens in meinen Ohren hören konnte, bevor sie wieder sprach.

»Also zwei Wochen ohne irgendetwas, ja?«

Ich nickte erneut. »Ja.«

»Ja, ich bin in fünf Minuten zurück«, hörte ich sie sagen. »Ich habe eine Zigarettenpause verdient … Ja, Julie, ich weiß, dass ich nicht rauche, aber ich decke dich mindestens siebenmal am Tag, wenn du deine Pausen machst, also mache ich jetzt meine.« Die Verbindung war für einige Momente gedämpft, bis sie zurückkehrte. »Okay, ich bin wieder da. Julie ist einfach eine gierige Bitch.«

»Legst du dich mit Kolleginnen an, Molloy?«

»Nicht mehr als sonst.« Es lag eine Schärfe in ihrem Ton, die sie nicht zu verbergen versuchte. »Und Shane Holland? Wie viele Wochen bist du schon von ihm?«

»Genauso lange.«

»Wie kann ich dir das glauben?«

»Ich weiß es nicht.« Ich stieß einen schweren Seufzer aus. »Alles, was ich habe, ist mein Wort.«

»Ich möchte dir glauben, Joe«, flüsterte sie in die Leitung. »So sehr.«

»Ich verstehe«, erwiderte ich und räusperte mich rau. »Wir wissen beide, dass ich nicht die Art von Kerl war, dem du vertrauen konntest.«

»Du hast nicht angerufen.« Ein Vorwurf lag in ihrer Stimme. »Kein einziges Mal.«

»Ich konnte nicht.« Mit einer Grimasse, die sich wie körperlicher Schmerz anfühlte, zwang ich mich, ihr die Wahrheit zu sagen. »Ich habe mein Handy erst heute Morgen zurückbekommen.«

»Von wem?«

»Von Tadhg.«

Es entstand eine Pause. »Warum hatte Tadhg dein Handy?«

»Weil es wichtig war, dass ich es hatte.«

»Weil?«

Ich verzog das Gesicht. »Du weißt warum.«

»Joe.« Sie atmete schwer ins Telefon, und ich musste nicht dort sein, um zu wissen, dass ihr Körper zitterte. Ich wusste es, weil dasselbe Zittern auch durch meinen lief. »Du bist wirklich clean?«

»Ja, Molloy.« »Ich bin es wirklich.«

»Was machen wir dann hier? Warum bin ich hier und du ?«

»Ich brauche mehr Zeit.«

»Wofür?«, schnappte sie. »Um herumzuvögeln?«

»Um mich selbst in Ordnung zu bringen«, korrigierte ich barsch und verengte meine Augen. »Fang nicht damit an. Du , dass ich keine andere ansehe.«

»Nun, wenn du clean bist, warum können wir dann nicht...



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