Walker | Prickelnde Sehnsucht nach Liebe | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

Walker Prickelnde Sehnsucht nach Liebe


1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7337-2766-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

ISBN: 978-3-7337-2766-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Was mit einer großen Liebe und einer heimlichen Hochzeit begann, endet bald mit einer Trennung: Sarah ist überzeugt, dass ihr Ehemann, der vermögende Grieche Damon Nicolaides, sie mit einer anderen betrügt. Tief verletzt verlässt sie ihn. Doch ein Jahr später holt die Vergangenheit sie wieder ein: Damon kommt nach London. Ihn zu sehen, seinen Sex-Appeal zu spüren, die Blicke aus seinen dunklen Augen zu erwidern, lösen in Sarah eine prickelnde Sehnsucht nach seiner Liebe aus. Ein Gefühl, das sie sich eigentlich verboten hat ...



Kate Walker wurde zwar in Nottinghamshire in England geboren, aber ihre Familie zog nach Yorkshire, als sie 18 Monate alt war, und deshalb sah sie Yorkshire immer als ihre Heimat an. In ihrer Familie waren Bücher immer sehr wichtig, und so lasen sie und ihre vier Schwestern schon als Kind alles, was sie in die Finger bekamen. Schon bevor sie schreiben konnte, dachte sie sich Geschichten aus, und sie schrieb ihr erstes "Buch" im zarten Alter von 11 Jahren. Jeder sagte ihr, sie könne nie vom Bücher schreiben leben, und so suchte sie sich einen Beruf, bei dem sie wenigstens mit Büchern zu tun hatte: Sie wurde Bibliothekarin. Nach der Schule studierte sie in Wales Englisch und Bibliothekswissenschaften. Dort lernte sie ihren zukünftigen Mann kennen, der ebenfalls dort studierte. Nach ihrer Heirat zogen sie nach Lincolnshire, wo sie als Bibliothekarin arbeitete, bis ihr Sohn auf die Welt kam.
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1. KAPITEL

So leise sie konnte, wich Sarah von der halb geöffneten Tür zurück.

Es war nicht leicht. Bei der Vorstellung, die Leute im Raum zu stören und sie auf sie aufmerksam zu machen, klopfte ihr Herz schneller, und ihr wurde schwindelig. Ihr von rotblondem Haar gerahmtes Gesicht war blass geworden, und das Smaragdgrün ihrer Augen wirkte nun noch intensiver.

Sie brauchte einen Moment, um sich zu sammeln, bevor sie sich dem Unvermeidlichen stellen würde. Sie musste wieder nach unten gehen. Sie musste vor dem fliehen, was sie gerade beobachtet und was sie um den Seelenfrieden gebracht hatte, den sie gerade gefunden zu haben geglaubt hatte.

Von wegen, dachte sie, als sie die Treppe erreichte. Seelenfrieden hatte sie schon lange nicht mehr gefunden, nicht jenen Frieden, der daraus resultierte, dass sie mit sich und der Welt zufrieden war. So wie sie es vor einer Ewigkeit, wie es ihr jetzt schien, gewesen zu sein geglaubt hatte.

Nein, sie wollte jetzt nicht an die Vergangenheit denken. Sie musste sich auf die Gegenwart konzentrieren, sonst würde sie damit nicht umgehen können.

„Sarah?“

Das war Jasons Stimme. Sie klang schockiert.

Dann hörte Sarah, wie das Bett knarrte und Jason aufstand. Er hatte sie gehört und folgte ihr nun.

Der Mann in der Eingangshalle hörte die Geräusche auch. Hörte die Stimme – eine sehr maskuline Stimme –, und sein Magen krampfte sich zusammen.

Sarah hatte einen Mann. Hier. In diesem Haus, in dem sie einmal zusammen gewohnt hatten. Offenbar hatte sie seine Drohung, dass er bald zurückkommen würde, nicht ernst genommen.

Aber offenbar war er nicht schnell genug gekommen. Seine süße Sarah hatte sich während seiner Abwesenheit einen neuen Mann gesucht. Und sie hatte ihn wieder verloren, denn sie eilte die Treppe herunter.

Sie trug eine elegante hellgrüne Bluse und einen dunkelgrünen kurzen Rock und wirkte sehr unglücklich – so unglücklich, dass sie ihn gar nicht bemerkte. Es bestand kein Zweifel daran, was sie gerade im Schlafzimmer entdeckt hatte.

In dem Schlafzimmer, das sie einmal gemeinsam genutzt hatten.

Diese Vorstellung machte ihn so wütend, dass er nicht mehr klar denken konnte.

„Sarah?“, rief Jason wieder. „Bist du das?“

Jason klang jetzt aufgebracht, und ehe Sarah antworten konnte, lehnte er schon am Geländer und blickte auf sie herab.

Sein blondes Haar war immer noch zerzaust und sein Gesicht gerötet. Doch er hatte sich wenigstens Jeans übergezogen.

„Du bist es also? Hast du mich nicht rufen hören? Warum bist du schon so früh wieder zurück?“

Dass er sie mit solchen Fragen überhäufte, kannte sie nur zu gut. Es bewies, wie durcheinander er war. Schließlich wusste er nicht, wie lange sie vor der Tür gestanden hatte oder ob sie überhaupt oben gewesen war.

„Ich kann kommen und gehen, wann ich will, Jason. Das ist mein Haus!“

Es ist mein Haus, verbesserte der Mann im Dunkeln sie im Stillen. Das große Haus in London hatte sich schon immer im Besitz der Familie Nicolaides befunden. Er hatte Sarah darin wohnen lassen, aber es gehörte ihr nicht, auch wenn sie vor dem Gesetz noch immer seine Frau war.

Noch vor wenigen Sekunden war er versucht gewesen, sich zu erkennen zu geben und die beiden zur Rede zu stellen. Als der Mann oben am Geländer erschienen war, hatte er seine Meinung allerdings geändert. Er wollte lieber beobachten, was weiter passierte. Offenbar hatte Sarah diesen Mistkerl in flagranti ertappt.

„Sarah, reg dich nicht auf! Es ist nichts!“

Jason kam jetzt die Treppe herunter und zog dabei den Reißverschluss seiner Jeans zu.

„Nichts!“

Sarahs eisiger Tonfall ließ den stummen Beobachter lächeln. Er kannte diesen Tonfall nur zu gut.

„Nichts?“

„Also gut, ich habe ein Nickerchen in deinem Bett gemacht. Wir werden es von jetzt an sowieso teilen.“

„Ich habe dir noch nicht erlaubt einzuziehen.“

„Nein, aber wir wussten beide, dass es nur eine Frage der Zeit ist.“

Jason scheint sich seiner ja sehr sicher zu sein, dachte Sarah. Sie war so wütend und verletzt, dass sie sich kaum beherrschen konnte. Er hielt sie für so gutgläubig, dass er glaubte, sie würde ihm alles abnehmen. Und was sie am meisten aufbrachte, war die Vorstellung, dass sie ihm diesen Eindruck vermittelt hatte, einsam und unglücklich, wie sie war.

„Jace? Jacey, Schatz …“

Der Klang einer Frauenstimme riss Sarah aus ihren Gedanken. Als Jason herumwirbelte, wurde die Schlafzimmertür geöffnet, und eine kleine, kurvenreiche Frau betrat den Flur. Sie hatte einen dunkelroten seidenen Morgenmantel übergeworfen, den Sarah sofort erkannte, da er ihr gehörte. Der Fremden war er viel zu lang.

„Kommst du noch mal wieder?“, fragte die Frau schmollend und blickte übers Geländer. „Ich vermisse …“

„Andrea, ich habe dir doch gesagt, du sollst warten!“, unterbrach Jason sie zornig.

„Ich habe mich gelangweilt“, verkündete Andrea.

„Ich soll mich also nicht aufregen, weil nichts ist!“, meinte Sarah bitter. „Ich frage mich, was deine … Freundin dazu sagt, wenn man sie als nichts bezeichnet.“

„Und wer sind Sie?“, erkundigte sich Andrea.

„Ich?“ Verblüfft stellte Sarah fest, dass ihre Stimme nur unmerklich bebte. „Mir gehört bloß dieses Haus – das Bett, in dem Sie gerade gelegen haben, der Morgenmantel, den Sie tragen …“

Der Mann im Dunkeln sah, wie ihr Gesicht alle Farbe verloren hatte und sie die Lippen zusammenpresste. Plötzlich verspürte er so etwas wie Mitleid, was ihm gar nicht recht war.

Es war ein großer Fehler, mit dieser Frau Mitleid zu haben, weil es ihn verletzlich machte. Er hatte ihr einmal sein Herz geschenkt, und sie hatte es mit Füßen getreten. Es war unwahrscheinlich, dass er es noch einmal riskieren würde.

„Daher schlage ich vor, dass Sie jetzt Ihre eigenen Sachen anziehen und von hier verschwinden. Und Ihren Freund können Sie mitnehmen!“

„Sarah …“

„Raus!“

Vielleicht kann ich mich zusammenreißen, wenn Jason sofort geht, dachte Sarah. Vielleicht wäre sie dann in der Lage zu vergessen, wie naiv sie in den letzten Wochen gewesen war. Naiv insofern, als sie sich wieder Hals über Kopf auf eine Beziehung eingelassen hatte, die von Anfang an ein Fehler gewesen war. Sie hatte lediglich Trost und Zuflucht gesucht.

„Sarah, bitte. Es hat mir nichts bedeutet – ehrlich! Es war nur eine Affäre!“

„Eine Affäre? Du hast mich für etwas, das dir nicht einmal etwas bedeutet, hintergangen und unsere Beziehung aufs Spiel gesetzt?“

Damon hatte seine Geliebte wenigstens etwas bedeutet. Sie war die Frau gewesen, die er begehrte, und sie, Sarah, diejenige, die er aus Vernunftgründen geheiratet hatte.

Jason machte eine genauso reuige Miene, wie sie es erwartet hatte, und war tatsächlich einige Schritte näher gekommen. Zu nahe.

„Komm schon, Sarr! Du musst das verstehen!“

Wieder machte er einen Schritt auf sie zu und streckte dabei die Hand aus, so dass er sie fast berührte. Das war zu viel.

„Nein!“

Sarah verlor die Fassung und stieß ihn weg. Dann wirbelte sie herum. Sie wollte nur weg von hier. Sie konnte es nicht ertragen, noch eine Sekunde länger im selben Raum zu sein wie Jason. Sie wollte frei sein und Jason und alles, was er ihr je bedeutet hatte, vergessen.

Sie wollte an den Mann denken, der ihr einmal alles bedeutet hatte. Sie wollte …

„Oh!“

Verwirrt und in Panik schrie Sarah auf, als sie gegen etwas stieß, wo eigentlich nichts hätte stehen dürfen. Etwas, das ihr den Weg versperrte.

Etwas Warmes.

Etwas Lebendiges.

Es konnte sich nur um einen Mann handeln. Einen ausgesprochen maskulinen, großen, kräftigen Mann, der in der Blüte seines Lebens stand.

Einen Mann, der instinktiv die Arme ausstreckte, sie stützte und festhielt, als sie das Gleichgewicht zu verlieren drohte. Einen Mann mit einer muskulösen Brust, an der sie nun das Gesicht barg. Sie hörte seinen regelmäßigen Herzschlag und roch den Duft seines After Shaves, der sich mit seinem ureigenen mischte.

Einem Duft, der ihr sehr vertraut war und den sie sofort erkannte. Auch ohne das Gesicht des Mannes sehen oder diesen sprechen hören zu müssen, bestätigte sich ihr schlimmster Verdacht. So ungern sie es auch tat, sie musste den Tatsachen ins Auge sehen.

Und falls sie noch einen Beweis gebraucht hätte, dann war es ihre prompte Reaktion auf seine Nähe, die jeden klaren Gedanken auslöschte.

„Da…“, brachte Sarah hervor und verstummte dann.

Nur ein Mann hatte je solche Gefühle in ihr geweckt. Nur ein Mann hatte je eine so verheerende Wirkung auf ihre Sinne ausgeübt.

„Damon …“, flüsterte sie. „Damon!“

Sie spürte vielmehr, wie Damon triumphierend lächelte, als dass sie es sah, und hörte dann, wie er leise lachte. Er genoss es, dass sie so auf ihn reagierte, und zudem so schnell.

Nur die Erkenntnis, dass sie ihm damit in die Hände gespielt hatte, ließ sie beschämt schweigen, und Sarah presste die Lippen zusammen. Man brauchte Damon Nicolaides nicht zu ermuntern, damit er sich anderen weiter überlegen fühlte. Er war schon anmaßend genug und hätte ihr ohnehin nicht geglaubt, wenn sie seine Wirkung auf sie geleugnet hätte.

...



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