E-Book, Deutsch, Band 0036, 448 Seiten
Reihe: Romana Extra
Walker / Bloom / Cox Romana Extra Band 36
1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-7337-4255-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 0036, 448 Seiten
Reihe: Romana Extra
ISBN: 978-3-7337-4255-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
IN ROM SCHENK ICH DIR TAUSEND ROSEN von BLOOM, BELLA
Attraktiv, aber skrupellos! Emily meidet den Geschäftsmann Sean Night. Bis sie ausgerechnet mit ihm nach Rom fliegen muss, um über die Rettung ihres Blumenladens zu verhandeln. Plötzlich überrascht er sie mit zärtlichen Küssen. Hat er etwa doch ein Herz, oder ist das nur Taktik?
VOM FEST DER LIEBE VERZAUBERT von MEIER, SUSAN
Der Unternehmer Ricky Langley braucht eine Begleiterin zur Weihnachtsfeier, Eloise einen Job. Es ist der perfekte Deal, mehr nicht! Denn Ricky hat sofort klargestellt: 'Ich bin nicht auf der Suche nach Romantik.' Aber warum knistert es dann so sinnlich zwischen ihnen?
KÜSS MICH, MEIN SCHNEEPRINZ! von WALKER, KATE
Prinzessin Clementina weckt ungeahntes Verlangen in Prinz Karim. Aber sie ist für ihn tabu. Schließlich wird sie bald einen anderen heiraten. Doch je länger der Schneesturm sie beide im gleichen Haus gefangen hält, desto schwerer fällt es Karim, ihren Reizen zu widerstehen ...
SPANISCHES WEIHNACHTSMÄRCHEN von COX, MAGGIE
'Begleiten Sie mich nach Spanien!' Dominique glaubt zu träumen, als Cristiano Cordova sie über Weihnachten in seinen Palast einlädt. Während sie sich unwiderstehlich zu dem attraktiven Anwalt hingezogen fühlt, fürchtet sie jedoch, dass er sie nur aus Pflichtgefühl so charmant umsorgt ...
Kate Walker wurde zwar in Nottinghamshire in England geboren, aber ihre Familie zog nach Yorkshire, als sie 18 Monate alt war, und deshalb sah sie Yorkshire immer als ihre Heimat an. In ihrer Familie waren Bücher immer sehr wichtig, und so lasen sie und ihre vier Schwestern schon als Kind alles, was sie in die Finger bekamen. Schon bevor sie schreiben konnte, dachte sie sich Geschichten aus, und sie schrieb ihr erstes "Buch" im zarten Alter von 11 Jahren. Jeder sagte ihr, sie könne nie vom Bücher schreiben leben, und so suchte sie sich einen Beruf, bei dem sie wenigstens mit Büchern zu tun hatte: Sie wurde Bibliothekarin. Nach der Schule studierte sie in Wales Englisch und Bibliothekswissenschaften. Dort lernte sie ihren zukünftigen Mann kennen, der ebenfalls dort studierte. Nach ihrer Heirat zogen sie nach Lincolnshire, wo sie als Bibliothekarin arbeitete, bis ihr Sohn auf die Welt kam.
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1. KAPITEL
„Das ist die romantischste Story, die ich je gehört habe!“ Becky schaute Emily mit einem verträumt entrückten Blick an, der nicht von dieser Welt war. „Ich wünschte, mir würde so etwas mal passieren.“
Emily nickte zustimmend.
„Glaub mir, ich mir auch“, bestätigte sie.
Es war Samstagabend, draußen fegte ein kalter Dezemberwind durch die nächtlichen Straßen Londons, und Emily saß mit ihrer Freundin, die sie ein Weilchen nicht gesehen hatte, im Phoenix – der kleinen Weinbar um die Ecke in ihrem über alles geliebten Viertel Notting Hill. Soeben hatte sie Becky die ganze David-gegen-Goliath-Geschichte erzählt: Wie die übermächtige Blumenkette Nightflowers versucht hatte, ihren kleinen Blumenladen namens DAYSIES zu übernehmen, den sie sich in jahrelanger Arbeit mit ihrer älteren Schwester Rose aufgebaut hatte. Und dass es letzten Endes einem Mann – nein: einem Traum von einem Mann – namens Richard Night zu verdanken war, dass sein Bruder Sean, der wiederum ein einziger Albtraum war, seinen teuflischen Plan in letzter Minute wieder aufgegeben hatte. Und nun lebte ihre Schwester Rose mit Richard Night in einer weißen Villa an der Steilküste Mallorcas – die ganze Sache war noch so frisch, dass Emily sich manchmal fragte, ob all das wirklich passiert war oder ob sie es tatsächlich nur träumte.
„Und was ist mit Sean Night?“, fragte Becky, die ihr offensichtlich nicht richtig zugehört hatte. „Ist der noch zu haben?“
„Sean Night? Bist du noch bei Verstand?“ Emily riss entsetzt die Augen auf. „Gott bewahre, dann könnte ich ja gleich den Leibhaftigen daten.“
Doch Becky schien nicht wirklich überzeugt.
„So schlimm ist er nun auch wieder nicht, finde ich. Ich meine, am Ende hat er doch auf euren Laden verzichtet, oder? Was zeigt, dass auch knallharte Business-Millionäre ein Herz haben …“
Nun, auf den Laden verzichtet – das hatte er. Aber eben nur auf den Druck seines Bruders Richard hin, der sein komplettes Gegenteil war: ein guter Mensch. Und auf den Druck in seiner Brust, um auf die Sache mit dem Herzen zurückzukommen, denn ein Infarkt hatte ihn in letzter Sekunde zum Umdenken gebracht. Doch wer weiß für wie lange, dachte Emily schaudernd und hoffte, dass ihre Sorgen unbegründet waren.
„Weißt du, ich glaube einfach nicht daran, dass Menschen sich ändern. Sie können es, aber sie wollen es nicht“, beantwortete sie die Frage ihrer Freundin. „Sean Night ist ein Löwe, der in einem schwachen Moment ein Reh hat laufen lassen. Aber in der Zukunft wird er es sich wieder schnappen – hoffentlich nicht dieses Reh, aber eben andere.“
Becky blickte sie an, als überlege sie ernsthaft, ob es sich lohnte, sich absichtlich in das Revier des Löwen zu verirren. Sie hatte schon immer ein Faible für gefährliche Typen gehabt.
„Hm. Wäre er vielleicht etwas für mich?“, fragte sie wie von Emily vorausgeahnt.
„Becky!“
„Komm, sag schon! Ist er sexy?“
Sie zwinkerte ihr frech über das kleine Bistro-Tischchen hinweg zu. Offensichtlich hatte sie ein wenig zu tief ins Glas geschaut.
„Nun, wie ich dir schon sagte, habe ich ihn nur einmal gesehen – und zwar in einem Krankenhausbett.“
„Und du fandest ihn trotzdem attraktiv?“
Emily schüttelte den Kopf.
„Los, raus mit der Sprache!“
„Nun … er hat was, ja – wenn man auf Machos steht.“
Becky blickte sie begeistert an.
„Tu ich! Du musst ihn mir unbedingt vorstellen!“
Emily stieß einen tiefen Seufzer aus, um ihre Missbilligung zu demonstrieren.
„Manche Rehe müssen wohl erst von einem Löwen gefressen werden, bevor sie verstehen, auf was sie sich da eingelassen haben.“
Becky nickte ihr übertrieben zu.
„Und zwar mit Haut und Haaren!“, bestätigte sie und ahmte das Knurren eines Löwen nach. Gespräche unter Freundinnen am Samstagabend – was konnte man anderes erwarten? dachte Emily und konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen.
Als sie wenig später die Tür zu ihrer kleinen Wohnung über dem Laden aufstieß, erfüllte sie ein Gefühl der Erleichterung. Alles erschien ihr in einem völlig neuen Licht, nicht nur die Wohnung – nein, ihr ganzes Leben. Es war erst ein paar Wochen her, dass sie geglaubt hatte, all das verloren zu haben. Doch in letzter Sekunde hatte sich alles völlig unverhofft zum Guten gewendet. Mit einem einzigen Unterschied: Die Wohnung wirkte ein wenig leer – denn Rose war nicht mehr da. Sie hatte ihr Glück gefunden, und Emily gönnte es ihr von ganzem Herzen.
Und doch: Neben dem Gefühl der Erleichterung schlich sich eine zweite Empfindung in ihr Herz: ein Gefühl der Verlorenheit. Ein Leben lang hatte sie alles mit Rose geteilt, und sie hatte es als selbstverständlich hingenommen, dass sie all das zu ihrem Leben zählen durfte: eine Schwester, die rund um die Uhr für sie da war, ein Blumenladen, in dem sie Tag für Tag ihre Träume verwirklichen konnte – und so weiter und so fort. Erst jetzt stellte Emily fest, dass es eben keine Selbstverständlichkeit war. Würde auch sie ihr Glück finden genau wie Rose? Aber wie? Es war noch früh am Abend, denn Becky hatte sie vorzeitig allein zurückgelassen, um mit ihrem Freund auszugehen. Emily hingegen war solo – der schrecklichste Zustand für eine Frau im Alter von fünfundzwanzig Jahren.
Um diese Zeit solltest du da draußen sein in den Bars und Restaurants von London und dich amüsieren!
Der Gedanke daran war nur schwer zu verdrängen. Dass es nicht so war, lag nicht daran, dass sie schwer vermittelbar war. Im Gegenteil: blond, blauäugig, ein Meter fünfundsechzig und oben herum eher ein bisschen zu viel als ein bisschen zu wenig. Das glatte Gegenteil ihrer sportlich-schlanken brünetten Schwester. Kurz gesagt: Rose war der Kopf und sie der Bauch eines perfekten Duos. Und doch: Was sie zu bieten hatte, schien den Männern zu gefallen. Sie konnte sich jedenfalls nicht über zu wenig Verehrer beklagen. Das Problem war nur, dass die Männer, die ihr gefielen, grundsätzlich verheiratet oder vergeben waren – und die Männer, denen sie gefiel, nun … die wiederum gefielen ihr nicht.
„Was genau erwartest du eigentlich vom Leben, Emily Day?“, fragte sie sich, während sie sich ein Glas Wein einschenkte und auf die romantisch erleuchtete kleine Straße vor ihrem Wohnzimmerfenster hinunterblickte, auf der sie jetzt eigentlich unter einem Laternenpfahl von ihrem Traummann geküsst werden müsste, wenn die Geschichten wirklich wahr wären, die in Filmen und Werbespots gezeigt wurden. Vor allem in der Vorweihnachtszeit. Natürlich war ihr vollkommen klar, was sie erwartete. Was sie vom Leben wollte:
Einfach ALLES.
Die große Liebe, das große Glück.
Aber so einfach war es leider nicht.
Und Träume wie ihre gingen eben nur für die wenigsten Menschen in Erfüllung. Hätte sie nicht erst kürzlich diesen entrückten Glanz in den Augen ihrer Schwester gesehen, zum allerersten Mal in ihrem Leben, sie hätte gesagt: Träume dieser Art gehen nie in Erfüllung. Sie sind und bleiben Träume. Schäume. Aber das, was Rose passiert war, hatte Emily zum Umdenken gebracht. Möglicherweise war es doch möglich – die große Liebe, das große Glück.
Kurz gesagt: ALLES.
Sie hatte den Gedanken noch nicht zu Ende gedacht, als es plötzlich unten an der Haustür klingelte. Um diese Zeit? Das konnte nur Becky sein. Vielleicht hatte sie etwas vergessen oder sich doch entschieden, den Rest des Abends lieber mit ihr als mit dem vermeintlichen Mann ihrer Träume zu verbringen?
„Ja?“, sagte sie in den Hörer der Gegensprechanlage. Ein großes Fragezeichen klang in ihrer Stimme mit.
„Ähm, hier ist Sean. Sean Night. Von Nightflowers. Wir haben uns im Krankenhaus kennengelernt. Darf ich raufkommen?“
Sean Night?
Was zum Teufel …? Emily glaubte, sich verhört zu haben. Ja, genau so musste es sein: Das Gespräch mit Becky wirkte noch in ihr nach. Ihre lebhaften Schilderungen der Geschichte. Und sie hatte noch dazu etwas getrunken. Von daher waren Halluzinationen als Nebenwirkung nur eine logische Folge.
Sie warf einen Blick aus dem Fenster.
Und erschrak. Ihre Halluzinationen waren realistischer, als sie befürchtet hatte. Unten am Eingang neben dem Laden stand ein Mann in einem dunklen Mantel. Und mit einem Blumenstrauß in der Hand.
„Darf ich raufkommen?“, wiederholte er.
Ihr Puls beschleunigte sich.
„Entschuldigung, aber ich bin eigentlich gar nicht auf Besuch eingestellt …“, griff sie nach der erstbesten blöden Ausrede, warum sie ihm die Tür nicht öffnen konnte.
„Ich wollte mich nur kurz bei Ihnen bedanken“, vernahm sie seine Stimme durch den kleinen blechernen Lautsprecher neben der Tür. „In einer Minute bin ich wieder verschwunden, keine Sorge.“
„Bedanken? Ähm … das … ist doch überhaupt nicht nötig …!“
„Doch, ist es! Eine Minute, ja?“
„O…kay“, erwiderte Emily, als hätte er sie durch den Lautsprecher mittels Gedankenübertragung gefügig gemacht, und drückte auf den Knopf, der die Haustür mit einem bis zu ihr hinauf vernehmbaren Summen öffnete. In derselben Sekunde bereute sie es bereits wieder. Ihre Wohnung war das reinste Chaos. Seit Kurzem führte sie...




