Waldschmidt / Tamayo / Klein | Das Wissen der Leute | Buch | 978-3-531-15664-4 | sack.de

Buch, Deutsch, 314 Seiten, Paperback, Format (B × H): 170 mm x 240 mm, Gewicht: 619 g

Reihe: Theorie und Praxis der Diskursforschung

Waldschmidt / Tamayo / Klein

Das Wissen der Leute

Bioethik, Alltag und Macht im Internet

Buch, Deutsch, 314 Seiten, Paperback, Format (B × H): 170 mm x 240 mm, Gewicht: 619 g

Reihe: Theorie und Praxis der Diskursforschung

ISBN: 978-3-531-15664-4
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften


Was passiert, wenn die Bevölkerung die Möglichkeit erhält, sich ungeschminkt und ungefiltert zu bioethischen Problemstellungen zu äußern? Um den Stimmen aus der Zivilgesellschaft Gehör zu verschaffen, bietet die private Förderorganisation Aktion Mensch seit mehreren Jahren, gerahmt von einer groß angelegten Öffentlichkeitskampagne, die Internetplattform „1000fragen.de“ an. Die Beiträge dieses Diskursprojekts, die einen einzigartigen Korpus des alltagsweltlichen Redens über Bioethik darstellen, bilden den Gegenstand der empirischen Untersuchung. Sie fragt unter diskurstheoretischen Gesichtspunkten nach Struktur und Dynamik der medial gerahmten Kommunikation und nimmt dabei insbesondere partizipationstheoretische und wissenssoziologische Aspekte in den Blick. Im Ergebnis wird aufgewiesen, dass die zivilgesellschaftliche Ausrichtung der Onlineplattform die Äußerung marginalisierter und „unterworfener“ Wissensformen und -bestände fördert. Auf den ersten Blick zeigt sich alltagsnahes Wissen zwar als „wild wuchernd“; die empirische Analyse offenbart jedoch eine spezifische Diskursordnung, in der sich das Alltagswissen gegenüber dem Spezialwissen behaupten kann. Im Reden über Klone, Selbstbestimmung und Normalität werden außerdem diskursive Grenzverschiebungen sichtbar. In methodologischer Hinsicht trägt die Studie dazu bei, Alltagswissen als diskursanalytisch relevante Kategorie greifbar zu machen.
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Research

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Die Problemstellung.- Der Forschungsgegenstand.- Diskurstheoretische Überlegungen.- Rahmenanalyse: Bioethik, zivilgesellschaftliche Partizipation, Öffentlichkeit im Internet.- Methodologische Vorüberlegungen.- Komplexität reduzieren durch Zählen und Messen.- Diskursordnung finden durch Kategorisieren und Systematisieren.- Wissen — Macht — Alltag: Wissenssoziologische Anschlüsse.- Die Macht des Wissens in „1000fragen.de“ — Eine wissenssoziologische Analyse.- Die Bedeutung interdiskursiven Wissens verstehen: Fallstudien.- Schlussbemerkungen.- Literatur.


Anne Waldschmidt (Dr. rer. pol.) ist Professorin an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln; sie ist Sozialwissenschaftlerin und lehrt Soziologie der Behinderung, Politik der Rehabilitation und Disability Studies.

Anne Klein (Dr. phil.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln; sie ist Politikwissenschaftlerin und Historikerin mit dem Schwerpunkt Zeitgeschichte.

Miguel Tamayo Korte (Dipl. Soz.) hat die Arbeitsschwerpunkte Medizinsoziologie, soziale Gerontologie und empirische Methoden; er lebt in Düsseldorf.


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