E-Book, Deutsch, Band 1922, 144 Seiten
Reihe: Baccara
Wade Cocktail der Leidenschaft
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7337-2160-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 1922, 144 Seiten
Reihe: Baccara
ISBN: 978-3-7337-2160-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Kontrolle und Sicherheit: Das sind die Dinge, die Karrieretyp Jacob Blackstone über alles schätzt. Bis er die sexy Barkeeperin KC kennenlernt! Ein Blick in ihre Augen, und Jacob verzehrt sich danach, KCs sinnliche Lippen auf seinen zu spüren und ihre verführerischen Kurven zu streicheln. Nach einem heftigen Flirt landen sie gemeinsam im Bett und erleben einen explosiven Rausch der Sinne. Doch Jacob ist klar: Die unkonventionelle KC ist keine Frau zum Heiraten. Da konfrontiert sie ihn mit verwirrenden Neuigkeiten - und stellt seinen bisherigen Lebensplan komplett auf den Kopf!
Als Jugendliche erstaunte Dani Wade die Mitarbeiter der örtlichen Bibliothek regelmäßig. Sie lieh sich wöchentlich bis zu zehn Bücher aus - und las diese dann tatsächlich bis zu ihrem nächsten Besuch. Sie stellte sich gerne vor, selbst in der Rolle der weiblichen Heldin zu stecken. Vielleicht gelingt es ihr auch deshalb heute so gut, ihren eigenen Figuren Leben einzuhauchen ... Ihre Geschichten regen zum Mitfiebern an, ihre Helden sind zum Verlieben, ihre Romane die reinste Achterbahn der Gefühle! Die geborene Südstaatlerin ist ihrer Heimat treugeblieben, heute lebt sie mit ihrem Ehemann, ihren zwei Kindern, zwei Hunden und einer mürrischen Katze zusammen in Alabama, USA und nutzt jede freie Minute in ihrem chaotischen Alltag, indem sie an ihren Romanen arbeitet.
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1. KAPITEL
„Hallo, meine Schöne!“
KC Gatlin registrierte die Türglocke des Ladens, an dem sie gerade vorbeiging, nur im Hintergrund, doch die Stimme schlug wie eine Granate in all ihre Sinne ein.
Langsam drehte sie sich um und stand dem Mann gegenüber, den sie für viele, viele Monate lieber nicht hatte sehen wollen. Eine unrealistische Erwartung, wenn man bedachte, dass sie wieder in derselben Stadt lebte wie seine Familie, die er oft besuchte. Sein Auftauchen war eine einzige Katastrophe, auch wenn sie sich danach gesehnt hatte, einen Blick auf seine athletische Figur und sein kurz geschnittenes blondes Haar zu erhaschen.
„Jacob Blackstone.“ Angestrengt suchte sie nach einer der lockeren, koketten Antworten, für die sie bekannt war. In ihrem Job als Kellnerin und Barkeeperin brachte ihr das jede Menge Trinkgeld ein. Aber nun, da sie ihre Keckheit am meisten brauchte, verließ sie sie.
„Was machst du hier?“
Blöd. Es gab einen guten Grund, weshalb er hier war: um nach seiner gebrechlichen Mutter Lily Blackstone zu sehen, jetzt, da sein Großvater tot und sein Bruder Aiden zurück war.
KC hatte gehofft, noch ein paar Monate durchatmen zu können, bevor sie sich ihrer Vergangenheit stellen musste.
Und ihren Fehlern.
„Ich meine, was machst du in diesem Teil der Stadt?“ Diese Frage ergab wenigstens Sinn. Blackstone Manor lag schließlich auf der anderen Seite von Black Hills, doch ihre Sorge und der stete, nüchterne Blick ihres Exliebhabers ließen ihr Gehirn seine Arbeit einstellen.
Er hielt eine kleine Einkaufstüte hoch. „Verbände. Ich musste sie auf dem Weg von der Arbeit nach Hause besorgen.“
„Bist du verletzt? Moment mal, von der Arbeit nach Hause?“ Sie legte den Kopf zurück, um ihn besser ansehen zu können. Früher hatte sie sich von seiner Größe beschützt gefühlt. Zu schade, dass dieses Gefühl der Sicherheit nur eine Illusion gewesen war.
„Ja, von der Mühle.“
Sie wollte eine Pause von diesem unerbittlichen Blick aus schönen bernsteinbraunen Augen, gleichzeitig sehnte sie sich nach Jacobs Aufmerksamkeit.
„Du bist wohl noch nicht lange genug wieder zu Hause, um die Neuigkeiten gehört zu haben?“ Seine Stimme hob sich am Ende des Satzes genau wie eine seiner Augenbrauen.
„Offenbar nicht. Ich bin erst diese Woche zurückgekommen.“ Wieso hatte ihre Familie ihr vor ihrer Rückkehr nichts gesagt? Vermutlich, um sie bei sich zu haben, denn hätte sie gewusst, dass Jacob nun in Black Hills wohnte, wäre sie vielleicht nicht zurückgekommen.
Kennengelernt hatten sie sich in einem Flugzeug nach Black Hills. Sie war auf dem Rückweg von einem Besuch bei ihrer Tante in Seattle, und er war in Philadelphia zugestiegen. Danach hatten sie sich jedes Mal getroffen, wenn er in der Stadt war. Dann hatte die Realität sie in Form von Drohungen eingeholt, die Jacobs Großvater gegen sie aussprach, und sie zog zu ihrer Tante. Welten entfernt von diesem faszinierenden Mann und dem, was sie einst verbunden hatte.
KC hatte gedacht, dass ihre Rückkehr jetzt, wo James Blackstone tot war, sicher sei. Seine Androhung, drei alleinstehenden Frauen, die sich nicht wehren konnten, die Existenzgrundlage zu zerstören – und die Gewissheit, dass er es tun würde –, gehörten endgültig der Vergangenheit an. Sie hatte zwar gewusst, dass sie sich Jacob irgendwann stellen musste, hatte aber geglaubt, noch Zeit zu haben. Viel mehr Zeit.
„Ich bin nach Black Hills zurückgekommen, um Aiden mit der Mühle zu helfen. Er muss seine Zeit zwischen hier und New York aufteilen. Bei all den Problemen mit der Mühle wollen wir eine ständige Präsenz vor Ort.“
„Ja, ich hörte schon, dass dort seltsame Dinge passieren“, murmelte sie. Ständige Präsenz? Der Himmel schien sie für ihre Geheimnisse bestrafen zu wollen.
Apropos Geheimnisse. So unauffällig wie möglich ließ sie den Blick über den Bürgersteig hinter Jacob schweifen. Ihre Mutter und ihre Großmutter würden jeden Moment aus dem Geschäft kommen. Auch wenn sie mit ihm reden musste, wollte sie das ungern vor Parsons Apotheke machen, wo ihnen die ganze Stadt zusehen konnte.
Wenn sie jetzt eine Szene machte, würde er wahrscheinlich einen Wutanfall bekommen. Das sagte ihr zumindest ihre Erfahrung aus den Monaten, in denen er sich nie in Black Hills mit ihr gezeigt hatte.
In dem Jahr, in dem sie zusammen gewesen waren, hatte Jacob sie weder seiner Familie vorgestellt noch hatte er sie jemals ausgeführt. Sie verbrachten die Abende bei ihr, kochten, schauten sich Filme an und liebten sich, bis er wieder nach Philadelphia abreiste. Einmal hatte sie ihn besucht, um die Stadt kennenzulernen, die er genug liebte, um seine Familie hinter sich zu lassen. Dort arbeitete er als Manager in einem großen Industriebetrieb. Sie kamen allerdings nicht aus seiner Wohnung heraus.
KC hatte sich ihr Leben lang nach echter Liebe gesehnt, nachdem sie als Kind immer wieder verlassen worden war, doch Jacob suchte nicht nach Liebe. Trotzdem wollte sie ihn, also zwang sie sich, ihn nicht noch mehr zu brauchen.
Sein Verhalten ließ jedoch keinen Zweifel daran, dass er an einer langfristigen Beziehung nicht interessiert war, daher ignorierte sie ihr geheimes Bedürfnis nach mehr. Zu sehr fürchtete sie sich davor, ihn zu verlieren. Verantwortungsvolle, beständige Männer sahen sie meist nicht zweimal an – schließlich arbeitete sie in einer Bar.
Es war aber nicht nur sein tolles Aussehen, sein smartes, sicheres Auftreten oder wie gut er darin war, ihr Leben auf den Kopf zu stellen. Bis sie sich zurückzog, war Jacob aufmerksam, fürsorglich und sexy gewesen, also alles, was sie jemals wollte, aber er hatte sich nie festgelegt. Und genau das hätte sie gebraucht.
„Wartest du auf jemanden?“ Jacob verschränkte die Arme über der Brust.
Wie gut sie diese Haltung kannte. Er nahm sie meist dann ein, wenn er etwas missbilligte oder unsicher war. Sie hatte es scherzhaft seine „Herrscherpose“ genannt. Allerdings brauchte Jacob keine Machtspielchen, um das Schlafzimmer zu einem spannenden Ort zu machen. Er konnte eine körperliche Dominanz ausstrahlen, die sie erschauern ließ. Jake hatte Rückgrat, aber sie traute ihm nicht zu, dass er es für sie einsetzte. Um sie zu behalten. Die Erfahrungen in ihrer Kindheit hatten sie gelehrt, dass das nicht passieren würde.
Jacob beugte sich vor. „Ein neuer Mann vielleicht?“
Ein Mann? Bis heute hatte sie geglaubt, auf diese Spezies getrost für eine Weile verzichten zu können, doch Jacob Blackstone brachte sie in null Komma nichts auf Touren. Sein intensiver Blick ließ ihr Herz rasen und ihre Kehle trocken werden.
„Äh, eigentlich halte ich nur Ausschau nach meiner Mutter.“
Wow, das war wirklich keine leichte Unterhaltung. Stattdessen beschlich sie das Gefühl, dass ihr schlechtes Gewissen ihr anzusehen war. Trotzdem konnte sie seine Vermutungen zu ihrem Vorteil nutzen.
„Aber, ja, ich habe einen neuen Mann in meinem Leben.“ Jacob musste ja nicht wissen, was sie tatsächlich meinte. Ihr war alles recht, um ihn so weit wie möglich auf Abstand zu halten.
„Hast du deswegen eine neue Nummer … nachdem du wochenlang meine Anrufe ignoriert hast?“
Hoppla. Damit hatte sie nicht gerechnet.
„Es tut mir leid, Jacob. Das war nicht richtig von mir.“ Sie hatte eine schwere Bürde zu tragen gehabt und keine Ahnung, wohin sie gehen sollte. Ein Grund, keine Entschuldigung. Letztendlich war sie weggelaufen. Es war nicht fair, dass sie Geheimnisse vor Jacob hatte, doch sie brauchte etwas Zeit. Zeit, die wie im Fluge verrann.
„Ich möchte nur wissen, warum.“
Seine Schultern unter dem Anzughemd spannten sich an. Wie kam ein Manager zu so einem unglaublichen Körper … und so einem Stehvermögen? KC musste sich in Erinnerung rufen, dass das nicht reichte und dass sie einen Mann wollte, der für sie kämpfte, egal, was andere sagten.
„Dachtest du, ich würde nicht damit klarkommen, dass du Schluss machen willst?“
„Ich …“ Auf der anderen Straßenseite bemerkte sie eine Gruppe ihr bekannter Frauen. Black Hills war relativ klein. Hier kannte fast jeder jeden.
Mit Jacob auf der Hauptstraße zu stehen, kam dem Auftritt auf einer Bühne gleich. Sie musste verschwinden, bevor jemand aufmerksam wurde oder bevor ihre Mutter und ihre Großmutter auf der Bildfläche erschienen.
„Ich … tja, ich wusste nicht, wie ich dir sagen sollte, dass ich kein Interesse mehr habe.“ Etwas holperig, aber wahr. Wohl wissend, dass sie ihm feige auswich, trat sie zurück. „Außerdem schienst du nie etwas Festeres zu wollen, also … tut mir wirklich leid, Jake.“ Damit drehte sie sich um und ging – und betete, dass sie ihre Mutter und ihre Großmutter, die das Baby hatten, nicht in diesem Moment auftauchten. Auf diese Weise sollte Jacob nicht von seinem Sohn erfahren. Er würde sofort begreifen, weshalb sie tatsächlich verschwunden war. Sosehr sein distanziertes Verhalten sie auch verwirrt hatte – das verdiente er nicht.
Was allerdings bedeutete, dass sie nur noch Tage hatte, um ihm seinen Sohn vorzustellen. Sie sollte sich also besser früher als später überlegen, wie sie das anstellen wollte.
Jacob Blackstone hatte genug Menschenkenntnis, um zu bemerken, wenn jemand log. Und KC Gatlin zeigte alle Anzeichen.
Sie war von einem Fuß auf den anderen getreten, hatte direkte Antworten und Blickkontakt mit ihm vermieden. Sehr zu seiner Enttäuschung. Er hatte mehr als...




