E-Book, Deutsch, Band 8, 208 Seiten
Reihe: deVries-Thriller
Vries Wer den Kürzeren zieht
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-7517-2795-2
Verlag: ONE
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 8, 208 Seiten
Reihe: deVries-Thriller
ISBN: 978-3-7517-2795-2
Verlag: ONE
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Wenn nur noch das Überleben zählt - was bist du bereit zu tun?
Anne verbringt zusammen mit Freunden ein Wochenende in einer einsamen Hütte im Wald. Doch was entspannt startet, wird bald zum puren Horror. Zuerst nimmt Anne einen seltsamen Schatten wahr. Kurz darauf hören die Freunde einen Schrei im Wald. Schließlich bekommen alle dieselbe anonyme Instagram-Nachricht: Geh nicht raus, wenn du am Leben bleiben willst. Und als dann ein fremder Junge blutüberströmt bei ihnen auftaucht, glauben sie nicht mehr an einen schlechten Witz. Wer oder was steckt bloß dahinter? Einer von ihnen muss das Haus verlassen und herausfinden, was wirklich vor sich geht. Doch die Warnung war eindeutig ...
Können Anne und die anderen dem Wahnsinn lebend entkommen?
Mel Wallis de Vries, geboren 1973, ist in den Niederlanden DIE Autorin für Psychothriller im Jugendbuch. Ihre Titel finden sich regelmäßig auf den Bestsellerlisten wieder und werden von Jugendlichen wie Erwachsenen gerne gelesen. WER DEN KÜRZEREN ZIEHT ist bereits der achte Band der Autorin, der bei ONE erscheint.
Weitere Infos & Material
Stunden: 0
Ich habe eine Schwäche für Züge. Diese warme, schaukelnde Welt aus gelblichem Neonlicht voller Menschen, die du nicht kennst, von denen du dir jedoch ein Bild machen kannst: durch die Kleidung, die sie tragen, die Gespräche, die sie führen, und die Art von Brötchen, die sie am Kiosk gekauft haben. Stell dir mal vor, der Zug würde jetzt entgleisen – dann wärst du auf diese Gruppe unbekannter Menschen angewiesen. Wer würde eine führende Rolle einnehmen, wer würde vor Angst durchdrehen, wer eigene Entscheidungen treffen? Ich stelle mir immer vor, ich würde dann versuchen, möglichst viele Menschen zu retten, auch wenn das vielleicht mein eigenes Leben in Gefahr bringen würde. Während so einer Zugfahrt kann ich endlos herumfantasieren.
Und dann gibt es noch die Welt auf der anderen Seite des Fensters, wo Autos, Bäume und Häuser verschwommen vorbeiflitzen. Verrückterweise sieht man fast nie Menschen. Und doch weiß man, dass sie da sein müssen. Jeder Mensch in diesem Zug hat jemanden in dieser anderen Welt, diese Leute können nicht plötzlich verschwunden sein. Doch es fühlt sich wie ein Paralleluniversum an. Etwas, das es nicht gibt, wenn man im Zug sitzt.
Nur in einem einzigen Moment begegnen sich diese Welten: wenn der Zug an einem Gleis hält und sich die Türen kurz öffnen.
»Anne!«
»Hä, was?« Ich schaue erschrocken auf und drehe den Deckel auf meine Wasserflasche.
»Träumst du?« Maxime zieht eine Augenbraue hoch. »Guck mal auf dein Handy. Ich habe etwas für dich entdeckt.«
»Oh, sorry«, murmele ich und sehe, dass ich jede Menge Nachrichten von Maxime bekommen habe.
| Ähem, Anne? |




