E-Book, Deutsch, 148 Seiten, eBook
Vogel / Kocoglu / Berger Desktopvirtualisierung
2010
ISBN: 978-3-8348-9768-8
Verlag: Vieweg & Teubner
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Definitionen - Architekturen - Business-Nutzen
E-Book, Deutsch, 148 Seiten, eBook
ISBN: 978-3-8348-9768-8
Verlag: Vieweg & Teubner
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Die gesamte IT befindet sich derzeit in einem enormen Umbruch. Das Zauberwort ist 'Virtualisierung' - die allumfassende Begegnung der Entkopplung von physikalischen Systemen und deren Nutzung als Service. In leicht verständlicher Weise geht das Buch auf die umfassenden Möglichkeiten der Virtualisierung vom Client bis zum Rechenzentrum ein. Dabei werden nicht nur Architekturen, Projektpläne und Kundenanforderungen beleuchtet, sondern es wird auch speziell auf die wirtschaftlichen Möglichkeiten der 'end-to-end' Virtualisierung eingegangen. Hier kann der Leser nicht nur von dem enormen Wissen der Autoren auf diesem Gebiet profitieren, sondern insbesondere von ihren langjährigen Erfahrungen, unzähligen Projekten und Kundengesprächen.
Dipl.-Inform. Robert Vogel ist als Director Consulting Services bei Citrix Systems tätig. Er hält Seminare und Vorträge zum Thema TCO/ROI Analyse.
Thomas Berger ist als Principal Consultant bei Citrix Systems tätig. Er gibt Schulungen zum Thema Server- und Desktopvirtualisierung.
Tarkan Kocoglu ist als Senior Architect & Team Leiter Xen-Technologien, Worldwide Technical Teadiness bei Citrix Systems tätig. Er gibt Schulungen zum Thema Server- und Desktopvirtualisierung.
Zielgruppe
Professional/practitioner
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Vorwort;5
2;Inhaltsverzeichnis;7
3;1 Kundenanforderungen;11
3.1;1.1 Business-Anforderungen;11
3.2;1.2 Operative Anforderungen;13
3.3;1.3 Green IT;15
4;2 End-to-End-Virtualisierung;16
4.1;2.1 Die Lösungen im Detail;17
4.1.1;2.1.1 Virtuelle Betriebssystemumgebungen - Plattformvirtualisierung;18
4.1.2;2.1.2 Client Hypervisor;21
4.1.3;2.1.3 Softwarevirtualisierung;23
4.1.3.1;2.1.3.1 Isolation;23
4.1.3.2;2.1.3.2 Online-Virtualisierung;26
4.1.4;2.1.4 Desktopvirtualisierung;28
4.1.5;2.1.5 Netzwerkprotokolle;32
5;3 Consumerization;34
6;4 Der Virtualisierungsstack;38
6.1;4.1 Nutzer;39
6.2;4.2 Endgeräte;42
6.3;4.3 Servicenetz;44
6.4;4.4 Portalschicht;45
6.5;4.5 Service-Schicht;48
6.6;4.6 Server-Virtualisierung;50
6.7;4.7 Provisionierungs-Schicht;51
7;5 Einsparpotenziale im vStack;54
7.1;5.1 Benutzer;55
7.1.1;5.1.1 Bring your own Computer (BYOC);55
7.1.2;5.1.2 Herausragende “User Experience”;56
7.1.3;5.1.3 Mitarbeiterproduktivität;56
7.1.4;5.1.4 Security;57
7.2;5.2 Nutzer Endgerät;58
7.2.1;5.2.1 Investition in “Smart User Appliances”;58
7.2.2;5.2.2 Betriebssystems-Update/Upgrade;59
7.2.3;5.2.3 Ausrollen einer neuen Betriebssystemgeneration;59
7.2.4;5.2.4 Administration verschiedener Betriebssysteme;60
7.2.5;5.2.5 Management der Endgeräte;61
7.2.6;5.2.6 Vor-Ort-Support;62
7.2.7;5.2.7 Geringere Ausfallzeiten / Verlängerte Nutzungszeiten;62
7.3;5.3 Zugang / Servicenetz;64
7.3.1;5.3.1 Sicherer Zugriff von zu Hause (Pandemie);64
7.4;5.4 Portalschicht;65
7.4.1;5.4.1 “Consumerization”;65
7.4.2;5.4.2 Cloud Computing;65
7.4.3;5.4.3 Neue Business-Modelle;66
7.5;5.5 Service-Schicht;66
7.5.1;5.5.1 Effiziente Architektur der Service-Komponenten;66
7.5.2;5.5.2 Applikationsmanagement;68
7.5.3;5.5.3 Zentraler Help Desk Support;68
7.5.4;5.5.4 Administratoren Reisezeiten / Reisekosten;69
7.5.5;5.5.5 Vermeidung von unnötigen Softwareanpassungen;69
7.6;5.6 Server-Virtualisierung;70
7.6.1;5.6.1 Internetbeispiel einer Kostenkalkulation:;70
7.6.2;5.6.2 Server-Konsolidierung(Maintenance und Support-Verträge);71
7.7;5.7 Provisionierungs-Schicht;72
7.7.1;5.7.1 Speichernutzung;72
7.7.2;5.7.2 “Single Image”-Ansatz;73
8;6 TCO/ROI-Businessnutzen;74
8.1;6.1 Motivation zur Wirtschaftlichkeitsbetrachtung;74
8.2;6.2 Herausforderungen;75
8.3;6.3 Tools;76
8.3.1;6.3.1 Methodik der Evaluierung nach Alinean;78
8.3.2;6.3.2 Grenzen der Alinean-Methodik;81
8.4;6.4 Methodik der TCO/ROI-Berechnung;82
8.5;6.5 Individuelle Beratung;83
8.6;6.6 Consulting-Vorgehensweise der TCO/ROI-Berechnung;84
8.7;6.7 Beispielrechnung eines Kunden;85
8.7.1;Mengengerüst und Nutzerseparation;86
8.8;6.8 Kritische Anmerkungen zur Wirtschaftlichkeitsbetrachtung;93
9;7 Serviceorganisation IT Department;94
9.1;7.1 Definition Desktop als Service;94
9.2;7.2 Einsparbereiche;99
9.3;7.3 Einsatzszenarien der Desktopvirtualisierung (Business Cases);101
9.4;7.4 Mengengerüste und Berechnungen;102
10;8 Beispielarchitekturen;103
10.1;8.1 Kundenszenario 1;103
10.1.1;8.1.1 Ausgangssituation;103
10.1.2;8.1.2 Aufteilung der Standorte;103
10.1.3;8.1.3 Ziele des Kunden;104
10.1.4;8.1.4 Vorschlag 1: Zentralisierung auf „Ebene 1“;104
10.1.4.1;8.1.4.1 Weitere Lösungsaspekte;106
10.1.4.2;8.1.4.2 Vorteile dieses Lösungsansatzes;107
10.1.4.3;8.1.4.3 Risiken des Lösungsansatzes;108
10.1.5;8.1.5 Alternative / Vorschlag 2: Zentralisierung auf „Ebene 2“;109
10.1.5.1;8.1.5.1 Vorteile des Lösungsansatzes;109
10.1.5.2;8.1.5.2 Nachteile des Lösungsansatzes;110
10.1.5.3;8.1.5.3 Risiken des Lösungsansatzes;110
10.1.6;8.1.6 Schlusswort;110
10.2;8.2 Kundenszenario 2;111
10.2.1;8.2.1 Der erste Schritt – IT / Business-Anforderungen;111
10.2.2;8.2.2 Der zweite Schritt – Anforderungen der Benutzer;113
10.2.3;8.2.3 Der dritte Schritt – High Level-Architektur;117
10.2.3.1;8.2.3.1 Task User;117
10.2.3.2;8.2.3.2 Office User;118
10.2.3.3;8.2.3.3 Power User;119
10.2.4;8.2.4 Die Architektur im Überblick.;124
11;9 Cloud Computing;126
11.1;9.1 Definition;126
11.2;9.2 Entstehung des Cloud Computing;129
11.3;9.3 Architektur;129
11.3.1;9.3.1 Komponenten;131
11.4;9.4 Cloud Computing-Typen;132
11.4.1;9.4.1 Öffentliches Cloud Computing;132
11.4.2;9.4.2 Privates Cloud Computing;133
11.4.3;9.4.3 Hybrides Cloud Computing;133
11.5;9.5 Nutzen und Vorteile;134
11.6;9.6 Sicherheitrisiko;136
11.7;9.7 Implementierungsbeispiele;138
11.7.1;9.7.1 Schnelle Rollouts sind entscheidend;138
11.7.2;9.7.2 Exzellente Umgebung für Anwendungsentwicklung;139
11.7.3;9.7.3 Agilität zur Erweiterung des Geschäftsumfelds;141
11.7.4;9.7.4 Gewonnene Kundenerkenntnisse;142
11.8;9.8 Anbieter;143
11.9;9.9 Zusammenfassung;143
12;10 Literaturverzeichnis;145
Kundenanforderungen.- -Virtualisierung.- Consumerization.- Der Virtualisierungsstack.- Einsparpotenziale im vStack.- TCO/ROI-Businessnutzen.- Serviceorganisation IT Department.- Beispielarchitekturen.- Cloud Computing.
6 TCO/ROI-Businessnutzen (S. 65-66)
Eingedenk der allgemeinen Faktoren, welche im Rahmen der Virtualisierung zu Einsparungen führen können, ist es doch enorm wichtig, diese allgemeinen Faktoren in reale, im Kundenumfeld zu realisierende Einspareffekte zu überführen. Genau dies wird im kommenden Kapitel besprochen. Dabei wird im ersten Ansatz der Weg mittels verschiedener Tools und deren Berechnungsmethoden erläutert, im weiteren Kapitel wird Virtualisierung als Service definiert und im Zuge einer Preisfindung des Service in eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung überführt.
Beide Varianten haben ihre Berechtigung in der Unterschiedlichkeit der Betrachtungstiefe. Während man mittels Tools einen ersten Blick auf die Wirtschaftlichkeit erarbeiten kann, lässt sich mittels der Serviceorientierung die ITOrganisation als Profit Center definieren und strukturieren. Kapitel 7 vermittelt den Tool-orientierten Ansatz.
6.1 Motivation zur Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
Eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung im Umfeld der End-2-End-Virtualisierung vergleicht eine bestehende Infrastruktur mit einer zukünftigen. Die Problematik dabei ist, dass man nicht nur auf Preise vorhandener Investitionsgüter verweist, sondern insbesondere auch die Businessprozesse mit einbezieht bzw. natürlich auf jeden Fall einbeziehen sollte. Aus diesem Grund lebt die Betrachtung von diversen Annahmen, die gemeinsam getroffen werden.
Viele Annahmen bergen allerdings die Gefahr, in vielfältiger Weise interpretiert werden zu können, so ist es von Beginn einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung an enorm wichtig, sich der Motivation dieser Betrachtung genau bewusst zu werden. Wird die Analyse genutzt um festzustellen, ob es sich neben den vielen funktionalen Aspekten auch finanziell lohnt, in die neue Technologie einzusteigen? Benötigen vielleicht sogar alle neuen Projekte den Nachweis eines „Return on Investment“ (ROI) innerhalb einer bestimmten Zeitspanne und sind Einspareffekte im Rahmen eines bestimmten Prozentsatzes zu realisieren?
Das nachfolgende Kundenbeispiel zeigt allerdings auch, dass andere Motivatoren eine große Rolle spielen können die sehr oft individuellem Ideenreichtum entspringen und weder für das Unternehmen noch für die durchzuführende Partei zielgerichtet sind. Kundenbeispiel / Erfahrungsbericht Voller Enthusiasmus sitzen wir beim Kunden bereit, unsere Methodik zur Errechnung der realisierbaren Einspareffekte vorzustellen und nach Möglichkeit auch einzusetzen, schallt uns vom Leiter des Rechenzentrums freudig entgegen, dass in seinem Bereich ein Endgerät je Nutzer je Monat nur 23 EUR kostet. Verdutzt ob der Tatsache, dass wir noch nie bei einem Kunden von einem derartigen niedrigen Preis gehört haben, blicken wir uns an und lauschen weiter.
Sämtliche Paketierung sei nach Südostasien ausgelagert, die Struktur ist auf reiner Softwareverteilung ausgerichtet und beim letzten Einspielen eines Patches hatten sie nur 3 Help Desk Calls bei 80.000 Endgeräten und dies sei wohl Spitze. Mit großem Respekt verließen wir den Kunden, die Frage im Kopf kreisen, warum denn nicht alle Unternehmen genau diese IT-Infrastruktur nutzen. Die Antwort auf diese Frage ließ nicht lange auf sich warten, denn im nächsten Meeting mit dem „Strategic Head of Infrastructure“ des Unternehmens wurden wir ein wenig aufgeklärt. Ja der Preis war schon sehr niedrig, allerdings nur im Musterwerk, eines von 29 Werken, in denen die Kosten um ein Vielfaches höher lagen. Help Desk Calls aus den anderen Werken gab es wirklich nicht, denn dort konnte der Patch gar nicht eingespielt werden, da die Endgeräte nicht wie angedacht vorbereitet waren. Ein sehr ernüchterndes, aber auch lehrreiches Gespräch ging zu Ende.