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E-Book

E-Book, Deutsch, Band 4, 442 Seiten

Reihe: Nothing Special

Via Judge


1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-96089-497-1
Verlag: dead soft verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 4, 442 Seiten

Reihe: Nothing Special

ISBN: 978-3-96089-497-1
Verlag: dead soft verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Detective Austin Michaels glaubt nicht, dass es in seinem Leben noch besser werden kann, nachdem er in der Dro-gentaskforce von Cashel Godfrey und Leonidis Day akzeptiert wurde. Er weiß, dass er in das Team perfekt hineinpasst, da er genauso knallhart ist wie der Rest seiner Kollegen. Doch als er bei einer Verhaftung den Hauptverdächtigen mit Drogen im Wert von einer Viertelmillion Dollar entwischen lässt, ist er bereit, alles dafür zu tun, um das wieder geradezubiegen. God hat keine andere Wahl, als einen alten Freund zu Hilfe zu rufen, Judge Josephson. Judge war einer der besten Fährtenleser während seiner Zeit im United States Marine Corps. Seine Fähigkeiten nutzt er nun, um flüchtige Kriminelle im ganzen Land aufzuspüren. Als Judge den Anruf von God bekommt, ist ihm klar, dass er sofort einspringt. Immer noch beschämt stimmt Michaels zu, mit Judge zusammenzuarbeiten. Obwohl weder er noch Judge einen Partner wollen. Doch bald wird klar, dass sich zwischen ihnen eine Beziehung aus Lust und Hass entwickelt, die sie entweder zu Helden machen oder sie umbringen wird.

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Kapitel 1


Michaels wollte die Augen verdrehen und am liebsten laut aufseufzen. Seine Schläfen pochten vor Zurückhaltung, während der Schweiß seine gerötete Haut hinabrann. Anstatt jedoch seinen Vater respektlos zu behandeln, stach er in seine Eier und schob eine Gabel davon in den Mund.

„Hörst du mir zu, Sohn? Glaub nicht, dass ich nicht sehe, wie du dich ärgerst. Hast du vergessen, dass ich auch ein Detective bin?“

Wie zum Teufel könnte ich das vergessen? Du erinnerst mich bei jeder Gelegenheit daran.

„Du bist gerade erst Detective geworden, also sei nicht so hochmütig, nur weil du für einen Mann namens God arbeitest.“

Michaels richtete sich bei der Erwähnung einer seiner Lieutenants in der Nische auf. Niemand würde in seiner Gegenwart schlecht über sie reden, das würde er nicht zulassen. Lieutenant Godfrey – bekannt als God – und sein Partner Lieutenant Day leiteten die beste Drogen-Task-Force an der Ostküste. Für sie zu arbeiten, war eines seiner Ziele gewesen, seit er die Universität abgeschlossen hatte. Michaels stammte von einer langen Reihe von Gesetzeshütern ab. Als er nicht gleich nach der Highschool geradewegs an die Polizeiakademie gegangen war wie die meisten der Michaels, sondern erst auf das College, dachten alle, er würde gegen die Tradition rebellieren. Sein Master in Psychologie half ihm, den Detective zehn Jahre früher zu bekommen, als sein Vater und Großvater ihn erhalten hatten. Er war gerade mal zweiunddreißig und Detective der meist ausgezeichneten und hochangesehensten Task-Force, die er kannte. Obwohl er die Aufmerksamkeit seines Lieutenants durch das Stürmen eines Unterschlupfs bei einer Verhaftung bekommen hatte, bei der er sein Leben riskiert hatte, um einen von Gods Männern zu retten, hatte er trotzdem bei seinem Detective-Examen aufgrund seiner Ausbildung brilliert, was sein Vater hasste.

„Abgesehen davon, warum zum Teufel heuert er so viele schwule Detectives an? Alle nennen sie den Schwuchtel-Trupp“, spottete sein Vater.

„Ach ja. Wer nennt uns so?“, schnaubte Michaels und ließ seine Gabel auf den Teller fallen.

„Ein paar der Jungs.“

„Dann sag ihnen, sie sollen uns das ins Gesicht sagen.“

Michaels’ Vater grinste ihn hinter seiner Kaffeetasse an und sofort fühlte er sich scheiße. Er hatte sich schon wieder von seinem Vater ködern lassen. Es gab verdammt noch mal sicher keinen, der sie so nannte und es auch wirklich so meinte. Sie hatten die großen Fische eingesperrt. Sie waren diejenigen, die die Straßen säuberten. Sie waren diejenigen, die gerufen wurden, wenn jemand Unterstützung brauchte. Sie hatten unzählige Hintern von Einheiten über den ganzen Distrikt verstreut gerettet. God und Day hatten so viele Gefallen offen, dass sie gar nicht nachkamen, sie einzufordern.

„Dad, ich muss gehen. Ich habe um neun eine Strategie-Besprechung.“

„An was arbeitet ihr?“

Michaels fuhr sich mit der Hand durch sein kurzes dunkelblondes Haar, das fiel, wie es gerade wollte, weil er heute kein Gel verwendet hatte. Er hasste es, wenn sein Vater nach Details fragte. Mittlerweile war er drei Jahre in God and Day’s Task-Force und sein Vater stellte ihm immer noch Fragen, von denen er wusste, dass er sie nicht beantworten durfte.

„Du weißt, dass ich dir das nicht sagen darf, Dad.“

Das Gesicht seines Vaters nahm einen beunruhigenden Rosaton an. In seiner Position als Major von Bezirk 1 war er es sicher nicht gewohnt, nicht in alles eingeweiht zu sein. Trotzdem hatte Michaels seine Befehle. Unter keinen Umständen würde er Informationen zu ihren Fällen an jemanden weitergeben, der keine Sondererlaubnis von seinen Lieutenants erhalten hatte.

Abteilungen hatten undichte Stellen, Informanten und Undercoveragenten, die nicht davor zurückschreckten, als geheim eingestufte Informationen für ihre eigenen Absichten oder Fälle zu verwenden.

Das Gebiet von Michaels’ Vater hatte die höchste Aufklärungsrate der Region, was die Abteilung für Morde anging, und God würde seinen Kopf auf einem Silbertablett servieren, wenn er herausfände, dass er mit einer anderen Abteilung Informationen teilte. Ein falsches Wort oder ein sachdienlicher Hinweis aus Versehen preisgegeben, könnte einen ihrer Fälle erkalten lassen, nur weil jemand etwas verraten hatte.

„Du kannst nicht! Was zum Teufel meinst du, du kannst nicht?“ Sein Vater zerrte seinen Geldbeutel hervor und knallte ein paar Zwanziger auf den Tisch.

„Hast du je von professioneller Höflichkeit gehört, Austin? Nicht zu vergessen, dass ich dein gottverdammter Vater bin. Aber ich denke, das tut nichts zur Sache.“ Die junge Kellnerin sammelte hastig die halbleeren Teller ein und eilte davon, ohne Blickkontakt aufzunehmen, nachdem die Stimme seines Vaters einen peinlichen Level erreicht hatte.

„Dad. Viele Informationen zu unseren Fällen sind als geheim eingestuft. Ganz wenige Leute wissen, wen wir als Ziel haben und wann wir zuschlagen. God und Day machen das mit Absicht, um das Risiko auszuschließen, dass unsere Verdächtigen was gesteckt bekommen.“ Michaels’ Stimme war ruhig, er hoffte, sein Vater würde es ihm gleichtun.

„Denkst du, ich würde eurem gottverdammten Verdächtigen was stecken? Austin. Jacob. Michaels. Du bewegst dich auf dünnem Eis, Junge“, knurrte sein Vater und erhob sich zum Gehen. Seine komplett schwarze Uniform mit goldenen Applikationen war perfekt gebügelt und saß majestätisch an seinem fitten Körper. Michaels war so gebaut wie alle Männer in seiner Familie. Diensttauglich. Eine angemessene Größe, gerade so groß, um den Durchschnitt zu überragen. Breit, ein definierter Rücken und starke Arme. Oberschenkel, die muskulös waren, aber schlank genug, um einen Verdächtigen zu verfolgen und zu schnappen.

Michaels beeilte sich, um zu seinem dekorierten Vater aufzuschließen. Als er das tat, musterte ihn dieser von oben bis unten. Während er den Kopf schüttelte, verzog sich sein Gesicht voller Empörung.

„Vier Jahre an der Duke mit einem Abschluss innerhalb der besten zehn Prozent deiner Klasse. Du hattest eine der höchsten Punktzahlen in deiner Gruppe von Polizei-Akademie-Rekruten.“ Sein Vater hielt vor seinem leuchtend schwarzen Cadillac an und sah ihn direkt an.

„Nicht zu vergessen, dass du ein gottverdammter Michaels bist, und sieh dich an.“

Michales ließ ganz sicher nicht den Kopf hängen, er schämte sich nicht. Er trug seine Jeans und ein schwarz-weißes T-Shirt mit einem Aufdruck unter seiner offenen Atlanta Braves Jersey-Jacke. Seine nach hinten gerichtete Baseball-Kappe ließ ihn eher wie jemanden wirken, der sich ein Spiel ansehen ging als zu einem Team-Meeting einer Elite Task-Force.

„Dad, ich ziehe nachher noch so los. Ich bin undercover. Hast du vergessen, wie du ausgesehen hast, als du noch der angesehenste Mordermittler in deiner Einheit warst? Damals, bevor du hinter einen Schreibtisch gefesselt und gezwungen wurdest, in bürokratische Hintern zu kriechen?“

Der böse Blick seines Vaters reichte aus, um ihn zum Schweigen zu bringen.

„Wie kannst du es wagen, mich oder meine Position zu beleidigen?“ Michaels sah seinem Vater in die Augen.

„Entschuldigung, Sir. Das war respektlos und ging zu weit.“

„Das war es, verdammt noch mal.“ Michaels seufzte und rieb sich den Nacken.

„Ich weiß nur einfach nicht, was zum Teufel ich tun soll, um dich stolz zu machen.“

Sein Vater sah ihn traurig an, bevor er seine starken Hände auf seine Schultern legte und Michaels zu sich herumdrehte.

„Ich bin stolz auf dich, mein Sohn. Jeden Tag. Es ist nur …“ Seinem Vater entkam ein Seufzer, bevor er weitersprach. „Ich will nur nicht, dass du dich selbst einschränkst. Du hast das Potenzial, zu führen, mein Sohn. Es liegt dir im Blut. Wenn du God und Day folgst, wirst du das nicht erreichen. Du bist der Anführer, nicht der Gefolgsmann.“

„Ich kann Sergeant, Lieutenant und jeden anderen Rang erreichen, solange ich ein guter Cop bleibe. Wenn ich mit ihnen arbeite, kann ich endlich zeigen, wozu ich fähig bin. So viele Abteilungen haben Egomanen als Lieutenants, die so viel Angst vor Regeln und Vorschriften haben, dass sie ihre Detectives kaum Verhaftungen vornehmen lassen. Ich möchte nur zeigen, wozu ich in der Lage bin, und God und Day lassen das zu.“

„Wie einen Mann mit einem Sprungkick durch ein Fenster befördern.“ Er sah das amüsierte Funkeln in den Augen seines Vaters.

„Ja, sowas in der Art.“ Michaels lachte. Die Geschichte ihrer letzten Verhaftung, als er drei Männer ausgeschaltet hatte – einen davon, indem er ihn aus dem Fenster gekickt hatte – hatte ziemlich schnell die Runde gemacht. Sein Vater lachte mit ihm und tätschelte seine Wange.

„Ich bin verdammt stolz auf dich, mein Sohn. Ich glaube, ich bin einfach nur ein Vater.“

„Es geht mir gut, Dad. Wirklich. Ich bin glücklich mit dem, was ich tue. Die Jungs sind klasse. Ich vertraue ihnen und sie vertrauen mir. Wir leisten zusammen gute Arbeit.“

„Das tut ihr, mein Sohn. Das kann ich nicht bestreiten. Ich wollte dich auch nicht beleidigen.“

„Ich weiß.“ Sein Vater wandte sich um und stieg in sein Auto.

„Ich sehe dich dann morgen Abend bei uns, richtig?“

„Morgen?“

„Ja, zum Pokern. Das habe ich dir letzte Woche gesagt, Sohn. Ich habe ein paar von den Jungs da. Ähm. Aaron wird auch da sein. Er ist jetzt mit von der Partie.“

Großartig.

„Jetzt erinnere ich mich. Klar, ich werde da sein.“ Ich habe an einem verdammten Freitagabend ja nichts anderes zu...



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